DE962555C - Verfahren zum Dibbeln im Viereck-, insbesondere im Quadratverband, und Vorrichtung zur Ausfuehrung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Dibbeln im Viereck-, insbesondere im Quadratverband, und Vorrichtung zur Ausfuehrung dieses VerfahrensInfo
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- DE962555C DE962555C DES39350A DES0039350A DE962555C DE 962555 C DE962555 C DE 962555C DE S39350 A DES39350 A DE S39350A DE S0039350 A DES0039350 A DE S0039350A DE 962555 C DE962555 C DE 962555C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C7/00—Sowing
- A01C7/18—Machines for depositing quantities of seed at intervals
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Sowing (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 25. APRIL 1957
S 39350 HI145b
Beim Dibbeln mit Drillmaschinen gellangt die Saat wohl innerhalb der Saatreihen in gleichmäßigen,
Abständen in den Boden, jedoch kommen die Saatstellen, der verschiedenen Saatreihen seitlich
nicht in einer Flucht zu liegen, so daß die spätere Bodenbearbeitung zwischen den Pflanzen
von Hand erfolgen muß.
Um eine Bearbeitung des Bodens in zwei Richtungen, also kreuz und quer, zu ermöglichen, ist
die Saat im Quadratverband bekannt. Diese erfolgt bisher in der Weise, daß die Sämaschine an einem
über den Acker gespannten, mit Knoten in den gewünschten Saatstßllenabständen versehenen Draht
entlanggeführt wird, wobei jeder Knoten des Drahtes den Sämeehanismus auslöst. Dieses Verfahren
ist sehr umständlich und zeitraubend, weil der Knotendiraht nach jeder Fahrt um eine
MaschmenbreAte weiter gesteckt werden muß. Auch läßt sich dieses Verfahren mit Rücksicht auf die
notwendigen großen Standräume nur in besonderen Fällen, wie bei Maiskulturen, anwenden.
Es ist ferner bekannt, mit Hilfe entsprechender Einrichtungen an Sämaschinen, die Querreihen in
Teilstücken besäen, im Boden Markierungen für die zu besäende und die nächste Querreihe anzubringen,
um mit deren Hilfe zusammenhängende Querreihen zu erzeugen. Diese Bodenmarkierungen
sind aber lediglich Anhaltspunkte für Richtung und innezuhaltende Abstände.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Dibbeln im Viereck-, insbesondere im Quadratverband,
bei dem erfmdungsgernäß im Boden quer
zu der beim Säen einzuschlagenden Fahrtrichtung der Sämaschine Rillen gezogen werden, durch
welche die Dibbelvorrichtung beim Überqueren derselben betätigt wird.
Dieses Verfahren ist. bedeutend einfacher als das bekannte und hat außerdem den Vorzug, daß es für
Dibbelsaat allgemein anwendbar ist. Gegenüber der einfachen Dibbelsaat wird eine erhebliche Einsparung
an Saatgut erreicht. Da die Saatstellen
ίο entsprechend dem bekannten Dibbelsaatverfahren
im Vieneckverband nicht nur in der Saatreihe, sondern auch quer zu der beim Säen innegehaltenen
Fahrtrichtung in einer Flucht zu liegen kommen, können später die Pflanzen sowohl innerhalb der
Saatreihen als auch quer zu denselben zum Zwecke der Bodenbearbeitung durchfahren werden, und eine
Bodenbearbeitung von Hand, z.B. Hacken, entfällt. Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung
zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit an einem Scharhebel befestigtem
Schar und darüber angeordneter Dibbelvorrichtung und besteht darin, daß am Scharhebel oder an einer
Verlängerungsschiene desselben eine Gabel oder Stütze auf und ab beweglich angelenkt ist, die das
Bodenpronl durch eine Rolle oder Walze abtastet und über eine Übertragungsstange mit der Dibbelvorrichtung
in Verbindung steht, .und zwar mit einer Steuerklappe derselben. Dadurch wird auf
einfache Weise beim Überqueren der im Boden, gezogenen Rillen eine Betätigung der Dibbelvorrichtung
erreicht.
Ein weiteres Merkmal der Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht darin, daß eine zwischen der
Übertragungsstange und einem mit der Klappe verbundenen,
zweckmäßig federbelasteten Hebel vorhandene Betätigungsstange aus zusammenschiebbar
angeordneten Teilen besteht, so daß die Betätigung des Klappenhebels erst nach, dem Zusammenschieben
der Teile erfolgt.
Ferner ist die Gabel oder Stütze zweckmäßig an einer Lasche angelenkt, welche am Scharhebel oder
an einer an demselben vorgesehenen. Verlängerungsschiene verschiebbar und festschraubbar angeordnet
ist, wodurch eine Verstellmöglichkeit erreicht wird.
Um die Drillmaschine außerdem vor dem Säen zum Ziehen der Querrillen im Acker benutzen, zu
können, ist vorgesehen, vor Anbringen der Antriebsvorrichtung für die Dibbelvorrichtung an den
Scharhebeln Rillenzieher in Gestalt von Hohlkörpern anzubringen, in welche die Saattrichter
hineingestellt werden können. Diese Rillenzieher können an den Seiten horizontal angeordnete oder
leicht geneigte Streichbleche besitzen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungen beispiel der Erfindung, und zwar zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht und
Fig. 2 eine Draufsicht der Dibbelvorrichtung nebst Antriebsübertragung,
Fig. ι eine Seitenansicht und
Fig. 2 eine Draufsicht der Dibbelvorrichtung nebst Antriebsübertragung,
Fig. 3 die Anbringung eines Rillenziehers am
Scharhebel,
Fig. 4 den Rillenzieher allein in Draufsicht.
Am Scharhebel α ist der Saattrichter c mit dem Schar d angebracht. Im Saattrichter c befindet sich eine mit dem nicht dargestellten Saatgutbehälter in Verbindung stehende Klappe k, welche mit einem Hebel h verbunden ist. Durch eine am Hebel h vorgesehene Feder / wird die Klappe k geschlossen gehalten. Vorn am Scharhebel α ist eine Verlängerungsschiene b angeordnet, an welcher eine Lasche g lösbar und verschiebbar befestigt ist. An der Lasche g ist eine Gabel oder Stütze e auf und ab beweglich angelenkt, an der die am Boden 0 laufende, diesen also abtastende Walze i gelagert ist. An der Gabel oder Stütze e ist eine Übertragungsstange m vorgesehen, welche durch eine Betätigungsstange η mit dem Hebel h der Klappe k verbunden ist. Da die Betätigungsstange η einen größeren Weg zurückzulegen hat, als zur Betätigung des Hebais h der Klappe k erforderlich ist, besteht die Betätigungsstange η aus den zusammenschiebbar ineinander angeordneten Teilen n1 und n2.
Am Scharhebel α ist der Saattrichter c mit dem Schar d angebracht. Im Saattrichter c befindet sich eine mit dem nicht dargestellten Saatgutbehälter in Verbindung stehende Klappe k, welche mit einem Hebel h verbunden ist. Durch eine am Hebel h vorgesehene Feder / wird die Klappe k geschlossen gehalten. Vorn am Scharhebel α ist eine Verlängerungsschiene b angeordnet, an welcher eine Lasche g lösbar und verschiebbar befestigt ist. An der Lasche g ist eine Gabel oder Stütze e auf und ab beweglich angelenkt, an der die am Boden 0 laufende, diesen also abtastende Walze i gelagert ist. An der Gabel oder Stütze e ist eine Übertragungsstange m vorgesehen, welche durch eine Betätigungsstange η mit dem Hebel h der Klappe k verbunden ist. Da die Betätigungsstange η einen größeren Weg zurückzulegen hat, als zur Betätigung des Hebais h der Klappe k erforderlich ist, besteht die Betätigungsstange η aus den zusammenschiebbar ineinander angeordneten Teilen n1 und n2.
Die Betätigung der Dibbelvorrichtung erfolgt jeweils beim Überqueren einer der vorher im
Boden 0 des Ackers gezogenen Querrillen r, r1, r2, r3.
Dabei sinkt die Walze· i, wie in Fig. 1 bei der Querrille
r1 strichpunktiert angedeutet, jeweils in die betreffende Querrille hinein, wobei die Gabel oder
Stütze e ihre Stellung verändert und über die Übertragungsstange m und die Betätigungsstange μ das
öffnein der Klappe k durch den Hebel h bewirkt. Die Saat fällt hierbei zwischen der nächsten und
übernächsten Querrille, im dargestellten Fall also zwischen den Querrillen r2 und r3, in die von dem
Schar d gezogene, längs verlaufende Saatrille.
Zum vorherigen Ziehen der Querrillen, r, r1, r2, r3
ist ein Rillenzieher p in Gestalt eines bootsförmigen Hohlkörpers vorgesehen, in welchen der Saattrichter
nach Entfernung der Antriebsvorrichtung hineingestellt wird. Der Rillenzieher besitzt an 1°°
seinen Seiten oben horizontal angeordnete oder leicht geneigte Streichbleche q zum Glätten der
Ränder beim Ziehen der Querillen. Zum Glattstreichen der Erde beim Säen, ist zwischen der
Rolle oder Walze i und dem Schar d des Saattrichters c ein quer zur Bewegungsrichtung angeordnetes
Streichblech s vorgesehen.
Claims (6)
1. Verfahren zum Dibbeln im Viereck-, insbesondere im Quadratverband, dadurch gekennzeichnet
daß im Boden (o) quer zu der beim Säen einzuschlagenden Fahrtrichtung der Sämaschine
Rillen (r, r1, r2, rs) gezogen werden,
durch welche die Dibbelvorrichtung beim Überqueren derselben betätigt wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit an einem Scharhebel
befestigtem Schar und darüber angeordneter Dibbelvorrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß am Scharhebel (a) oder an einer
Verlängerungsschiene (b) desselben eine Gabel oder Stütze (e) auf und ab beweglich angelenkt
ist, die das Bodenprofil durch eine Rolle oder
Walze (i) abtastet und über eine Übertragungsstange (in) mit der Dibbelvorrichtung, insbesondere
deren Klappe (k), in Verbindung steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge^
kennzeichnet, daß eine zwischen der Übertragungsstange (m) und einem mit der Klappe
(k) verbundenen federbelasteten Hebel Qi) vorhandene
Betätigungsstange (η) aus zusammenschiebbar
angeordneten Teilen (w1, n2) besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gabel oder
Stütze (e) an einer Lasche (g) angelenkt ist,
welche am Scharhebel (a) oder an einer an demselben
vorgesehenen Verlängerungsschiene (b) lösbar und verschiebbar befestigt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Scharhebel (a)
den Saattrichter (c) übergreifende Rillenzieher (p) in Gestalt von Hohlkörpern anbringbar
sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß die Rillenzieher (p) an ihren
Seiten horizontal angeordnete oder leicht geneigte Streichbleche (q) besitzen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
österreichische Patentschrift Nr. 124 491;
M. Hupfauer, Die Maschine in der Landwirtschaft, Handbuch in Teilausgaben, Heft Fi, Säen und Pflanzen, S. 10, S. Hirzel Verlag Stuttgart, August 1951.
österreichische Patentschrift Nr. 124 491;
M. Hupfauer, Die Maschine in der Landwirtschaft, Handbuch in Teilausgaben, Heft Fi, Säen und Pflanzen, S. 10, S. Hirzel Verlag Stuttgart, August 1951.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES39350A DE962555C (de) | 1954-05-27 | 1954-05-27 | Verfahren zum Dibbeln im Viereck-, insbesondere im Quadratverband, und Vorrichtung zur Ausfuehrung dieses Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES39350A DE962555C (de) | 1954-05-27 | 1954-05-27 | Verfahren zum Dibbeln im Viereck-, insbesondere im Quadratverband, und Vorrichtung zur Ausfuehrung dieses Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE962555C true DE962555C (de) | 1957-04-25 |
Family
ID=7483256
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES39350A Expired DE962555C (de) | 1954-05-27 | 1954-05-27 | Verfahren zum Dibbeln im Viereck-, insbesondere im Quadratverband, und Vorrichtung zur Ausfuehrung dieses Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE962555C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1159633B (de) * | 1959-02-27 | 1963-12-19 | Minnesota Mining & Mfg | Verfahren zur Herstellung von homogenen, Urethangruppen aufweisenden Elastomeren |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT124491B (de) * | 1928-11-16 | 1931-09-10 | Oskar Dr Czeczowiczka | Einrichtung an Sämaschinen zur Einregelung der Saatstellen in fortlaufende Querreihen. |
-
1954
- 1954-05-27 DE DES39350A patent/DE962555C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT124491B (de) * | 1928-11-16 | 1931-09-10 | Oskar Dr Czeczowiczka | Einrichtung an Sämaschinen zur Einregelung der Saatstellen in fortlaufende Querreihen. |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1159633B (de) * | 1959-02-27 | 1963-12-19 | Minnesota Mining & Mfg | Verfahren zur Herstellung von homogenen, Urethangruppen aufweisenden Elastomeren |
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