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Das Patent Nr. 120641 betrifft eine Einrichtung an Sämaschinen zur Einregelung der bei einer unterbrochenen Säart sieh bildenden Saatstellen, die entweder Dibbel oder in Zwischenräumen aufeinander folgende Drillsaaten bilden können, in fortlaufende Querreihen, so dass die von Maschinenbreite zu Maschinenbreite aneinander schliessenden Querreihen möglichst ungebrochene Linien bilden, um nicht nur ein maschinelles Längsdurchhacken, sondern auch Querdurehhacken im Feld zu ermöglichen.
Die Erfindung gemäss dem Stammpatent ermöglicht diese Einregelung während der Fahrt, indem durch in Schraubenlinien zu einer Drehachse angeordnete Anschläge bei einer relativen axialen Verstellung bzw. Einstellung zwischen ihnen und den von ihnen betätigten Knaggen die Säklappen früher oder später geöffnet werden.
Um zur Einregelung der Saatstellen in fortlaufende Querreihen mehr Zeit zu gewinnen und dadurch die Einregelung leichter und genauer zu ermöglichen, werden der Erfindung gemäss gleichzeitig für zwei Saatquerreihen Bodenmarken gelegt, von denen die einen (die eigentlichen Marken) in der Querreihe der gleichzeitig zu legenden Saat liegen und die zweiten (sogenannte Vormarken) vor dieser Querreihe liegen und einer erst nachfolgend zu legenden Saatquerreihe angehören.
Die Zeichnung veranschaulicht in Fig. 1 ein Beispiel dieser Art Markenlegung in der Draufsicht und in Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der hiezu dienenden Einrichtung an einer Dibbelmasehine im Längsschnitt quer zur Radachse.
In Fig. 1 ist folgendes zu beachten : Beim Befahren der Maschinenbreite Il in der angegebenen Pfeilrichtung werden gleichzeitig gelegt : die Drillsaaten der Saatquerreihe a', die zur Saatquerreihe (i' gehörende Bodenmarke e' (z. B. auf beiden Seiten der Maschine) und die Bodenmarke h' (Vormarke, gleichfalls auf beiden Seiten der Maschine) der nächstfolgend zu legenden Saatquerreihe b'. Bei der nächsten Legung werden gleichzeitig gelegt : die Drillsaaten der Saatquerreihe b', die zu dieser Saat-
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treffenden Bodenmarke (oder Bodenmarken) der vorherigen Maschinenbreite 7, wie aus den Vormarken i' der Masehinenbreite 11 ersichtlich ist, die mit den Marken i der Masehinenbreite I in einer Querrichtung liegen sollen.
Dieses Einvisieren findet statt, bevor noch die betreffende Saatquerreihe gelegt ist, und der Bedienungsmann hat daher, wenn i'nicht genau in der Querrichtung von i liegt, noch genug Zeit, die Einregelung zu bewirken, so dass, wenn nun nachfolgend in die Querreihe t'gleichzeitig die Saat und die eigentliche Bodenmarke gelegt werden, diese infolge der Einregelung schon in der richtigen Fortsetzung der betreffenden Querreihe der Maschinenbreite I gelangen.
Es ist ferner zum Zwecke der leichten unterscheidung der eigentlichen Marken und Vormarken vorteilhaft, sie in der Fahrtrichtung der Maschine seitlieh gegeneinander versetzt zu legen, so dass sie auch bei richtiger Lage nicht zusammenfallen, wie aus den Marken f' und h' der Saatquerreihe b' ersichtlich ist. In dieser Darstellung ist die eigentliche Marke/'seitlieh gegen das Rad bzw. die Radspur g hin gelegt, so dass sieh die Marken 1', 71'im besten Fall ein Stück seitlich übergreifen.
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Zur Legung der eigentlichen Marken gemäss dem Stammpatent dient z. B. die in Fig. 2 dargestellte Maschine, die gemäss vorliegender Erfindung zur Legung der zweierlei Marken eingerichtet ist.
Die bisherigen Merkmale dieser Maschine sind die zentral angeordneten abgestuften Leisten 12), deren sie tragende Scheiben 11 z. B. auf der Welle 30'des Saatkastens 30 gelagert sind. und ferner die von diesen Leisten betätigte Zentralknagge 31, die zur früheren oder späteren Öffnung der Säklappen 5 auf der sie tragenden Achse 32 längs den Leisten 12 mittels eines um. 3-3 verschwenkbaren Handhebels 34 verstellbar ist. Die dieser Zentralknagge mitgeteilte Verschwenkung nach abwärts wird mittels Hebelarmes 37, Stange 38, Hebelarmes 39 der Welle 40 und je eines Anschlagarmes 41 auf dieser Welle für jede Knagge 13 am Gestänge 14 jeder Dibbelklappe 5 auf letztere übertragen.
Jede Klappe schliesst eine zum Saatkasten 30 führende Saatleitung 4 durch die Wirkung der Sehliessfeder 2. 3.
Eine dieser Klappen 5 (z. B. die in der Zeichnung dargestellte) oder ein anderes Organ kann den synchron betätigten Verschluss für das Iarkiermaterial bilden, dessen Leitung 4 zu dem das Markier- material (Kalkstaub, Kallmilch od. dgl. ) enthaltenden Behälter führt.
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ist, z. B. eine zweite Leitung mit Klappe benutzt. Diese Einrichtung ist an der Maschine vor der eingentlichen Markenlegevorrichtung (4, 5) angeordnet, u. zw. in einer Entfernung 11. die der Entfernung der zu legenden Querreihen in der Fahrtrichtung der Maschine entspricht.
Die Leitung 4'ist zur Legung der Bodenmarken in Querstrich unten mit einer flachen Ausfluss- öffnung 42 versehen und oben mit dem Behälter verbunden, der das Markiermaterial aufnimmt. Um die Entfernung cl entsprechend der veränderlichen Entfernung der Saatquerreihen ändern zu können. können die eine oder die andere oder beide Iarkenlegevorrichtungen 4', 5'bzw. 4, 5 in der Fahrtrichtung der Maschine verstellbar angeordnet sein. wie dies z. B. bei 4. 3 für die Vorrichtung 4'. 5'angegeben ist. Ein oder beide Markenlegevorrichtungen können auch quer zur Fahrtrichtung verstellbar sein. Die
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an Sämaschinen zur Einregelung der SaatsteIlen in fortlaufende Querreihen während der Fahrt, insbesondere für Dibbelmaschinen, nach Patent Nr. 120641, gekennzeichnet durch Mittel zum gleichzeitigen Legen von Bodenmarken für die betreffende Saatquerreihe und von Vormarken für eine nachfolgend zu legende Saatquerreihe.