DE9617C - Neuerungen am Drahtwebstuhl - Google Patents

Neuerungen am Drahtwebstuhl

Info

Publication number
DE9617C
DE9617C DENDAT9617D DE9617DA DE9617C DE 9617 C DE9617 C DE 9617C DE NDAT9617 D DENDAT9617 D DE NDAT9617D DE 9617D A DE9617D A DE 9617DA DE 9617 C DE9617 C DE 9617C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
pulleys
sley
drawer
innovations
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT9617D
Other languages
English (en)
Original Assignee
berlin-Anhaltische Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft in Moabit
Publication of DE9617C publication Critical patent/DE9617C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D41/00Looms not otherwise provided for, e.g. for weaving chenille yarn; Details peculiar to these looms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

1879.
- Klasse 86.
BERLIN - ANHALTISCHE MASCHINENBAU - ACTIEN - GESELLSCHAFT
in MOABIT.
Neuerungen am Drahtwebstuhl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Februar 1879 ab.
Der Webstuhl besteht in der Hauptsache aus folgenden Theilen, Fig. 1 bis 3 (die Buchstaben bezeichnen in allen Projectionen dieselben Theile): Zwei starken gufseisernen Rahmen α α, einer in den beiden Punkten χ χ schwingenden gufseisernen Weblade b, einer gufseisernen Zettelwalze c, einer gufseisernen Tuchwalze d, der Brustwalze <?, der Leitwalze/ und der Geschirre gg.
Der Gang des Stuhles ist folgender: Der auf der Zettelwalze, befindliche Zettel oder Aufzug geht, wie bei allen Webstühlen, durch die Geschirre und das Blatt der Lade, von hier weiter als Gewebe über die Brustwalze und wickelt sich auf die Tuchwalze auf. Sämmtliche Bewegungen' des Stuhls (mit Ausnahme der Durchführung des Schiffchens mittelst Schnellvorrichtung) werden durch die drei Tritthebel h, i und k bewirkt, indem der Arbeiter dieselben mit dem Fufs abwechselnd hernieder tritt.
Da es für Metallgewebe nothwendig ist, dafs in dem Moment, in welchem der Schlag der Lade erfolgt, das Gewebe keine Bewegungen macht, und der Vorschub desselben in der Zeit erfolgt, während die Lade ausholt, sind an diesem Stuhl alle . früher angewendeten Bremsvorrichtungen der Walzen weggelassen und derselbe mit einer Vorschubvorrichtung folgender Art versehen:
Die Zettelwalze hat ein Schneckenrad /, Fig. 4 und 5, welches mit der Schnecke m in Eingriff steht; die Welle η der Schnecke hat an ihrem vorderen Ende ein Sperrrad 0, an welchem die Sperrvorrichtung p wirkt.
Die Sperrvorrichtung p hat wiederum Verbindung mit dem an der Weblade befindlichen Hebel q mittelst der Zugstange r, Fig. 4 und 6.
Durch diese Einrichtung ist die Zettelwalze nur dann im Stande, sich zu drehen, wenn die Schnecke m gedreht wird. Sobald nun die Lade ausholt, geht der Hebel q mit Zugstange r von oben nach Unten, der Sperrkegel greift infolge dessen in das Sperrrad und dreht dadurch die Zettelwalze um so viel nach vorn, als die Drahtstärke des Einschusses beträgt, so dafs die Lade immer an demselben Punkt webt. Damit das vorgeschobene Gewebe immer die nöthige Spannung hat, erhält die Tuchwalze d an beiden Enden Stirnräder s s, mit denen die Getriebe tt in Eingriff stehen; die Getriebe sind mit den Seilrollen u u verbunden, Fig. 4 und 5. Von diesen Seilrollen gehen Seile über die Leitrollen ν und w, an denen, je nach der Stärke des Gewebes, Gewichte angehängt werden, wodurch die Spannung bewirkt wird.
Die Weblade ist an beiden Seiten durch Riemen mit der Holzwalze a * verbunden; diese ist wieder in der Mitte durch einen Riemen b' mit dem Tritthebel i verbunden, Fig. 1 und 2, so dafs beim Heruntertreten dieses Hebels die Weblade nach hinten gezogen wird (ausholt), und zu gleicher Zeit das Gewebe vorschiebt;' aufserdem ist hierdurch erreicht, dafs die Lade immer den gleichen Hub macht, und da dieselbe nur durch ihre eigene Schwere zurückschlägt, sobald der Arbeiter den Fufs von dem Tritthebel i nimmt, auch immer gleich starke Schläge ausführt, was, um gleichmäfsiges Gewebe zu erhalten, von grofser Wichtigkeit ist.
Die beiden Tritthebel h und k sind durch Riemen c1 d\ welche, wie ύ1, über Leitrollen e1 gehen, mit der Geschirrwalze /' derart verbunden, Fig. ι und 2, dafs cl von oben, dl von unten die Geschirrwalze /' halb umschlingt, so dafs beim Heraustreten - des Tritthebels h die Walze /' nach rechts halb herumgedreht wird, und sobald k heruntergetreten wird, nach links halb herumgeht.
Die Geschirrwalze _/' ist mit den Litzenrahmen, welche an Rinnen über der Aufhängewalze g' hängen, auf folgende Weise verbunden: Die Walze /' hat an ihren beiden Wellenenden, aufserhalb der Lagerböcke /2' h\ ovalen Flantschen ähnliche Stücke il i', in denen je zwei Bolzen befestigt sind, an denen sich die Hebel kl k' befinden und welche mit den Litzenrahmen verbunden sind. Damit die Geschirrwalze beim Drehen die Spannung des Zettels überwinden kann, befinden sich auf derselben zwei Schwunggewichte /' /'. Sobald nun ein abwechselndes Heruntertreten der Tritthebel k und h erfolgt und dadurch die Geschirrwalze y1 einmal rechts, einmal links halb
Ü; Γ"
herumgedreht will, fgehem' auch djein deren Rahmefe die ^Litzen hähg&x/'. derart, auf und nieder, <fa%, wlsnn der hintere Litzenrahmen nach -ObenSyretit, der vordere nach unten gezogen wird, 'ψρ, . . .;i</
Um ein gleichrnäfsiges.iiÄnziehen des'SchüSs'es-' zu erzielen, hat die Weblade auf jeder 'Seite einen Fadenspanner, der beim Beginn" ües Schlages der Lade den Drahtfaden greift und im Moment des Anschlages straff zieht; derselbe ist in den Fig. 7 bis 9 besonders dargestellt und wirkt in folgender Weise:
Die kleine Welle ο' mit der Nadel /' bewegt sich schief in der Holzwange q 1 der Weblade, so dafs beim Hin- und Herdrehen der Welle 0' die Nadelspitze nach der Wange hinabneigt. Um die Hin- und Herdrehung der Welle 0' zu bewirken, hat dieselbe einen Hebel r1, der mittelst eines Kugelgelenks mit der Zugstange j ' verbunden ist, und diese Zugstange hat wieder durch ein Kugelgelenk Verbindung mit dem Stützpunkt /', der fest in dem Rahmen des Webstuhls sitzt. Wenn nun die Weblade ausholt, also die Bewegung in der Richtung des Pfeiles . u' macht, neigt sich die Nadel, bis die Spitze derselben gegen die Holzwange liegt, so dafs der Schufsfaden über dieselbe hinausgehen kann; geht nun die Lade wieder zurück, dann hebt sich die Nadel und zieht den Faden an, und zwar so, dafs derselbe ganz straff ist in dem Augenblick, in welchem der Schlag erfolgt.
Die mit der Spannvorrichtung der Tuchwalze in Verbindung stehende Aufwindevorrichtung der Seile ist wie folgt construirt:
Die Seilrolle ti läuft lose auf der Welle des Getriebes t und hat einen Sperrkegel, der in das fest auf der Welle des Getriebes t sitzende Sperrrad greift, sobald die Drehung der Seilrolle u in der Richtung erfolgt, dafs sich das Seil abwickelt.
Die Drehung der Seilrolle in entgegengesetzter Richtung wirkt an dem Getriebe t nicht und dient nur zur Aufwicklung des Seiles · bezw. zum Aufziehen der Gewichte. Zur Erleichterung
lieser ι Majflpulaiion hat jede Seilrolle u einen Zahnkranz, jin den ein Getriebe mi eingreift, Fig. 2, iw.ej^fies mit einer Handkurbel fest verbunden. jät$t.~ Das Getriebe mit der Kurbel wird rjpr- iüm Aufwinden auf den am Rahmen befestigten Bolzen η ' gesteckt, während der übrigen Zeit aber ganz vom Stuhl entfernt.
Mittelst der vorstehend beschriebenen Einrichtungen ist erreicht, dafs bei vollständig gleichmäfsigen Schlägen und regelmäfsigem Vorschub des Gewebes der den Webstuhl bedienende Arbeiter nur eine Bewegung. mit der Hand an der Vorrichtung zum Durchschnellen des Schiffchens und eine Bewegung mit dem Fufs zu machen hat; letztere derart, dafs einmal die beiden Tritthebel i und h und dann die beiden Tritthebel i. und k ' heruntergetreten werden. Die Hand- und Fufsbewegungen liegen nicht zusammen, so dafs der Arbeiter fest auf beiden Füfsen steht, wenn derselbe den Schneller bewegt, und dafs beide Hände ruhen, wenn der Fufs in Thätigkeit ist.
Durch die Construction dieses Webstuhls ist ein Arbeiter im Stande, alle Breiten ohne Hülfe eines1 zweiten Mannes und ohne Anstrengung des Körpers zu weben.

Claims (6)

Patent-An Sprüche:
1. Der Stuhl in seiner Gesammtanordnung.
2. Die Spannung des Gewebes durch die combinirte Anwendung von Schneckenrädern und Stirnrädern mit Seilrollen, und zwar eines Schneckenrades an. der Zettelwalze und Stirnräder mit Seilrollen an der Tuchwalze.
3. Die Vorschubvorrichtung von der Weblade bis zum Schneckenrad.
4. Die Bewegung der Lade und der Geschirre durch das abwechselnde Niedertreten der Tritthebel in der vorher beschriebenen Weise.
5. Der Fadenspanner in der beschriebenen Weise.
6. Die Aufwindevorrichtung der Gewichte bezw. die Aufwicklung der Seile auf die Seilrollen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT9617D Neuerungen am Drahtwebstuhl Active DE9617C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE9617C true DE9617C (de)

Family

ID=286963

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT9617D Active DE9617C (de) Neuerungen am Drahtwebstuhl

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE9617C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE9617C (de) Neuerungen am Drahtwebstuhl
DE2511663A1 (de) Trethebelfahrzeug
DE2656145A1 (de) Vorrichtung zum konstanthalten der geschwindigkeit und der abwickelspannung von kettfaeden
DE25371C (de) Garnbaumbremse für mechanische Webstühle
AT23281B (de) Ladenbewegungseinrichtung für mechanische Webstühle zur Herstellung von Frottierstoffen.
DE29871C (de) Webstuhl zur Herstellung von Smyrna-Teppichen
DE16919C (de) Neuerungen an Regulatoren für Webstühle und andere Maschinen
DE42735C (de) Kettenwirkstuhl für flache Waare
DE208970C (de)
DE5236C (de) Apparat zur Verwendung der Dehnbarkeit elastischer Gummischnüre oder Bänder. i
DE2314638A1 (de) Vorrichtung fuer das koerper- und muskeltraining
DE112075C (de)
DE56170C (de)
DE25690C (de) Sprungfeder-Matratze
DE13763C (de) Neuerungen an mechanischen Korsetwebstühlen
DE33946C (de) Webstuhl für gemusterte Schlauchgewebe von zunehmender Weite
DE22033C (de)
DE803819C (de) Durch Muskelkraft bewegtes Landfahrzeug
DE14949C (de) Verfahren zur Herstellung von Knotenbindungen auf dem Webstuhl
DE30709C (de) Vorrichtung zur Hervorbringung und Erhaltung einer gleichmäfsigen Spannung der Flor- und Grundkelten bei Dnppel-ammt-Kraftstühlen
AT213245B (de) Fahrradantrieb
AT66534B (de) Gleichgewichtsregelung für Flugzeuge mit pendelnder, die Steuerflächen beeninflussender Gondel.
DE42836C (de) Webstuhl für Rohrgewebe
DE106402C (de)
DE465331C (de) Kettenspann-Vorrichtung fuer Webstuehle