DE95622C - - Google Patents

Info

Publication number
DE95622C
DE95622C DENDAT95622D DE95622DA DE95622C DE 95622 C DE95622 C DE 95622C DE NDAT95622 D DENDAT95622 D DE NDAT95622D DE 95622D A DE95622D A DE 95622DA DE 95622 C DE95622 C DE 95622C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkamine
reduction
bases
melting
acetone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT95622D
Other languages
English (en)
Publication of DE95622C publication Critical patent/DE95622C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D295/00Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
    • C07D295/02Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms containing only hydrogen and carbon atoms in addition to the ring hetero elements
    • C07D295/027Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms containing only hydrogen and carbon atoms in addition to the ring hetero elements containing only one hetero ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D211/00Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings
    • C07D211/02Preparation by ring-closure or hydrogenation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gemäfs vorliegender Erfindung wurde festgestellt, dafs die unsymmetrischen cyclischen Basen der Acetonalkaminreihe, wie z. B. das Vinyldiacetonalkamin, in zwei isomeren Formen existiren, und dafs hier ähnliche Verhältnisse obwalten, wie sie vom Tropin und ψ-Tropin bekannt geworden sind.
Bei der Reduction der unsymmetrischen Basen der Triacetonarninreihe bilden sich zwei isomere Formen. So erhält man z. B. durch Reduction des Vinyldiacetonamins ein neues, bisher unbekanntes, bei 161 bis 1620 schmelzendes Vinyldiacetonalkamin, sowie den von Fischer bereits erhaltenen, bei ca. 121 bis 1220 schmelzenden Körper (s. Ber. d. d. ehem. Ges. XVII, 1794). Das Vinyldiacetonalkamin vom Schmelzpunkt 161 bis 1620 stellt die labile Modification dar; der Körper vom Schmelzpunkt 1220 ist nicht die eigentliche stabile Form des Vinyldiacetonalkamins, sondern scheint eine einheitliche Verbindung des Alkamins vom Schmelzpunkt 161° und der eigentlichen stabilen Modification zu sein.
Die bei 161 bis 1620 schmelzende Base sowohl, als auch der Körper vom Schmelzpunkt 121 bis 122°" können, wie aus dem Patent Nr. 95621 ersichtlich ist, durch Behandlung mit Natriumamylat in eine Base vom Schmelz-' punkt 1380 übergeführt werden, die als das stabile Vinyldiacetonalkamin anzusehen ist.
Beispiele:
I. Darstellung und Trennung der
Vinyldiacetonalkamin e.
a) Reduction in saurer Lösung,
50 g Vinyldiacetonamin werden in 500 g Wasser gelöst und mit ca. 1 kg 2,5 proc. Natriumamalgam nach und nach versetzt. Die Reductionsflüssigkeit wird durch Zusatz von verdünnter Schwefelsäure stets schwach sauer und die Temperatur bei ca. 35 bis 40° gehalten. Nachdem alles eingetragen, macht man alkalisch und nimmt das Reductionsproduct mit ca. 1 kg warmem Aether, wenn nöthig unter Druck, auf. Der Aether wird nachher zur Hälfte abdestillirt und dann die Lösung zur Krystallisation sich selbst überlassen. Hierbei krystallisiren zunächst Nadeln heraus, die, aus Benzol umkrystallisirt, bei 160 bis i6i° schmelzen. In dem ätherischen Filtrat findet sich ein Körper, der nach dem Umkrystallisiren aus Benzol etwa bei 121 bis 1220 schmilzt.
ι g des bei 121 bis 1220 schmelzenden Körpers löst sich in ca. 18 ecm siedendem Benzol;
ι g der bei 161 bis 162 ° schmelzenden Base löst sich in ca. 30 ecm siedendem Benzol.
b) Reduction in neutraler Lösung.
50 g Vinyldiacetonamin werden in 1 kg Aether gelöst und mit 250 g Aluminiumamalgam ohne Kühlung unter allmäligem Zusatz von wenig Wasser reducirt. Nach dem Verlauf der Reduction wird filtrirt und die Basen in der angegebenen Weise durch Krystallisation aus Aether getrennt.
Das Auftreten von isomeren Formen ist auch bei den höheren Homologen des Vinyldiacetonalkamins, so z. B. beim Valeryl-, Oenanth-, Benzal-, Piperonylendiacetonalkamin zu beobachten, bezw. ganz allgemein bei den Homologen analog darstellbarer cyclischer Acetonbasen, die an dem α-asymmetrischen Kohlenstoff andere aliphatisch^ oder aromatische
Radicale enthalten, oder bei den aus asymmetrischen Phoronen durch Behandlung mit Ammoniak entstehenden asymmetrischen cyclischen Acetonbasen.
II. Darstellung der isomeren Valeryl-
diacetonalkamine.
50 gValerdiacetonamin werden in 500 gWasser gelöst und mit ca. 1 kg 2,5 proc. Natriumamalgam nach und nach versetzt. Die Reductionsflüssigkeit wird durch Zusatz von verdünnter Schwefelsäure stets schwach sauer und die Temperatur bei ca. 35 bis 40 ° gehalten. Das Reductionsproduct wird alkalisch gemacht, mit Aether ausgeschüttelt, die ätherische Lösung mit Potasche getrocknet und eingedampft. Die Trennung der Basen wird hier zweckmäfsig durch Krystallisation aus Petrolä'ther vorgenommen. Man versetzt den Rückstand mit der doppelten Menge Petroläther und stellt kalt. Nach einiger Zeit krystallisirt das labile Valerdiacetonalkamin aus, das nach mehrfachem Ümkrystallisiren bei 93 bis 940 schmilzt. Im Filtrat befindet sich die stabile Modification des Alkamins, die im reinen Zustand einen Schmelzpunkt von 80 bis 82 ° besitzt.
III. Benzaldiacetonalkamine.
Durch Reduction des Benzaldiacetonamins in der vorbeschriebenen Weise gelangt man ebenfalls zu zwei isomeren Benzaldiacetonalkaminen. Bei längerem Stehen nach beendigter Reduction scheidet sich ein Salz ab. Wird dieses mit Natronlauge zersetzt, so erhält man eine Base, die nach Umkrystallisation aus Petroläther bei ca. 68° schmilzt und als die labile Modificatron anzusehen ist. Im Filtrat von dem schwer löslichen Salz befindet sich das Salz einer öligen Base, die bisher noch nicht krystallisirt erhalten werden konnte.
IV. Piperonylendiacetonalkamine.
Reducirt man Piperonylendiacetonamin in der angegebenen Weise, so erhält man durch Krystallisation aus Petroläther das labile Alkamin, das in rejnem Zustand einen Schmelzpunkt von 108 bis 1090 besitzt. Im Filtrat befindet sich die stabile Modification.
Die vorstehend beschriebenen Basen bilden Ausgangsproducte für werthvolle Alkaloide.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von isomeren unsymmetrischen Cyclobasen der Acetonalkaminreihe, darin bestehend, dafs man das durch Reduction der unsymmetrischen cyclischen Acetonaminbasen erhältliche Gemisch_von labilen und stabilen Alkaminen durch Krystallisation trennt.
DENDAT95622D Active DE95622C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE95622C true DE95622C (de)

Family

ID=366844

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT95622D Active DE95622C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE95622C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2480329A (en) * 1944-10-19 1949-08-30 William R Warner & Co Inc Preparation of vinyldiacetonalkamine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2480329A (en) * 1944-10-19 1949-08-30 William R Warner & Co Inc Preparation of vinyldiacetonalkamine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1793745A1 (de) Arylsubstituierte biguanide
DE95622C (de)
DE503031C (de) Verfahren zur Darstellung der N-Oxyaethylderivate von Kernsubstitutionsprodukten des -Amino-1-oxybenzols
CH236013A (de) Verfahren zur Herstellung einer 17 -Oxy-20-keto-Verbindung der Pregnen-Reihe.
DE481733C (de) Verfahren zur Darstellung von C, C-disubstituierten Derivaten der Barbitursaeure
DE634285C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2, 4-Dioxotetrahydropyridins
DE1768582C3 (de)
AT204554B (de) Verfahren zur Herstellung von N-Alkyl-α-piperidincarbonsäureaniliden
DE575470C (de) Verfahren zur Darstellung von C, C-disubstituierten Derivaten der Barbitursaeure
AT303962B (de) Verfahren zur Herstellung von 14-Desoxy-14-tosyloxyacetoxymutilin
DE362748C (de) Verfahren zur Darstellung von Dichloracetylchlorid
AT203495B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen
DE698546C (de) Verfahren zur Herstellung eines Amidins
DE539806C (de) Verfahren zur Darstellung von Isopropylallylbarbitursaeure
AT211821B (de) Verfahren zur Herstellung Alkylaminoacetaryliden
DE495714C (de) Verfahren zur Darstellung von mehrfach halogensubstituierten Chinolincarbonsaeuren
DE939633C (de) Verfahren zur Herstellung kernsubstituierter Anilide niedrigmolekularer aliphatischer Aminocarbonsaeuren
DE678149C (de) Verfahren zur Darstellung von 2,4-Dioxo-3, 3-diallyl- und -di-n-propyl-6-methyltetrahydropyridin
DE644839C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyridin-o-dicarbonsaeureamiden
DE528268C (de) Verfahren zur Darstellung von Porphyrinen
DE364032C (de) Verfahren zur Darstellung von Akridinderivaten
DE234631C (de)
DE890647C (de) Verfahren zur Herstellung von Ni-acyherren Aminoarylsulfonamiden
CH305891A (de) Verfahren zur Darstellung von Isonicotinsäurehydrazid.
DE919469C (de) Verfahren zur Darstellung der threo-1-Phenyl-1, 3-diacyloxy-2-aminopropan-Hydrochloride