DE890647C - Verfahren zur Herstellung von Ni-acyherren Aminoarylsulfonamiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ni-acyherren Aminoarylsulfonamiden

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DE890647C
DE890647C DENDAT890647D DE890647DA DE890647C DE 890647 C DE890647 C DE 890647C DE NDAT890647 D DENDAT890647 D DE NDAT890647D DE 890647D A DE890647D A DE 890647DA DE 890647 C DE890647 C DE 890647C
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Germany
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aminoarylsulfonamiden
acyherren
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acylation
aminoarylsulfonamides
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Expired
Application number
DENDAT890647D
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Inventor
Linz/Donau Dr. Josef Matzke (Osterreich)
Original Assignee
Oesterreichische Stickstoff werke Aktiengesellschaft, Linz/Donau (Osterreich)
Publication date
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Publication of DE890647C publication Critical patent/DE890647C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/30Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/45Sulfonamides, the carbon skeleton of the acid part being further substituted by singly-bound nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups at least one of the singly-bound nitrogen atoms being part of any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom, e.g. N-acylaminosulfonamides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 21. SEPTEMBER 1953
O 1899 IVcI 12 q
(Österreich)
Unter der großen Zahl dargestellter Abkömmlinge des Sulfanilsäureamids haben sich unter anderem besonders in N1-Stellung acylierte Verbindungen pharmakologisch als hervorragend wirksam erwiesen;
NH„
x„
':—SO,NH-COR
(COR = Acylrest)
diese haben auch die wertvolle Eigenschaft, in Wasser leicht lösliche, annähernd neutrale Alkalisalze zu bilden, die sich für Injektionszwecke hervorragend eignen.
Außer für medizinische Zwecke sind derartige Verbindungen auch auf dem Gebiete der Weichmacher, als Farbstoffkomponenten und als Ausgangsstoff für Desinfektions- und Schädlingsbekämpfungsmittel usw. von Interesse.
Die Darstellung von in Nx-Stellung acylierten Aminobenzolsulfonamiden ist Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen und Patente. Da der nächstliegende Weg der Monoacylierung der Ν-,-Arninogruppe von Aminoarylsulfonamiden bei Einhaltung der üblichen Vorschriften nach den bisherigen Erfahrungen (s. z. B. USA.-Patentschrift 2 454 104, S. 1, Zeile 5) nicht zum Ziel geführt hat, hat man zunächst den Umweg über die N1—N4-Diacylverbindung und anschließende selektive Abspaltung der in N4-Stellung sitzenden Acylgruppe gewählt. Derartige Verfahren haben den Nachteil, daß sie in zwei Herstellungsstufen durchgeführt werden müssen.
Eine Monoacylierung am N1-Stickstoffatom war bisher nur in organischen Lösungsmitteln bei Gegen-
wart starker Mineralsäuren möglich (s. USA.-Patentschrift 2 454 104 und schweizerische Patentschrift 260993), wobei sorgfältig auf den Ausschluß von Wasser geachtet werden muß. Naturgemäß läßt diese Arbeitsweise starke Korrosion erwarten.
Bei der Acylierung von Aminoarylsulfonamiden mit freier Aminogruppe in wäßrig-alkalischem Medium war nach den bisher vorliegenden Erfahrungen eine Acylierung nur in N4-Stellung oder N1- und N4-Stellung gleichzeitig möglich. Vorwiegend in ^-Stellung acylierte Produkte waren nach dieser Methode in einer einzigen Stufe (unter Vermeidung der Bildung von Diacylverbindungen als Zwischenprodukt) nicht darstellbar (s. z. B. norwegische Patentschrift °3 3°7» Beispiel 8, und Chemische Berichte 83,553 [1950]; s. auch britische Patentschrift 642 013, in der ebenfalls der Umweg über Diacylprodukte oder die Nitroverbindung beschrieben ist, die erst anschließend durch Verseifung oder Reduktion in Verbindungen mit freier Aminogruppe übergeführt werden müssen; es erscheint demnach auch hier ein mehrstufiges Verfahren notwendig).
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man bei Aminoarylsulfonamiden mit freier Aminogruppe auch die gewünschte N^Acylverbindung durch Behändem von Aminoarylsulfonamiden mit Acylierungsmitteln in einer einzigen Operation in befriedigenden Ausbeuten erhalten kann, wenn man die Umsetzung so führt, daß das Reaktionsgemisch alkalisch bleibt. Zweckmäßig wendet man hierbei eine derartige Menge an freiem Alkali an, daß von Anfang der Acylierung bis zu ihrem Abschluß ein pa: von etwa 9 bis 14, vorzugsweise von etwa 11 bis 14 besteht.
An Acylierungsmitteln können beispielsweise Säureanhydride oder Säurehalogenide verwendet werden.
Die Reaktion erfolgt zweckmäßig bei mäßiger Temperaturerhöhung und ist dann in kurzer Frist beendet.
Die Trennung des gewünschten N^Acylproduktes von einer mäßigen Menge nicht umgesetzten Ausgangsproduktes kann leicht durch Ausfällung bei stufenweise geändertem pn in bekannter Weise erfolgen.
Es sei hier erwähnt, daß als Aminoarylsulfonamide, die für diese Reaktion in Frage kommen, außer dem in den Beispielen angeführten Sulfanilsäureamid bzw. den entsprechenden 0- und m-Verbindungen als Ausgangsverbindungen auch im Arylkern neben der freien Aminogruppe durch Alkyl-, Nitro-, Acylaminogruppen oder Halogenatome usw. substituierte Abkömmlinge desselben angewendet werden können.
Als Vorteil der neuen Arbeitsweise gegenüber den bisher bekannten Verfahren ergibt sich, daß in einem nicht korrodierenden Medium gearbeitet wird und daß die Reaktion in einer einzigen Stufe durchgeführt wird und in kurzer Zeit beendet ist, wobei nur diejenige Menge Acylierüngsmittel verwendet wird, die für eine einzuführende Acylgruppe notwendig ist.
Beispiele
1. 0,1 Mol = 17,2 g Sulfanilamid, 0,3 Mol = 12 g Natriumhydroxyd und 20 cm3 Wasser werden durch Anwärmen in Lösung gebracht (etwa 75 °) und bei dieser" Temperatur unter Rühren im Laufe von 15 Minuten 0,154 Mol = 14,5 cm3 Essigsäureanhydrid zugetropft. Die Lösung wird nach weiteren 15 Minuten Rühren mit etwas Wasser verdünnt, um die sonst in der Kälte sich abscheidenden Natriümsalze in Lösung zu halten und mit etwas Salzsäure auf pH 8 eingestellt. Nach Abtrennen von nicht umgesetztem Sulfanilamid (6,9 g) fallen bei weiterem Ansäuern auf ph 4 10,7 g rohe N^Acetylverbindung aus, die nach einmaligem Umkristallisieren aus wenig Wasser 9,6 g reines Nj-Acetylsulfanilamid liefern (Schmp.: 180 bis i8i°).
Die Ausbeute an reinem Nj-Acetylsulfonamid ist bei Berücksichtigung des zurückgewonnenen Ausgangsmaterials über 70 % der Theorie, ohne Berücksichtigung des zurückgewonnenen Ausgangsmaterials dagegen 45 % der Theorie.
2. ι Mol = 172 g Sulfanilamid, 1,125 Mol = 45 g Natriumhydroxyd und 200 cm3 Wasser werden in Lösung gebracht (ungefähr 45 °) und bei dieser Temperatur unter Rühren im Laufe von 30 Minuten gesondert aber gleichzeitig einerseits mit einer Lösung von 1,925 Mol = 77 g Natriumhydroxyd in 100 cm3 Wasser und andererseits mit 1,44 Mol = 136 cm3 Essigsäureanhydrid versetzt.
Die Lösung wird nach weiteren 15 Minuten Rühren mit etwas Wasser verdünnt und mit konzentrierter Salzsäure auf pn 8 eingestellt. Nach Abtrennen von nicht umgesetztem Sulfanilamid (30,3 g) fallen, bei weiterem Ansäuern auf pa 4 130 g (etwa 60 °/0 der Theorie) rohe Nx-Acetylverbindung aus, die nach Umkristallisieren aus Wasser 116 g reines Nj-Acetylsulfanilamid (54% Ausbeute) liefern; bei Berücksichtigung des zurückgewonnenen Ausgangsmaterials erhöht sich die Ausbeute an reinem N-L-Acetylprodukt (Schmp.: 180 bis 181°) auf 66 %.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von N^acylierten Aminoarylsulfonamiden durch einstufige Acylierung nur am N^Sulfonamidstickstoff, dadurch gekennzeichnet, daß Sulfonamide, die am Benzolkern neben der Sulfonamidgruppe eine ungeschützte Aminogruppe aufweisen, mit Acylierungsmitteln während der ganzen Dauer der Umsetzung in alkalischem Mittel behandelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- no kennzeichnet, daß die Acylierung vorzugsweise bei einem pn von 11 bis 14 durchgeführt wird.
1 5427 9. S3
DENDAT890647D Verfahren zur Herstellung von Ni-acyherren Aminoarylsulfonamiden Expired DE890647C (de)

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