DE95158C - - Google Patents

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DE95158C
DE95158C DENDAT95158D DE95158DA DE95158C DE 95158 C DE95158 C DE 95158C DE NDAT95158 D DENDAT95158 D DE NDAT95158D DE 95158D A DE95158D A DE 95158DA DE 95158 C DE95158 C DE 95158C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Percussion Or Vibration Massage (AREA)

Description

heo ffl&A
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Empfänger gehört zu derjenigen Klasse, welche in einer Leitung hinter einander geschaltet durch eine· bestimmte, über diese Leitung gesendete Folge von Stromstöfsen in ■ die Endstellung gebracht werden und dann entweder einen elektrischen Apparat, zum Beispiel einen Telegraphen, einschalten oder ein Signal verstellen.
Diese Empfänger zu vereinfachen, ist der Zweck vorliegender Erfindung, welche an Hand beiliegender Zeichnungen näher erläutert werden soll.
Auf einer Grundplatte A sind Ständer oder Seitenwände B errichtet, welche das Gestell zum Tragen der Mechanismen bilden. Eine im Gestell drehbare Welle b1 trägt die Räder i, 2 und 3 (Fig. 6 und 7). Das Rad 1 kann zweckmäfsig mit »Combinationsrad« bezeichnet werden, weil seine Zähne so geschnitten und angeordnet sind, dafs sie einer bestimmten, dem betreffenden Instrumente eigentümlichen Folge von Stromstöfsen entsprechen. Das Rad 2 nennt man zweckmäfsig »Spatienrad«, weil die auf der Peripherie vorgesehenen Einschnitte Spatien zwischen den einzelnen Zahlen oder Combinationsgliedern des Combinationsrades darstellen, d. h. dort, wo die Zähne bei dem Combinationsrade auftreten, besitzt das Spatienrad eine glatte Stelle. Beide Räder sind fest auf der Welle angebracht und werden durch einen einzigen Magneten in der weiter unten beschriebenen Weise gedreht. Auf derselben Welle sitzt noch ein Sperrrad 3, welches mit einer Sperrklinke b2 in Eingriff steht. Diese Klinke hält die Welle so lange fest, bis die Einrichtung aufser Wirksamkeit gebracht wird.
'' Bei jedem den Magneten C passirenden Stromstofs werden die Räder entgegen der Einwirkung einer Spiralfeder, welche im Innern der Hülse b3 vorgesehen ist, angetrieben. Die zwischen Welle bl und Hülse b3 angeordnete Feder hat das Bestreben, das Empfangsinstrument in die Nullstellung zurckzuführen, was auch geschieht, sobald das Instrument in seine Endstellung gebracht ist, oder wenn ein falscher Stromstofs in das Instrument gesendet wird. Unter der Einwirkung des Elektromagneten C steht ein Anker c1, welcher durch eine Abreifsfeder c2 von dem Magneten abgezogen wird (Fig. 1).
In Fig. ι und 2 ist eine Hemmvorrichtung zur Darstellung gebracht, welche aus dem Rade D und dem Anker d1 besteht. Auf derselben Welle mit dem Rade D sitzt ein Zahnrad if2, welches mit einem Zahnsegment d3 in Eingriff steht. Das letztere trägt einen Stift d*, welcher in einem Schlitz c3 am freien Ende des Armes c4 spielt (Fig. 6 und 7). Das andere Ende dieses Armes ist an dem Ankerhebel c1 drehbar, so dafs die genaue Bewegung der Theile durch die Hemmvorrichtung gewöhnlich nicht beeinflufst wird; die Hemmvorrichtung tritt erst dann in Wirkung, wenn der Stift dl gegen ein Ende des Schlitzes anschlägt.
Die Schaltklinken e·1 e2 sind am Ende des Ankerhebels drehbar und wirken auf das Combinations - und Spatienrad 1 und 2 (Fig. 6 und 7); die Klinken sind mit einer Feder ausgestattet, welche sie in Contact mit der Pe-
ripherie der Räder hält. Beim Antreiben der Räder und Drehen der Welle bl wird die letztere durch das Sperrrad 3 gesperrt, indem die Klinke &2 in das letztere eingreift. Wird ein falscher Stromstofs in das Instrument gesendet oder hört das Uebersenden der Stromstöfse überhaupt auf, so wird die Klinke b2 ausgeschaltet, demzufolge die Spiralfeder in der Hülse bz wirken kann und das Instrument in die Null- oder Anfangsstellung zurückbringt.
In einem Schlitz des Ständers F (Fig. 6 und 7) ist das Kopfstück f1 um /2 drehbar und eine Feder /3 bringt das Kopfstück nach innen, bis es, wie weiter unten ausgeführt, nach aufsen geworfen wird. Das Kopfstück trägt eine Stange /3 und diese wieder Vorsprünge /5/6· Der obere Arm des Kopfstückes ist mit dem Stift/7 ausgestattet, welcher die Querstange y8 trägt, die über die Klinken e1 e2 herausragt, und die Einrichtung ist so getroffen, dafs, wenn die Klinke el in einen Einschnitt des Rades 1 einfällt und mit dem Ankerhebel niedergeht, beide Klinken el e2 an der Innenseite der Vorsprünge/6/6 vorbeigehen; gleitet die Klinke e1 hingegen auf einer erhöhten Stelle des Rades, was erfolgt, wenn ein falscher Stromstofs in das Instrument gesendet ist, so wird der Vorsprung/5 beim Niedersteigen der Klinke e1 von dieser mitgenommen (Fig. 7). Der Kopf f1 und die Querstange /8 werden dann nach aufsen gedrückt, wodurch beide Klinken e1 und e2 nach aufsen geworfen werden. Durch diese Bewegung wird auch die KJinke i»2 mit dem Sperrrad 3 aufser Eingriff gebracht, so dafs das Instrument in seine Normallage zurückgelangen kann. Aus dem Kopfstück f1 springt ein Stift/9 vor, und die Welle &4, welche die Klinke b'2 trägt, besitzt auch einen Arm &5, welcher in der Bahn des Stiftes/9 liegt. Wird nun das Kopfstück bei Auftreten eines falschen Stromstofses nach aufsen geworfen, so wird die Klinke ö2 gehoben und das Sperrrad 3 freigegeben.
Wie schon oben ausgeführt, ist das Combinationsrad 1 so geschnitten, dafs die Zähne eine bestimmte Folge von Stromstöfsen darstellen, z. B. 4, 2, i, 3, 2. Jede Zahl stellt eine Serie von ' neben einander liegenden Zähnen dar, und jede Serie kann zweckmäfsig als Combinationsglied bezeichnet werden. Zwischen je zwei Combinationsgliedern ist eine glatte, erhöhte Stelle des Rades vorgesehen, welche einer Entfernung von zwei Stromstöfsen entspricht. Bei dem Rade 2 treten die Spatien dann auf, wenn bei dem Rade 1 Zähne zur Wirkung kondmen. Die Spatienlänge am Rade 2 übertrifft die Zahnlänge noch um die Länge zweier Zähne, welche dem erhöhten Raum hinter dem Ende des ersten Combinationsgliedes entsprechen. Die leeren Stellen am Rade 1 entsprechen den Zähnen am Rade 2, welches einen etwas geringeren Durchmesser als das Rad 1 besitzt, so dafs seine Kh'nke auf eines der Spatien fallen kann und doch innerhalb des Vorsprungs/6 liegt. Die Räder 1 und 2 sind so zu einander angeordnet, dafs bei der Anfangsstellung des Instrumentes und beim Beginn jedes Combinationsgliedes beide Klinken in einer Kerbe ihrer Räder liegen.
Die von einem Geber über die Leitung gesendeten Stromstöfse müssen mit der Gruppirung der Zähne an den Rädern des betreffenden Instrumentes genau übereinstimmen und zwischen sich eine bestimmte Pause lassen. Während dieser Pausen geht der Ankerhebel je nach der Dauer derselben um ein verschiedenes Stück zurück, was bei Betrachtung des ersten Combinationsgliedes, welches vier Stromstöfsen entspricht, zu erkennen ist.
Beim Beginn der Bewegung ruhen beide Klinken in einer Zahnlücke oder -Kerbe. Der Anker steigt viermal hinter einander mit genügender Geschwindigkeit nieder, um der Klinke des Rades 1 zu gestatten, wieder zurückzugehen und in die zweite Lücke oder Kerbe einzudringen und darauf wieder niederzusteigen, bis die vier Stromstöfse gegeben sind. Beide Klinken bewegen sich innerhalb der Vorsprünge /5/6, die Klinke e1 gleitet bei /5 vorbei, weil sie in einer Lücke sich befindet, und die Klinke e1 gleitet deshalb bei /e vorbei, weil sie, trotzdem sie sich auf einer erhöhten Stelle des Rades 2 befindet, gegen das kleinere Rad ruht. Wenn die vier Stromstöfse vollendet sind, tritt eine Pause ein, welche genügend grofs ist, um dem Ankerhebel zu gestatten, der Entfernung zweier Zähne entsprechend zurückzugehen, so dafs die Klinke e1 über die glatte, erhöhte und der Länge zweier Zähne entsprechende Stelle gleiten und in den ersten Zahn des nächsten Combinationsgliedes einfallen kann. Zu diesem Zeitpunkte sind beide Klinken in einer Zahnlücke und steigen, gemeinsam die Räder' antreibend, nieder. Es werden nun zwei Stpomstöfse in das Instrument gesendet, hierauf erfolgt eine Pause, welche genügend grofs ist, um die Klinken über den Raum zwischen den Gliedern gleiten zu lassen und so fort.
Ist die Pause zu kurz und steigt die Klinke nieder, bevor e1 in eine Lücke gefallen ist, so wird e1 auf der erhöhten Stelle niedergleiten und die Sperrklinke £2 aus dem Rade 3 drücken, so dafs das Instrument in die Nullstellung zurückgelangt. Werden fünf Str.omstöfse statt vier in das Instrument gesendet oder ist die Pause zu lang, so wird die Klinke e1 in der zweiten oder dritten Lücke des nächsten Combinationsgliedes ruhen, so dafs bei der Uebersendung der weiteren Combinationsstromstöfse derselbe Fall eintritt, oder
wenn der Anker zu weit zurückgehen kann, so wird er von selbst in folgender Weise das Sperrrad auslösen:
Das Zahnsegment d3 besitzt eine Muffe d5 (Fig. 6 und 7), mit welcher es um seine Welle drehbar ist. Diese Muffe besitzt einen Arm de, dessen Bahn sich unter dem Fortsatz der Klinke ti1 befindet. Ist der Ankerhebel unten und beim Drehen der Räder, so schlägt der Arm nicht gegen die .Klinke £2, kann jedoch der Arm zu weit zurückgehen, was entweder durch eine zu lange andauernde Pause zwischen den Stromstöfsen oder beim Aufhören der Stromstöfse geschieht, so bewirkt das Zurückgehen des Ankerhebels ein Heben der Sperrklinke b2, so dafs dann das Instrument in die Nullstellung zurückgeht. In dieser Weise werden die Theile auch in die Anfangsstellung zurückgebracht, wenn das Instrument seine Endstellung erreicht hat.
Ist die Endstellung des Instrumentes herbeigeführt, so wird mit Hülfe einer auf der Welle b1 sitzenden Kurbel b6 (Fig. 5) bei h h1 ein Contactschlufs bewirkt. Auf diese Weise kann dann, wie dies bei den in der Einleitung erwähnten Empfängern dieser Art stets der Fall ist, irgend eine elektrische Arbeit verrichtet oder ein Signal verstellt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrischer Empfänger, dadurch gekennzeichnet, dafs der Anker (C1) eines Elektromagneten (CJ, welcher durch eine bestimmte Folge von Stromstöfsen erregt wird, bei seinem Rückwärtshub eine Verzögerung von bestimmter Dauer erfährt, so dafs bei rechtzeitiger Stromübersendung der Anker (C') mit seinen Schaltklinken (e1 e1) ordnungsmäfsig in die Zähne bezw. Kerben der Räder 1 und 2 einfällt und das Instrument antreibt, bis ein Stromstofs in unrichtiger Zeitfolge oder überhaupt eine längere Stromunterbrechung auftritt, demzufolge (unter Vermittelung der Organe f1 bis f9) sowohl die Schaltklinken e1 e2 aus den Rädern i, 2, als auch die Sperrklinke b2 aus dem Rade 3 gehoben werden, worauf das Instrument in die Anfangsstellung zurückgelangt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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