DE950603C - Verfahren zur Herstellung superpolymerer Kondensationsprodukte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung superpolymerer Kondensationsprodukte

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DE950603C
DE950603C DED4102D DED0004102D DE950603C DE 950603 C DE950603 C DE 950603C DE D4102 D DED4102 D DE D4102D DE D0004102 D DED0004102 D DE D0004102D DE 950603 C DE950603 C DE 950603C
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DE
Germany
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super
atom
condensation products
phenols
substituted
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Expired
Application number
DED4102D
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English (en)
Inventor
Dr Winfried Hentrich
Dr Alfred Kirstahler
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DEHYDAG GmbH
Dehydag Deutsche Hydrierwerke GmbH
Original Assignee
DEHYDAG GmbH
Dehydag Deutsche Hydrierwerke GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L75/00Compositions of polyureas or polyurethanes; Compositions of derivatives of such polymers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyamides (AREA)

Description

Es wurde gefunden, daß man technisch wertvolle superpolymere Kondensationsprodukte erhält, die sich besonders für die Herstellung von Fasermaterialien eignen, wenn man die vorzugsweise aus Dichlorkohlensäureestern mit einwertigen Alkoholen oder Phenolen gewonnenen Dikohlensäuremischester von einwertigen Alkoholen oder Phenolen und von Glykolen mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen, die die Hydroxylgruppen, möglichst endständig, jedenfalls nicht an zwei benachbarte Kohlenstoffatome gebunden enthalten und der allgemeinen Formel HO-R-OH entsprechen, mit Diaminen, die an jedem Stickstoffatom wenigstens ein freies Wasserstoffatom enthalten und in der Kohlenstoffolge durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen unterbrochen und auch substituiert sein können, auf Temperaturen zwischen 150 und 3000 erhitzt, bis die Bildung superpolymerer Pro- dukte eingetreten ist.
In der angegebenen allgemeinen Formel bedeutet R einen zweiwertigen organischen Rest, der in der Kohlenstoffolge durch Heteroatome, insbesondere Sauerstoff oder Schwefel, unterbrochen und durch organische Reste, wie Alkylgruppen, Alkoxygruppen od·. dgl., substituiert sein kann.
Dichlorkohlensäureester der zuvor genannten Art sind aus der Literatur bekannt und nach allgemein üblichen chemischen Verfahren leicht erhältlich. Zweckmäßigerweise werden sie durch Einwirkung von Phosgen auf Glykole, wie z. B.
ι, 4-Tetramethylenglykol, ι, 6-Hexamethylenglykol, 1,8-Octamethylenglykol, I, io-Dekamethylenglykol, Diäthylenglykol, Triäthylenglykol, 2,2'-Dioxydiäthylsulfid, Tetraäthylentrisulridglykol, ι, 6-Hexamethylen-disulfid-diäthylenglykol und dem Kondensationsprodukt aus 4,4'-Dioxydiphenylsulfon und 2 Mol Äthylenchlorhydrin erhalten. Veresterungsprodukte der Dichlorkohlensaureester von Glykolen können aus diesen durch Umsetzung mit insbesondere einwertigen Alkoholen oder Metallalkoholaten erhalten, aber auch durch Einwirkung von Chlorkohlensäureestern auf Glykole bzw. deren Metallverbindungen gewonnen werden.
An Diaminen kommen für die Umsetzung mit den Dikohlensäuremischestern von Glykolen beispielsweise in Betracht: ω, ω'-Alkylendiamine von der Formel H2N-(CH2)^-NH2, in welcher χ eine ganze Zahl von 4 bis 10 bedeutet, ferner 1, 3-Diaminocyclohexan, 1,3- Phenylendiamin, 4, 4' - Diamino-dicyclohexyl. Die Diamine können auch in der Kohlenstoffolge durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen unterbrochen sein, wie z. B.
3, 3'-Diamino-di-propyläther, 3, 3'-Diamino-di-propylsulfid, 1, 6-Di-(3-atnino-phenyl-sulfon)-hexan,
4, 4'-Di- (aminobenzoyl) -1, 4-tetramethylendiamin und i, 6-Di-(sülfanilyl)-i, 4-tetramethylendiamin.
Die Kondensation der Dikohlensäuremischester der Glykole mit den Diaminen geschieht in der Weise, daß etwa äquimolekulare Mengen für sich oder in Gegenwart eines geeigneten Lösungs- oder Verdünnungsmittel erhitzt werden. Hierbei verfährt man zweckmäßigerweise so, daß zunächst eine Temperatur unter 2000 eingehalten und durch Ein- oder Überleiten von indifferenten Gasen oder Dämpfen für Ausschluß von Luftsauerstoff gesorgt wird. Alsdann wird unter Anwendung von Vakuum noch einige Stunden auf Temperaturen zwischen und 3000 erhitzt, wobei der für die Veresterung der Dicarbonate verwendete Alkohol völlig abdestilliert.
Beispiel
1,6- Hexamethylenglykol - di - (phenyl carbonat) von der Formel
-C0 — 0 (CH2)6— 0 — CO — 0 — '
wird mit der äquimolekularen Menge 1, 6-Hexamethylendiamin in Gegenwart von Kresol als Lösungsmittel unter Ausschluß von Luft, zweckmäßigerweise in Gegenwart von Wasserstoff oder Kohlendioxyd, 4 bis 6 Stunden am Rückflußkübler zum Sieden erhitzt. Durch Eingießen des Reaktionsproduktes in Alkohol erhält man als farbloses Pulver vom Schmelzpunkt 159 bis i6o° ein Vorkondensat, das beim Erhitzen unter Ausschluß von Luft auf etwa 2700 während 2 bis 3 Stunden ein hochpolymeres Kondensationsprodukt liefert, das im Schmelzfluß zu kaltverstreckbaren Fäden versponnen werden kann.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, das Vorkondensat besonders abzutrennen, vielmehr können die Ausgangsstoffe auch in Abwesenheit vom Lösungsmittel entweder 2 Stunden im Druckgefäß oder 4 Stunden in Gegenwart von Kohlendioxyd auf 22o° erhitzt und nach dem Abdestillieren des als Ester gebundenen Phenols im Vakuum kann die Nachkondensation im Vakuum oder unter gewöhnlichem Druck, jedoch unter Ausschluß von Luft, durch Erhitzen auf 240 bis 2700 bis zur Bildung der superpolymeren Erzeugnisse vollzogen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung superpolymerer Kondensationsprodukte, dadurch gekennzeich-In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentanmeldung F 3797 IVc/39 c
    (Patent Nr. 912863).
    net, daß man die vorzugsweise aus Dichlorkohlensäureestern mit einwertigen Alkoholen oder Phenolen gewonnenen Dikohlensäuremischester von einwertigen Alkoholen oder Phenolen und von Glykolen mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen, die die Hydroxylgruppen an je ein nicht benachbartes, möglichst endständiges Kohlenstoffatom gebunden enthalten und der allgemeinen Formel HO-R-OH entsprechen, in welcher R einen zweiwertigen or- g0 ganischen Rest bedeutet, der ein- oder mehrmals in der Kohlenstoffolge durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen unterbrochen und auch substituiert sein kann, mit Diaminen, die an jedem Stickstoffatom wenigstens ein freies Wasserstoffatom enthalten und in der Kohlenstoffolge durch Heteroatome oder Heteroatomgruppen unterbrochen sowie auch substituiert sein können, bis zur Bildung superpolymerer Erzeugnisse auf Temperaturen zwisehen 150 bis 3000 erhitzt.
    © 609 643 10.56
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3248415A (en) * 1963-01-16 1966-04-26 Pittsburgh Plate Glass Co Method of preparing high molecular weight polycarbonates

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE912863C (de) * 1941-01-25 1954-06-03 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Polyurethanen

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