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Einrichtung zum gelenkigen Verbinden von Platten, Rahmen od. dgl.
mit zwei zueinander parallelen und durch Zwischenstücke miteinander verbundenen
Achsen Die .Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum gelenkigen Verbinden
von Platten, Rahmen od. dgl. zum Aufbau von Wänden, insbesondere von Zwischenwänden
zur Aufteilung von Räumen für Ausstellungszwecke, Bühnenbilder usw. Es ist bekannt,
zu diesem Zweck einzelne Platten, Rahmen od. dgl. so miteinander an den Schmalseiten
zu verbinden, daß die Platten od. dgl. gegeneinander um bis zu 36o° drehbar sind.
Auf diese Weise ist es möglich, eine Reihe von Platten aneinanderzusetzen und in
verschiedener Lage zueinander aufzustellen, so daß ein vorhandener Raum in beliebiger
Weise aufteilbar ist und Ecken, Nischen usw. gebildet werden können.
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Diese Aufstellung von miteinander verbundenen Platten ist beispielsweise
erwünscht für die Einteilung von Ausstellungshallen. Hierbei können die miteinander
verbundenen Platten ganz beliebig geschoben und gedreht werden, um die jeweils erforderlichen
Einzelräume herzustellen.
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Eine gelenkige Verbindung der Platten mittels der üblichen Scharniere
ist für diesen Zweck wenig geeignet. Werden zwei Platten durch ein Scharnier verbunden,
das aus konstruktiven Gründen nur auf einer Breitseite der Platten angeschraubt
werden kann, so können die Platten aus dem zusammengeklappten Zustand nur bis in
die gestreckte Lage aufgeklappt werden. Es ist nicht möglich, über diese Schwenkung
von 18o° hinaus die beiden Platten nach der anderen Richtung zu schwenken. Ferner
hat diese Schärnierverbindung den Nachteil, däß bei einer Winkelein-
Stellung
von 9o° die Platten nur auf der Scharnierseite mit einer Kante aneinanderliegen,
auf der anderen Seite aber ein offener Winkel frei bleibt, so daß kein geschlossenes
Aussehen entsteht.
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Um ein besseres Schwenken gelenkig verbundener Platten zu erreichen,
ist es bereits bekannt, die aneinanderstoßenden Schmalseiten der Platten abzurunden
und die im Mittelpunkt- der Abrundung liegenden Achsen der Platten durch Zwischenstücke
zu verbinden. Diese Ausbildung hat jedoch den Nachteil, daß infolge der Abrundung
an den Verbindungsstellen der Platten rinnenförmige Räume entstehen, und außerdem
müssen in den gerundeten - Schmalseiten Schlitze vorgesehen werden, durch die Verbindungsstangen
hindurchgehen. Eine solche Verbindung ist also äußerlich nicht völlig glatt und
ohne Löcher, was unerwünscht ist.
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Bei der Einrichtung gemäß der Erfindung sind die Platten usw. ebenfalls
mit zwei zueinander parallelen und durch Zwischenstücke miteinander verbundenen
Achsen versehen. Erfindungsgemäß bestehen die an sich bekannten Zwischenstücke aus
zwei kuppelbaren Teilen, z. B. aus einem ösenartigen Kuppelteil und einem hakenartigen
Kuppelstück, und ferner sind Kuppelteil und/oder Kuppelstück aus den Teilen des
Zwischenstücks bzw. aus den eben ausgeführten, scharfkantig aneinanderstoßenden
Schmal- und Breitseiten der Platten ausziehbar; wodurch die Platten um ihre scharfen
Kanten schwenkbar und mit ihren Schmal- und Breitseiten aneinander legbar sind.
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Infolge dieser Verbindung der Platten sind- also bei jeder Schwenklage
völlig ebene Stoßstellen vorhanden, und ferner sind keine Schlitze oder sonstige
Öffnungen sichtbar.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus der Beschreibung ersichtlich.
Es zeigt Fig. i eine schaubildliche Ansicht von fünf miteinander verbundenen Platten,
Fig.2 das Kuppelteil eines Zwischenstückes mit zugehörigen Teilen in schaubildlicher
Ansicht, Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch das-in eine Schmalseite einer Platte
eingelassene Kuppelteil gemäß Fig. 2, Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie A-B
in Fig. 3, Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie C-D in Fig. 3, Fig. 6 einen Querschnitt
ähnlich Fig. 5 durch das Kuppelstück des Zwischenstückes, Fig.7 einen Längsschnitt
durch das Kuppelteil nach der Linie E-F in Fig. 3, Fig. 8 eine schaubildliche Ansicht
des Kuppelstückes nach Fig. 6, Fig. 9 einen senkrechten Schnitt durch eine andere
Ausführung des Kuppelteiles gemäß Fig. 2, Fig. io eine Seitenansicht einer Platte,
teilweise geschnitten.
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Wie aus Fig. i ersichtlich, besteht die Aufgabe der Erfindung darin,
die Platten i, 2, 3, 4, 5 oder noch mehr Platten miteinander so gelenkig zu verbinden,
daß die Schmalseiten und die Breitseiten, wie bei 6, 7 und 8 gezeigt, immer völlig
bündig aufeinanderliegen, gleichgültig, welche Winkelstellung vorliegt. Ferner soll
die gelenkige Verbindung das völlige Zusammenklappen zweier Platten, wie hier bei
den Platten q und 5 gezeigt, ermöglichen.
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Zu diesem Zweck sind die Platten i bis 5. immer an zwei Stellen 9,
io gelenkig verbunden. Für jede Verbindung ist ein Zwischenstück erforderlich" dessen
Hälften je in eine Schmalseite jeder Platte eingesetzt sind.
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Eine Hälfte ii des Zwischenstückes ist aus. Fg. 2 ersichtlich. Sie
hat einen quadratischen Grundriß (vgl. auch Fig. 5) und ist kastenartig ausgebadet,
nm den eigentlichen Kuppelteil 12 aufzunehmen; der durch seitliche Schienen 13 im
Zwischenstück schiebbar gelagert ist. Vorn am Kuppelteil 12 greift (vgl. Fig. 3)
eine Feder 14 an, die über eine im Zwischenstück 11 gelagerte Rolle 15 nach unten
abgelenkt und hier an einem Arm 16 einer Hülse 17 befestigt ist, die auf einer Achse
18 senkrecht schiebbar aufgesetzt ist. Die Achse ist in der Platte i9 mittels eines
Kugellagers 2o drehbar gelagert und sitzt oben an der Zwischenstückhälfte ii bzw.
besteht mit diesem aus einem Stück. Die Zwischenstückhälfte ii ist also damit in
der Aussparung 21 der Platte i9 drehbar gelagert. Um die Drehung zu ermöglichen,
ist die hintere Wand 22 (vgl. auch Fig. 6) bogenförmig ausgeführt.
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Die Zwischenstückhälfte ii hat nach oben hin einen hohlen Zylinder
23 mit zwei Schlitzen 24, die zur Einführung der anderen Hälfte, und zwar des Kuppelstückes
25 mit seinen Haken 26 (vgl. Fig. 8) dienen. Dieses Kuppelstück 25 befindet sich
ebenfalls schiebbar in der anderen Hälfte 27 des Zwischenstückes, die genau wie
die Zwischenstückhälfte ii in der Schmal-Seite der anschließenden Platte untergebracht
ist. Den Schlitzen 24 entsprechen in der Zwischenstückhälfte ii zwei Längsnuten
28, die, wie Fig. 7 zeigt, in der Mitte des Kuppelteiles 12 tief nach unten gehen,
um die Haken 26 im gekuppelten Zustand aufzunehmen. An der Vorderkante 29 der Nuten
28 können (vgl. Fig. 2) kleine Rollen vorgesehen werden, um das Einlaufen der Haken
26 zu erleichtern, die zunächst in die Schlitze 24 eingeschoben werden und dann
durch gegenseitiges Schiehen der. Platten in -senkrechter Richtung nach unten in
die Vertiefung der Nuten 28 einrasten.
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Die Feder 14 dient dazu, den Kuppelteil 12 in die Zwischenstückhälfte
ii hineinzuziehen, d. h., die Feder 14 wirkt im Sinne des Auseinanderziehens von
Kuppelteil 12 und Kuppelstück 25, und sie hält im gekuppelten Zustand die verbundenen
Platten bündig zusammen. Im ausgekuppelten Zustand ist . der Kuppelteil 12 in der
Zwischenstückhälfte ii in der in Fig. 3 gezeigten Stellung verriegelt, und die Wirkung
der Feder- 14 wird erst freigegeben, wenn der Kuppelvorgang vor sich geht. Zu diesem
Zweck befinden sich an dem mittleren Steg 3o des Kuppelteiles 12 zwei federnde Sperrhebel
31, die unten seitliche Nasen 32. haben. Diese Nasen 32 greifen durch Öffnungen
des: Kuppelteiles 12 hindurch und fassen in Löcher der Zwischenstückhälfte ii, so
daß zwischen Kuppelteil i2 und Zwischenstückhälfte ii eine Verriegelung entsteht.
Wie Fig. 7 erkennen läßt, liegen die Sperrhebel etwas schräg in den Nuten 28, die
auch auf der gegenüberliegenden Seite eine schräge
Wand haben, so
daß eine konische Form entsteht. Werden die Haken 16 von oben in die Nuten 28 eingeführt,
so werden die beiden Sperrhebel 31 nach dem Steg 30 zu abgelenkt, die Nasen
32 rasten aus, und die Wirkung der Feder 14 wird freigegeben.
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Die Zwischenstückhälfte 27 an der anderen Platte (vgl. Fig.8) entspricht
in der äußeren Form der Zwischenstückhälfte im Auch hier ist eine Feder 33 wie die
Feder 14 vorgesehen, die das Kuppelstück 25 durch ihre Spannung in das Zwischenstück
27 hineinziehen will. Im ungekuppelten Zustand wird auch hier das Kuppelstück 25
in der vordersten Stellung, die in Fig.8 gezeigt ist, gesperrt. Dies geschieht durch
federnde Sperrhebel 34, die an den Haken 26 angebracht sind (vgl. auch Fig. 6).
Beim Einführen der Haken 26 in die Nuten 28 legen sich die vorderen Enden der Sperrhebel
gegen die Haken 26. Dadurch kommt im hinteren Teil der Sperrhebel 34 eine Nase 35
zum Ausrasten, die im ungekuppelten Zustand in einer entsprechenden Aussparung des
Zwischenstücks 27 liegt.
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Im gekuppelten Zustand der Zwischenstückhälften 11, 27 mit ihrem Kuppelteil
12 bzw. Kuppelstück 25 kann eine Verriegelung dieser Teile vorgenommen werden. Diese
Verriegelung wird nachstehend nur für die Zwischenstückhälfte ii mit Kuppelteil
12 beschrieben. Sie ist für die Zwischenstückhälfte 27 mit dem Kuppelstück 25 in
gleicher Weise anwendbar.
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Zur Festlegung des Kuppelteiles 12 (vgl. Fig. 3) dient eine Druckplatte
36, die durch eine Stange 37 mit einem Druckstück 38 verbunden ist, das durch Leisten
39 geführt ist (Fig. 4) und zur Festlegung der Zwischenstückhälfte ii dient.
Die Stange läuft in einer auf einer Seite einseitig geschlitzten Hülse 40, die in
der Platte ig befestigt ist. Das Druckstück 38 steht unter Wirkung einer Feder 41,
die das Druckstück 38 mit der Druckplatte immer nach unten drückt. Seitlich am Druckstück
38 ist eine Zugstange 42 angeschlossen, die innerhalb einer weiteren Aussparung
43 der Platte ig bis zur Unterkante verläuft, wie aus Fig. io ersichtlich ist. Am
Ende ist eine beliebige Einstellvorrichtung für die Zugstange 42 vorgesehen, beispielsweise
in Form eines Exzenterhebels od. dgl.
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Da sich die Zwischenstückhälfte ii mit dem Zylinder 23 drehen kann,
während die Druckplatte 36, das Druckstück 38 und. die Hülse 4o nicht drehbar sind,
kann am Durchtritt der Hülse 4o durch den Deckel des Zylinders 23 ein Kugellager
44 vorgesehen sein. Die in Eingriff kommenden Flächen von Kuppelteil i2 und Druckplatte
36 sowie von Zylinder 23 und Druckstück 38 sind gezahnt.
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Die Einstellung der Federspannung der Federn 14 und 33 erfolgt dadurch,
daß an der Hülse 17 über ein Kugellager 45 mittels eines Arms 46 ein Gleitstück
47 angreift, das auf der Stange 42 schiebbar geführt ist und durch einen Zugdraht
48 betätigt werden kann. Dieser Zugdraht wird beispielsweise durch eine Stellschraube
an der Unterkante der Platte ig beeinflußt. Wird keine Einstellung der Federspannung
gewünscht, so kann, wie Fig. g zeigt, unmittelbar in der Zwischenstückhälfte ix
eine Feder 49 untergebracht sein. Die Wirkungsweise ist folgende: Beim Zusammenfügen
zweier Platten, die je mit den Zwischenstückhälften ii bzw. 27 versehen sind, werden
die Zwischenstückhälften zunächst in eine solche Lage gedreht, daß Kuppelteil x2
und Kuppelstück 25 an den Schmalseiten liegen. Sodann wird die Platte mit den Kuppelstücken
25 gegen. die andere Platte mit den Kuppelteilen 12 angeschoben und etwas angehoben,
so daß die Haken in die Schlitze 24 hineingelangen. Durch Herunterlassen der Platte
kommen die Haken in der beschriebenen Weise in die Nuten 28, wodurch der Kuppelvorgang
bewirkt ist. Beim Kuppeln wird durch das Ausrasten der Sperrhebel 31, 34 die Wirkung
der Federn 14, 33 freigegeben. Die beiden Platten sitzen jetzt fest aneinander,
und Kuppelteil 12 und Kuppelstück 25 werden durch die Federn 14, 33 gehalten, die
bestrebt sind, die beiden auseinanderzuziehen. Trotzdem die Platten dadurch fest
aneinandersitzen und wie bei den Platten 2, 3 in Fig. i gezeigt, bündig aufeinanderliegen,kann
in diesem gekuppelten Zustand ein Schwenken der Platten vorgenommen werden. Beim
Schwenken müssen die Platten über die Kanten gedreht werden. Dies ist bei der beschriebenen
Verbindung möglich, weil dabei die Federn 14, 33 nachgeben, d. h. Kuppelteile 12
und Kuppelstücke 25 treten dabei etwas aus ihren Zwischenstücken 11, 27 heraus.
Die Platten 2, 3 nach Fig. i können also in die go° Winkellage gebracht werden,
wie dies bei den Platten 1, 2 bzw. 3, 4 dargestellt ist. Ferner kann eine weitere
Schwenkung vorgenommen werden, wobei die Platten aufeinandergeklappt werden, wie
durch die Platten 4, 5 in Fig. i gezeigt. Es ist auch möglich, die Lage der Platten
bei einer bestimmten Einstellung zu verändern. Wenn nämlich bei den Platten i, 2
die Platte 2 mit ihrer Schmalseite zur Breitseite der Platte i bündig liegt, kann
hier gewechselt werden, so daß die Schmalseite der Platte i auf der Breitseite der
Platte 2 liegt.
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Die Verbindung nach der Erfindung gestattet mithin bei einer beliebigen
Anzahl miteinander verbundener Platten, diese in alle Einstellungen zu bringen,
ohne daß ein Lösen der Verbindung erforderlich ist.
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Ist die gewünschte Einstellung hergestellt, so werden durch die Zugstange
42 die Druckplatten 36 und die Druckstücke 38 jeder Platte auf die Kuppelteile 12
bzw. Küppelstücke 25, und die Zwischenstückhälften 11, 27 heruntergedrückt (vgl.
Fig. io), wo die Platte drei Zwischenstücke hat. Diese werden damit festgelegt bzw.
verriegelt. Es ist dann kein Schwenken der Platten mehr möglich, und die bewegliche
Verbindung ist zu einer starren Verbindung geworden.
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Wird die Verbindung der Platten gelöst, um beispielsweise eine andere
Zusammenstellung vorzunehmen, so ist der Vorgang umgekehrt wie beschrieben, d. h.
die Platte mit den Kuppelstücken 25 wird angehoben, und die Haken werden dadurch
ausgerastet und abgezogen. Bei diesem Entkuppeln rasten die Sperrhebel 31, 34 wieder
ein und legen die Federn 14, 33 fest.
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Bei Nichtgebrauch können die Kuppelstücke 25 in die Zwischenstücke
27 eingezogen werden, indem man mit zwei Fingern einer Hand die Sperrhebel 34 an
den Haken 26 zusammendrückt. Das Zwischenstück
27 kann dann in eine
solche Lage gedreht werden, daß die Haken 26 verdeckt und geschützt in der Platte
ig liegen.
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Statt einer vollen Drehung um 36o° genügt es evtl. auch; eine Drehung
von nur 18o° vorzusehen, wobei allerdings die Platten dann nicht zusammengeklappt
werden können. In diesem Fall braucht nur eine Platte ein drehbares Zwischenstück
zu haben.