DE9451C - Apparat zum Destilliren wasserstoffhaltiger Stoffe - Google Patents

Apparat zum Destilliren wasserstoffhaltiger Stoffe

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DE9451C
DE9451C DENDAT9451D DE9451DA DE9451C DE 9451 C DE9451 C DE 9451C DE NDAT9451 D DENDAT9451 D DE NDAT9451D DE 9451D A DE9451D A DE 9451DA DE 9451 C DE9451 C DE 9451C
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Original Assignee
H. DESPECHER in Paris
Publication of DE9451C publication Critical patent/DE9451C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/02Preparation, purification or separation of ammonia
    • C01C1/04Preparation of ammonia by synthesis in the gas phase

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

1878.
Klasse 12.
HENRY DESPECHER in PARIS. Apparat zum Destilliren wasserstoffhaltiger Stoffe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. December 1878 ab.
Während sich bei der bisherigen Art der Destillation der Steinkohlen der Wasserstoff gröfstentheils mit dem Kohlenstoff verband, bezweckt das vorliegende Verfahren, das Wasserstoffgas, welches sich bei der Destillation von Steinkohlen oder anderen wasserstoff- und kohlenstoffhaltigen . Stoffen bildet, unter Einwirkung der Wärme und mit Hülfe von Luft einerseits durch den Stickstoff der Luft in Ammoniak und andererseits durch den Sauerstoff der Luft in Wasser zu verwandeln. Ein Theil des Schwefels entwickelt sich dabei als Schwefelwasserstoff, während ein anderer Theil in Form von Schwefeleisen zurückbleiben soll.
Andererseits kann sich der Schwefel auch mit dem Sauerstoff der Luft zu Schwefelsäure verbinden, welche mit dem Ammoniak Ammoniumsulfat bildet.
Der Ofen, welcher zur Ausführung dieses Verfahrens dient, ist in den Zeichnungen, Blatt I bis IV, dargestellt.
Es ist Fig. ι eine Vorderansicht des Ofens, Fig. 2 eine hintere Ansicht,
Fig. 3 eine obere Ansicht,
Fig. 4 Schnitt nach der Linie X-Z in Fig. 3,
Fig. 5 Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 3, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14 und 15,
Fig. 6 Schnitt nach der Linie C-D in Fig. 5 und 7 bis 15,
Fig. 7 Schnitt nach der Linie E-F in Fig. 5, 6, 13, 14 und 15,
Fig. 8 Schnitt nach der Linie G-H in Fig. 4, 5> 6> τ3, *4 und 15,
Fig. 9 Schnitt nach der Linie I-J in Fig. 5, 6, 10, 11 bis 15,
Fig. 10 Schnitt nach der Linie M-M' M"-M'" in Fig. s, 7, 8 und 9,
Fig. Ii Schnitt nach der Linie N-N' N"-Nul in Fig. 5, 7, 8 und 9,
Fig. 12 Schnitt nach der Linie 0-0' 0"-0'" in Fig. s, 7, 8 und 9,
Fig. 13 Schnitt nach der Linie P- Q in Fig. 5 bis 9,
Fig. 14 Schnitt nach der Linie J?-S in Fig. 5 bis 9, und
Fig. 15 Schnitt nach der Linie T-U in Fig. 5 bis 9.
A, Fig. 5, ist ein auf beiden Seiten mit Thüren dicht verschlossener Kanal, in den das zu verkokende Material durch die OeffnunEren D geschüttet wird. In den Thüren sind kleine verschliefsbare Oeffnungen O O angebracht, durch welche die Beschickung in dem ganzen Ofen gleichmäfsig vertheilt werden kann. Die Thüren reichen bis zum Boden des Ofens, so dafs die Koke leicht aus dem Ofen herausgestofsen werden können.
Der in der Zeichnung dargestellte gröfsere Kanal kann auch durch einen kleineren oder auch durch eine Retorte ersetzt werden, wenn man solche organische Stoffe destillirt, bei denen die Fabrikation von Ammoniakproducten die Hauptsache ist. Man kann auch mehrere Retorten in einem Ofen anbringen.
In der Mitte des Kanals befindet sich ein Rohr C, durch welches die bei der Verkokung entstehenden Gase und flüchtigen Stoffe in die Höhe steigen. Dieses Rohr mündet in eine Vorlage B. An der Mündung ist durch eine aufgesetzte Kappe ein hydraulischer Verschlufs geschaffen.
Die atmosphärische Luft wird unter Druck durch die Rohre G G, Fig. 3 und 4, in die Lufterhitzungsapparate HH', Fig. 6, getrieben. In diesen Apparaten wird sie durch Scheidewände zum Circuliren gezwungen und gelangt alsdann in die Kanäle i i, Fig. 6, welche sie ins Innere des Ofens über die Steinkohlenschicht leiten. Der Weg der Luft ist durch pünktirte Pfeile angedeutet. Es sind zwei Reihen solcher Apparate vorhanden, je eine an jeder Seite des Ofens. Diese Einrichtung gestattet, die atmosphärische Luft in einem oder gar in beiden Lufterhitzungsappparaten durch Sauerstoff, Wasserstoff oder Stickstoff oder auch durch Schwefeloder Chlordämpfe zu ersetzen.
Der Ofen wird durch eine besondere Feuerung F, Fig. 8 und 9, die unter demselben angebracht ist, geheizt. Die heifsen Verbrennungsproducte gelangen, den durch volle Pfeile angedeuteten Weg nehmend, durch die Züge E £' E" E'", Fig. 6, 7, 8, 9 und 13 nach dem Rauchkanal K, Fig. 5, 6 und 9, und von dort nach dem Schornstein M, Fig. 3. Eine Klappe L, Fig. 2, 5 und 6, regulirt den Zug der Feuerung. Die heifsen Verbrennungsproducte erhitzen zuerst den Kanal A und theilen dann bei ihrem Durchgange durch die Kanäle E" E'" den Lufterhitzungsapparaten H die zur Erhitzung der Luft erforderliche Wärme mit.
Alle Theile des Ofens sind leicht zugänglich und gestatten ein gründliches Säubern der Stellen, welche sich verstopfen könnten.
Man arbeitet mit dem Ofen in der Weise, dafs man während der Calcination der Stoffe unter Druck diejenige Menge Luft in den Verkokungskanal einführt, welche nöthig ist, um allen oder einen Theil des in dem Ofen sich bildenden Wasserstoffes in Wasserdampf bezw. Ammoniak umzuwandeln.
Derselbe Ofen kann auch unter Weglassung der Lufterhitzungsapparate zur Destillation der Steinkohle für die gleichzeitige Darstellung von Leuchtgas und Koks dienen. Desgleichen kann man ihn dazu verwenden, um Wassergas herzustellen. In diesem Falle führt man in die Lufterhitzungsapparate Wasserdampf ein.
Aus dem Rohr B steigt das Ammoniakgas in den Refrigerator R, Fig. i, 2 etc., nieder und wird von einem, durch den Trichter S, Fig. 2, zugeführten Ueberschufs an Wasser absorbirt. Am unteren Ende des Refrigerators befinden sich zwei Rohre, von welchen das eine T, Fig. 2, 3 und 4, die Ammoniakwasser in Reservoire leitet, während die nicht absorbirten brennbaren Gase von dem Rohr U nach den Feuerungen FF geleitet werden, woselbst sie zum Erhitzen der Oefen dienen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:'
    Ein Apparat zur trocknen Destillation wasserstoff haltiger Stoffe unter Einführung von comprimirter und erhitzter atmosphärischer Luft oder Stickstoff.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT9451D Apparat zum Destilliren wasserstoffhaltiger Stoffe Active DE9451C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4661610A (en) * 1985-07-31 1987-04-28 Basf Aktiengesellschaft Preparation of veratryl cyanide

Cited By (1)

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