DE51681C - Verfahren und Ofeneinrichtung zur Herstellung von Zink, Eisen u. dergl - Google Patents
Verfahren und Ofeneinrichtung zur Herstellung von Zink, Eisen u. derglInfo
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- C22B19/00—Obtaining zinc or zinc oxide
- C22B19/04—Obtaining zinc by distilling
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- C22B19/00—Obtaining zinc or zinc oxide
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 4O: Hüttenwesen.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Ofeneinrichtung zur Reduction von
Zink, Eisen und anderen Stoffen gleicher Art. Da der Ofen zur Ausführung des Verfahrens
benutzt werden soll, so mag derselbe in folgendem zunächst näher erläutert werden. Die
hauptsächlichsten Theile dieser Ofeneinrichtung sind auf beiliegenden Zeichnungen durch Fig. 1
bis 6 veranschaulicht.
Fig. ι zeigt die Einrichtung im Grundrifs mit theilweisem Schnitt, Fig. 2 im Längsschnitt
nach der Linie x-x der Fig. 1, Fig. 3 dagegen nach der Linie y-y der Fig. 1. Die Fig. 4, 5
und 6 zeigen im Verticalschnitt die" Ventile, welche den Zweck haben, getrennte Röhrenleitungen
zu verbinden.
Der Reductionsofen A ist an seinem oberen Theil mit einer Oeffhung B versehen, welche
in das Rohr C ausmündet, das abwärts führt und sich in die mit je einem Ventil D1 und E1
ausgestatteten Rohre D und E verzweigt. Die Rohre D und E führen nach dem unteren
Theil von je einem von zwei einander gleichen Condensationsöfen F und G, welche mit einem
passenden Füllungsmaterial, z. B. Koks, angefüllt gehalten werden.
Von einem tieferen Theil des Reductionsofens A führen die Rohre / und I1 nach dem
unteren Theil von je emem der Condensationsöfen F und G. Jedes der Rohre / und 71
ist mit einem Ventil /2 zur Unterbrechung der Verbindung zwischen dem Reductionsofen A
und den Condensationsöfen F und G ausgestattet. Von den oberen Theilen der Oefen F
und G führen die Rohre J und J1 nach einem durch Fig. 6 veranschaulichten Ventil K,
welches so eingerichtet ist, dafs die beiden Rohre J und J1 abwechselnd mit je einem
der beiden Rohre L und L1 in Verbindung gesetzt werden können. Das Rohr L1 steht
durch die Zweigrohre L2 Z,3 mit den Kühlapparaten
N und N1 in Verbindung.
Diese letzteren können verschieden eingerichtet sein, z. B. wie in Fig. 2 dargestellt, wo
das Gas beim Durchgang durch die Kühlapparate durch mit kalter Luft oder Wasser
umgebene Rohre geht. Beide Kühlapparate N und 2V1 münden in ein Reservoir iV2 aus,
welches seinerseits durch das Rohr N3 mit einer Gebläsevorrichtung O in Verbindung
steht.
Die Gebläsevorrichtung O steht durch das Rohr O1 mit dem durch Fig. 4 veranschaulichten
Ventil P in Verbindung, welche mit den Rohren P1 und P2, die in den unteren
Theil je eines der Regeneratoren jR und R1
führen, ausgestattet ist. Das Ventil P steht auch durch das Rohr P3 mit der Esse Q. in Verbindung.
Die Rohre 0\ P\ P2 und P3 sind
so angeordnet, dafs die Gase von der Gebläseeinrichtung O entweder nach dem Regenerator
R durch das Rohr P1 oder nach dem Regenerator R1 durch das Rohr P2 gehen
können, und dafs, während der eine der Regeneratoren mit dem Rohr O1, der andere mit
dem Rohr P3 und der Esse Q in Verbindung steht, wie aus Fig. 4 ersichtlich. Jeder der
Regeneratoren R und R1 besitzt einen Kanal i?2,
welcher den oberen Theil des Regenerators mit dem unteren Theil des Reductionsofens A
verbindet. Das Ventil S in diesem Kanal R2 dient dazu, die Verbindung zwischen den Re-
generatoren und dem Reductionsofen A unterbrechen zu können.
Die Rohre L und L1 sind von einem Mantel T umgeben, in welchem sich eine Oeffnung
zum Einlassen von atmosphärischer Luft befindet. Das Rohr U führt von diesem Mantel
nach dem Ventil F, welches zweckmäfsig in der Nähe des Ventils P anzuordnen ist und
mit den Rohren t/1 und U2, welche nach
dem Regenerator R, ferner mit den Rohren Us
und £/4, welche nach dem Regenerator R1
führen, und endlich mit dem mit dem Rohr L verbundenen Rohr Us in Verbindung steht.
Durch dieses Rohr kann der ganze Ueberschufs an Gas, welcher nicht nach den Kühlapparaten
geht, gesaugt werden. Dieses durch Fig. 5 veranschaulichte Ventil V ist so eingerichtet,
dafs, während durch das Rohr Z72 Luft von dem Mantel T und dem Rohr U
nach dem Regenerator R gesaugt wird, der Ueberschufs an Gas durch die Rohre U5
und U1 nach demselben Regenerator R abgeht. Wenn das Ventil V umgestellt wird, so
dringen auf gleiche Weise Luft und Gase durch die Rohre U3 und Z74 in den Regenerator
R1 ein. Sowohl der Reductionsofen als
die Condensationsöfen sind oben mit abschliefsbaren Gichten und unten mit abschliefsbaren
Entleerungsvorrichtungen versehen.
Diese Ofeneinrichtung findet für das vorliegende Verfahren in folgender Weise Anwendung.
Wenn Zinkerz reducirt werden soll, so wird der Reductionsofen A mit einem Gemisch aus
Zinkerz und Steinkohlen und die Condensationsöfen F und G zweckmäfsig mit Koks
beschickt.
Steht nun der eine der Regeneratoren jR
und R1 mit dem Reductionsofen A in Verbindung, so ist der andere Regenerator mittelst
des Ventils S von dem Reductionsofen abgeschlossen. Der Reductionsofen A wird alsdann
mit Kohlenoxydgas, welches in dem einen Regenerator erhitzt worden ist, gespeist,
und die Gase, welche sich in dem Reductionsofen bilden, können entweder nach oben durch
die Oeffnung B oder durch die aus einem tieferen Theil abführenden Rohre I lind I1
abgeleitet werden. Wenn die Oeffnung B mit dem Condensationsöfen G in Verbindung gesetzt
werden soll, so wird das Ventil D1 in dem Rohr D geschlossen, während das Ventil E1
in dem Rohr E geöffnet wird, wodurch die Oeffnung B mittelst der Rohre C und E mit
dem Condensationsöfen G in Verbindung tritt. Das Ventil /2 in dem Rohr 7, welches den
Reductionsofen mit dem Condensationsöfen F verbindet, ist dann offen, so dafs die sehr
heifsen Gase aus dem unteren Theil des Reductionsofens durch das Rohr / in den Condensationsofen
F hineingehen, während die kälteren Gase von dem oberen Theil des Reductionsofens
durch die Oeffnung B nach dem Condensationsöfen G gehen; der Condensationsöfen
F wird also dazu verwendet, um Zinkgase zu condensiren, während der andere
Ofen G mittelst der Gase, welche aus dem oberen Theil des Reductionsofens kommen,
abgekühlt wird.
Dieser beschriebene Arbeitsgang kann umgeändert werden, indem man das Ventil E1 in
dem Rohr E schliefst und das Ventil D1 in dem Rohr D öffnet, während man gleichzeitig
das Ventil J2 in dem Rohr / schliefst und das Ventil /2 in dem Rohr 71 öffnet. In diesem
Falle werden in dem Condensationsöfen G Zinkgase condensirt, während der Condensationsöfen F abgekühlt wird. Von den bezw.
Condensationsöfen F und G gehen die Gase durch die Rohre J und J1 durch das Ventil K
und von da nach den Rohren L und L1, woselbst sie von der Luft, welche den Mantel T
durchströmt, etwas abgekühlt werden.
Von dem Rohr L' gehen die Gase nach
den Kühlapparaten N und JV1, woselbst sie
noch weiter abgekühlt werden, und von da nach dem Reservoir IV2, wo die etwa mitgerissenen
festen Theile sich auf dem Boden des Reservoirs absetzen. Die Gase werden dann weiter nach der Gebläsevorrichtung O
gezogen und von da durch das Rohr O1 und das Ventil P nach dem einen der Regeneratoren
R und R1 und endlich in den Reductionsofen A geprefst. Die Gase bestehen
nunmehr aus stark erhitztem Kohlenoxyd.
Der andere Regenerator wird während dieser Zeit dazu benutzt, die überschüssigen Gase,
welche durch das Rohr L und Ventil V nach' diesem Regenerator gelangen, zu verbrennen,
während die erforderliche Luftmenge dem Regenerator durch das Rohr U und das Ventil V
zugeführt wird. Der eine der Regeneratoren wird also dazu verwendet, den Reductionsofen
mit überhitztem Kohlenoxydgas zu speisen, während der andere Regenerator durch Verbrennung
der überschüssigen Gase erhitzt wird.
Es geht also ein ununterbrochener Strom von Kohlenoxydgas durch den Reductionsofen,
von hier durch einen der Condensationsöfen, dann durch die Kühlapparate, die Gebläsevorrichtung
und durch einen der Regeneratoren. Diese Gase werden fortwährend wieder verwendet,
um dem Erz die zur Reduction sowie zur Vergasung des Zinks erforderliche Wärme zuzuführen, während gleichzeitig der Ueberschufs
an Kohlenoxydgas, d. h. so viel wie in dem Reductionsofen aus der Steinkohle und
dem Sauerstoff des Zinkerzes gebildet wird, ununterbrochen von dem unteren Theil des
Reductionsofens nach dem anderen Condensationsöfen geht, um die mitgeführten Zinkdämpfe
zu condensiren und von hier aus seinen
Weg nach dem anderen Regenerator fortsetzt, woselbst er verbrannt wird.
Es mag hier besonders darauf aufmerksam gemacht werden, dafs es bei der Reduction
von Zinkerzen nicht allein nothwendig ist, dafs die Gase dem Erz eine genügende Menge von
Wärme zur Reduction und Vergasung · zuführen, sondern auch, dafs diese Gase durchaus
frei von oxydirenden Bestandtheilen sind. Gewöhnliches Generatorgas, dargestellt durch
Einleiten von Luft in glühende Steinkohlen, ist nicht frei von Kohlensäure und daher für
diesen Zweck nicht verwendbar. Bei dem vorliegenden Verfahren soll die Anwesenheit von
Luft oder Sauerstoff vermieden werden. Reduction von Zinkoxyd läfst sich durch Kohlenoxyd
allein nicht erreichen, eine Thatsache, welche einmal dadurch bewiesen wird, dafs
. Zink oxydirt, sobald es in Berührung mit Kohlensäure erhitzt wird, und dann auch dadurch
, dafs für gleiche Mengen verbrauchten Sauerstoffes bei der Verbrennung von Zink
eine gröfsere Quantität Wärme entwickelt wird, als bei der Verbrennung von Kohlenoxyd.
Hier ist es die feste, mit Zinkerz vermengte Kohle, welche das reducirende Mittel bildet
und welche sich mit dem Sauerstoff des Erzes verbindet.
Da somit die Gegenwart von Luft vermieden wird und daher auch eine chemische Veränderung
der Gase nicht stattfinden kann, so dient bei dem vorliegenden Verfahren, was ein
wesentlicher Umstand ist, das Kohlenoxyd nur als Uebertrager der für die Reduction und
Vergasung nöthigen Wärme. Die Condensation von Zinkdämpfen in Mischung mit permanenten
Gasen ist lediglich von der Spannung der Zinkdämpfe abhängig. Nach vorliegendem Verfahren mufs man daher den aus dem Reductionsofen
kommenden Gasstrom derart reguliren, dafs das Zink, welches in denjenigen
Gasen enthalten ist, die aus dem oberen Theil des Reductionsofens ausströmen sollen, schon
in dem Ofen condensirt wird, und dafs die Gase, welche weiter unten ausströmen, reicher
an Zink sind, so dafs diese den Ofen mit den Zinkdämpfen in Maximalspannung verlassen.
Bisher wurden alle permanenten Gase mit den Zinkdämpfen fortgeleitet, was gegenüber
dem vorliegenden Verfahren von bedeutendem-Nachtheil ist, denn erstens waren alsdann die
Zinkdämpfe nicht im Maximum ihrer Spannung, und zweitens wurde nur eine so grofse Menge
der freien Wärme der permanenten Gase ausgenutzt, als dem Unterschied zwischen der
Temperatur der Gase beim Eintritt in den Reductionsofen und der Vergasungstemperatur
des Zinks entspricht, wogegen bei vorliegendem Verfahren ein bedeutender Theil der den Gasen
innewohnenden Wärme beim Vorwärmen der Beschickung in dem oberen Theil des Reductionsofens
ausgenutzt werden kann, nachdem die Temperatur der Gase unter die Vergasungstemperatur
des Zinks gesunken ist. Hierdurch wird jedenfalls bedeutend an Wärme gespart.
Wenn die Ofeneinrichtung zur Reduction von Eisenerz verwendet werden soll, so wird
der Reductionsofen mit dem Erz beschickt, während die Oefen F und G mit Steinkohle
beschickt werden und Koks als Product liefern, weshalb dieselben hierbei Koksöfen genannt
werden können.
Wenn die Gebläsevorrichtung in Thätigkeit gesetzt wird, so werden die kohlehaltigen Gase
von einem der beiden Koksöfen F und G durch das Rohr Z,1, die Kühlapparate N
und N1 und das Rohr JV3 hindurchgezogen und weiter nach dem Ventil P getrieben, von
wo sie nach einem der beiden Regeneratoren R und R1 gelangen, um hier überhitzt zu werden,
bevor sie weiter durch den Kanal R2 nach dem Reductionsofen A gelangen. Die
kohlenhaltigen überhitzten Gase durchstreichen darauf das Erz im Reductionsofen und reduciren
das Eisen aus demselben zu Eisenschwamm.
Die Gase, welche sich im Reductionsofen bilden, können entweder oben durch die Oeffnung
B oder durch die Rohre / und I1 weiter nach unten fortgeleitet werden. Wenn
die Oefmung B mit dem Koksofen G in Verbindung gesetzt werden soll, so wird das
Ventil D1 in dem Rohr D geschlossen, während das Ventil E1 in dem Rohr E geöffnet
wird, wodurch die Oeffnung B mittelst der Rohre C und E mit dem Koksofen G in
Verbindung tritt. Das Ventil /2 in dem Rohr 7, welches den Reductionsofen mit dem
Koksofen F verbindet, ist alsdann offen, so dafs so viel von den Gasen, wie der neuerzeugten
Gasmenge entspricht, durch das Rohr I nach dem Koksofen F geht, während die
circulirenden Gase durch die Oeffnung B nach dem Koksofen G gelangen.
Dieser Arbeitsgang kann umgeändert werden, indem man das Ventil J?1 in dem Rohr E
schliefst und das Ventil D1 in dem Rohr D öffnet, während man gleichzeitig das Ventil /2
in dem Rohr I schliefst und das Ventil 72 in dem Rohr I1 öffnet.
In den Koksofen, welcher durch eines der Rohre / und I1 mit dem unteren Theil des
Reductionsofens in Verbindung steht, wird eine zur Verbrennung unzureichende Menge Luft
geprefst, wodurch man gewöhnliches Generatorgas erhält, welches nebst den überschüssigen
Gasen aus dem Reductionsofen durch das Ventil K, das Rohr L und das Ventil V nach
dem einen der Regeneratoren gelangt, wo diese Gase mit noch weiterem Luftzuschufs
verbrannt werden. Durch Einleiten der Luft
in diesen Koksofen werden die Steinkohlen in glühenden Koks verwandelt, welcher sodann,
wenn die. Ventile /2, .D1 und E1 umgestellt
worden sind, dazu dient, die circulirenden Gase kohlenstoffreicher zu machen. Wenn der
Koks hierdurch so weit abgekühlt worden ist, dafs die Gase keinen Kohlenstoff aus demselben
mehr aufnehmen, und gleichzeitig der Koks in dem anderen Koksofen durch Einleiten
von Luft bis zum Glühen erhitzt worden ist, werden die Ventile wieder umgestellt, und
der letztere Koksofen wird nun dazu verwendet, die circulirenden Gase kohlenstoffreicher
zu machen. Es findet also keine Unterbrechung in dem Arbeitsgange statt. Die
kohlenstoffreichen Gase werden mittelst der Gebläsevorrichtung O von dem oberen Theil
der Koksöfen gesaugt und gehen durch das Rohr L1, die Kühlapparate u. s. w., wie oben
beschrieben.
In dem Mafse, wie der Koks in den Koksöfen verbraucht wird, füllt man Steinkohlen
durch die abschliefsbaren Gichten der Oefen nach. Andere Erze, wie Manganerze, werden
auf dieselbe Weise wie Eisenerze behandelt; zweckmä'fsig mengt man dieselben jedoch mit
Koks.
Zur Reduction von pulverisirten Erzen benutzt man als Reductionsofen . anstatt des
vorstehend beschriebenen Schächtofens einen Flammenofen mit einer oder mehreren Abtheilungen
, auf dessen Boden das Erz ausgebreitet wird, während die Gase darüber hinweggehen.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Die Reduction von Zinkerzen, darin bestehend, dafs man durch das mit Steinkohle vermengte Erz überhitztes Kohlenoxydgas leitet, darauf die Zinkdämpfe, sowie so viel von den permanenten Gasen, wie der während des Processes neugebildeten Menge entspricht, abwechselnd in den einen von zwei oder mehreren Schachtöfen, welche mit Koks zur Condensirung der Zinkdämpfe gefüllt sind, hineinleitet und schliefslich den Rest der permanenten Gase wieder überhitzt und diese wieder, durch das mit Steinkohlen vermengte Erz hindurchleitet.
- 2. Das durch Patent-Anspruch i. gekennzeichnete Verfahren für die Reduction von Eisen-Mangan- und anderen Erzen in der Weise abgeändert, dafs man überhitztes Kohlenoxydgas durch das betreffende, event, mit Koks gemengte Erz leitet, darauf einen Theil der Gase zur Erhitzung von Regeneratoren verwendet und den Rest der Gase durch glühenden Koks leitet, um dieselben in Kohlenoxyd zu verwandeln, und schliefslich diese Gase überhitzt und sie durch das betreffende Erz hindurchleitet.
- 3. Eine für die in Patent-Ansprüchen 1. und 2. beschriebenen Verfahren geeignete Ofeneinrichtung, gekennzeichnet durch die Anordnung eines Reductionsofens und von Regeneratoren, welche abwechselnd mit dem Reductionsofen in Verbindung gesetzt werden, von Condensations- oder Carbonisirungsöfen, ' welche mit genanntem Reductionsofen durch zwei oder mehrere Rohre verbunden sind und abwechselnd mit den oberen oder unteren Theilen des genannten Reductionsofens in Verbindung gesetzt werden, und von einer Gebläsevorrichtung, ' welche sowohl mit genannten Condensations- oder Carbonisirungsöfen als auch mit genannten Regeneratoren in Verbindung steht. ■
- 4. Bei der in Anspruch 3. gekennzeichneten Ofeneinrichtung die Anordnung von Kühlapparaten, welche mit den Condensations- oder Carbonisirungsöfen und der Gebläsevorrichtung in Verbindung stehen, die ihrerseits wiederum mit den Regeneratoren in Verbindung steht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE51681C true DE51681C (de) |
Family
ID=326441
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT51681D Expired - Lifetime DE51681C (de) | Verfahren und Ofeneinrichtung zur Herstellung von Zink, Eisen u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE51681C (de) |
-
0
- DE DENDAT51681D patent/DE51681C/de not_active Expired - Lifetime
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