DE94231C - - Google Patents

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DE94231C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/124Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein using pressure to make a masked colour visible, e.g. to make a coloured support visible, to create an opaque or transparent pattern, or to form colour by uniting colour-forming components

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bekannten Kreide- oder Elfenbeinpapiere, welche durch Abreiben der Papieroberfläche mit Kreide oder durch Aufstreichen einer Paste aus Zinkweifs und Leim auf die Oberfläche hergestellt werden, sind in hohem Grade empfindlich. Stärkeres Radiren und feuchtes Abwischen der Schrift entfernt die Schicht vollständig und macht ein weiteres Schreiben mit einem Metallstift an der betreffenden Stelle unmöglich. Aber auch schon die blofse Berührung der Schreibfläche mit der Hand oder mit anderen Gegenständen beeinträchtigt, die Wirksamkeit des Papier es. Für gewisse Zwecke, Welche eine starke Abnutzung der Papieroberfläche bedingen, war daher die Anwendung dieser Papiere bisher ausgeschlossen. Endlich konnten zur Herstellung der Papiere nur solche Massen verwendet werden, welche am Papier adhäriren. Massen von einer derartigen hohen Adhäsionskraft haften aber naturgemäfs auch an anderen Gegenständen und verunreinigen dieselben. Infolge, der lästigen Eigenschaft des Papieres, alle mit ihm in Berührung kommenden Gegenstände zu beschmutzen, und infolge ihrer hohen Empfindlichkeit ist die Herstellung und der praktische Gebrauch des Papieres mit grofsen Schwierigkeiten verknüpft.
Diese Mängel werden nun beim vorliegenden Verfahren dadurch beseitigt, dafs die wirksame Masse (Zinkoxyd) nicht, wie bisher, als besondere Schicht auf das fertige Papier aufgebracht, sondern während der Herstellung des Papieres dem Papierzeuge selbst im Holländer zugemischt wird.
Die wirksame Masse sitzt daher nicht mehr als Ueberzug auf der Oberfläche des Papieres, sondern ist gleichmäfsig durch die ganze Masse des Papieres fein vertheilt und bleibt daher auch bei starker Abnutzung des Papieres wirksam. Diese Unempfindlichkeit und Wirksamkeit bis zu dem letzten Fasertheilchen macht das Papier auch brauchbar zum Poliren von Metallen.
Die praktische Ausführung des Verfahrens gestaltet sich beispielsweise wie folgt:
In einem Holländer werden 60 kg Sulfit-Cellulosebrei, gebleichtes Halbzeug oder andere für die Papierfabrikation brauchbare Textilstoffe mit 5 kg Stärkemehl, 8 kg Alaun und 5 kg Harz drei bis vier Stunden lang gemischt. Während der letzten halben Stunde setzt man 60 kg Strohbrei und 51 kg Zinkoxyd (in Wasser aufgeschwemmt und geseiht) zu. Die so erhaltene Masse wird dann auf der Papiermaschine zu Papier verarbeitet.
- Will man noch intensivere Schriftzüge erzeugen, so genügt es, das trockene Papier durch Terpentinöl zu ziehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zum Beschreiben mittels Metallstift bestimmtes Papier, dadurch gekennzeichnet, dafs bei seiner Herstellung im Holländer Zinkoxyd in der zur Erzielung zusammenhängender Schriftzüge erforderlichen Menge zugesetzt wird.
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