DE939728C - Doppelrad-Drehgestell fuer Schwerlastfahrzeuge - Google Patents

Doppelrad-Drehgestell fuer Schwerlastfahrzeuge

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DE939728C
DE939728C DEK22057A DEK0022057A DE939728C DE 939728 C DE939728 C DE 939728C DE K22057 A DEK22057 A DE K22057A DE K0022057 A DEK0022057 A DE K0022057A DE 939728 C DE939728 C DE 939728C
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DEK22057A
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English (en)
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Hans Kotschenreuther
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D7/00Steering linkage; Stub axles or their mountings
    • B62D7/02Steering linkage; Stub axles or their mountings for pivoted bogies
    • B62D7/04Steering linkage; Stub axles or their mountings for pivoted bogies with more than one wheel

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

  • Doppelrad-Drehgestell für Schwerlastfahrzeuge Es :sind Schwerlastfahrzeuge, und zwar Langmaterialanhänger bekanntgeworden, bei denen die einzelnen Laufräder an Drehgestellen gelagert sind, auf die die Lenkbewegung übertragen wird.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Doppelrad-Drehgestell für Schwerlastfahrzeuge. Die neue Lösung besteht darin, daß die Achsre der beiden das Doppelrad bildenden Laufräder an den Enden mit federnd nachgiebigen Lagerstützen des Drehkranzes gelenkig verbunden ist, im Sinne der Ermöglichung einer Kantbewegung der genannten Achse gegenüber dem Drehkranz.
  • Hierdurch wird mehreren Gesichtspunkten entsprochen. Die angegebene Lösung gestattet es, die beiden Laufräder sehr nahe nebeneinander anzuordnen. Infolgedessen greifen sie nur über kleine Hebelarme am zugehörigen Drehkranz an, so daß die Stöße, die beim Fahren durch Schlaglöcher und ähnliche Unebenheiten der Fahrbahn hervorgerufen werden, nur zu kleinen Drehmomenten am Drehkranz führen. Soweit aber die Stöße von den beiden Laufrädern, was. wegen ihres geringen gegenseitigen Abstandes im :allgemeinen der Fall ist, gemeinsam aufgenommen werden, rufen sie noch kleinere oder überhaupt keine Drehmomente am Drehkranz hervor. Man erzielt so gute Fähreigenschaften, und es wird eine Überlastung der Seile od. dgl. verhindert, die die Lenkbewegung auf den Drehkranz übertragen und mit Rücksicht hierauf nicht beliebig stark bemessen werden können. Des weiteren ist es .erwünscht und bei der neuen Lösung leicht zu erreichen, das Durchfedern zu begrenzen, um eine Beschädigung der Federn der Lagerstützen zu verhüten; zugleich wird hierdurch die Kantbewegung der Achse des Doppelrades gegenüber dem Drehkranz begrenzt. Beides ist be- deutungsvoll für Schwerlastfahrzeuge, die z. B. zur Beförderung von Baumstämmen bestimmt sind und unter schlechtesten Gelände- und Wegeverhältnissen brauchbar sein müssen. Die neue Lösung führt außerdem, wie schon .angedeutet, dazu, daß beide das Doppelrad bildende Laufräder weitgehend auch bei sehr schlechten Fahrbahnen in Berührung mit dem Boden. bleiben und so die Last gemeinsam! aufnehmen.
  • Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele des neuen Doppelrad-Drehgestells und seiner Anwendung; es zeigt Fig. I .eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig.3 eine Seitenansicht des Doppelrad-Drehgestells, Fig.4 eine Teildarstellung in einem Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2, Fig.5 in Vorderansicht eine Teildarstellung der Betätigungsvorrichtung für die :Bremsen, Fig. 6 .einen Längsschnitt durch eine Lagerstütze, Fig.7 einen Schnitt durch die Gelenkverbindung der Doppelradachse, Fig. 8 eine Teildarstellung der Gelenkverbindung in einem Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7, Fig.9 eine Wiederholung der Fig.8, jedoch in einer anderen :gegenseitigen Lage der Teile, Fig. Io einen Schnitt durch den eigentlichen Drehkranz, Fig. II eine Draufsicht auf einen Langmaterialnachläufer mit den neuen Doppelrad-Drehgestellen in schematischer Darstellung: Der Drehkranz besteht aus dem Teil I, der am Rahmengestell des Fahrzeuges befestigt wird, und aus dem Teil 2; der am Teil I mit Hilfe eines Kugellagers drehbar gelagert isst, wie das an sich bekannt und in Fig. Io in einem Ausführungsbeispiel gezeigt ist. Am Teile ist das aus den beiden luftgummibereiften Laufrädern 3 und 4 bestehende Doppelrad gelagert. Jedes der beiden Räder 3 und 4 ist in an sich bekannter Weisse; z. B. mit Hilfe von Rollenlagern, an der nicht mit umlaufenden Radachse 5 gelagert, -wie das im Fahrzeugbau üblich ist. Die Achse 5 ist ihrerseits an jedem, Ende mit einem Querhaupt 6 bzw. 7 ausgerüstet, von denen jedes mit zwei Lagerstützen 8, 9 bzw. Io, II gelenkig verbunden ist, im -Sinne der Ermöglichungeiner Kantbewegung der Achse 5 gegenüber dem Drehkranz.
  • Am Drehkranzteil 2 sind zur Aufnahme des einen Endes der Radachse 5 die Lagerstützen Io und II befestigt, sie d nach Art der »Teleskopfederstützen« ausgebildet und bestehen je .aus einem mit dem Drehkranzteil 2 fest verbundenen Zylinder Io" bzw. i ia und einer in diesem Zylinder geführten und gehaltenen Stange Iob bzw. IIb. Durch angeschweißte Verstrebungen 12 sind die Zylinder Ioa und II" mit dem Drehkranzteil 2 zu einem festen Verband zusammengefaßt. Die Stangen 10b, 11b sind ihrerseits an das Querhaupt 7 angelenkt. Das betreffende Ende der Lagerachse 5 ist in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise auf drei Seiten angeflächt und mit Hilfe eigner Schelle 7" .am Querhaupt 7 befestigt. Gleiches gilt für die andere Seite und die Lagerstützen 8 und g. Die vier Lagerstützen 8 bis II sind Unter sich gleich. Fig.6 zeigt einen Längsschnitt durch die Lagerstütze i o. Wie ersichtlich, ist der Zylinder Ioa oben durch einen mit ihm fest verbundenen Deckel 13 abgeschlossen, mit dem wiederum eine zum Innern des. Zylinders Ioa hin offene Führungsbuchse 14 verbunden ist, vorzugsweise durch Schweißen. Am Boden der Buchse 14 befindet sich eine aus Leder oder ähnlichem Stoff bestehende Scheibe 15, die, wenn die Stange lob entsprechend weit vorfedert, ihre Stöße .mildert. Die Stange Iob ist in der aus Fig.6 ersichtlichen Weise abgesetzt und mit ihrem dünner ausgeführten Teil in der Buchse I4. geführt. Zur Federung dient eine Schraubenfeder 16, die sich einerseits an einem Zwischenboden 17, der mit dem Zylinder Ioa und/oder der Buchse 14 fest verbunden ist, und andererseits an einem Zwischenring 18 :abstützt. Dieser wiederum ist über einen aus Preßstoff, Hartgewebe, Kunstharz od. dgl. bestehenden Zylinder I9 an einem Flansch 2o abgestützt, der :seinerseits an der Stange Iob gebildet oder befestigt ist. Der Zylinder Ioa ist am unteren Ende durch einen mit einer Durchtrittsöfnung für die Stange Iob versehenen Boden 21 abgeschlossen, der durch Schrauben an einem Flansch 22 des Zylinders Ioa befestigt ist. Auf dem Boden 21 liegt eine Zwischenlage 23 aus Leder od. dgl., die ebenso wie die Scheibe 15 Stöße abfängt. Unter der Wirkung der Feder 16, die eine entsprechende Vorspannung besitzt, suchen die Teile die aus Fg.6 ersichtliche Stellung einzunehmen. Bei entsprechender Belastung verschieben sich die Teile i oa und I 0b zueinander entgegen der Wirkring der Feder 16, die hierbei zusammengedrückt wird. Das »Durchfedern« ist begrenzt, d. h. die gegenseitige Verschiebung der Stange Iob des Zylinders Io" und damit das Zusammendrücken der Feder 16 findet ein Ende, wenn die Stange Iob bei 15 zum Anschlag kommt (»Hartlage«). Die Verhältnisse, wie Federvorspannung usw., sind so gewählt, daß, diese Hartlage nur beim Fahren durch Schlaglöcher usw. erreicht wird. Es wird so. eine Beschädigung der Feder 16 verhindert und zugleich die Kantbewegung der Radachse 5 begrenzt.
  • Die einzelne Lagerstütze ist über eine Gelenkverbindung mit dem zugehörigen Querhaupt 6 bzw. 7 verbunden. Diese Gelenkverbindungen sind unter sich gleich. Es genügt daher, an Hand der Fig. 7 bis 9 die Gelenkverbindung zu beschreiben, durch die die Lagerstütze Io, genauer gesagt, ihre Stange Iob mit dem Querhaupt 7 verbunden ist. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, besteht die einzelne Gelenkverbindung aus. seineirr trogförmigen Lagerteil mit -zwei senkrechten Seitenwänden 25 rund 26 und zwei schräg gestellten (zueinander lzomsch verlaufendem) Seitenwänden 27 und 28. Diese vier Seitenwände 25 bis 28 -sind .an das Querhaupt angeschweißt oder in sonstiger Weise mit ihm verbunden. In das trogförmige Lagerstück 25 bis 28 ist ein Metallgummistückeingelegt, das aus einem Metallstück 29, ,einem Zwischenstück 3o aus Gummi, synthetischem Gummi oder :einem sonstigen elastisch nachgiebigem Stoff und aus einem Metallstück 3 1 besteht. Die drei Elemente 29 bis 31 sind durch Vulkanisieren od. dgl. miteinander verbunden. Während das untere Metallstück 29 den Boden des trogförmigen Lagerteils 25 bis 28 voll überspannt und somit seitlich, bezogen :auf Fig. 7 und auf Fig. 8, nicht ausweichen kann, ist das obere Metallstück 31 in Richtung der Radachse 5 (deren geometrische Achse zeit 5' bezeichnet ist) kürzer gehalten, so daß, es relativ zu dem Lagerstück 25 bis 28 in der betreffenden Richtung --- genauer gesagt, um die geometrische Achse der zylindrischen Teile 29 bis 31 -- Bewegungen ausführen kann, wie das aus Fig. 8 und 9 hervorgeht. Im umbelasteten Zustand bzw. bei der Normallage nehmen die Teile die aus Fig.8 ersichtliche Lage zueinander ein. Bei Ausübung eines entsprechenden Momentes kann sich jedoch der Tei1 3I entgegen der Wirkung des elastisch nachgiebigen Zwischenstückes 3o relativ zu den übrigen Teilen bewegen, wie das durch die Gegenüberstellung der Fig.9 zur Fig.8 deutlich gemacht ist.
  • Mit dem Teil 31 ist die Stange Iob, verschweißt oder sonstwie fest verbunden. Damit .nicht bei einem vorübergehenden Abheben eines oder beider Laufräder vom Boden oder unter ähnlichen Verhältnissen ein unzulässiger Zug auf das elastisch nachgiebige Zwischenstück 3o ausgeübt wird und damit auch nicht bei einer etwaigen Beschädigung dieses Zwischenstückes sich die Stange lob vom Lagerstück 25 bis 28 lösen kann, ist mit diesem ein Überwurfstück 32 verschweißt oder sonstwie verbunden, das in der Längsrichtung des Querhauptes 7 das Metallstück 31 übergreift und dadurch ein ungewolltes Trennen vom Lagerstück 25 bis 28 verhindert, wohl aber die an Hand der Fig. 8 und 9 beschriebene Relativbewegung des Stückes 31 zum Lagerstück 25 bis 28 zuläßt. Die Wände 25 und 26 passen sich mit dem Überwurfstück 32 dem zylindrischen Verlauf des Metallgummistückes 29 bis 31 an, so daß also ein Gelenk gebildet ist, dessen geometrische Drehachse die geometrische Achse 5' der Radachse 5 schneidet oder ein wenig über ihr liegt.
  • Die beschriebene Lagerung des Doppelrades am Drehkranz 1, 2 gestattet es der aus den Teilen 3, 4 und 5 bestehenden Einheit, eine Kantbewegung zum eigentlichen Drehkranz 1, 2 .auszuführen. Während also in Fig. I die Achse 5 parallel zur Ebene des Drehkranzes 1, 2 verläuft, kann sie durch Ausführung einer Kantbewegung eine Lage einnehmen, in der sie zur Ebene des Drehkranzes 1, 2 schräg steht.
  • Dies bedeutet, daß das Doppelrad 3, 4 sich den Krummutigen und Unebenheiten der jeweiligen Straßendecke durch entsprechende Änderung seiner Lage zum Drehkranz 1, 2 und damit zum Fahrzeugrahmen anpassen kann. Infolgedessen bleiben stets oder doch weitgehend beide Laufräder 3 und 4 in Berührung mit dem Boden, und es wird damit die von dem Doppelrad aufzunehmende Last auf seine beiden Laufräder 3 und 4 aufgeteilt.
  • Man erkennt leicht an Hand der Fig. I, daß bei einer Kantbewegung der Achse 5 zum Drehkranz 1, 2 die Stangen der Lagerstützen der einen Seite mehr in ihre Zylinder hineingeschoben werden als die der anderen Seite. Die hiermit verknüpfte Änderung des gegenseitigen Abstandes der Enden der Lagerstützen wird durch die Metallgummistücke ausgeglichen. In den Lagerstützen 8 bis 1 I selbst wird ein seitliches Spiel vermieden, um seitliche Schwingungen und die durch sie bedingte Kippgefahr zu verhüten.
  • Die beschriebene Lagerung des Doppelrades gestattet zugleich, in einfacher Weise die üblichen Bremsen vorzusehen. Wie bekannt ist, verbindet man im .allgemeinen mit dem einzelnen Rad eine Bremstrommel, gegen die ein die Bremstrommel umschlingendes Bremsband angelegt werden kann.
  • Hiervon wird auch bei dem beschriebenen Doppelraddrehkranz Gebrauch gemacht. Hinsichtlich der Einzelheiten kann auf die allgemein bekannten Ausführungen verwiesen werden. Besonders einfach wird die Ausführung, wenn, wie das in der Zeichnung dargestellt ist, bei beiden Rädern 3 und 4 die Bremsen auf den einander zugewandten Seiten angebracht werden. Die Hebel 35 und 36 (s. Fig. 5), die zum Anlegen der Bremsbänder ausgeschwenkt: werden, sind über ihre Arme 35a und 36a und über Ketten 37, 38 mit einem Querstück 39 verbunden, das über einen Bowdenzug 40 an das Handbedienungsorgan für die Bremsen (Handspindelbetätigung od. dgl.) angeschlossen ist. Außerdem ist eine Druckluftsteuerung für die Bremsen vorgesehen. Der zugehörige Druckluftzylinder 41 ist mit der. Achse 5 oder einem Ansatz dieser Achse verbunden. Der in dem Zylinder 41 geführte Kolben ist über die Kolbenstange mit der Querstange 42 gekuppelt, die die beiden Hebel 35 und 36 verbindet. Die zu dem Druckluftzylinder 41 führende Druckluftleitwng ist mit 43 bezeichnet. Gemäß Fig. 4 wird vorzugsweise der Druckluftzylinder 41 an einem Schutzstück 44 befestigt, das seinerseits an der Achse 5 befestigt ist und durch den Raum zwischen den beiden Rädern 3 und 4, möglichst dicht .an diese Räder herankommend, hindurchgeführt ist und so zugleich die Aufgabe erfüllt, hochgeworfene Steine, Schmutz, Schnee, Eis u. dgl. abzuhalten.
  • In Fig. Io ist ein Schnitt durch den oberen Teil des Drehkranzes gezeigt, um deutlich zu machen, wie z. B. der Teil 2 am Teil I gelagert und an ihm gehaltert sein kann. Wie ersichtlich, ist für die Lagerung ein Kugellager 45 benutzt. Leitkugeln 46 sichern die Verbindung zwischen den Teilen I und 2. Mit 47 ist ein Teil .des Fahrzeugrahmens bezeichnet, mit dem der Drehkranzteil I verbunden ist. Bei 48 ist der Seilzug dargestellt, der zur Übertragung der Lenkbewegung auf den Drehkranzteil2 und damit auf die Laufräder dient.
  • Es ist .schon erwähnt, daß das beschriebene Doppelrad-Dreh;ges,tell bei Schwerlastfahrzeugen der verschiedensten. Art benutzt werden kann. Insbesondere ist @es ,gedacht für .solche Fahrzeuge, bei denen .auf das einzelne Drehgestell - z. B. über Seilzüge - selbsttätig oder von Hand Lenkbewegungen übertragen werden. Man hat derartige Anordnungen vor allem für Langmaterialanhänger und Langmafierialnachläufer entwickelt. Überdies zeigt F.ig. i i in seinen wesentlichen Teilen einen Langmaterialnachläufer, der mit dem neuen Doppelrad-Drehgestell ausgerüstet ist.
  • In Fig. II bedeutet 5o den Fahrzeugrahmen, 51 die an ihm angebrachte Rungengabel, 52 und 53 je ein Doppelrad-Drehgestell der beschriebenen Ausführung, 54 einen .am Fahrzeugrahmen drehbaren Lenkkranz. Dieser wird über einen vom Zugwagen (Sattelschlepper od. dgl.) betätigten Seilzug 55 eingestellt. Gleichachsig .mit dem Lenkrad 54 sind zwei miteinander verbundene und somit eine Einheit darstellende Lenkkränze 56a und 56b drehbar am Fahrgestell 5o gelagert; sie können über Steckbolzen 57 oder sonstige Kupplungsmittel mit dem Lenkkranz 54 verbunden werden, so daß sie alsdann dessen Drehbewegungen mitmachen. Der Lenkkranz 56a überträgt seine Bewegung über den Seilzug 58 auf das Drehgestell 52 und über den Seilzug 59 auf das Drehgestell 53. Wenn also der Lenkkranz 56a über die Steckbolzen 57 mit dem Lenkkranz 54 gekuppelt ist, so wird die vom Zugwagen aus über den Seilzug 55 zugeleitete Lenkbewegung auf die Drehgestelle 52 und 53 übertragen.
  • Statt dessen oder zusätzlich kann auch die Möglichkeit vorgesehen werden, über einen Handantrieb 6o, der von einem auf einem Sitz 6I des Nachläufers mitfahrenden Bedienungsmann betätigt wird, die Drehgestelte 52 und 53 und damit die zugehörigen Laufräder einzustellen. Das Handrad 6o arbeitet über ein Getriebe 62, z. B. ein Schneckenradgetrieb0e, und über eine Kupplung 63 auf eine Welle 64 und die mit ihr verbundene Seiltrommel 65, deren Drehbewegung über den Seilzug 66 auf den Lenkkranz 56b übertragen wird. Dem Seilzug 66 sind Leit- oder Spannrollen 67 zugeordnet.
  • Sind, wie Fig. II zeigt, beide Steuermöglichkeiten vorgesehen, so wird die Kupplung 63 so ausgeführt, daß. sie von Hand leicht ein- und ausrückbar ist. Man kann alsdann wahlweise dieselbetätige Steuerung oder die Handsteuerung einschalten, indem im ersten Falle die Kupplung 63 ausgerückt und die Steckbolzen 57 in Kupplungsstellung gebracht werden und indem im zweiten Falle die Kupplung 63 eingerückt und die Steckbolzen 57 gelöst werden.
  • Wie aus Fig. II hervorgeht, sind die Lenkkränze 54 und 56a elliptisch ausgebildet, während der Lenkkranz 561, zylindrisch ist. Durch die elliptische Gestalt der genannten Lenkkränze werden gewisse Korrekturen bezüglich der Einstellung der Laufräder vorgenommen, im Sinne eines möglichst genauen Spurens. des Nachläufers zum Zugwagen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Doppelrad-Drehgestell für Schwerlastfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (5) der beiden das Doppelrad bildenden Laufräder (3, 4) an ihren beiden Enden mit federnd nachgiebigen Lagers@ützen (8, 9, 1 o; II) des Drehkranzes (I, 2) gelenkig verbunden ist, im Sinne der Ermöglichung einer Kantbewegung der Achse (5) gegenüber dem Drehkranz.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerstützen (8, 9, 10, II) als Teleskopfederstützen ausgebildet sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Durchfedern der Lagerstützen begrenzt ist, derart, daß bei sehr starken Stößen (z. B. beim Durchfahren von Schlaglöchern) die Hartlage erreicht wird.
  4. 4. Einrichtung nach einem der vorhergehen-,den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse (5) des Doppelrades (3, 4) an ihren beiden Enden je ein Querhaupt (6, 7) trägt und mit dem einzelnen Querhaupt (6 bzw. 7) an je zwei Lagerstützen (8, 9 bzw. Io, II) angelenkt ist.
  5. 5. Einizchtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelne Gelenkverbindung als eigentliches Gelenkeinen Metallgummikörper (29, 30, 31) aufweist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5,- dadurch gekennzeichnet, daß der Metallgummikörper aus zwei Metallstücken (29,31) und einem .an sie anvulkanisierten Zwischenstück (3o) aus Gummi od. dgl. besteht und die Gelenkwirkung durch die elastische Vierformbarkeit des Zwischenstückes (3o) gegeben ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, da-durch gekennzeichnet, daß das Metallgummistück (29, 3o, 31) nach einer Zylinderfläche gewölbt ist, derart, daß die geometrische Achse der Wölbung quer zur Radachse (5) verläuft. B.
  8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Überwurfstück (3z) vorgesehen ist, das das Metallgummistück (29, 30, 31) in. einem trogförmigen Lagerteil (25 bis 28) hält.
  9. 9. Einrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche; dadurch gekennzeichnet; daß die beiden das Doppelrad bildenden Laufräder (3, 4) auf den einander zugewandten Seiten mit Bremsen ausgerüstet sind und die zugehörige Betätigungsyorrichtung (35 bis 4 (für Druckluftbetätigung und/oder Handspindelbetätigung od. dgl.) zwischen den beiden Laufrädein an der Laufradachse (5) gehaltert ist. ' i o. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Halterung :der Betätigungsvorrichtung (35 bis 41) für die Bremsen ein mit .der Radachse (5) verbundenes Teil-(44) (Schutzstück) verwendet ist, das zugleich durch den Raum zwischen den beiden Laufrädern hin-,durchgreift und so hochgeschleuderte Steine, Schnee, Eis u. dgl. von .der -Betätigungsvorrichtung abhält. . Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 826675; britische Patentschrift Nr. 471 786.
DEK22057A 1954-04-29 1954-04-29 Doppelrad-Drehgestell fuer Schwerlastfahrzeuge Expired DE939728C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1006270B (de) * 1956-03-08 1957-04-11 Hans Lautenbacher Feststellvorrichtung fuer Langmaterialanhaenger

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GB471786A (en) * 1937-01-29 1937-09-10 Rheinmetall Borsig Ag Werk Bor Improvements in and relating to vehicles suspensions
DE826675C (de) * 1950-07-06 1952-01-03 Arn Jung Lokomotivfabrik G M B Verbindung von Maschinenteilen durch Pendelstuetzen

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