DE936633C - Einrichtung zum Vorwaermen und Entwaessern von Dampfmaschinen und Dampfmotoren - Google Patents

Einrichtung zum Vorwaermen und Entwaessern von Dampfmaschinen und Dampfmotoren

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DE936633C
DE936633C DEM21314A DEM0021314A DE936633C DE 936633 C DE936633 C DE 936633C DE M21314 A DEM21314 A DE M21314A DE M0021314 A DEM0021314 A DE M0021314A DE 936633 C DE936633 C DE 936633C
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DE
Germany
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steam
cylinder
preheating
steam engines
engines
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Expired
Application number
DEM21314A
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English (en)
Inventor
Rudolf Ruehl
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MAN AG
Original Assignee
MAN Maschinenfabrik Augsburg Nuernberg AG
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Publication date
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B31/00Component parts, details or accessories not provided for in, or of interest apart from, other groups
    • F01B31/08Cooling of steam engines; Heating; Heat insulation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Vorwärmen und Entwässern von Dampfmaschinen und Dampfmotoren Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Vorwärmen und Entwässern von schnell laufenden, mit hohem Dampfdruck und hoher Überhitzung arbeitenden Dampfmaschinen und Dampfmotoren, insbesondere solchen stehender Bauart. Der Zweck der Erfindung besteht darin, die Anwärmdauer dieser Maschinen möglichst kurzzeitig zu halten und dadurch ein schnelles Anfahren und Inbetriebsetzen derselben zu ermöglichen.
  • Bei Dampfmaschinen und Dampfmotoren: ,ist eine gute Vorwärmung und. Entwässerung vor der Inbetriebnahme sehr wichtig, da hierdurch der gefürchtete »Wasserschlag« in. derMaschinevermiedenwird.
  • Das Vorwärmen und Entwässern erfolgt bei den bekannten Dampfmaschinen und Dampfmotoren in verschiedener Weise. Bei liegenden Dampfmaschinen stellt man den Kolben in eine bestimmte Kurbellage und öffnet das Sicherheitsventil. Der Dampf wird nun durch das Einlaßventil eingelassen und tritt durch das Sicherheitsventil bzw. Auslaßventil aus. Diese Art Vorwärmung kann jedoch nur bei gedrosseltem Hauptschieber durchgeführt werden, weil sonst die Gefahr besteht, daß die Maschine vorzeitig anläuft und Wasserschlag auftritt. Es ist also bereits infolge der Drosselung eine längere Anwärmzeit erforderlich, die aber besonders dadurch noch wesentlich verlängert wird, daß jeder Zylinder für sich angewärmt werden muß, da sich nicht für alle Zylinder gleichzeitig die passende Kurbellage herbeiführen läßt. Anwärmzeiten bis zu 30 Minuten sind dadurch keine Seltenheit. Bei stehenden Dampfmaschinen und Dampfmotoren liegen die Verhältnisse ganz ähnlich. Handelt es sich um doppeltwirkende schiebergesteuerte Maschinen, so wird häufig in derselben Weise wie soeben beschrieben vorgegangen oder es wird eine Umgehungsleitung verwendet, womit Frischdampf in den Zylinderraum eingebracht wird, der dann wieder durch die Sicherheitsventile bzw. Auslaßschlitze abgeführt wird. Bei einfach wirkenden stehenden Dampfmaschinen benützt man besondere Vorrichtungen zum Öffnen der einzelnen Ventile, wobei ebenfalls wieder jeder Zylinder für sich in die geeignete Kurbelstellung geschaltet werden muß, damit die Vorwärmung,erfolgen kann. Es zeigt sich dabei gleichfalls die Notwendigkeit einer Dampfdrosselung sowie der Einzelbehandlung der Zylinder und damit ein unvermeidlicher Zeitverlust, wobei außerdem die Gefahr des Wasserschlages niemals ganz ausgeschaltet werden kann.
  • Weiterhin sind auch Dampfmaschinen mit Wasserabscheider bekannt. Bei einer solchen bekanntgewordenen Maschine wird der Dampf in einem dem Einlaßventil vorgeschalteten Raum an einem gitterartigen Teil niedergeschlagen und als Kondenswasser durch Rohrleitungen abgeführt. Der Wasserabscheider hat hier nicht nur die Aufgabe, den Dampf beim Anwärmen zu kondensieren, sondern es soll dadurch auch während des Betriebes der zugeführte Dampf von mitgeführtem Wasser befreit werden. Diese Bauart ist nur für Maschinen orauchbar, die im Sattdampfgebiet arbeiten, Wie dies bei älteren Maschinen normalerweise der Fall war. Bei den modernen, mit hohen Drücken und hoher Überhitzung arbeitenden Dampfmaschinen und Dampfmotoren, wie sie der Erfindung zugrunde liegen, kann mit einem solchen Wasserabscheider keine wirksame und vor allem keine rasche Entwässerung bzw. Vorwärmung erzielt werden.
  • Schließlich ist bei einer Dampfmaschine, deren Mittelteil als Blockgestell geführt ist und bei der der Zylinderraum unmittelbar in den Triebwerksraum übergeht, vorgeschlagen worden, um die Zylinderwände herum Dampftaschen auszubilden, denen lediglich Anwärmdampf zugeführt wird. Diese Dampftaschen haben jedoch den Nachteil, daß sie den an sich dünnwandigen Zylinder mit zusätzlichen Wärmespannungen belasten, was leicht zu Verziehungen und zur Rißbildung führen kann. Außerdem ist ein komplizierter Umsteuermechanismus erforderlich, der zudem noch an jedem einzelnen Zylinder vorzusehen ist. Auch diese Bauart ist für Heißdampfmaschinen - eben wegen der hohen thermischen Beanspruchungen - nicht brauchbar. Die Maschine kann hier nur langsam und mit Vorsicht angewärmt und erst nach längerer Anwärmdauer angelassen werden. Wenn viele Zylinder vorhanden sind, verschlechtern sich noch die Bedingungen für das Vorwärmen und Anlassen, und auch der bauliche Aufwand wird unerträglich höher.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bauweise anzugeben, welche die vorstehenden Nachteile nicht aufweist und die vor allem für Heißdampfmaschinen modernerer Bauart, bei möglichst geringem konstruktiven Aufwand, eine rasche Vorwärmung und Entwässerung der Maschine gewährleistet.
  • Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Dampfräume sämtlicher Zylinderdeckel der Maschine jeweils eine oberhalb des Einlaßventils angeordnete Dampfabzugsöffnung aufweisen, die unabhängig vom Einlaßventil offen. gehabten werden kann oder verschließbar ist.
  • In Weiterbildung der Erfindung sind die Dampfabzugsöffnungen der Zylinderdeckel einer@Maschine an eine gemeinsame, nach außen führende Rohrleitung angeschlossen, in die ein Absperrorgan eingebaut ist.
  • Durch die Anordnung gemäß der Erfindung ist es möglich, die Maschine in kürzester Zeit aufzuwärmen und zu entwässern, da alle Zylinder gleichzeitig mit heißem Vorwärmdampf beschickt werden können, wobei keinerlei Drosselung des Dampfes mehr erforderlich ist und nur solche Teile der noch kalten Maschine beim Vorwärmen zunächst von Heißdampf durchsetzt werden, bei denen die thermische Beanspruchung keine Rolle spielt. Da beim Anwärmen das Ventil zunächst geschlossen bleibt, ist ein unbeabsichtigtes Anlaufen der Maschine ausgeschlossen; außerdem bleibt der Zylinderraum in der Anwärmperiode von größerem Kondensationsniederschlag frei.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung unter Fortlassung aller für die Aufzeigung des Erfindungsgedankens nicht wesentlicher Teile an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel dargestellt. Hierbei zeigt Fig. i eine nach unten abgebrochen dargestellte Längsansicht der Oberseite einer mehrzylindrigen stehenden Dampfmaschine mit an den Zylinderdeckeln angeordneter Vorwärm- und Entwässerungseinrichtung gemäß Erfindung, Fig. z einen Querschnitt längs. der Linie II-II in Fig. i, Fig. 3 einen Grundriß zu Fig. i.
  • In den Figuren ist i das Dampfmaschinengehäuse mit den darin eingesetzten Zylinderlaufbüchsen 2; die Zylinderdeckel sind mit 3 und der in jedem Zylinderdeckel ausgesparte Dampfraum mit q. bezeichnet. Zu den Dampfräumen q. führen Einlaßleitungen 5, die in Big. i fortgelassen sind. Jeder Dampfraum q. kann über ein Ventil 6 mit dem zugehörigen Zylinderraum 7 in Verbindung gesetzt werden, in welch letzterem der Arbeitskolben 8 auf und ab geht,, der in bekannter Weise über eine Treibstange 9 auf die Kurbelwelle io arbeitet. Aus dem Zylinderraum 7 kann der Abdampf durch Auslaßschlitze ii nach dem Abdampfraum i2 entweichen.
  • Erfindungsgemäß ist nun jeder Dampfraum q. der Zylinderdeckel 3 mit einer oberhalb der Einlaßventile 6 angeordneten Dampfabzugsöffnung i3 versehen., die offen gehalten oder verschlossen werden kann. Zweckmäßigerweise ist dabei, wie in Fig.2 angedeutet, an die Öffnung 13 ein ins Freie führen= des Abzugsrohr 14 angeschlossen, in das ein Absperrorgan 15 eingesetzt ist. Diese Ausführung ist dann angezeigt, wenn jeder Zylinderdeckel-Dampfraum 4 für sich allein absperrbar sein soll. Es können jedoch auch, wie in Fig. i und 3 gezeigt, alle Dampfabzugsöffnungen 13 über Rohre 16 an eine gemeinsame Abzugsleitung 17 angeschlossen sein, in die ein Absperrorgan 18 eingesetzt ist.
  • Die Funktionsweise beim Vorwärmen und Entwässern der Maschine ist folgende: Bei geschlossenen Ventilen 6 und offenen Dampfabzugsöffnungen 13 wird Dampf über die Leitungen 5 in die Dampfräume 4 der Zylinderdeckel 3 eingelassen, der dort teilweise kondensiert. Das hierbei entstehende Dampf-Wasser-Gemisch strömt durch die Abzugsöffnungen 13 bzw. die sich daran anschließenden Rohrleitungen 14 oder 16, 17 ins Freie oder in- eine sonstige, hierin nicht weiter dargestellte Ablaufleitung. Es entsteht also eine dauernde Dampfströmung quer durch die Zylinderdeckel 3, was bei sämtlichen Zylinderdeckeln gleichzeitig erfolgen kann. Dadurch werden die Zylinderdeckel und vor allem die Deckelböden rasch und wirksam vorgewärmt und entwässert, d. h. von niedergeschlagenem Dampf befreit. Die dabei von den Zylinderdeckeln 3 aufgenommene Wärme überträgt sich auf die Zylinderbüchsen 2 und wärmt somit auch das hierin haftende Zylinderöl an, so daß auch die Zylinderschmierung sofort beim Anlauf der Maschine voll wirksam werden kann.
  • Nach ganz kurzer Anwärmzeit, die in der praktischen Erprobung mit durchschnittlich 5, höchstens 8 Minuten für völlig ausreichend befunden wurde, kann die Maschine angefahren werden. Die Einlaßventile 6 werden jetzt geöffnet und der Dampf tritt über jeden der Arbeitskolben 8, die dadurch in der Reihenfolge ihrer Kurbelstellungen nach unten gedrückt werden. Das jeweils in den Zylinderräumen 7 durch Teilkondensation sich etwa noch bildende Wasser-Dampf-Gernisch wird, sobald die Oberkante eines Kolbens 8 die Auslaßschlitze i i freigibt, in den Abdampfraum 12 geblasen. Kondensiert beim Aufwärtsgang der Kolben 8 immer noch etwas Dampf, so hat das Kondensat in dem Raum, der jeweils im oberen Totpunkt des Kolbens zwischen dem Kolbenboden und dem Zylinderdekkel gebildet wird, reichlich Platz. Man läßt diesen Vorgang sich so lange wiederholen, bis der ganze Zylinder angewärmt ist. Ein Wasserschlag im Zylinder ist dabei nicht mehr möglich. In der letzten Phase des Anwärmvorganges kann das Absperrorgan 15 oder 18 bereits geschlossen werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Vorwärmen und Entwässern von schnell laufenden, mit hohem Dampfdruck und hoher Überhitzung arbeitenden Dampfmaschinen und Dampfmotoren, insbesondere solchen stehender Bauart, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfräume (4) sämtlicher Zylinderdeckel (3) der Maschine jeweils eine oberhalb des Einlaßventils angeordnete Dampfabzugsöffnung (i3) aufweisen, die unabhängig vom Einlaßventil (6) offen gehalten werden kann oder verschließbar ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfabzugsöffnungen (i3) der Zylinderdeckel (3) einer Maschine an eine gemeinsame, nach außen führende Rohrleitung (i7) angeschlossen sind, in die ein Absperrorgan (i8) eingebaut ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 241 387; britische Patentschrift Nr. 565 552.
DEM21314A 1953-12-25 1953-12-25 Einrichtung zum Vorwaermen und Entwaessern von Dampfmaschinen und Dampfmotoren Expired DE936633C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE241387C (de) *
GB565552A (en) * 1943-05-08 1944-11-15 Thomas Hindle Improvements in single-acting steam engines

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE241387C (de) *
GB565552A (en) * 1943-05-08 1944-11-15 Thomas Hindle Improvements in single-acting steam engines

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