DE608731C - Anordnung des Sicherheitsventils bei Kolbendampfmaschinen - Google Patents

Anordnung des Sicherheitsventils bei Kolbendampfmaschinen

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DE608731C
DE608731C DEM118798D DEM0118798D DE608731C DE 608731 C DE608731 C DE 608731C DE M118798 D DEM118798 D DE M118798D DE M0118798 D DEM0118798 D DE M0118798D DE 608731 C DE608731 C DE 608731C
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steam
cylinder
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safety valve
space
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B25/00Regulating, controlling or safety means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2250/00Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
    • F01B2250/002Valves, brakes, control or safety devices for steam engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Safety Valves (AREA)

Description

  • Anordnung des Sicherheitsventils bei Kolbendampfmaschinen Gegenstand der Erfindung ist die Anordnung des Sicherheitsventils bei Kolbendampfmaschinen, um im Falle einer Urdichtigkeit des Sicherheitsventils ein Einströmen von Luft in den Zylinder und eine daraus folgende Herabsetzung des Vakuums in dem Kondensator zu verhüten.
  • Gemäß der Erfindung ist zwischen dem Sicherheitsventil und dem zu sichernden Raum (Zylinder) ein von Dampf erfüllter oder durchströmter Schutzraum angeordnet, der mit dem gesicherten Raum durch ein Rückschlagventil oder deren mehrere in Verbindung steht, die sich unter dem Dampfdruck im gesicherten Raum selbsttätig in den Schutzraum hinein öffnen können.
  • Der dem Schutzraum zugeführte Dampf kann vom Zylinder selbst (z. B. Mitteldruckzylinder oder Niederdruckzylinder), für den das Sicherheitsventil angeordnet ist, entnommen werden oder auch von einem diesem vorgeschalteten Zylinder, wobei der Dampf höheren Druck und höhere Temperatur besitzt. In diesem letzten Fall wird der Dampf aus dem erwähnten vorgeschalteten Zylinder durch gesteuerte Ventile, vorzugsweise etwa am Ende des Entspannungshubes, abgezogen. Zweckmäßig wird ein Rückschlagventil in Reihe mit dem gesteuerten Ventil so angeordnet, daß dieses Ventil sich nur zu einem genau festgelegten Zeitpunkt zu öffnen braucht, um Dampf zu den erwähnten Hohlräumen strömen zu lassen; während das Rückschlagventil sich in dem Augenblick schließt, wo der Druck im Zylinder beim öffnen des Schiebers absinkt. Das gesteuerte Ventil kann dann zu irgendeinem Zeitpunkt geschlossen werden, bevor von neuem Dampf zugeführt wird.
  • Wenn der Dampf demselben Zylinder entnommen wird, für den das Sicherheitsventil angeordnet ist, so wird er während der Zuführung des Dampfes zum Zylinder entnommen, und zwar vorzugsweise durch das Rückschlagventil oder die Rückschlagventile (Einlaßventile), die in der dem Zylinder zugewendeten Wand des Schutzraumes angeordnet sind und sich nach innen in den Schutzraum hinein öffnen können. Diese Ventile werden so eingestellt, daß sie sich unter dem Druck des in den Zylinder einströmenden Dampfes bei verhältnismäßig hohem Druck, also während der Einströmzeit, öffnen und sich schließen, sobald der Entspannungshub beginnt. Hierdurch wird eine bestimmte Dampfmenge bei dem erwähnten Druck in dem Schutzraum eingeschlossen. Anstatt die Einlaßventile so anzuordnen, daß sie mit dem Zylinder unmittelbar in Verbindung stehen, können sie auch in der Wand der Dampfzuführungsrohre oder -kanäle des Zylinders angeordnet sein und in Rohre münden, die in die erwähnten Schutzräume führen. Die Einlaßventile stehen Zweckmäßig unter geringer Belastung, so daß der Dampf mit einem verhältnismäßig geringen Druckabfall in die Schutzräume eintreten kann. Die Belastung kann durch das Gewicht des Ventils selbst, insbesondere für den Zylinderdeckel, oder auch durch eine schwache Feder bewirkt werden.
  • Der genannte Schutzraum zwischen dem Sicherheitsventil und dementsprechenden Zylinder kann verschieden bemessen werden. Der Raum kann als ein kurzes Rohr ausgeführt werden, kann aber auch aus dem hohlen Boden oder Deckel eines Zylinders oder aus einem Dampfmantel des Zylinders bestehen, in welchem Falle man den weiteren Vorteil hat, daß der verhältnismäßig große Raum dazu beiträgt, einen etwa auftretenden hohen Dampfdruck in dem Zylinder oder einen Wasserschlag auszugleichen, wodurch das Sicherheitsventil einem gleichmäßigeren Druck ausgesetzt wird und deshalb günstiger arbeitet. Weiter bewirkt der Dampf wegen seines verhältnismäßig hohen Druckes und entsprechend hoher Temperatur eine wirksame Heizung des Dampfes in dem Zylinder während des Entspannungshubes.
  • Das Sicherheitsventil kann auch in einem zwischen dem genannten Hohlraum und einer Stelle, in der der Dampf als Heizdampf verwendet wird, z. B. einem Speisewasservorwärmer, liegenden Rohr oder an der Verbrauchsstelle (im Speisewasservorwärmer) selbst angeordnet werden und kann in das besagte Rohr so eingefügt werden, daß es ein Einlaßventil für den Vorwärmer bildet.
  • Anstatt den Dampf unmittelbar in den Speisewasservorwärmer zu leiten, kann er auch zu einem Kondenswasserabscheider geführt werden, wobei das Kondenswasser selbsttätig öder von Zeit zu Zeit von Hand zum Speisewasservorwärmer geführt wird.
  • Das Kondenswasser aus dem Zylinderdeckel und -boden wird zweckmäßig zum Vorwärmer geleitet.
  • Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt in ihrer Anwendung für Mitteldruck- oder Niederdruckzylinder einer Mehrzylindermaschine, bei der der Schutzraum zwischen dem Sicherheitsventil und dem Zylinder aus dem hohlen Deckel und Boden des Zylinders besteht.
  • Fig. i ist ein senkrechter Schnitt durch einen Zylinder, bei dem der Dampf zu dem hohlen Deckel und Boden durch Rückschlagventile in der inneren Wand des Deckels und Bodens eingelassen wird.
  • Fig. ä ist ein senkrechter Schnitt durch den Deckel eines Zylinders, in welchen der Dampf in derselben Weise eingelassen wird.
  • Fig.3 ist ein senkrechter Schnitt durch das Deckelende einer Mehriylindermaschine, bei der der Dampf zu dem hohlen Deckel eines Mitteldruck- oder Niederdruckzylinders dem Hochdruckzylinderentnommen wird, und zwar .durch ein gesteuertes Ventil. In Fig. i bezeichnet i den Zylinder, der mit Dampfeinlaßstutzen 2 und 3 ve'rsehen ist. ¢ ist der hohle Deckel und 5 der hohle Boden. In der äußeren Wand des Deckels ist das Sicherheitsventil ? angeordnet, und der Hohlraum des Deckels steht mit dem Zylinder durch das in der inneren Wand des Deckels angeordnete Einlaßventil 6 in Verbindung, das sich während der Einlaßdauer unter dem Druck des Dampfes öffnet und dadurch Dampf in das Deckelinnere eintreten läßt. Das Ventil 6 schließt sich, sobald die Entspannung beginnt, und schließt hierbei im Deckel den Dampf von höherem Druck ein.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform bildet das Ventil 7 eine Führung für die Spindel des Einlaßventils 6. Das Sicherheitsventil ist durch eine Feder 8 belastet. Die Organe zum Einstellen der Feder sind nicht dargestellt..
  • In der unteren äußeren Wand des Bodens 5 ist ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Sicherheitsventil angeordnet, und in der oberen inneren Wand des Bodens 5 ist, ähnlich wie oben beschrieben, ein Einlaßventil9 für den Dampf -vorgesehen. Dieses Ventil ist durch eine schwache Feder i o belastet, die nur so stark zu sein braucht, daß sie das Gewicht des Ventils überwinden kann.
  • Bei der in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist am Deckel ein Rohr i i angeschlossen, das zum Speisewasservorwärmer oder zu einer anderen Stelle, an der der durch das Sicherheitsventil strömende Dampf als Heizdampf verwendet wird, führt. Das Sicherheitsventil ist in diesem Rohr i i oder im Speisewasservorwärmer selbst angeordnet. Eine entsprechende Anordnung kann für den Zylinderboden vorgesehen sein.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 sind i i der Hochdruckzylinder und 12 der Schieberkasten, der mit dem Mittel- oder Niederdruckzylinder i durch dien Dampfkanal 2 und mit dem Hochdruckzylinder durch den Dampfkanal 13 verbunden ist. i q, ist der Schieber. Bei dieser Ausführung wird der Dampf für den hohlen Deckel ¢ dem Hochdruckzylinder durch das Ventil 15 entnommen, welches gesteuert ist, so daß es sich ungefähr am Ende des Entspannungshubes in dem Hochdruckzylinder öffnet. In Reihe mit diesem Ventil ist das Rückschlagventil 16 angeordnet, das von beliebiger Bauart sein kann und von welchem der Dampf durch das Rohr 17 zum Deckel q. geleitet wird. Das Rückschlagventil 16 ist so belastet, daß es schließt sowie der Druck im Zylinder unter den Druck in dem hohlen Deckel q. sinkt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung des Sicherheitsventils bei Kolbendampfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Sicherheitsventil und dem zu sichernden Raum ein vom Dampf erfüllter oder durchströmter Schutzraum angeordnet ist, der mit dem gesicherten Raum durch ein Rückschlagventil oder deren mehrere in Verbindung steht, die sich unter dem Dampfdruck im gesicherten Raum selbsttätig in den Schutzraum hinein öffnen können.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i bei Mehrzylindermaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß dem Schutzraum Dampf zugeführt wird, der schon in einem vor dem gesicherten Raum (Zylinder) liegenden Zylinder entspannt worden ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Dampf für den Schutzraum in der Nähe oder beim Ende des Entspannungshubes in dem vorhergehenden Zylinder entnommen wird. q..
  4. Anordnung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampf dem genannten Raum durch gesteuerte Ventile zugeführt wird.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß ein Rückschlagventil in Reihe mit dem gesteuerten Ventil angeordnet ist.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherheitsventil in einem zwischen dem genannten Schutzraum und einer Stelle, in der der Dampf als Heizdampf verwertet wird, z. B. einem Speisewasservorwärmer, liegenden Rohr oder im Speisewasservorwärmer selbst angeordnet ist.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherheitsventil in diesem Rohr so angeordnet ist, daß es ein Einlaßventil für den Vorwärmer bildet.
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