-
Elektrische Sortiermaschine für Zählkarten Die Erfindung betrifft
eine elektrische Sortiermaschine, in der jedes Sortierfach unter der Überwachung
eines Sortiermagneten steht, der seinerseits durch die Abfühleinrichtung für die
Markierungspositionen eines Zeichenfeldes gesteuert wird. Die Überwachung jedes
Sortierfaches durch je einen eigenen Sortiermagnet kann bei Maschinen verschiedener
Gattung erfolgen. Bei der einen Maschinengattung (zu der auch das nachfolgend beschriebene
Ausführungsbeispiel der Erfindung gehört) werden in dem gleichenKartenspiel, in
dem die Karte abgefühlt wird, die unmittelbar hinter der Karte angeordneten Sortieriveichenenden
voneinander getrennt; die Karte muß also in die so gebildete Sortieröffnung hineinlaufen.
Bei einer anderen Gattung von Maschinen wird das Abfühlergebnis auf irgendeine Weise
gespeichert, und erst wenn die Karte an ihrem Fach angelangt ist, öffnet sich die
an dem Fach selbst vorgesehene Sortierweiche. Erfolgt die Einstellung des Speichers
elektromagnetisch, so wäre in diesem Fall der Steuermagnet für den Speicher als
der Sortiermagnet anzusprechen, der das Sortierfach überwacht. Wenn sich dann an
dem Fach selbst noch ein Weichenverstellmagnet befindet, so kann dieser nur als
Hilfsmittel für die Weicheneinstellung dienen, während die Sortierwirkung selbst
schon durch den den Speicher beeinflussenden Sortiermagnet bestimmt wurde. Auch
auf eine solche Maschine könnte also die Erfindung in sinngemäßer Weise angewandt
werden.
-
Das Wesentliche der Erfindung, gleichgültig bei welcher Art von Maschinen
sie angewandt wird, besteht nun darin, däß durch eine vorgegebene Anzahl von Markierungspositionen
eine größere Anzahl von Sortiermagneten in der Weise gesteuert
wird,
da.ß bestimmten Markierungspositionen zugeordnete Sortiermagnete durch die Ab:fühleinrichtung
unter Steuerung der Markierung jeweils einer dieser Positionen überwacht werden
und daß bei Erregung mehrerer Sortiermagnete durch eine Maskierungskombination diese
Magnete je nach der Kombination, in der sie erregt werden, einen anderen der restlichen.
Sortiermagnete erregen und gleichzeitig ihr eigener Sortiereinfluß unwirksam gemacht
wird.
-
Die .erfindungsgemäße Anordnung hat den Vorteil, daß für die Übersetzung
von Markierungskombinationen, z. B. von Lochkombinationen, ein besonderer elektrischer
Übersetzer mit Übersetzermagneten entbehrlich wird, weil nämlich die unter Steuerung
der Abfühleinrichtung stehenden -Sortiermagnete gleichzeitig selbst. als Übersetzermagnete
wirken und die von ihnen gesteuerten Übersetzerkontakte gleich in dem Stromkreis
der anderen, nicht unmittelbar gesteuerten Sortiermagnete angeordnet sind. Es. kann
also mit Hilfe einer kleineren Anzahl von Markierungspositionen eine größere Anzahl
von Sortiermagneten jeweils einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen gesteuert
werden.
-
Weitere bevorzugte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles der Erfindung, dessen Merkmale jedoch nicht
auf die besondere Maschine mit nur fünf Sortierfächern plus einem Leerfach beschränkt
sind. Zu diesen bevorzugten Merkmalen gehört unter anderem die Herstellung von Haltestromkreisen
durch die unmittelbar gesteuerten Sortiermagnete, welche Kontaktkombinationen in
den Stromkreisen der anderen Sortiermagnete überwachen. Außerdem ermöglicht die
Erfindung sogar die Anwendung der bekannten Sortierung von Karten in mehreren Sortiergängen,
wobei in jedem Sortiergang nur die Karten mit einem bestimmten Gruppenmerkmal ausgesondert
werden. DieseMöglichkeit ist von Bedeutung, wenn man nach Buchstaben mit einer beschränkten
Anzahl von Fächern sortieren will oder wenn man, wie es bei dem Ausführungsbeispiel
der Erfindung zutrifft,. die zehn Ziffern in zwei Sortiergängen mit jeweils fünf
Sortierfächern sortieren will, In den Zeichnungen stellt dar Fig. i eine Karte,
wie sie für die hier -beschriebene Sortiermaschine verwendet wird, Fig.2 eine perspektivische
Gesamtansicht der Maschine, Fig.3 die relative Anordnung der So@rtiermagnete, So@rtierweichen
und der Ab-fühleinrichtung, Fig.4 einen Schnitt quer durch die Maschine, aus dem
die Anordnung für die Steuerkontakte zur Sortiergangwahl ersichtlich ist, Fig. 5
das Schaltbild der Maschine in einer Ausführung, bei der die. Maschine nur zum Sortieren
nach Ziffern eingerichtet ist, Fig. 6 einen Lochschlüssel für Ziffern und Buchstaben,
Fig.7 das Schaltbild der Maschine in einer Ausführung, die sowohl die Sortierung
nach Ziffern als auch nach Buchstabenzeichen ermöglicht, Fig. 8 das Schaltbild für
eine io-Fächer-Maschine mit Lochkombinationssteuerung.
-
Die Maschine ist so ausgebildet, daß sie Zweideckkarten (Fig.. i)
sortiert. Jedes Deck hat 30 Spalten zu sechs Positionen. Die Lochungen erfolgen
nach dem Schlüssel, wie ihn Fig. 6 zeigt. Als Ausführungsbeispiel wurde eine Sortiermaschine
mit fünf Fächern. plus einem Leerfach gewählt, deren äußere Form aus Fig. 2 ersichtlich
ist.
-
Die unsortierten Karten werden in das Magazin i i (Fig. 2) sä, eingelegt,
daß die untere Kartenkante voranläuft, so daß also die noch zu beschreibenden Bürsten
b r bis b 6 bei der Abfühlung auf die gleichziffrigen Lochpositionen
I bis VI (Fig. 6) kommen. Mit. der Kurbel 12 wird die Abfühleinriehtung auf die
gewünschte Sortierspalte eingestellt. Der Hebel 13 dient zur Deckauswahl. Mit den
Hebeln 14, 15 und 16 kann eingestellt werden, welche Gruppe von Zahlen . bzw. Buchstaben
aussortiert werden soll. Bei einer Maschine, die nur Zahlen aussortieren kann, können
die beiden Hebel 14 und 15 wegfallen. Das Ablegen der Karten erfolgt in den Magazinen
17a bis 17f. Über ihnen befindet sich die Fachanzeige i8 a bis 18f. Sie kann mittels
der Hebel 14, 15 und 16 so. verstellt werden, daß sie jeweils die Zahlen bzw. Buchstaben
zeigt, die in das Fach einsortiert werden.
-
Die Lochungen werden durch die Bürsten b i bis b 6 (Fig. 3) abgefühlt.
Diese sind in dem Bürstensatz 1g befestigt, welcher durch die Gewinde@spindeln 21
auf die gewünschte Spalte eingestellt werden kann. Die Bürsten erhalten Strom von
der Kontaktplatte 22, welche über die Isolierplatte 23 und den Winkel 24 an den
Seitenwänden der Maschine befestigt ist. Der Kartentransport erfolgt durch die Rollen
25.
-
Der Strom wird von den Bürsten zu den Wählermagneten W i bis
W 5 weitergeleitet. Auf den Stromlauf wird später bei Beschreibung der Schaltung
zurückgekommen. Je nach der Lochung werden ein oder mehrere Wählermagnete W erregt
und ziehen ihre Anker 26 an, die die Stangen 27 nach oben schieben. Auf den Stangen
27 a bis 27 U liegen die Sortierweichen 28 a bis 28 e. Die Stangen
sind in dem I'-amm 29 geführt. Werden die Stangen 27 (Fig: 6) nach oben geschoben,
so. nehmen sie die ihnen zugeordnete Weiche 28 und die darüberliegenden mit. Die
darun.terliegenden Weichen bleiben in ihrer Ruhelage, so: daß zwischen diesen und
den abgehobenen Weichen ein Spalt entsteht, in den die Karte geschoben und zu dem
zugehörigen Fach weitergeleitet wird. Haben mehrere Wählermagnete angesprochen,
so wird für die Sortierung nur der unterste wirksam. Die darüberliegenden Magnete,
die ansprechen, heben wohl ihre Sortierweichen an, jedoch wird ihre Wirkung durch
den darunterliegenden Magnet .aufgehoben. Die Stäbe 27a bis 27e greifen seitlich
der Kartenführungsbahn an den in diesemTeil gestaffelt hintereinander endenden Weichen
an. Der seitlich in die Kartenbahn hineinreichende Teil der Weichen ist so. ausgespart,
daß
in diesem Teil alle Weichenenden übereinander an der gleichen Stelle enden.
-
Die Magnete W sind mit dem Joch 3 i an der Seitenwand der Maschine
befestigt. Der Anker 26 wird durch die Feder 32 gegen das Joch 3 i gehalten. Die
rechten Lappen der Anker 26 (Fig. 3) betätigen die Kontakte w i bis
w 5, welche Haltestromkreise über die Magnete W schließen, so daß diese erregt
bleiben, bis die Karte zwischen die Weichen geschoben wurde. Die beiden Kontakte
w2 und w3 bestehen aus je einem Umschalte- und einem Arbeitskontakt. Die Umschaltekontakte
sind hierbei als w21 bzw. w3 I, und die Arbeitskontakte mit w2II bzw. w311 bezeichnet.
Die beiden Umschaltekontakte dienen hierbei zur Herstellung des Haltestromkreises
und die beiden Arbeitskontakte- zur Aufschlüsselung der Lochkombinationen. Auf ihre
Funktion und Lage im Stromlauf wird bei Beschreibung der Schaltung näher eingegangen.
-
Die Anordnung und Betätigung der Kontakte für die Gruppeneinstellung
ist aus Fig. 4 ersichtlich. Der Hebel 14 betätigt den Kontakt t. Von dem Hebel 15
werden die Kontakte zI und zII und von dem Hebel 16 die Kontakte f I, f II
und f III betätigt. Auf ihre Funktion und Lage im Stromlauf wird ebenfalls
bei Beschreibung der Schaltung zurückgekommen. Die Hebel 14, 15 und 16 sind auf
Bolzen 33 gelagert, die in einer Querwand der Maschine befestigt sind. Durch die
Federn 30 können die Hebel jeweils. in einer von zwei Lagen gehalten werden, welche
durch die Anschläge 35 festgelegt sind. An die Hebel 14, 15 und 16 sind Zugstangen
36, 37 und 38 aalgelenkt, welche zur Fachanzeige führen und diese entsprechend den
verschiedenen Hebelstellungen einstellen. Schaltung Bei der Darstellung der Schaltung
für die Sortiermaschine wurde eine vereinfachte Form gewählt, wie sie allgemein
in der Fernmeldetechnik üblich ist. Die Relais und Magnete sind hierbei mit großen
Buchstaben gekennzeichnet und die von ihnen betätigten Kontakte mit den zugehörigen
kleinen Buchstaben. Kontakte, die von Hand betätigt werden, sind durch einen tastenförmigen
Haken am oberen Ende des beweglichen Kontaktorgans gekennzeichnet. Die- Stellung
der Kontakte ist in Ruhe der Maschine gezeichnet.
-
Als erstes soll hier die Zahlensortierung, und zwar für den ersten
Sortiergang, der nur die geraden Zahlen aussortiert, beschrieben werden. Der Stromlauf
für eine Maschine, die nur für Zahlensortieren gebaut ist, ist aus Fig. 5 ersichtlich.
Wird die Maschine eingeschaltet, so erhält der Motor M Strom von minus über die
Kontakte m, k
und den Verzögerungskontakt v. Die Maschine beginnt zu laufen
und transportiert Karten zur -Abfühleinrichtung. Hat die erste Karte die Abfühleinrichtung
erreicht, so betätigt sie über einen Kartenhebel bekannter Art den Kontakt k, welcher
den Stromkreis zur Abfühleinrichtung einschaltet und den Verzögerungskontakt v abschaltet.
Der Verzögerungskontakt v ist erforderlich, damit die letzte Karte, nachdem der
Kartenhebel in seine Ruhestellung zurückgekehrt ist, noch bis in das letzte Magazin
transportiert werden kann. Auf seine Funktion wird später noch einmal zurückgekommen.
-
In dem Moment, in dem sich das Oberdeck unter der Abfühleinrichtung
befindet, wird durch einen Nocken der Kontakt aI geschlossen, so da.ß nun Strom
von minus über die Kontakte m, h, u, aI, f 1I über die Abfühlbürsten,
die durch ein Loch getreten sind, zu den Wählermagneten W fließen kann. Ist nur
eine von den Bürsten b 2 bis b 5 durch ein Loch getreten, so spricht nur einer der
Wählermagnete W an und schaltet seinen Kontakt w um, wodurch ein Haltestromkreis
über den jeweiligen Magnet W hergestellt wird.
-
Für den jetzt beschriebenen Stromlauf soll angenommen werden, daß
die Bürste b 4 durch ein Loch getreten ist, der zugehörige Sortiermagnet W 5 angesprochen
und seinen Kontakt w 5 umgeschaltet hat, was nach dem Schlüssel der Zahl 8 (Fig.6)
entsprechen würde. Der Strom fließt über einen Haltestromkreis von. minus. über
die Kontakte m, k, aIII, h, w4, w5 durch den. Magnet WS nach plus. Der Sortiermagnet
W 5 bleibt somit auch erregt, wenn die Karte die Abfühleinrichtung schon passiert
hat, und zwar so lange, bis die Karte zwischen die Sortierweichen geschoben wurde.
Kurz bevor die nächste Karte unter die Abfühleinrichtung kommt, wird durch einen
Nocken der Kontakt a III geöffnet, welcher den Haltestromkreis unterbricht, wodurch
der Magnet W 5 abfällt und dieAbfühleinrichtung wieder für die nächste Karte bereit
ist.
-
Ist in der abgefühlten Spalte mehr als ein Loch vorhanden, was für
die Zahl 6 zutrifft, so. sprechen mehrere, und zwar nach dem Schlüssel die Magnete
W:2 und W 3 an und betätigen ihre Kontakte w21 und w31 wie auch die Kontakte
w2II und w311. Über die Kontakte w21 und w31 werden, wie schon beschrieben, die
Haltestromkreise für die Sortiermagnete hergestellt. Mittels de beiden Kontakte
w2II und w3 1I wird dagegen deT Stromkreis über den Wählermagnet W4 geschlossen.
Dieser spricht an und betätigt seinen Kontakt w4, welcher den Haltestromkreis zu
den Magneten W 2 und W 3 unterbricht und zu dem Magnet W4 herstellt,
so, daß die beiden Magnete W2 und W 3 abfallen und nur der Magnet
W 4 erregt bleibt. Dieses Spiel zwischen den Magneten ist beendet, wenn die
Karte die Sortierweichen erreicht. Durch zwei Sortiermagnete wurde somit der Stromkreis
zu einem dritten eingestellt, der mit seiner Weiche die Karte in das entsprechende
Fach einsortiert. Das Aberregen des Magneten W4 erfolgt, wie weiter oben schon beschrieben,
ebenfalls durch Unterbrechen seines Haltestromkreises mittels des Kontaktes aIII.
-
Befindet sich eine Karte mit einer ungeraden Zahl unter der Abfühleinrichtung,
welche erst im zweiten Sortiergang aussortiert werden soll, so tritt die Bürste
b i durch ein Loch, da bei allen ungeraden
Zahlen in der Position
I ein Lach vorgesehen ist. Das Relais H kann Strom über den Kontakt f I erhalten.
Dieses wird. erregt und schaltet seinen Kontakt h um, welcher den gesamten Haltestromkreis
zu den Sortiermagneten unterbricht, so da,ß alle Wählermagnete, welche bei der Abfühlung
angesprochen haben, gleich wieder abfallen, und zwar noch bevor die Karte die: Sortierweichen
erreicht hat. Die Karte wird somit in das Leerfach einsortiert. Durch den Kontakt
h wird gleichzeitig ein Haltestromkreis über das Relais H eingeschaltet, so daß
dieses so lange erregt bleibt, bis- der Haltestromkreis durch den KontaktaIII unterbrochen
wird, was kurz vor Abfühlen der nächsten Karte der Fall ist. Solange das Relais
H erregt bleibt, sind mittels des Kontaktes h die Sortiermagnete
W
gesperrt.
-
Sollen im zweiten Gang die ungeraden Zahlen aussortiert werden, so
wird der Hebel 16 nach oben gekippt (wie in Fig. q. gezeigt ist) und damit die Kontakte
f betätigt. Hierbei öffnet der Kontakt f I, und die beiden Kontakte f II
und f III schalten um. Der Strom kann nun nicht mehr direkt über den Kontakt
f II zur Kontaktplatte fließen, sondern wird über die Bürste b i zu dieser geleitet.
Es können somit nur Wählermagnete ansprechen, wenn sich in der ersten Position ein
Loch befindet, durch das die Bürste b i die Verbindung zur Kontaktplatte herstellen
kann, was nur bei den ungeraden Zahlen der Fall ist. Karten, die kein Loch in der
Position I besitzen, werden in das Leerfach einsortiert. Durch den Kontakt f I wird
der Stromkreis zu dem Sperrelais H unterbrochen, da in diesem Fall immer der Strom
über die Bürste b i fließt, eine Sperrung der Sa:rtierein:richtung durch das Relais
H aber nicht eintreten darf. Der Kontakt f III schaltet den Wählermagnet
W i von der Bürste b 5 ab und direkt an die Kontaktplatte an. Dies wurde
vorgesehen, da der Sortiermagnet W i nach dem Schlüssel im zweiten Sortiergang auf
ein Loch in einer anderen Position als im ersten Sortiergang ansprechen soll.
-
Wie aus dem Schlüssel in Fig. 6 ersichtlich ist, soll der Sortiermagnet
W i, welcher - das. erste Sortierfach steuert, im ersten Sortiergang auf ein Loch
in der Position V und im zweiten-Sortiergang auf ein Loch in der Position I ansprechen.
Dementsprechend erfolgt im ersten Sortiergang die Schaltung des Magneten
W i auf die Bürste b 5,
welche die Position V abfühlt, und im zweiten
Sortiergang direkt an die Kontaktplatte, weil letztere in diesem Fall nur Strom
erhält, wenn sieh in der Position I ein Loch befindet. Sind in der Karte außerdem
noch Löcher in anderen Positionen vorhanden, so hat das Ansprechen des Magneten
Wi, wie weiter oben schon beschrieben wurde, keinen Einfluß auf das, Sortieren,
da der Magnet W i nur die oberste Weiche anhebt. -Soll ein anderes Deck ausgewählt
werden, so wird der Kontakt u von dem Kontakt a I auf den Kontakt
aII umgeschaltet. Der letztere schließt, wenn sich das zweite Deck unter der Ab.fühleinrichtung
befindet. Hat die letzte Karte die Abfühleinriehtung passiert, so muß sie noch bis
in das letzte Magazin transportiert werden können, obwohl der Kartenhebel schon
wieder in seine Ausgangsstellung zurückgegangen ist. Dieses wird durch einen Verzögerungskontakt
v erreicht, der praktisch als Thermokontakt ausgebildet ist. Geht der Kartenhebel
und damit der Kartenhebelkontakt k in seine Ruhelage zurück, so wird der Abfühlstromkreis
abgeschaltet. Die Maschine bleibt aber. noch nicht stehen, da der Motor Strom von
dem Kartenhebelkontakt k über den Verzögerungskontakt v erhält. Dieser öffnet
nach einer bestimmtem Zeit und unterbricht damit den Stromkreis durch den Motor,
so daß die Maschine stehentleibt. Die Öffnungszeit des Verzögerungskontaktes ist
hierbei so eingestellt, daß die letzte Karte noch das letzte Magazin erreichen kann.
Um die Maschine -wieder in Gang zu setzen, muß der Hauptschalter kurze Zeit geöffnet
werden, wodurch der Strom durch den Thermokontakt unterbrochen wird und dieser wieder
in seine Ruhelage zurückgeht.
-
Hat sich eines der Sortierfächer gefüllt, so, wird in bekannter Weise
der Kontakt m geöffnet und dadurch der gesamte Stromkreis durch die Maschine unterbrochen
und die letztere stillgesetzt. Soll die Maschine auch für Buchstabensortieren verwendet
werden, so müssen in die Maschine noch zwei Relais X und Y für die
Gruppenauswahl eingebaut werden. Die Buchstabengruppen sind gegenüber dem Zahlenschlüssel
durch die Löcher in den Positionen V und VI bestimmt. Das Schaltbild für das Buchstabensortieren
ist in Fig. 7 gezeigt. Der Aufbau der Schaltung ist ähnlich demjenigen für das Zahlensortieren
nach Fig. 5. Es wird daher im weiteren nur noch das beschrieben, was gegenüber dem
Zahlensoirtieren zusätzlich benötigt wird.
-
Das Ansprechen der Wählermagnete erfolgt in der gleichen Weise, wie
weiter oben bei Fig. 5 beschrieben wurde. Die Steuerung, welche Gruppe aussortiert-
werden soll, erfolgt über die Haltestromkreise für die Wählermagnete in Verbindung
mit den beiden Hilfsrelais X und Y sowie den Tastenkontakten
z und t. Die beiden Hilfsrelais X
und Y sind auf die
Bürsten b 5 und b 6 geschaltet, welche die V. und VI. Position abfühlen.
-
Befinden sich die Kontakte t, x II, y II und
z II in der Ruhelage, so. ist auf Zahlensortierung eingesteilt. Wird t von
Hand nach unten geschaltet, so bleibt der Haltestromkreis nur erhalten, wenn auch
der Kontakt y II umschaltet, was bedeutet, daß die Bürste b 6 ein Loch vorgefunden
hat und das Relais Y erregt wurde. Das gleiche gilt, wenn der Kontakt zII umgeschaltet
wird, für den Kontakt x II bzw. die Bürste b 5. Außer dem Schalter
zII ist noch der Umschaltekontakt zI erforderlich, der die Bürste b 5 bei Buchstabensortierung
auf -das Hilfsrelais X schaltet. Es fließt dann. der Strom von der Bürste
b 5 über die Kontakte z I
und x I durch das Relais X nach plus. Wird
über die Bürste b 5 Kontakt. hergestellt, so fließt Strom zu dem Relais X, welches
anspricht und seine beiden Kontakte x I und x II umschaltet.
x I stellt
hierbei einen Haltestromkreis her, und zwar von
minus über die Kontakte m, k, a III, x I durch das Relais X nach plus. Der
Kontakt xII schaltet den Stromlauf für den Haltestromkreis der Wählermagnete für
die Gruppenauswahl entsprechend um. Befindet sich der Kontakt zII in der oberen
Stellung, so unterbricht der Kontakt xII den Haltestromkreis zu den Wählermagneten,
so, daß diese kurz nach ihrem Ansprechen wieder abfallen, und zwar noch bevor die
Karte die Sortierweichen erreicht hat. Befindet sich dagegen der Kontakt z II in
der unteren Stellung, so schließt der Kontakt xII den Haltestromkreis zu den Wählermagneten,
wodurch diese, nachdem sie angesprochen haben, erregt bleiben und die Karte aussortiert
wird.
-
In ähnlicher Weise arbeitet das Relais Y, welches von der Bürste b
6 gesteuert wird und dessen Kontakt y 1I mit dem Kontakt t zusammenarbeitet.
In Verbindung mit den Kontakten f I bis f III, welche früher schon
beim Zahlensortieren beschrieben wurden und die das Trennen von geraden und ungeraden
Zahlen steuern, lassen sich somit mit den drei Schaltern acht verschiedene Stellungen
bzw. Gruppen einstellen, die aus Fig. 6 ersichtlich sind.
-
An Hand von Fig. 6 soll noch kurz eine Schaltung für eine io-Fächer-Maschine
beschrieben werden, die die- Ziffern nach dem Schlüssel in Fig. 6 aussortieren kann,
aber ebensogut für jeden anderen Schlüssel eingerichtet werden könnte. Die Schaltung
ist in ihrem grundsätzlichen Aufbau ähnlich der in Fig.5 für die 5-Fächer-Maschine
beschriebenen. Es werden daher alle schon weiter oben beschriebenen Funktionen nicht
mehr erläutert, sondern nur diejenigen, die gegenüber Fig. 5 unterschiedlich sind.
-
Entsprechend den zehn Sortierfächern sind zehn Wählermagnete W vorgesehen,
deren Index die Zahl angibt, die in das dem Wählermagnet zugehörige Fach sortiert
wird. Die Zahlen o, i, 2, 4 und 8 werden nach dem Schlüssel in Fig.6 nur durch ein
Loch dargestellt. Ihre Wählermagnete werden daher direkt mit den Abfühlbürsten b
i bis b 5 entsprechend dem Schlüssel verbunden. Jedem der Wählermagnete
W i, W 2, W 4, W 8 und W o ist ein Umschaltekontakt
w i I, w2 I, w41,
w81 und woI zugeordnet, der nach dem Erregen über
die Abfühlbürsten seinen zugehörigen Wählermagnet auf einen Haltestromkreis umschaltet.
Die Wählermagnete W 3, W 5, W 6, W 7 und W 9, die sich nach dem Schlüssel
aus Lochkombinationen zusammensetzen, sind hingegen nicht auf die Abfühlbürsten
geschaltet, sondern werden über Kontakte erregt, die von den Wählermagneten WI,
W2, W 4 und W 8 gesteuert werden. Je nach der Kombination, in der
die Wählermagnete W i, W2, W 4 und- W 8 erregt werden, werden Stromkreise
zu den Wählermagneten W3, W5, W6, W 7 und W 9 hergestellt.
-
Werden z. B. die Wählermagnete W i und W 8
erregt, so
stellt sich über den Kontakt w i II, der von dem Wählermagnet W i gesteuert wird,
und den Kontakt w 8 II, der von dem Wählermagnet W 8 gesteuert wird, ein Stromkreis
zu dem Wählermagnet W 9 her. Der Wählermagnet W 9 wird erregt und
schaltet seinen Kontakt w 9 um, der für den Wählermagnet einen Haltestromkreis herstellt
und den Haltestromkreis zu allen tieferliegenden Wählermagneten unterbricht, so
daß nur der Wählermagnet W 9 erregt bleibt.
-
Wird z. B. die Zahl 7 abgefühlt, so sprechen die Wählermagnete
W i, W:2 und W 4 an, die über ihre Kontakte w i II, w2II und w4IV
einen Stromkreis zu dem Wähl6rmagnet W 7 herstellen. Gleichzeitig damit entsteht
aber auch ein Stromkreis zu dem Wählermagnet W 3 und über den Kontakt w411 ein Stromkreis
zudem Wählermagnet W 5. Außerdem Wählermagnet W7 sprechen somit auch die Wählermagnete
W 3 und W 5 an. Die letzteren beiden Wählermagnete fallen aber sofort
mit dem Wählermagnet W i, W 2 und W 4 wieder ab, da ihr Haltestromkreis
durch den Kontakt w7 unterbrochen wurde, der von dem Wählermagnet W 7 umgeschaltet
worden ist. Der Stromlauf zu dem Wählermagnet W 6 baut sich in ähnlicher Weise über
die Kontakte w2III und w4III auf. Die KontakteaI, aII, aIII, u, k, m und
v haben dieselbe Funktion wie in der Schaltung Fig. 5, so daß auf sie nicht
mehr näher eingegangen zu werden braucht.
-
Ähnlich, wie es oben beispielsweise für die Magnete W7 und W9 erläutert
worden ist, werden die übrigen Magnete W 3, W 5 und W 6 durch die
ihnen zugeordneten Lochkombinationen zur Sortierung ausgewählt.