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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Verbindungsleitungen
mit mehreren Abzweigstellen und über die Leitungen zu ladenden Batterien Sind über
eine dem Fernsprechverkehr dienende Verbindungsleitung mit mehreren Abzweigstellen,
die sich gegenseitig bzw. Endstellen oder Ämter durch Betätigen ihrer Induktoren
anrufen und sprechen können, und umgekehrt, Batterien an den Abzweigstellen oder
an besonderen Schaltstellen zu laden und werden diese Batterien. zur Ladung in eine
der Sprechadern eingeschaltet, so ist es, notwendig, .die Ladcestromquelle an dem.
einem Ende der in Brücke zu :den Sprechadern zu legen und am anderen Ende die Leitungsadern
über eiche Abschlußbrücke miteinander zu verbinden, derart, daß der Anruf und der
Sprechverkehr nicht behindert werden. Eine Abschaltung des Ladestromes durch den
Rufstrom während jedes über die Verbin@düngsleitung geführten Gesprächs ist nicht
möglich, da ein Teilnehmer mittels, seines Induktors häufig nur einen Anruf, aber
keinen Schlußruf gibt. Selbst dann, wenn die Abgabe eines Schlußrufes Vorschrift
ist, kann die Abschaltung des Ladestromes nicht durchgeführt werden, da anrufende
Teilnehmer häufig, wenn sich der gewünschte Teilnehmer nicht innerhalb einer bestimmtem
Zeit meldet, den Anruf wiederholen. Eine zweite Induktorbetätigung würde sich dann
wie ein Schlußruf auswirken und die Wiedereinschaltung des Ladestromes veranlassen.
Hinzu kommt, daß bei Coderufzeichen der anrufende Teilnehmer seinen Induktor; je
nachdem, welche Abzweigstelle geirufen werden :soll, verschieden oft betätigt. Bei
starkem Sprechverkehr, wie er -beispielsweise bei Streckenfernsprechern der Eisenbahre
vorkommt, ist es ferner nicht zulässig,daß,d'erLadestrom häufig Lind manchmal für
längere Zeit unterbrochen wird;
weil dann nicht die Gewähr- gegeben
isst, daß die Batterien immer die Spannung besitzen, die zur Ausführung der Schaltvorgänge
erforderlich ist. Sollen z. B. :die Batterien Warnlampen, an.. Wegkreuzungen der
Eisenbahn speisen, so muß die Spannung :der Batterien immer derart sein, daß sichtstarke
Signale gegeben wer-den können, Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Batterien
über die Verbindsungstleitunig jederzeit zu laden., gleichgültig, ob über diese
eine Sprechverbindung besteht oder von einer Abzweigstelle ein Anruf durch Betätigen
des Induktors gegeben wird. Der Ladestrom .darf hierbei weder den -Sprechverkehr
noch dä:s, Arbeiten der Anrufempfangseinrichtung an den Abzweiglstellen beeinträchtigen.
Die Wecker an den in Brücke zur Verhindungsleitung liegenden, Abzweigstellen müssen
lautstarke Signale gebe,,.
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Die Erfindung ermöglicht die Ladung von in eine Ader einer Verbindungsleitung
mit mehreren Abzweigs.tellen einzuschaltenden Batterien dadurch, daß hinter der
im Zuge der Ve@bindungs:leitungletzten. Einschaltstelle für zu ladende Batterien
eine vorn, Ladestrom durchflossene Brocke zwischen den Sprechadern angeordnet ist
und eine Hilfsstromquelle die Gleichstromvormagnetisierung der in dieser Brücke
liegenden: Drosselspule verhindert.
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Die Gleichstromvormagnetisierung der Drossele spule in der Abschlußbrückekann
durch magnetische oder elektrische Kompensation verhindert werden.
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Eine magnetische Kompensation der Gleichstromvormagnetisierun!g wird
erreicht, indem der der Hilfsstromquielle entnommene Strom über eine Gegenwieldung
zu: der in, der Abschluß'brücke liegenden Wicklung der Drosselspule fließt.
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Die elektriische Kompensation 'kann dadurch erzielt werden, .daß die
Hilfsstromquellle in: Reihe mit einer gleichstromvormagnetisierten, den Wechselstrom
(Sprechstrom, Rufstrom) sperrender, Hilfsd'rosse1,spule parallel zur Abschluß,droisselspule
geschaltet ist und letztere damit in einer stromllosen Brücke zwischen die den Ladestrom
führenden Adern liegt.
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Bei Unterteilung einer Verbindungsleitung in mehrere Gleichstromabschnitte
ist ;gemäß weiterer Ausbilidung der Erfindung an den zwei Abschnitte- miteinander
verbindenden Koppelstellen eine Drosselspule angeordnet, .deren Gleichstromvormagnetisierung
verhindert wird durch die über die Adern der beiden Abschnitte fließenden Ladeströme.
Die Unterteilunig der Verbindungsleitung kann aus betriebilichen Gründen notwendig,
werden und bringt :dann zusätzlich eine höhere Betriebsrs:icherheit bei der Ladung
der Batterien mit sich.
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In den Zeichnungen, sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung
dargestellt. Veranschaulicht sind nur- die für das Verständnis der Erfindung unbedingt
erforderlichen Schalltmittel und Stromkreise. 'Nicht gezeigt ist z. B. die Schaltung
der dem Sprechverkehr dienenden Abzweigstellen. Es können OB-Fernisprechapparate
oder als Sender und Empfänger dienende magnetische Lautsprecher benutzt. werden.
Ebenso isind an den Schaltstellen für die Einschaltung von zu ladenden Batterien
alle erforderlichen, den Batterien. vorzuschaltenden Hilfseinrichtungen weggelassen
worden und auch die von diesen Batterien. zu speisenden Schaltmittel, z. B. Warnlampen
oder andere Signal und Steuergeräte.
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Die Schaltstellern zur Einschaltung der Batterien können mit den Abzweigstellen
vereinigt oder von diesen getrennt sein. Es zeigt Fig. i die grundsätzliche Schailtung
einer Verbind'ungsleitung mit Vershinderung der Gleichstromvormagnetisierung einer
Drosselspule in der Abschlußbrücke durch magnetische Kompensation, Big. 2 die .grundsätzliche
Schaltung einer Verbindungsleitung mit Verhinderung der Gleichstromvormagnetisierung
einer Drosselspule in der AbschlluBibrücke -durch elektrische Kompensation; 'Fis.
3 zeigt eine in mehrereAbschnitte unterteilte Verbindungsleitung mit Koppelstellen
zwischen den einzelnen Abschnitten; an jeder Koppelstelle ist eine für beide Abschnitte
gemeinsame Drosselspule angeordnet, deren Gleichstromvormagnetisierung durch magnetische
Kompensation verhindert ist; Fig. 4 zeugt eine in mehrere Abschnitte unterteilte
Verbindungsleitung mit Koppelstellen zwischen den einzelnen Abschnitten; an jeder
Koppelstelle ist eine für beide Abschnitte gemeinsame Drosselspule artgeordnet,
deren Gleichstromvormagnetisierung dadurch verhindert ist, daß durch Reihenschaltung
der von eigenen Stromqueblen :gespeisten Ladestromkreise der gekoppelten Abschnitte
die Drosselspule in einer stromlosen Brücke zwischen den den Ladestrom führenden
Adern liegt.
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Die Fig. i und 2 veranschaulichen den grundsätzlichen Erfindungsgedaniken,
durch Anwendung einer Hilfsstromquelle die Gleichstromvormagnetisierung einer Drosselspule
zu verhindern., welche in der Abschlußbrücke angeordnet ist, die am Ende der Verbindungsleitung
oder hinter der im Zuge .der Verbindungsleitung letzten Einschaltstelle für zu ladende
Batterien liegt. Über diese Abschlußbrücke fließt der Ladestrom für die bei Bedarf
in die eine oder die andere Sprechader einzuschaltenden Batterien.
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Die Zahl der an eurer Verbindungsleitung liegen-,den Abzweigstellen
wird durch die der Erfindung zugrunde liegende Sehaltu@ngisanordnung ebenso wie
auch. die Zahl der zur Ladung in die Leitungsadern eingeschalteten, Batterien nicht
begrenzt. Es ist ferner gleichgültig - wie aus der späteren Beschreibung der Fig.
3 und 4 hervorgeht - ob die Batteriere sämtlich in einer Ader oder teils in die
eine, teils in die andere Ader eingeschaltet werden. Zweckmäßig wird es jedoch sein,
in beide Adern gleich viele Batterien zu legen, um die Symmetrie der Fernsprechleitung
zu wahren. Es sei angenommen, daß die Ladestromquelle E i i an einem Ende der Verbindungsleitung
und, die Hilfsstro:mquelle E i2 in der Abyschlußbrücke Br i i eingeschaltet sind.
Es fließt folgender Ladestrom: i. -f- Eii, D'rii, Bii, Dri2I, Bi--, -Eii. Die Drosselspule
Drii ist derart ausgebildet, da,ß sie trotz Gleichstromvormagnetisierung weder
den
Sprechverkehr über die Verbindungsleitung noch den gegenseitigen Anruf durch Wechselstrom
behindert. Eine gleiche Dros,sdl!spule könnte auch in der Abschlußibrücke Br i i
angewendet werden. Diese Drosselspulen sind aber, wenn sie trotz der Gleichstromvor.magnetisierung
sowohl das Fließen eines Induktorwechselstromes als auch des Sprechstromes über
die Verbindungsleitung nicht beeinträchtigen sollen, in besonderer Weise auszubilden.
Bei Anwendung der Vershinderung der Gleich,stromvormagnetisierung einer Drosselspule
in der Abschlußbrüdke- einer Verbindungsleitung können kleine Drosselspulen ohne
Luftspalt verwendet werden. Das ergibt, wie die Fig. 3 und 4 zeigen, eine beträchtliche
Ersparnis. Die Drossel'spuleDr 12 ist im Verhältnis zu der mit Vormagnetisierung
betriebenen Drosselspule klein und kann mit nur geringem Aufwand an Kosten und Material
hergestellt werden, würde allerdings durch den Ladestrom im Stromkreis i sowohl
den Sprechstrom als auch den Rufstrom beträchtlich dämpfen. Durch eine magnetische
Kompensation wird eine wirksame Gleichstromvormagnetisierung vermieden, indem eine
Gegenwicklung II dieser Drosselspule Dr 12 in einem von einer Hil-fsstromquelle
E 12 gespeisten Stromkreis liegt: 2. +E12,Dr12II,Rii,Dr13,-E12.
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Die Wirkung des Stromes über Dr 121I hebt die Wirkung d'es Stromes
über Dr 12I auf. Eine Beeinträchtigung des von irgendeiner der Abzweigstellen TN
i i, TN 12 usw. zum Anruf einer anderen Abzweigstelle ausgesandten Rufstromes,
wie auch des Sprechstromes, findet nicht statt. Eine dauernde oder auch nur vorübergehende
Abschaltung des Ladestromes, um den gegenseitigen Anruf zu sichern, ist nicht erforderlich.
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Bei Fig. 2 wird die Entstehung einer Gleichstromvormagnetisierung
dadurch unmöglich gemacht, daß die Abschlußdrosselspule Dr22 in einer stromlasen
Brücke Brei liegt. Nach Einschaltung der Ladestromquellen E 21 und E.2.2
entsteht folgender Stromkreis 3. + E2i, Dr2I, B2,1, R2i, DY23, -E22,
+
E22, Btx, -E21.
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Infolge der Einschaltung der Hilfsstromquelle E22 in Brücke zwischen
die Adern a2 und b2 fließt über die ebenfalls in Brücke zu den Adern liegende
Drosselspule Dr22 kein Strom.
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Die Fig. 3 zeigt die Anwendung der in Fig. i im Prinzip ,gezeigten
Verhinderung der Gleichstromvormagnetisierung einer Drosselspule durch magnetische
Kompensation bei einer in mehrere Abschnitte unterteilten Verbindungsleitung. Dargestellt
ist eine Unterteilung in zwei Abschnitte A 31 und A 32. Der Abschnitt A 31 wird
links durch die Endstelle ESt 3 i gleichstrommäßig abgeschlossen, während sich rechts
weitere nicht eingezeichnete Ladeabschnitte anschließen. Die Endstellen, z. B. ESt31,
weichen in ihrer Schaltung nicht von den der Koppelstellen KSt 31, KSt 32 usw. ab.
Prinzipiell könnte man auch hier eine Drosselspule entsprechend Dr i i (Fig. i)
bzw. Drei (Fig. 2) einsetzen. Doch da diese Spulen mit erträglichem Aufwand nicht
so niederohmig ausgeführt werden können, daß sie dem Gleichstrom einen den Hetriebsverhältrnissen
entsprechend geringen. Widerstand entgegensetzen bei ausreichendem Wechselstromwiderstand,
wird auch in den Endstellen, z. B. ESt3r-, von der Kompensationsschaltung Gebrauch
gemacht.
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Je zwei Abschnitte sind über eine Koppelstelle miteinander verbunden,
wie beispielsweise die Abschnitte A 31 und A32 durch die Koppelstelle KSt 31. Jeder
Abschnitt verfügt über eine Lade-und Hilfsstromquelle. Für den Abschnitt A 31 befindet
sich die Ladestromquelle E 32 in der Endstelle ESt 31 und die Hilfsstromquelle E
33 in der Koppelstelle KSt 31. Die Ladestromquelle E 34 des Abschnittes A 32 befindet
sich in der Koppelstelle KSt 31 und die Hilfsstromquelle E 35 in der Koppelstelle
KSt 32. Den Ladestromquellen selbst sind selbstregelnde Widerstände
W 33,W 34 usw. vorgeschaltet. Nach Einschaltung der Ladestromquellen
fließt Gleichstrom über alle Abschnitte, gleichgültig, ob Batterien zur Ladung eingeschaltet
sind oder nicht: Wie aus der Schaltungsanordnung der Schaltstelle Sch33 ersichtlich
ist, liegt in der b-Ader bei nicht eingeschalteter Batterie B 31 der widerstand
R 31 zwischen den Kontakten; i und 2 parallel zu dem Kondensator C 33, der den Widerstand
R 31 wechselstrommäßig überbrückt. Das gleiche ist bei allen ,anderen Schaltstellen
der Fall. Wenn die Batterie B31 zu laden ist, wird der Schalter S35 umgelegt, die
Kontakte i und 2 werden geöffnet und 3 und 4 geschlossen. Es bestehen folgende Gleichstromkreise
4. In der Endstelle ESt 31: + E 31, W 31, K 31I, Dr 31I; 5, 6, Dy
32, -E31-
5. Im Abschnitt A 31: + E32, Sch
32, -E33,
+ E33, W33, K 32I, Dr 33I, 7, Sch 31, 8,
Dr 31 1I, K3111, W32, -E32.
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6. Im Abschnitt A 32: + E 34, 3, B 31 , 4, Sch
35 , E35, W35, K331 Dr351, 9, Sch34, io, Dy33I1, K 32 II, W34, -E34.
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Die Wicklungen I und II von Dr 31, Dr 33 und Dr 35 sind derart
in die Gleichstromkreise eingeschaltet, daß sich die Wicklungen der über sie fließenden
Gleichströme einander aufheben; sie sind also nicht gleichstromvormagnetisiert.
Infolgedessen verhindern Drosselspulen ohne Luftspalt mit verhältnismäßig kleinen
geometrischen Abmessungen das Fließen von Sprech- und Rufstrom über die Brücken,
in denen sie eingeschaltet sind. Die Abzweigstelle TN31 kann beispielsweise die
Abzweigstelle TN 33 durch Betätigen ihres Induktors anrufen. Der Induktorstrom fließt
über den Kondensator C32 an der Koppelstelle KSt31. Die Wecker an den Abzweigstellen
jedes Abschnittes geben ein lautstarkes Signal, und auch der Sprechverkehr wird
durch, die Ladebrücken in den Koppelstellen und in den Endstellen nicht beeinträchtigt.
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In jeder End- und Koppelstelle ist ein Überwachungsrelais vorgesehen,
so an der Endstelle ESt 31 das Relais K31 und an den Koppelstellen KSt 31 und KSt
32 die Relais K 32 und K 33. In ESt31 liegt eine Relaiswicklung im Stromkreis
4 und die zweite im Stromkreis 5. Im letzteren liegt
auch die Wicklung
1 des Relais K 32 in der Koppelstelle KSt31, während im Stromkreis 6 die Wicklung
II des letztgenannten -Relais eingeschaltet ist. Die Relais Kar, K32 und K33 sind
Differenzrelais. Bei gleichzeitigem Stromfluß über ihre beiden Wicklungen heben
sich die Wirkungen dieser Ströme auf, und der Anker verbleibt in Ruhe.
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Angenommen sei; daß :der Abschnitt A 32 der Verbindungsleitung gestört
.ist dadurch, daß eine der Adern unterbrochen wird oder ein Kurzschluß zwischen
der a- und der b-Ader eintritt. Im erstgenannten Fall ist der Stromkreis unterbrochen.
Über K3211 und K331 fließt kein Strom. Beide Relais sprechen ,an und schalten ,in
ihren Koppelstellen ein Signal ein.
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Bei einem Kurzschluß der beiden Adern in diesem Abschnitt wird über
die Wicklung I des Kontrollrelais K33 ,in .der Koppelstelle KSt32 ein stärkerer
Strom fließen als über die Wicklung II desselben Relais; K33 spricht an und gibt
Alarm. Entsprechend fließt über die Wicklung II des Differenzrelais K32 in der Koppelstelle
KSt31 ein stärkerer Strom als über die Wicklung I, es spricht ebenfalls an und gibt
Alarm. In beiden Koppelstellen werden nun durch Umlegen von Schaltern die in dem
Ladestromkreis liegenden Stromquellen abgeschaltet, so daß kein Gleichstrom mehr
über den Abschnitt A 32 fließt. Bei Unterbrechung einer oder beider Adern können
die an jeder Seite der Unterbrechungsstelle liegenden Abzweigstellen sich noch gegenseitig
und auch die in den benachbarten Abschnitten liegenden Abzweig stellen anrufen und
auch in Sprechverkehr treten. In der Koppelstelle KSt 31 wird nach der Alarmgabe
der Schalter S34 umgelegt, die Kontakte fo und ii geöffnet und der Kontakt 12 geschlossen.
Die Ladestromquelle E 34 ist :damit von der a-Ader abgeschaltet, und die Drosselspule
Dr 34
liegt somit in folgendem Stromkreis: 7. -I- E34, Dr
34, 13, 12, Dr 3 3 1I, K 32 II, W34, -E34.
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Damit fällt Relais K32 .ab, da über seine Wicklung II jetzt wieder
der gleiche Strom fließt wie über die Wicklung I, denn der Gleichstromwiderstand
der Drosselspule Dr 34 entspricht angenähert dem des abgeschalteten Leitungsabschnittes.
Ebenso wird auch die während der beim Auftreten der Störung durch verschieden starken
Stromfluß über die Wicklungen I und II der Drosselspule Dr33 eingetretene Gleichstromvormagnetisierung
wieder beseitigt. Bis zum Betätigen des Schalters S34 ist sowohl der Anruf als auch
der Sprechverkehr durch die Vormagnetisierung von Dr 33 beeinträchtigt.
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Das gleiche erfolgt an der Koppelstelle K St 32.
Der- Schalter
S36 wird umgelegt, die Kontakte 9 und 14 werden geöffnet und Kontakt 15 geschlossen.
Die Wicklung I der Drosselspule Dr35 und die Wicklung I des Differenzrelais K33
liegen in einem Stromkreis B. -I- E3.5,- W35, K33 I, Dr351, 15, 16, Dr36,
-E35.
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K33 fällt ab, und die bei Eintritt der Störung aufgetretene Gleichs.tromvormagnetisierung
der Drosselspule Dr35 wird wieder .aufgehoben. Wenn an einer Koppelstelle die in
den betreffenden Ladestromkreisen jedes der verbundenen Ab-
schnitte -liegenden
Stromquellen auszuschalten sind, werden z. B. an der Koppelstelle KSt 31 die Schalter
S33 und S34 betätigt. Die Kontakte 7, io, ff und 13 öffnen, 12 und 17 schließen.
Über keine der beiden Wicklungen der Drosselspule Dr33 und des Überwachungsrelais
K32 fließt Strom. An der Koppelstelle KSt32 spricht in diesem Fall, da über die
Wicklung I von Dr35 und K33 kein Strom mehr fließt, K33 :an und gibt-Alarm. Durch
Umlegen des Schalters S36 wird die Stromquelle E35 vom Abschnitt A 32 abgeschaltet
und auf den über die Drosselspule Dr36 verlaufenden Stromkreis 8 geschaltet. Die
bei der Unterbrechung des Stromkreises 6 eingetretene Glei.chstromvormagnetisierung
:der Drosselspule D7 35 wird durch :den .noch bestehenden Ladestromkreis, den die
Stromquelle E36 in dem an a 3 und b 3 angeschlossenen nicht dargestellten
Ladestromkreis A 33 speist, beseitigt, und Relais K 33 fällt ab, da seine beiden
Wicklungen wieder von gleich starkem Strom durchflossen werden.
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Fi:g.4 zeigt bei einer in mehrere Abschnitte unterteilten Verbindungsleitung,
wovon zwei Abschnitte dargestellt sind, die Verhinderung einer Gleichstromvormagne.tisierung
der in Brücke zur Verbindungsleitung liegenden Drosselspulen durch elektrische Kompensation.
In den Koppelstellen sind die Ladestromkreise aller Abschnitte in Reihe geschaltet:
9. -f- E41, W41, 21, 22, Dr42, Sch 42, 23, 24,
B41, 2:5, 26, b4, weiter
durch die sich daran anschließenden Abschnitte A43 usw., a4,27,
W46 - E46, + E46,:28, - E45, -I- E45, W45,:29, Sch 45, Sch 44,
30, W44, -E44, + E44, 3i, -E43, -I- E43, W43, 32, Sch41, 33, W42, -E42, -+
E42, 34, -E41-In Brücke zwischen den Punkten 34-35 31-23 und 28-26, also" zwischen
der an jeder End- bzw. Koppelstelle den Ladestrom führenden Sprechader und der zweiten
den Ladestrom führenden Ader, liegen eine Drosselspule und ein Kontrollrelais, derart,
daß in der Endstelle ESt4i die Drosselspule Dr41 und das Relais K4I, in 'der
Koppelstelle KSt4i, Dr43 und K42 und in KSt42, Dr45 und I43 in Reihe geschaltet
sind. Die Brücken, in denen diese Schaltmittel liegen, sind bei normalem Betrieb
stromlös. Die Drosselspulen sind nicht gleichstromvormagnetisiert, beeinträchtigen
daher nicht den gegenseitigen Anruf der Abzweigstellen und den Sprechverkehr. Die
Relais K41, K42 und K43 sind nicht erregt. Es sei jetzt der Fall betrachtet, daß
in demAbschnitt A43, der an ä4 und b4 angeschlossen ist, eine Störung .auftritt.
Die b-Ader sei beispielsweise gebrochen, und damit wird der Stromkreis 9 geöffnet.
Es: fließt Strom über die Brücke zwischen den Punkten 26 und 28 in der Koppelstelle
KSt42, der zur Folge hat, daß das Relais K43 anspricht und Alarm gibt. Ebenfalls
wird die Drosselspule Dr45 vormagnetisiert, wodurch der Sprechverkehr beeinträchtigt
wird. Das Überwachungspersonal prüft, welcher 'an KSt42anschließende Abschnitt
gestört
ist. Es legt, da die Störung in A43 liegt, den Schalter S47 um, 27
und 36 werden geöffnet, 37 geschlossen. Am Punkt 26 ist jetzt ein den Abschnitt
A43 ersetzender Gleichstromweg angeschaltet: io. -f- E46, 28, Dr45, K43,
26, Dr46, 38, 37, W46, - E46.
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Da dieser Stromweg dem Gleichstrom etwa den gleichen Widerstand entgegensetzt
wie Abschnitt A43, ist die Brücke 26-28 stromlos, die Gleichstromvormagnetisierung
von. Dr45 ist beseitigt, und j43 fällt ab. Eine Beeinträchtigung des Sprechverkehrs
und des Rufstromes der betreffenden Abzweigstellen findet nicht mehr statt.
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Sollte außerdem der Abschnitt A 42 gestört sein, so spricht in der
Koppelstelle KSt42 das überwachungsrelais K43 und in .der Koppelstelle KSt41 das
Relais K42 an. In KSt42 wird der Schalter S46 umgelegt, 29 und 38 werden
geöffnet und 39 geschlossen. Da jetzt 36 und 38 offen sind, sind die beiden Stromquellen
E45 und E46 der Koppelstelle KSt42 abgeschaltet. Durch Umlegen des Schalters S44
in KSt41 und Öffnen der Kontakte 3o und 4o erfolgt eine Abschaltung der Ladestromquelle
E44 vom Abschnitt A 42 und die Einschaltung dieser Stromquelle in einen über Dr43,
K42 und Dr44 verlaufenden Stromkreis. Der Stromwegüber Dr44 entspricht gleichstrommäßig
dem des abgeschalteten Abschnittes A4?" so daß die Brücke 23-3i wieder stromlos
ist. K42 fällt ab, und die mit Eintritt der Leitungsstörung einsetzende Vormagnetisierung
der Drosselspule Dr43 ist beseitigt.