DE932012C - Verfahren zur Herstellung von sekundaeren Benzylarylaminen und sekundaeren heterocyclischen Benzylaminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von sekundaeren Benzylarylaminen und sekundaeren heterocyclischen Benzylaminen

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DE932012C
DE932012C DES31672A DES0031672A DE932012C DE 932012 C DE932012 C DE 932012C DE S31672 A DES31672 A DE S31672A DE S0031672 A DES0031672 A DE S0031672A DE 932012 C DE932012 C DE 932012C
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water
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benzylamines
benzylarylamines
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DES31672A
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Yair Dr Sprinzak
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/04Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by substitution of functional groups by amino groups
    • C07C209/14Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by substitution of functional groups by amino groups by substitution of hydroxy groups or of etherified or esterified hydroxy groups
    • C07C209/18Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by substitution of functional groups by amino groups by substitution of hydroxy groups or of etherified or esterified hydroxy groups with formation of amino groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings or from amines having nitrogen atoms bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von sekundären Benzylarylaminen und sekundären heterocyclischen Benzylaminen Die Darstellung sekundärer N-Benzylarylamine erfolgt üblicherweise durch Einwirkung eines Benzylhalogenides, z. B. von Benzylchlorid oder Benzylbromid, auf das entsprechende primäre Arylamin. Bei diesem Verfahren entsteht gleichzeitig eine gewisse Menge des entsprechenden tertiären Dibenzylamins, das nur schwer von dem sekundären Amin abgetrennt werden kann. Die Bildung des Dibenzylarylamins kann durch Anwendung eines Überschusses an primärem Amin mehr oder weniger unterdrückt werden. Dies macht indessen die Wiedergewinnung des unverbrauchten Überschusses von primärem Amin notwendig und erfordert große Umsetzungsgefäße. Noch größere Schwierigkeiten stehen der Erzielung einer gesicherten Ausbeute an einem einzigen Benzylamin im Weg, wenn das primäre Amin zwei oder mehr benzylierbare Aminogruppen enthält.
  • Werden heterocyclische Amine mit Stickstoff als Heteroatom mit Benzylhalogeniden behandelt, so kann eine Benzylierung auch am Ringstickstoff erfolgen. Dies kann bis zu einem gewissen Grad dadurch vermieden werden, daß die Benzylierung in Gegenwart von Alkaliamid vorgenommen wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß sekundäre Benzylarylamine sowie sekundäre heterocyclische Benzylamine mit aromatischem Charakter in einfacher Weise und mit guter Ausbeute dadurch erhalten werden können, daß das entsprechende primäre Amin in Gegenwart von wasserfreiem Alkalihydroxyd mit einem Benzylalkohol- bei Siedetemperatur umgesetzt und das bei der Umsetzung gebildete Wasser laufend aus dem Umsetzungsgemisch entfernt wird.
  • Der Benzylalkohol wird vorzugsweilse in kleinem Überschuß über die stöchiometrisch notwendige Menge angewandt.
  • Unter »wasserfreiem Alkalihydroxyd« ist auch das übliche Handelsprodukt zu verstehen.
  • Die Ausdrücke »Arylamin«, »heterocyclisches Amin« und »Benzylalkohol« umfassen auch Abkömmlinge mit Alkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylamin- oder Arylamingruppen als kernständigen Substituenten.
  • Die Umsetzung wird bei Siedetemperatur ausgeführt, und das dabei gebildete Wasser wird fortlaufend abdestilliert. Der Verlauf der Umsetzung kann durch Beobachtung des Ansteigens der Siedetemperatur des Reaktionsgemisches sowie der sich im Destillat ansammelnden Wassermenge verfolgt werden.
  • Wenn das als Ausgangs stoff verwandte Amin zwei oder mehr primäre Aminogruppen enthält, so können diese alle durch Anwendung einer entsprechenden Menge von Benzylalkohol in sekundäre Benzylaminogruppen verwandelt werden.
  • Die Umsetzung wird durch Anwesenheit einer geringen Menge eines dem zur Umsetzung verwandten Benzylalkohols entsprechenden Benzaldehydes erleichtert. In diesem Fall kann das Alkalihydroxyd in geringerer Menge angewandt werden.
  • Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung können bekannte sekundäre Benzylamine dargestellt werden, aber auch solche, die bisher nicht bekannt waren und von denen einige nachstehend beschrieben sind. Die sekundären Benzylamine können unter anderem als Zwischenprodukte in der Herstellung von Farbstoffen, therapeutisch wirksamen Substanzen oder Insektenvertilgungsmitteln verwandt werden.
  • Die Erfindung wird an Hand der nachstehenden Beispiele erläutert.
  • Beispiel I N-Benzylanilin Ein Gemisch aus 46,5 g Anilin, 70g Benzylalkohol und 12 g wasserfreiem Kaliumhydroxyd wird in einem Destillierkolben zum Sieden erhitzt und das bei der Umsetzung gebildete Wasser fortlaufend abdestilliert. Wenn die Siedetemperatur des Gemisches 2500 erreicht hat, was nach Io8 Minuten der Fall ist, wird das Erhitzen abgebrochen.
  • Die übergegangene Wassermenge beträgt gg. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und mit 50 g Wasser versetzt. Das Umsetzungsprodukt kristalli- -siert aus und wird mit Wasser gewaschen und getrocknet. Impfungdes Reaktionsgemisches mit einem N-Benzylanilinkristall befördert die Kristallisation. Die Ausbeute an reinem N-Benzylanilin vom Schmelzpunkt 35 bis 360 beträgt 86 g (94°/o der Theorie). Statt durch Kristallisation kann das N-Benzylanilin mit gleichem Reinheitsgrad und gleich guter Ausbeute durch fraktionierte Destillation im Vakuum gewonnen werden. Es destilliert bei I9I° unter einem Druck von 23 mm Hg.
  • Wird das Verfahren in gleicher Weise durchgeführt, wie oben beschrieben, dabei aber die Menge an Kaliumhydroxyd auf den dritten Teil, d. h. auf 4 g, herabgesetzt, so steigt die Reaktionsdauer auf 230 Minuten.
  • Beispiel 2 N-Benzylanilin Ein Gemisch aus 46,5 g Anilin, 54 g Benzylalkohol und 4 g wasserfreiem Kaliumhydroxyd wird zum Sieden erhitzt, und eine Lösung von 2 g Benzaldehyd in I6 g Benzylalkohol wird in Anteilen in Abständen von 15 Minuten zu dem siedenden Gemisch hinzugegeben. Das Verfahren verläuft weiter wie im Beispiel I beschrieben und ergibt eine ähnliche Ausbeute an reinem N-Benzylanilin.
  • Die Reaktionsdauer beträgt in diesem Falle 85 Minuten.
  • ,Beispiel 3 N-Benzyl-m-toluidin Ein Gemisch aus 53,5 g m-Toluidin, 54 g Benzylalkohol und 5 g Kaliumhydroxyd wird zum Sieden erhitzt, und eine Lösung von 2 g Benzaldehyd in I6 g Benzylalkohol wird in drei gleichen Anteilen zugegeben, wenn die Siedetemperatur 207, 210 bzw. 2240 erreicht hat. Das sich bei der Umsetzung bildende Wasser wird fortlaufend abdestilliert. Das Erhitzen wird abgebrochen, wenn die Siedetemperatur des Gemisches 2500 erreicht hat und die Menge des Wassers im Destillat 9 g beträgt. Nach dem Abkühlen wird das Gemisch mit 30 g Wasser versetzt, wobei sich zwei Schichten bilden. Die organische Schicht wird abgetrennt, zweimal mit gesättigter wäßriger Natriumchloridlösung gewaschen und dann im Vakuum fraktioniert, wobei das N-Benzyl-mtoluidin bei I78° unter einem Druck von 7 mm Hg übergeht. Ausbeute 91 g (92 0/o).
  • Beispiel 4 p-Benzylaminodiphenylamin Ein Gemisch aus 46 g p-Aminodiphenylamin, 50 g Benzylalkohol und 4 g wasserfreiem Kaliumhydroxyd wird zum Sieden erhitzt und das bei der Umsetzung gebildete Wasser fortlaufend abdestilliiert. Das Erhitzen wird unterbrochen, wenn die Siedetemperatur des Gemisches 2550 erreicht hat und das Wasser im Destillat 4,5 g beträgt. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und mit 6o g Wasser versetzt. Das Umsetzungsprodukt kristallisiert aus und wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 63,3 g (915 Ole) des bisher unbekannten p-Benzylaminodiphenylamins. F. 73 bis 740, nach Umkristallisieren aus Alkohol 74 bis 750.
  • Beispiel 5 N-Benzyl-,ßnaphthylamin Ein Gemisch aus 35,8 g fl-Naphthylamin, 42 g Benzylalkohol und 3 g Kaliumhydroxyd wird zum Sieden erhitzt und das bei der Umsetzung gebildete Wasser fortlaufend abdestilliert. Das Erhitzen wird unterbrochen, wenn die Siedetemperatur des Gemisches 2600 erreicht hat und das Wasser im Destillat 4,5 g beträgt. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und mit 70g Wasser versetzt. Das Umsetzungsprodukt kristallisiert aus und wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält N-Benzyl-ß-naphthylamin vom F.66 bis 670 in einer Ausbeute von 55,3 g (95%).
  • Beispiel 6 2, 6-Bis-benzylamino-pyridin Ein Gemisch aus 36,3 g 2, 6-Diaminopyridin, 42 g Benzylalkohol und 5 g Kaliumhydroxyd wird zum Sieden erhitzt und das bei der Umsetzung gebildete Wasser fortlaufend abdestilliert. Das Erhitzen wird unterbrochen, wenn die Siedetemperatur des Gemisches 2450 erreicht hat und das Wasser im Destillat I2 g beträgt. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und mit 70 g Wasser versetzt. Das Umsetzungsprodukt kristallisiert aus und wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 9.2,2 g (960/0) des bisher unbekannten 2, 6 - Bis - benzylamino - pyridins vom F. 69 bis 7IO, nach Umkristallisieren aus Alkohol 720.
  • Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung können beispielsweise die folgenden weiteren sekundären Benzylarylamine und heterocyclischen Benzylamine dargestellt werden: N - Benzyl -toluidin, p-Benzylaminoanisol, N-Benzyl-a-aminonaphthalin, N, N'-Dibenzyl-p-phenylendiamins 2-Benzylaminopyridin, N-Anisylanilin, N, N'-Dibenzyl-m-phenylendiamin, F. 7I,5 bis 72,50 (aus Alkohol), 2-Benzylaminodiphenyl, F. 89,5 bis go0 (aus Alkohol), 4-Benzylaminodiphenyl, F. g4,o bis 94,50 (aus Alkohol), 4, 4'-Bis-benzylaminodiphenyläther, F. 99,5 bis IOO°, I,S-Bis-benzylaminonaphthalin, F. 184,5 bis I85,50 (aus Toluol), 2-Benzylamino-4-methylpyridin, F. 95 bis 960 (aus Alkohol).
  • Die letzten sechs Verbindungen dieser Liste waren bisher nicht bekannt.
  • PATENTANSPROCHE: I. Verfahren zur Herstellung von sekundären Benzvlarylaminen und sekundären heterocycl ischen Benzylaminen von aromatischem Charakter, dadurch gekennzeichnet, daß man primäre Arylamine oder aromatische primäre heterocyclische Amine in Gegenwart von wasserfreiem Alkalihydroxyd mit einem Benzylalkohol bei Siedetemperatur umsetzt und das bei der Umsetzung gebildete Wasser fortlaufend entfernt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man Benzylalkohol in geringem Überschuß über die stöchiometrisch erforderliche Menge verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man einen dem angewandten Benzylalkohol entsprechenden Benzaldehyd in verhältnismäßig kleiner Menge dem Umsetzungsgemisch zugibt.
DES31672A 1952-02-07 1952-12-30 Verfahren zur Herstellung von sekundaeren Benzylarylaminen und sekundaeren heterocyclischen Benzylaminen Expired DE932012C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3717579A (en) * 1970-10-05 1973-02-20 Goldschmidt Ag Th Biocidal preparation

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3717579A (en) * 1970-10-05 1973-02-20 Goldschmidt Ag Th Biocidal preparation

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