DE930563C - Verfahren zur Herstellung von 2-Dialkylamino-thiazol-2-in-4-onen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Dialkylamino-thiazol-2-in-4-onen

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DE930563C
DE930563C DEL13803A DEL0013803A DE930563C DE 930563 C DE930563 C DE 930563C DE L13803 A DEL13803 A DE L13803A DE L0013803 A DEL0013803 A DE L0013803A DE 930563 C DE930563 C DE 930563C
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DE
Germany
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general formula
thiazol
ones
dialkylamino
thioglycolic acid
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Expired
Application number
DEL13803A
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English (en)
Inventor
Heinz Dr Schubert
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Hoechst AG
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Hoechst AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D277/00Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings
    • C07D277/02Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings
    • C07D277/20Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D277/32Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D277/54Nitrogen and either oxygen or sulfur atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Thiazole And Isothizaole Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 2-Dialkylamino-thiazol-2-in-4-onen 2-(Arylalkylamino)-thiazol-2-in-4-one sind schon länger bekannt; sie wurden im allgemeinen durch Alkylierung der Alkalisalze von N2-Aryl-pseudothiohydantoinen mit Alkyljodiden hergestellt. Dabei entstehen auch als Nebenprodukte die entsprechenden N2-Aryl-3-alkyl-pseudothiohydantoine (vgl. J. A. D a v i s und F. B. D a i n s , Journal of the American Chemical Society, Bd.57, Jahrgang 1935, S. 2627). 2-(Dialkylamino)-thiazol-2-in-4-one sind noch nicht beschrieben worden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die bislang noch nicht bekannten 2-(Dialkylamino)-thiazol-2-in-4-one der unten angegebenen allgemeinen Formel (I) erhalten kann, wenn man Thioglykolsäure oder ein durch Veränderung der Carboxylgruppe abgeleitetes funktionelles Derivat, z. B. einen Ester oder ein Amid der Thioglykolsäure der allgemeinen Formel H S C H2 C O R', worin R' z. B. O H, O Alkyl, N Hz bedeutet, mit Dialkylcyanamiden der allgemeinen Formel R, R2 N C N, in der k1 und R2 die gleichen oder verschiedene, gegebenenfalls untereinander direkt oder durch ein Heteroatom wie Sauerstoff oder Schwefel verbundene Alkylgruppen bedeuten, in Gegenwart basischer Mittel, insbesondere tertiärer Amine, wie Pyridin oder Triäthylamin, kondensiert, wobei man entweder die in erster Stufe entstehenden N, N-Dialkyl-pseudothiohydantoinsäuren bzw. die durch Veränderung der Carboxylgruppe davon abgeleiteten funktionellen Derivate der allgemeinen Formel R1R2NC(NH)SCH2COR', worin R1, R2 und R' die oben angegebene Bedeutung haben, isoliert und dann durch Erhitzen. gegebenenfalls in einem Lösungsmittel, zu den 2-Dialkylamino-thiazol-2-in'4-onen ringschließt oder den Ringschluß durch Erhitzen direkt in der ursprünglichen Reaktionslösung vornimmt, oder indem man von vornherein den Umsatz bei erhöhter Temperatur durchführt; hierbei spielen sich folgende Reaktionen ab: Welche Arbeitsweise zu wählen ist, hängt von der Natur der Substituenten R1 und R2 ab.
  • Ein Vorzug der Erfindung ist es, daß stellungsisomere Nebenprodukte mit einem Substituenten am Ringstickstoff, wie sie bei der oben zitierten Arbeitsweise mit entstehen, in jedem Fall ausgeschlossen sind.
  • Die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sind wertvolle Zwischenprodukte für Farbstoffe, photographische Sensibilisatoren und Pharmaceutica. Sie zeigen zum Teil selbst beachtliche sedative Eigenschaften.
  • Beispiel i 13,8 g 96%ige Thioglykolsäure und 14,7 g frisch destilliertes Diäthylcyanamid werden vermischt und unter Rühren 16,7 g Triäthylamin zugetropft. Dann wird 1 Stunde im Wasserbad unter Rückfluß gehalten, wobei sich das Reaktionsgemisch in zwei Schichten trennt. Die obere Schicht von Triäthylamin wird abgegossen. Die untere ölige Schicht wird aus Äther umgelöst. Nach dem Trocknen über Schwefelsäure _ und hierauf über Diphosphorpentoxyd wird durch Aktivkohle filtriert. Man erhält 21 g-(entsprechend 84,8 °/o der Theorie) 2-Diäthylamino-thiazol-2-in-4-o:n als zähes, hellbräunliches Öl.
  • Beispiel e Zu i2"6 g Diallylcyanamid und 9,2g 96%ige Thioglykolsäure werden unter Kühlung und Rühren 1i,1 g Triäthylamin zugetropft. Nach einer weiteren halben Stunde Rühren wird eine halbe Stunde unter Rückfluß gehalten. Dann entfernt man das Triäthylamin durch Erwärmen im schwachen Vakuum. Durch Umlosen aus Äther erhält man nach Filtrieren über Kohle und Trocknen im Exsikkator 8,1 g (entsprechend 43 % der Theorie) 2-Diallylamino-thiazol-2-in-4-on als zähes 0l. Das Produkt kann auch durch Lösen in verdünnter Salzsäure, Extraktion der Lösung mit Äther und Neutralisieren mit Ammoniak gereinigt werden.
  • Beispiel 3 Zu 15,43g Di-n-Butylcyanamid und 9,2i g 96%iger Thioglykolsäure werden unter Rühren und Kühlung 1o,62 g Triäthylamin zugetropft. Dann wird noch 6 Stunden bei Zimmertemperatur weitergerührt und dann noch 3/a Stunden unter Rückfluß im Wasserbad erwärmt. Die anfänglich ausgeschiedenen Kristalle von N-(Di-n-butyl)-pseudothiohydantoinsäure haben sich dann in ein gelbes Öl verwandelt. Man versetzt nun mit viel Äther und trennt von einer kleinen Menge eines nicht in Äther löslichen Öls durch Abgießen ab. Aus der Ätherlösung werden das Lösungsmittel und Triäthylamin im Vakuum entfernt, der Rückstand wird mit verdünnter Salzsäure aufgenommen, die saure Lösung ausgeäthert und hierauf mit Ammoniak neutralisiert. Das abgeschiedene Öl wird wiederum in Äther aufgenommen. Die ätherische Lösung wird mit Natriumsulfat getrocknet. Nach Entfernen des Äthers im Vakuum erhält man 1o,5 g (entsprechend 47,9 % der Theorie) 2-Di-n-butylaminothiazol-2-in-4-on als gelbliches, zähes Öl.
  • Beispiel 4 9,21 g Thioglykolsäure (96%ig), 12,z5 gTriäthylamin und 11 g Pentamethylencyanamid werden in der Druckflasche 31/z Stunden geschüttelt. Zunächst trennt sich das Reaktionsgemisch in zwei flüssige Phasen und erstarrt schließlich zu einem Kristallbrei. Man preßt ab und wäscht mit Äther. Nach dem Trocknen über Schwefelsäure im Vakuum erhält man 16,5 g 2-(N-Piperidyl)-thiazol-2-in-4-on (entsprechend 89,6 % der Theorie). Aus Äther erhält man farblose Kristalle vom F. = 9o bis 91o. Beispiel s 1o,68 g 96%ige Thioglykolsäure mischt man mit 12,44 g N-Cyanmorpholin und 1o ccm Pyridin. Die Mischung erhitzt man i Stunde in der Druckflasche im Dampfbad. Nach dieser Zeit ist alles zu einer weißen Kristallmasse erstarrt, die von Pyridin abgepreßt und mit etwas Alkohol und Äther nachgewaschen wird. Man erhält 19,66 g (entsprechend 96 % der Theorie) 2-(N-Morpholyl)-thiazol-2-in-4.-on; F. = 196,5°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 2-Dialkylamino-thiazol-2-in-q.-onen der allgemeinen Formel dadurch gekennzeichnet, daß man Thioglykolsäure oder ein durchVeränderung der Carboxylgruppe abgeleitetes :funktionelles Derivat, z. B. einen Ester oder ein Amid der Thioglykolsäure der allgemeinen Formel H S C H2 C O R', worin R' z. B. OH, O Alkyl oder N H2 bedeutet, mit Dialkylcyanamiden der allgemeinen Formel Ri R2 N C N, in der R1 und R2 die gleichen oder verschiedene, gegebenenfalls untereinander direkt oder durch ein Heteroatom wie Sauerstoff oder Schwefel verbundene Alkylgruppen bedeuten, in Gegenwart basischer Mittel, insbesondere tertiärer Amine wie Pyridin oder Triäthylamin,kondensiert, wobei man entweder die in erster Stufe entstehenden N, N-Dialkylpseudothiohydantoinsäuren bzw. die durch Veränderung der Carboxylgruppe davon abgeleiteten funktionellen Derivate der allgemeinen Formel Ri R2 N C (N H) S C H2 C O R' isoliert und dann durch Erhitzen, gegebenenfalls in einem Lösungsmittel, zu den 2-Dialkylamino-thiazol-2-in-4-onen ringschließt oder den Ringschluß durch Erhitzen direkt in der ursprünglichen Reaktionslösung vornimmt, oder indem man von vornherein bei erhöhter Temperatur arbeitet. Angezogene Druckschriften: Journal of the American Chemical Society, Bd. 57 [19351, S. 2627 bis 2630.
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