DE93023C - - Google Patents

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DE93023C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C11/00Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Platform Screen Doors And Railroad Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Unähnlich älteren Pferdeschonern, wie sie in zahlreichen Ausführungen bekannt geworden sind, erleichtert die vorliegende federnde Zugwaage nicht blos das Anziehen schwerer Lasten, sondern weist auch die gänzlich neue Eigenschaft auf, dafs sie auf schlechten Wegen und beim Ueberfahren von Hindernissen das schmerzhafte und schädliche Schlagen der Pferde durch die Deichsel verhindert.
Diese Wirkung wird dadurch hervorgebracht, dafs die an der Deichsel dreh- und verschiebbare Waage mit der Vorderachse durch zwei federnde Zuggestänge, die zur Deichsel nicht parallel, sondern stark convergirend stehen, verbunden ist.
Die federnde Zugwaage ist in der Anwendung bei einem Lastwagen auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Fig. 1 ist eine Seitenansicht mit Schnitt durch die Vorderachse, Fig. 2 eine gelegentlich zu erläuternde Sonderansicht und Fig. 3 ein Grundrifs der Achse mit der Vorrichtung.
Die Waage A ist mit dem mittleren Bolzen a im Schlitz b der mit der Deichsel C verschraubten oder sonstwie verbundenen Führungsschiene B verschiebbar und drehbar. In geeigneten Fällen kann auch die Deichsel selbst zur Führung von A benutzt werden. Bei a1 sind an die Waage die Ortscheite anzuhängen.
An die Waage A greifen die federnden Zuggestänge D E in einer vom mittleren Bolzen a etwa 11 cm betragenden Entfernung an. Mit jedem der beiden Theile DE ist ein Querstück d bezw. e verbunden; dazwischen liegt eine Feder E1 (Fig. 1 und 3 unten) oder zwei Federn D1 und E (Fig. 3 oben); die Federn sind auf Druck beansprucht. Die Theile D stehen mit der Achse F, im gezeichneten Falle durch die Bänder f, in Verbindung.
Bei sogenannten festen Sprengwaagen, welche insbesondere bei der Artillerie und Post Verwendung finden, können die Ortscheite direkt an das Zuggestänge angehängt werden.
Beim Anziehen der Pferde kommen die Federn stofsmildernd zur Wirkung; das nothwendige Hin- und Herspielen der Waage wird durch die Federn nicht beeinträchtigt.
Geht während der Fahrt ein Rad über eine Vertiefung der Fahrbahn oder einen Stein hinweg, so spannt sich die eine Feder, während die andere nebenliegende aus einander geht. Dadurch ist ermöglicht, dafs die Deichsel auch beim ungleichmäfsigen Anziehen der Pferde in ihrer früheren geraden Richtung erhalten wird, während ein heftiges Ausschlagen der Deichsel verhindert ist.
Es vertheilt sich die erforderliche Zugkraft beim Uebergange eines Wagenrades über ein Hindernifs nicht nur auf das eine, sondern auf beide Pferde, da die Waage A infolge des Führungsschlitzes b in paralleler Richtung bleibt und die Elasticität der Federn das Rad über das Hindernifs hebt.
Wenn sich die beschriebene federnde Zugwaage hinsichtlich der Wirkung beim Anziehen zunächst zur Anwendung bei Lastwagen, überhaupt bei schwerem Fuhrwerke empfiehlt, so wird sie hinsichtlich der Wirkung auf das
Schlagen der Deichsel auch bei Kutschwagen zur Schonung der Pferde vortheilhafte Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Federnde Zugwaage für Fuhrwerke, dadurch gekennzeichnet, dafs eine an der Deichsel dreh- und verschiebbare Zugwaage (A) unmittelbar mit der Vorderachse durch zwei nach der Deichsel zu stark convergirende federnde Zuggestänge (D E) verbunden wird, so dafs beim Zurückbleiben eines Rades die benachbarte Feder gespannt und dadurch das Schlagen der Deichsel verhindert wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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