DE92607C - - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C3/00—Jacquards
- D03C3/02—Single-lift jacquards
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Kraft zur Hebung des Messerkastens an Jacquard-Maschinen ändert sich bekanntlich
mit der Anzahl Litzen nebst Angehangen, welche bei jedem Schufs, der Bindung entsprechend,
zu heben sind.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht nun' darin, diese Kraft bei jedem Fachwechsel
möglichst gleichmäfsig und gering zu machen. Hierdurch wird dem Handweber die Bewegung der Jacquard-Maschine wesentlich
erleichtert, während bei mechanischen Stühlen die sonst üblichen Erschütterungen der Jacquard-Maschine
und die Widerstände der Bewegung verringert werden.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Einrichtung an einem Handstuhl schematisch dargestellt.
Der Fufstritt C ist durch eine Schnur a1
derart mit einer Scheibe B, welche die Bewegung des Messerkastens der Jacquard-Maschine
bewirkt, verbunden, dafs beim Niedertreten der Messerkasten gesenkt und das Fach
geschlossen wird, während das Heben durch die Schnur α mit Belastung A und Wirkung
der Feder V2 erfolgt. Der Zugkraft in der Schnur α wirkt die Belastung des Messerkastens
durch die Platinen mit ihren Angehangen entgegen; doch durch die wechselnde Zahl der
Platinen würde auch hier die Kraft zum Niedertreten des Fufstrittes C, wie bisher, sehr verschieden
grofs ausfallen.
Um die Kraft bei jedem Fachwechsel auf gleiche Gröfse zu bringen, werden eine Anzahl
(etwa 10 bis 12) Platinen der Jacquard-Maschine
benutzt, an welche statt der Litzen Gewichte -D von verschiedener Schwere angehängt
sind. Es trägt z. B. die erste dieser Platinen 1 kg, die zweite 2 kg, die dritte 3 kg
u. s. w. Die Belastung könnte natürlich auch durch Federwirkung ersetzt sein. Je nachdem
man nun eine oder mehrere dieser Platinen mit hochheben läfst, wird die Belastung des
Messerkastens vergröfsert.
Angenommen, der Stuhl hätte 2000 Litzen, oder Kettenfäden, wovon für das Heben der
einzelnen Litze 25 g erforderlich wären, und sollten beim ersten Schufs 1200 Litzen gehoben
werden, so würde der Messerkasten mit 30 kg belastet sein. Würden darauf beim nächsten
Schufs nur 800 Litzen gehoben, so würde sich eine Belastung von 20 kg ergeben. Um
nun diese Belastung auf das Mafs des ersten Schusses zu bringen, müssen noch 10 kg hinzugefügt
werden, was einfach dadurch geschieht, dafs man die Platine, welche 10 kg trägt, mitheben
läfst u. s. f.
Es wird daher die fehlende Kraft durch eine der belasteten Platinen ausgeglichen oder kompensirt,
so dafs diese als Kompensationsplatinen bezeichnet werden können. Man geht.
von der gröfsten Belastung des Messerkastens bezw. von der gröfsten Zahl der bei einem
Schufs gehobenen Litzen aus und belastet die folgenden Hebungen durch entsprechend schwere
Kompensationsplatinen so weit, dafs die Belastungen des Messerkastens bei jedem Schufs
möglichst der gröfsten Belastung gleichkommen.
Die Hebungen der Kompensationsplatinen kann man leicht aus der Patrone entnehmen
und daher beim Schlagen der Karten berücksichtigen.
Jeder Fachwechsel beansprucht somit eine gleiche Kraft, welcher die Belastung A mit
Feder F2 entgegenwirkt. Diese Belastungsgröfse kann man so einrichten, dafs schon das
Gewicht des Fufses des Webers genügt, den Tritt C niederzutreten.
Die Anwendung der Kompensationsplatinen ist aber ebenso auch bei einem mechanischen
Webstuhl verwendbar. Der Ausgleich der schwersten Messerbelastung geschieht hier am
vortheilhaftesten durch Hebelbelastung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Jacquard-Webstuhl, bei welchem die durch die wechselnde Anzahl der gehobenen Platinen mit ihren Litzen bedingte verschiedene Belastung des Messerkastens dadurch auf eine gleiche Gröfse gebracht wird, dafs die leichteren Hebungen durch Kompensationsplatinen, das sind durch besondere Gewichte belastete Platinen, beschwert werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE92607C true DE92607C (de) |
Family
ID=364112
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT92607D Active DE92607C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE92607C (de) |
-
0
- DE DENDAT92607D patent/DE92607C/de active Active
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