DE925603C - Destillationsblase zur kontinuierlichen Destillation hochsiedender Fluessigkeiten - Google Patents

Destillationsblase zur kontinuierlichen Destillation hochsiedender Fluessigkeiten

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DE925603C
DE925603C DEP5484D DEP0005484D DE925603C DE 925603 C DE925603 C DE 925603C DE P5484 D DEP5484 D DE P5484D DE P0005484 D DEP0005484 D DE P0005484D DE 925603 C DE925603 C DE 925603C
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DE
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liquid
distillation
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evaporation
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DEP5484D
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Inventor
Karl Schober
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/02Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping in boilers or stills

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Destillationsblase zur kontinuierlichen Destillation hochsiedender Flüssigkeiten Die Erfindung bezieht sich auf eine Destillationsblase zur kontinuierlichen Destillation hochsiedender Flüssigkeiten in zwei Stufen.
  • Bei den diskontinuierlich arbeitenden Blasen als liegende oder stehende zylindrische Behälter, die ohne eine oder mit einer besonderen Umwälzvorrichtung des Destillationsgutes ausgerüstet sind, besteht ein wesentlicher Nachteil darin, daß die umgewälzte Menge ein Vielfaches der verdampften Menge ist und daß der Blaseninhalt im Beharrungszustand etwa die Zusammensetzung der Rückstände aufweist. Die bekannten kontinuierlich betriebenen Wannendestillationen arbeiten in der Weise, daß das Gut eine dünne Schicht über den Heizflächen bildet und in zweckmäßiger Weise darübergeleitet wird. Hierbei dient ein wesentlicher Teil der Heizfläche und damit des Weges dazu, das Gut auf die Verdampflungstemperatur zu bringen. So kommt es vor, daß die Flüssigkeit beim Verlassen der Wanne nicht mit Sicherheit alles Verdampfbare entsprechend der Temperatur und dem Druck abgegeben hat.
  • Man hat bereits versucht, diese Nachteile durch ein stufenweises Verfahren auszuschalten. Man ließ die Blase dadurch kontinuierlich arbeiten, daß man ständig einen Teil der umgewälzten Flüssigkeit aufgefangen hat und einer zweiten Verdampfungsstufe zur Endeindampfung zuführt. Bei einer solchen Arbeitsweilse ergibt sich insofern ein Üb eis tand, als nur in der zweiten Stufe mit ihrer im Verhältnis zur ersten Stufe kleinen Heizfläche Zwanglauf herrscht und der aus der ersten Stufe abgezweigte Teil nicht am weitesten ausdestilliert ist. Auch wenn das Gut bei jener Anordnung an der tiefsten Stelle der- Blase abgezogen werden würde, würde sich ein weiterer Nachteil dadurch ergeben, daß dann neben der Fördervorrichtung für die Zirkulation eine zweite für die Übergabe an die zweite Verdampferstufe nötig wird. Selbst bei Verwendung - von Druckgasflüssigkeitshebern ist ein zusätzlicher Energieaufwand für die beiden Zirkulationsvorrichtungen erforderlich.
  • Es ist ferner versucht worden, in Verbindung mit einer Blase Schleierbildung und Zerstäubung einer möglichst weitgehenden Ausdampfung des Destillfationsgiates wirksam zu machen. Der Erfolg blieb versagt, weil die Verdampfungswärme aus dem Wärmeinhalt der sehr dünnen Eiüssigloeitsschicht genommen werden muß, sofern man diese nicht über Heizflächen rieseln läßt, was aber leicht zur Verkrustung führen kann.
  • Es ist weiterhin bekannt, bei einer Destillationsvorrichtung beide Stufen etwa auf einer Höhe anzuordnen, wobei die zweite Stufe noch um ein geringeres höher ist als die erste Stufe. Die Überleitung der Flüssigkeit geschieht fast von der Oberfläche. In der ersten Stufe befindet sich eine die Flüssigkeit in Senkrechtzirkulation bringende Mammutpumpe. Eine voll kontinuierliche, vollständige Destillation läßt sich hierbei nicht erzielen, weil die Flüssigkeitsspiegel immer gleich hoch sind und die zweite Stufe zwangläufig von der ersten abhängig ist.
  • Die Erfindung hat eine Destillationsblase zur Verdampfung der Flüssigkeit in zwei Stufen zum Gegenstand, bei der die zweite Verdampfungszone unterhalb der oberen Verdampfungszone vorgesehen ist. Ein in seiner Höhe verstellbares Überlaufrohr und außerdem eine mit einem regelbaren Ab stellorgan versehene Leitung führen die in dicker Schicht vorkonzentrierte Flüssigkeit vom Boden des oberen Vefdampfungsraumes in den unteren Verdampfungsraum. Der -letztere weist Leitbleche zur spiralförmigen Führung der Flüssigkeit in dünner Schicht auf. Mit Hilfe dieser Einrichtung läßt sich eine voll kontinuierliche, sehr gute und restlose Destillation durchführen. Es ergeben sich hierbei die Vorteile einer diskontinuierlichen Destillierblase und der kontinuierlichen Wannendestillation mit dünner Schicht und langem Weg bei Ausschaltung der bisherigen Nachteile. Die Arbeitsweise wird vereinfacht und erleichtert. Das gesamte Destillationsgut nimmt in der ersten Stufe eine einheitliche Verdampfungstemperatur an. Es ist schon ein Teil verdampft, wenn es in die zweite Stufe eintritt. Die Wirkung einer diskontinuierlichen Blase wird gemäß der Erfindung erzielt, obowohl ein kontinuierlicher Durchgang herrscht, und zwar in einer Weise, bei der der Übergang von einer Stufe zur anderen auf natürliche und einfadhe Art ohne Zuhilfenahme weiterer Vorrichtungen mit Kraftbedarf geschieht. In der oberen Stufe läßt sich die Flüssigkeit beliebig weit ausdestillieren. Danach kann man eine regelbare Menge zur vollständ'igen Ausdestiilation in die untereunab!hän,g.ilgeStufe mit ihren geringen Stromquerschnitten und geringen Schichthöhen überführen. Man erhält bei einfachem Durchlauf des Gutes durch beide Stufen eine äußerst geringe Menge an Rückstand bei klarer Farbe des Destillats.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, daß die beiden Stufen völlig unabhängig voneinander betriebsfähig sind. Man kann z. B. die obere Stufe mit höherem Stand diskontinuierlich fahren und aus dem äußeren Ringraum der unteren Stufe durch einen entsprechenden Auslaß für sich direkt entleeren. Man kann aber auch die untere konbinuierliche Stufe allein betreiben, indem man ein Ventil ganz öffnet und nur die untere Stufe beheizt. Diese Möglichkeiten sind wichtig, wenn die Art des Destillationsgutes häufig wechselt und kleine Partien zu destillieren sind, was in der Fettsäureindustrie oft auftritt.
  • Im oberen Verdampfungsraum können Leitbleche und Prallbleche angeordnet werden. Zum Regeln des. Flüssigkeitsstandes in der zweiten Stufe werden vorteilhaft eine oder mehrere wehrartige Stauvorrichtungen benutzt. Diese Stauvorrichtungen halten den Flüssigkeitsspiegel in den einzelnen Teilen der unteren Stufe auf dem spiralförmigen Weg und steuern dessen Höhenlage. -Die Erfindung wird an Hand! der schematischen Darstellung einer beispielsweisen Ausführung nachstehend erläutert.
  • Fig. I zeigt einen Längsschnitt der Vorrichtung gemäß der Erfindung; Fig. 2 veranschaulicht eine Einzelheit.
  • Gemäß der Erfindung ist vorteilhaft in einem Behälter I die Vorstufe, d. h. die Blase 2 oberhalb der Hauptstufe, der Wanne 3 angeordnet. Das zu destillierende Gemisch wird durch den Stutzen 4 in den Flüssigkeitsraum 2 der Verdampfungseinrichtung geführt. Die darin befindliche Rohrheizfläche 5 kann mit Leitblechen6 umgeben werden, wodurch ein kräftiger Umlauf der Flüssigkeit und eine gute Wärmeübertragung mit geringem Temperaturgefälle zwischen Heizrohren und Flüssigkeit erzielt wird. Diese kann durch direkten Destillierdampf aus der Leitung 7 eingeleitet und unterstützt werden. Die Anordnung wird vorteilhaft so getroffen, daß der Flüssigkeitsstand nur etwa 200 bis 300 mm beträgt. Der Fiüssigkeitsinhalt wird somit gering gehalten, und das Nichtverdampfbare ist der Destillationstemperatur dadurch nur sehr kurze Zeit ausgesetzt. Außerdem begünstigt der niedrige Flüssigkeitsstand die Ausdampfung an sich.
  • Das Destillationsgut wird durch einen Überlauf mit besonderem Entnahmerohr 8 aus dem Flüssigkeitsraum 2 entnommen, vorzugsweise an der tiefsten Stelle, wo sich derjenige Teil der Flüssigkeit aufhalten wird, der der Ausdampfung am meisten unterworfen war. Der Überlauf 8 wird vorteilhaft so ausgebildet, daß er an der höchsten Stelle frei und sichtbar ist, wobei sich dieserÜberlauf in einem Gehäuse g befinden kann. Durch das Schauloch 10 ist er sichtbar gemacht, und durch die-verschiebbare Hülse II kann man die Flüssigkeitshöhe im Raum 2 regulieren. Es kann somit leicht dafür ge- sorgt werden, daß die Heizfläche stets bedeckt bleibt und Überhitzungen unmöglich werden. Unabhängig von diesem Überlauf ist ein weiterer Ablaß 12 vorgesehen, der durch einen Regulierhahn 13 versubllossen werden kann. Er ermöglicht eine kürzere Aufenthaltsdauer der Flüssigkeit in der Vorstufe und ein Leerlaufenlassen beim Beenden der Destillation.
  • Die Hauptstufe 3 im unteren Teil der Verdampfungseinrichtung arbeitet nach dem Prinzip der Wannendestillation mit dünner Flüssigkeitsschicht und langem Weg. Der Flüssigkeitsraum wird durch zwei oder mehr konzentrische, mit dem Boden verbundene Bleche 14 in Abteilungen unterteilt, die je ein radiales Trennblech erhalten. Hierdurch fließt das Destillationsgut in dünner Schicht auf langem Weg über die Heizfläche, und alles Verdampfbare kann von dem Unverdampfbaren restlos verdampfen. Das letztere fließt kontinuierlich als Rückstand durch die Leitung 15 ab. Die Aufenthaltsdauer in dieser Stufe kann durch feste oder verstellbare wehrartige Stauvorrichtungen I6 am Übergang in die folgende Abteilung beeinflußt werden. Als Heizfläche wird zweckmäßig eine Mantelheizung 17 am unteren Boden vorgesehen.
  • Ferner kann noch direkter Destillierdampf durch die Rohrschlange IS zugegeben werden.
  • In dem oberen Teil des Apparates befinden sich Abscheidebleche 19 für hochspritzendes Gut, ferner ein Prallblech 20, das mitgerissene Tröpfchen gegen die Wandungen des Apparates stoßen läßt, die dann ebenfalls in die erste Stufe zurückfließen. Durch den Stutzen 21 entweicht der verdampfte Teil des Destiilationsgutes zum Kondensator.
  • Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Einrichtung lassen sich weitere Anordnungen verbinden. So kann man eine Vorwärmeheizfläche hinzunehmen, die einen wesentlichen Teil der Blasenheizfläche aufnehmen kann, so daß das Destillationsgut in dem Vorwärmer schon annähernd die Verdampfungstemperatur erreicht. Ein solcher Vorwärmer kann bei der dargestellten Ausführung leicht zentral eingebaut werden, wobei dem größer werdenden Durchgangsquerschnitt infolge der im oberen Teil eintretenden Vorverdampfung durch größere Abstände der Heizrohre Rechnung getragen werden kann. Da die Heizfläche in der eigentlichen Blase bei Vorhandensein des Vorwärmers geringer ist, kann der Flüssigkeitsinhalt und somit auch die Aufenthaltsdauer in der Blase verringert werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Destillationsblase zur kontinuierlichen Destillation hochsiedender Flüssigkeiten in zwei Stufen, gekennzeichnet durch eine obere Verdampfungszone (2) und eine zweite Verdampfungszone (3) unterhalb der oberen, z. B. am Boden, wobei ein in seiner Höhe verstellharzes Überlaufrohr (8, II) und außerdem eine mit einem regelbaren Abstellorgan (I3) versehene Leitung die in dicker Schicht vorkonzentrierte Flüssigkeit vom Boden des oberen Verdampfungsraumes in den unteren Verdampfungsraum führt, der mit Leitblechen zur spiralförmigen Führung der Flüssigkeit in dünner Schicht ausgerüstet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, gekennzeichnet durch Leitbleche (6) und Prallbleche (I9) im oberen Verdampfungsraum.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Regeln des Flüssigkeitsstandes in der zweiten Stufe eine oder mehrere wehrartige Stauvorrichtungen angeordnet sind.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 675 345, 7448I5; französische Patentschrift Nr. 837023.
DEP5484D 1948-10-02 1948-10-02 Destillationsblase zur kontinuierlichen Destillation hochsiedender Fluessigkeiten Expired DE925603C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR837023A (fr) * 1937-04-26 1939-02-01 Metallgesellschaft Ag Dispositif pour distiller des liquides à point d'ébullition élevé
DE675345C (de) * 1935-10-01 1939-05-06 Metallgesellschaft Akt Ges Verfahren und Vorrichtung zur stufenweisen Destillation hochsiedender Fluessigkeiten, insbesondere von Fettsaeuren, Glycerin u. dgl.
DE744815C (de) * 1942-02-10 1944-01-26 Metallgesellschaft Ag Vorrichtung und Verfahren zum Destillieren, insbesondere von hochsiedenden Fluessigkeiten

Patent Citations (3)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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