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Maisch-Destillierapparat.
Gegenstand der Erfindung ist ein Maisch-Brenn- und Destillierapparat der bekannten Art, bei weichem die Maische gezwungen wird, einzelne nebeneinanderliegende Kammern in langem
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Spiritusdampf durch gleichzeitige Reinigung im Wasser und Niederschlagen der schwereren Fuselölteile reklifiziert, und es wird hierdurch bei billigsten Betriebskosten vollkommen reiner
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während Fig. 4 die Konstruktion der Scheidewände des Rektifizierapparates in grösserem Mass- stabe zur Darstellung bringt.
Die Maische wird dem mit den Rohren a durchzogenen Behälter b durch das Rohr c zu-
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Die Scheidewände 8 und 9 des Behälters 7 sind derart angeordnet, und stehen derart miteinander in Verbindung, dass beide nach oben gewölbt sind. die Scheidewände 9 dicht an den
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Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende : Die Maische tritt bei c in den Behälter b, gelangt durch d in die Kammer/, durchzieht den Behälter e im Zickzackwege und gelangt alsdann in den Behälter o, um auch diesen im Zickzackwege zu durchniessen. Der eingeführte Dampf durchströmt sämtliche Kammern, in welchen Maische'vorhanden ist, und kocht dieselbe auf.
Die Höhe der Flüssigkeit, die über den Austrittaossnungen der Rohre steht, ist dann nicht mehr gleich der Summe aller Flüssigkeitssäulen in den einzelnen Kammern, wie dies bei den bekannten Apparaten der Fall ist, sondern stets immer nur gleich der Hohe der Flüssigkeit in einer der Kammern. Da der Dampf also nur geringen Gegendruck findet, findet niemals eine Überhitzung des Dampfes statt, und er erhitzt daher auch die Maische immer nur auf eine Temperatur von 70--8 (, 0 C, wobei eine wesentliche Verdampfung des Fuselöles nicht mehr eintritt.
Die geringen Mengen, welche der Spiritusdampf noch mitführt, lagern sich, da das Fuselöl spezifisch schwerer ist, als reiner Spiritus zum Teil schon auf dem Wege zwischen den Scheidewänden 4, 4 auf diesen ab und fliessen wieder in den Behälter e zurück. Der übrige Spiritusdampf gelangt in der Qualität, welche jetzt etwa der sogenannte Rohspiritus besitzt, durch das Rohr 5 nach dem Wasserbehälter 6. Das Wasser in dem Behälter 6 wird durch den durchziehenden Spiritusdampf aufgekocht. Es mündet das Rohr 5 nicht am Boden, sondern etwa in halber Höhe des Behälters 6 ein, und daher wird auch nur stets die obere Hälfte des Wassers zum Kochen gebracht, während die untere Hälfte eine geringere Temperatur besitzt.
Durch die dadurch hervorgerufene Zirkulation in dem Behälter 6 gelangt immer wieder Wasser von geringerer Temperatur in den Bereich des durchgeführten Spiritusdampfes und infolgedessen wird auch in dem Behälter 6 der Spiritusdampf niemals eine höhere Temperatur als 70-80 C erhalten. Eine Folge davon ist, dass das noch mitgerissene Fuselöl in dem Behälter 6 nicht mehr zur Verdampfung gebracht werden kann, sondern von dnn Wasser absorbiert und mit diesem schliesslich abgezogen wird. Es gelangt also nur noch wenig Lutter in den darüber liegenden Behälter 7.
In demselben lagern sich die noch schwereren Spiritusteilchen auf ihrem Zickzackwege zwischen den Scheidewänden 8 und 9 auf diesen ab, die sich am äusseren Rande der Böden ansammeln und durch die Dberlaufrohre nach dem Behälter 6 wieder zurückgeführt werden. Durch diese Anordnung kommt der hochsteigende Spiritusdampf mit dem abgeschlagenen Lutter nicht mehr in Berührung, so dass auch eine nochmalige Verdampfung dieses Lutters nicht mehr eintreten kann.
Der Apparat liefert as diese Weise stets reinen, guten Spiritus. Die Betriebskosten sind ausserordentlich gering, da eine besondere Rektifizierung und ein nochmaliges Aufkochen des
Spiritus, wie dies bisher der Fall ist, nicht mehr erforderlich ist, und die Betriebskosten sind auch wesentlich billiger, da infolge der Führung von Maische, Dampf und Spiritusdampf die Wärme nach Möglichkeit ausgenützt wird und, da ausserdem der Gegendruck für den Dampf nur ein geringer ist, auch weniger Brennmaterial für den Betrieb des Apparates erforderlich wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maisch-Destillierapparat mit durch Scheidewände in mehrere nebeneinanderliegende Kammern derart geteiltem Destillationsraum, dass die Maische gezwungen ist, die Kammern in zickzackförmigem Wege zu durchs ändern, dadurch gekennzeichnet, dass für jede der Kammern ein besonderes Dampfzuleitungsrohr angeordnet ist, so dass die Höhe der Maischflüssigkeit, welche den Gegendruck für den austretenden Dampf bildet, eine geringe ist und der Spiritusdampf durch Rohre a abgezogen wird, die gleich t. ; tig zum Vorwärmen der zugeführten Maische dienen.