DE35807C - Kontinuirlich wirkender Spiritus-Destillir-Apparat - Google Patents

Kontinuirlich wirkender Spiritus-Destillir-Apparat

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DE35807C
DE35807C DENDAT35807D DE35807DA DE35807C DE 35807 C DE35807 C DE 35807C DE NDAT35807 D DENDAT35807 D DE NDAT35807D DE 35807D A DE35807D A DE 35807DA DE 35807 C DE35807 C DE 35807C
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Application number
DENDAT35807D
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JOS. FRANC in Kolin in Böhmen
Publication of DE35807C publication Critical patent/DE35807C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/001Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions
    • B01D3/003Rectification of spirit

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Zweck dieser Construction ist, Rohspiritus continuirlich und mit einem einzigen Apparate durch Destillation in drei Sorten zu zerlegen. Hierzu werden aus dem Rohspiritus zuerst die leicht flüchtigen Bestandtheile in einem mittelst Dampfes geheizten Calorifer ausgetrieben und in die Colonne für Destillat zweiter Qualität geleitet. Der übrige Spiritus fliefst durch eine Linsencolonne in eine mit Dampf geheizte Blase, und die so rectificirten Spiritusdämpfe steigen denselben Weg hinauf, jedoch ganz getrennt von den oben erwähnten, zuerst abgetriebenen leichten Bestandtheilen in eine oben befindliche^.apselcolonne, sodann durch einen kleinen Dephlegmator und durch einen Entfuselungsapparat in den üblichen Dephlegmator und Kühlapparat, um als Product erster Qualität condensirt zu werden. Die Kapselcolonnen für die zweite Qualität (Vorlauf) und für die dritte Qualität (Nachlauf) befinden sich über einander und nur durch ein Diaphragma getheilt, und zwar liegt die erstere oben und die letztere unten.
Der Lutter aus der oberen Colonne und die alkoholarme Flüssigkeit, welche am Boden der oben erwähnten Blase zurückbleibt, werden in der unteren Colonne zum Producte dritter Qualität verarbeitet. Unter dieser letzteren befindet sich noch eine Blase zum Nachwärmen. Die Heizung geschieht mit Dampf.
Diese Anordnung ist in beiliegender Zeichnung dargestellt, und zwar bedeutet:
Fig. ι eine Anordnung des Apparates im Längenschnitt;
Fig. 2 eine Dampfschlange des Calorifers;
Fig. 3 einen Grundrifs des Abdampfdeckels im Calorifer;
Fig. 4 einen Grundrifs der Dampfspirale in der Blase;
Fig. 5 einen Grundrifs einer Kapselschüssel der Colonne I;
Fig. 6 und 7 eine andere Dampfheizung im Längenschnitt und Grundrifs.
Der Rohspiritus wird über dem Boden m m bei α in den Calorifer A eingeführt und steigt nach oben bis über den Deckel des inneren Gefäfses B. Hier rieselt er in die spiralförmige Rinne, Fig. 2, an der Peripherie ein und fliefst gegen die Mitte, wo er bei β in das verticale Rohr β γ gelangt. Dabei wird er durch den bei α eingelassenen Dampf erwärmt. Dieser strömt durch die Spirale α b, Fig. 2, in entgegengesetzter Richtung und erwärmt den Rohspiritus im Calorifer derart, dafs seine leicht verdunstenden Bestandtheile verdampfen und durch ein Rohr δ ξ nach der Vorgangcolonne III geleitet werden. Der übrige Spiritus fliefst durch Colonne I über den Vertheilungsapparat D in die Blase S.
In der Blase S werden die werthvollsten Spiritusbestandtheile verdampft und steigen durch die Colonne I, durch die verticalen Röhren, durch das Gefäfs B und durch das Rohr C, sowie durch die Colonne II, wo überall sie rectificirt werden, in den kleinen Dephlegmator E und von da abwechselnd durch einen von den beiden Entfuselungsapparaten F1 und F2 in den üblichen Dephlegmator und Kühlapparat, so wie es oben gesagt wurde.
In dem kleinen Dephlegmator E werden die vertical aufsteigenden Alkoholdämpfe durch Wasser abgekühlt, welches durch ein System verticaler, unten geschlossener Röhren herabfliefst und durch inwendige, unten offene
Röhren hinaufströmt, indem die letzteren in den ersteren concentrisch angeordnet sind. Die abkühlende Flüssigkeit strömt bei η ein, geht dann zwischen den Röhrenwänden herunter, durch die inneren· Röhren hinauf und strömt durch η1 wieder aus. >
Die Entfuselungsgefäfse bestehen aus einer Anzahl horizontaler Siebe, zwischen welchen kleine, durchlöcherte, oben und unten offene Töpfe aus Steingut (oder einem zum Alkohol neutralen Material) sich befinden, während die Zwischenräume mit Kork und Korkabfällen, Metallstücken, Holzkohlen, Spodium oder ähnlichen zum Absetzen der Fuselöle dienenden Körpern angefüllt werden.
Die am Boden der Blase 5' zurückgebliebene alkoholarme Flüssigkeit sammelt sich in einer Mulde an der tiefsten Stelle des Bodens und wird von da über den Boden u u der höchsten Kapsel der Kolonne IV gefördert, was mittelst einer Pumpe P geschehen kann. In dieselbe Colonne fliefst auch der am Boden derColonnelll über dem Diaphragma q q sich ansammelnde Lutter, welcher durch das Rohr ρ bis an den Boden des in der Kapsel qqnu befindlichen Centralrohres herunterfliefst, in demselben aufsteigt und dann über dessen Rand und über eine Anzahl Doppelteller r und i1 an den Boden; u u fliefst und hier, vereinigt mit der vom Boden der Blase S anlangenden Flüssigkeit; sich verbindend, weiter die Colonne IV durchfliefst und das Product dritter Qualität (Nachgang) liefert.
Die Doppelteller r und i1 wende ich in allen meinen Kapselcolonnen in Verbindung mit den Tellern t als Dreitellersystem an.
Blase S1 dient zum Ansammeln der zurückgebliebenen alkohollosen Flüssigkeit, sowie zum Nachwärmen entweder mittelst directer Dampfeinströmung (durch ein Dampfrohr Z) oder auch durch den bereits gebrauchten Dampf, welcher aus dem Calorifer oder aus der Blase 5 ausströmt.
Die Heizung der Blase S construire ich entweder in der in Fig. ι und 4 dargestellten Weise, indem ich nicht nur die Dampfserpentine1 de anwende, sondern darunter noch ein nach innen · gelochtes Dampfrohr g lege, so dafs ich durch dieses Dampf in die Blase einspritzen kann. Darüber wird die Blase mit Kieselsteinen, Glasscherben, Steinen oder mit ähnlichem vom Spiritus nicht angreifbaren Material, welches die Verdampfungsfläche vergröfsert, angefüllt. Der von dem Vertheilungsapparat D herabfliefsende. Spiritus wird möglichst über: diese Füllung vertheilt.
In : anderen Fällen construire ich meine Dampfheizung in der in Fig. 6 und 7 dargestellten Art mittelst concentrischer Ringröhren (rj bis r5), welche durch Bügelröhren (m, bis M4) derart verbunden sind, dafs der von aufsen zuströmende Dampf ein Ringrohr nach dem anderen durchläuft. Die Ringrohre liegen in concentrischen Rinnen, welche durch verticale Blechwände gebildet werden. Bei jeder bis an den Boden reichenden Rinnenwand und zwischen dieser^ und dem Ringrohre befindet sich noch eine concentrische Blechwand, welche die erstere um einige Millimeter überragt, unten aber vom Boden absteht, und dazu dient, um den über die erstere rieselnden Spiritus ganz herunterzuführen.
Schliefslich kann die Dampfheizung auch so eingeführt sein, wie es bei der über B, Fig. 1 und 3, angebrachten und oben beschriebenen Vorrichtung der Fall ist.
Das Rohr k1 dient zur Ueberführung des Lutters aus Colonne II in die Colonne I, hat aufserdem aber auch noch den Zweck, den Inhalt des Calorifers A unberührt lassen zu können, falls man die Colonnen II und I von oben ausspülen will. Bei vollständiger Einstellung des Betriebes läfst man durch das Rohr ^ Wasser ein, um den Spiritus in A-herauszutreiben, welcher über B ganz verdampft werden kann.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: Bei einem continuirlich wirkenden Spiritus-Destillir-Apparate:
1. Die Anwendung einer mit indifferentem Material angefüllten Destillirblase S (Fig. 1), den darüber angeordneten t Rectificircolonnen I und II mit zwischengeschaltetem Calorifer B, dem Dephlegmator E und den Entfuselungsapparaten F1 und F^ in Verbindung mit den seitlichen und über einander angeordneten Colonnen III und IV, zum Zwecke,, bei continuirlicher Destillation drei Qualitäten Spiritus zu erzeugen.
2. Bei der vorbezeichneten Anordnung die Heizung der Blase 5- mit ringförmigen Heizröhren T1 bis r5 (Fig. 7), welche mit Bügelröhren Zi1 bis M4 (Fig. 6 und 7) unter einander verbunden sind.
3. Bei der vorbezeichneten Anordnung in den Rectificircolonnen die Anwendung von Dreitellerkapseln (Fig. 1, Colonne II und III), bei welchen der unterste Teller t mit dem obersten Teller r mittelst eines oben offenen Cylinders verbunden ist, in welchem der Spiritus, von der darüber stehenden Kapsel zugeführt wird, um nicht direct über den, Teller, r, sondern zuerst über den zwischenliegenden Teller tx hinabzurieseln. .
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT35807D Kontinuirlich wirkender Spiritus-Destillir-Apparat Expired - Lifetime DE35807C (de)

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