DE925455C - Schuettelrutsche - Google Patents
SchuettelrutscheInfo
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Classifications
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Landscapes
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Description
- Schüttelrutsche Bei der Schütteirutsche das Gesamtgewicht möglichst niedrig zu halten, ist eine Forderung, die sich einmal dadurch ergibt, daß der Kräfteverbrauch in der Rutsche um so geringer ist, je weniger tote Masse von dem Impuls, der der Rutsche zur Förderung des Gutes erteilt wird, hin und her bewegt werden muß, zum anderen dadurch, daß jede Herabsetzung des Gewichtes des einzelnen Rutschenschusses das Umlegen der Rutsche bedeutend erleichtert. Man könnte daran denken, statt Stahlblech für die Rutschenschüsse leichte Metallegierungen zu verwenden, denn diese sind sowohl bezüglich der Zähigkeit des Werkstoffes, der Zugfestigkeit und schließlich auch bezüglich der Widerstandsfähigkeit gegen mechanische und chemische Angriffe den bisher verwendeten Stahisorten etwa gleichwertig. Jedoch beträgt ihr Elastizitätsmodul nur etwa ein Drittel desjenigen vom Stahl. Damit scheidet aber die Verwendung solcher Legierungen für die üblichen Rutschen, bei denen die Verbindung des ganzen Rutschenstranges durch Verbindungselemente bewirkt wird, die sich an den Rutschenschüssen, und zwar an deren Stoßstellen, befinden, aus. Die unmittelbar an den Enden der Rutschenschüsse seitlich angeordneten Verbindungsmittel leiten nämlich die Zug- und Druckkräfte auf Umwegen weiter, welche Biegungsverformungen und damit eine erhebliche Längenänderung der gesamten Rutsche zur Folge haben. Schon bei Verwendung von Stahl für die Rutschenschußbleche macht die Längenänderung einen erheblichen Teil des Rutschenhubes aus; bei einem Werkstoff mit kleinerem Elastizitätsmodul würde die Längen. änderung bei Rutschen mit 80 bis Ioom Gesamtlänge die vom Antriebsmotor vorgeschriebene Hublänge etwa verdoppeln, was eine unzulässige Erhöhung der Massenkräfte und meistens auch eine Störung des Bewegungsgesetzes, verbunden mit unverhältnismäßig großem Energieaufwand, zur Folge haben würde.
- Aus diesen Gründen hat man wohl auch von der Verwendung von Leichtmetall für Schüttelrutschen bisher abgesehen.
- Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß bei Schüttelrutschen, bei denen die Rutschenschüsse nicht durch an ihren Enden angreifende Verbindungselemente zusammengehalten sind, sondern mittels eines durchgehenden Zuggestänges auf Druck vorgespannt werden, andere Verhältnisse vorliegen. Derartige Verbindungen der Rutschenschüsse lassen sich durch Spannseile erzielen oder auch durch ein Zuggestänge, welches längs verschieblich mit den einzelnen Rutschenschüssen verbunden ist und, indem es gespannt wird, die Rutschenschüsse auf Druck vorspannt. Gemäß der Erfindung werden bei einer derartigen Schüttelrutsche, bei der das Zugmittel (z. B. kuppelbare Stahlstangen oder durchlaufende Stahldrahtseile) aus Stahl besteht, die Rinnenschüsse aus einer Leichtmetallegierung - gefertigt. Wird einer derartigen Rutsche eine bin und her gehende Bewegung erteilt, so werden die Rutschenschüsse nur abwechselnd von dem von der Einspannung herrührenden Druck teilweise entlastet; es werden also nur einseitige Beanspruchungen, nicht aber Zug-und Druckbeanspruchungen auf den Werkstoff der Rutschenschüsse ausgeübt. Gerade die wechselnden Zug- und Druckbeanspruchungen sind es aber, die die Verbindungselemente, insbesondere Niet- und Schraubenverbindungen, zerstörten.
- Werden die Rutschenschüsse aus Leichtmetall, insbesondere aus Aluminiumlegierungen, hergestellt, so empfiehlt es sich, auch die Knaggen, mittels deren sich die Rutschen an den Enden gegeneinander abstützen, die Schellen, mittels deren das Zugmittel an der Außen- bzw. Unterseite der Rinnenschüsse daran gehalten wird, und auch die Mitnehmer fär die Laufgestelle der Rutschenschüsse aus Leichtmetall herzustellen. Gerade diese Teile können insbesondere aus Siluminguß bestehen oder als Preßstücke aus Knetlegierungen gefertigt sein.
- Um die Verschleißfestigkeit der Rutschenschüsse zu erhöhen und die Reibungsverluste zu vermindern, können die Rutschenschüsse an den Auflagerflächen des Fördergutes plattiert oder mit einer auf elektrolytischem Wege erzeugten Aluminiumoxydschicht versehen sein.
- Mittels der Erfindung gelang es, bei einer Rutsche, deren Rinnenschüsse bisher aus Stahlblech gefertigt waren, das Gewicht des einzelnen Schusses um ein Drittel zu vermindern.
- In der Zeichnung ist eine gemäß der Erfindung ausgebildete Rutsche dargestellt und die Wirkung der Vorspannung erläutert, und zwar zeigt Abb. -i in Seitenansicht, Abb. 2 in Draufsicht einen Rutschenschuß- mit den Enden der beiden Nachbarschüsse; Abb. 3 stellt ein Spannungsdiagramm dar.
- Der Rutschenschuß besteht aus einem trogförmig gebogenen Blechteil I, an dessen Boden an beiden Enden Abstützungsknaggen 2 und 3 paarweise angeordnet sind, und zwar sind diese am Auslaufende 4 um die Überlappungsbreite von der Stirnkante zurückversetzt und mit einer Nase 5 versehen, welche zusammen mit der Überlappung das Ausklinken verhindert. Zwischen den Knaggen und unter dem Rutschenblech ist in der Längsmitte das Zuggestänge 6 angeordnet, welches in am Boden angenieteten Schellen oder Bügeln 7 längs beweg lich geführt ist. Das am Rutschenboden angenietete 1-Stück 8 dient zur Lagerung der Rutsche auf einem Laufgestell 9. An einem Ende des ganzen Rutschenstranges befindet sich ein nicht dargestellten Verspannungsmittel. Das abgekantete Blech i besteht aus Leichtmetall, insbesondere aus plattiertem Walzaluminium. Die zweckmäßig aus Siluminguß, also auch aus Leichtmetall bestehenden Beschläge 2, 3, 7, 8 sind mit Aluminiumnieten befestigt.
- Im ungespannten Zustand ist das Gestänge a kürzer als die Einspannlängeb der mit den Stützknaggen aneinanderliegenden Schüsse I (Abb. 3).
- Beim Verspannen wird das Gestänge um den Betrag c gedehnt, die Schüsse insgesamt um den Betragd gekürzt. Mit e ist dann die Spannkraft bezeichnet, welche im Ruhezustand in beiden Strängen a und b auftritt. Wird im Betriebe das Gestänge a um den Betrag x gedehnt, dann längen sich auch die Schüsse insgesamt um den gleichen Betrag, die Spannkraft im Gestänge wächst, die in den Schüssen verringert sich, ohne den Wert Null zu erreichen.
- Da insgesamt infolge der größeren Längsfederung der Schüsse eine große Federung zur Verfügung steht, kann die Spannkraft e der Ruhe beträchtlich geringer sein als die größte im Gestänge während des Betriebes auftretende Zugkraft. Das bedeutet, daß bei diesem Aufbauprinzip der Rutsche (Vorspannung der Schüsse durch ein Zuggestänge) die Beanspruchung der Rutschenschüsse durch die Übertragung der Bewegung vom Antrieb auf das Fördergut viel geringer ist.
- PATENTANSPRVCHE: I. Schüttelrutsche, bei der die Rinnenschüsse durch ein Zugmittel (Gestänge oder Seil) auf Druck vorgespannt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugmittel aus Stahl, die Rinnenschüsse aus Leichtmetall bestehen.
Claims (1)
- 2. Schüttelrutsche nach Anspruch I, dadurch: gekennzeichnet, daß die an den Rutschenschüssen befestigten Teile, wie Abstützknaggen, Schellen für das Zugmittel, Laufgestellmitnehmer, ebenfalls aus Leichtmetall bestehen.3. Schüttelrutsche nach Anspruch2, dadurch gekennzeichnet, daß diese Teile aus Siluminguß bestehen.4. Schüttelrutsche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß diese Teile als Preßstücke aus Knetlegierungen ausgeführt sind.5. Schüttelrutsche nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rutschenbleche plattiert oder mit einer auf elektrolytischem Wege erzeugten Aluminiumoxydschicht überzogen sind.Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 617 820, 663 059, 665 O97, 7OI 93I, Zeitschrift »Schlägel und Eisen«, 1933, Nr. 1, S. 6; Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen in Preußen, 1934, 5. 17.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP37274A DE925455C (de) | 1949-03-20 | 1949-03-20 | Schuettelrutsche |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE925455C true DE925455C (de) | 1955-03-21 |
Family
ID=7375204
Family Applications (1)
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| DEP37274A Expired DE925455C (de) | 1949-03-20 | 1949-03-20 | Schuettelrutsche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE925455C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE617820C (de) * | 1933-07-20 | 1935-08-26 | Hauhinco Maschf | Schuettelrutsche mit nach Verschleisstraeger und Kraftaufnahme unterteiltem Aufbau mittels Laengs- und Querbaender |
| DE663059C (de) * | 1938-07-28 | Gewerkschaft Reeuss | Foerdertrog aus Blech mit harter Foerderflaeche zum Foerdern harten Schuettgutes | |
| DE665097C (de) * | 1936-05-14 | 1938-09-14 | Gewerkschaft Reeuss | Verfahren zur Herstellung von Rutschentroegen |
| DE701931C (de) * | 1938-11-19 | 1941-01-27 | Walter Hardieck | Schuettelrutsche, deren Schuesse durch etwa ueber u einem Ganzen verspannt werden |
-
1949
- 1949-03-20 DE DEP37274A patent/DE925455C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE663059C (de) * | 1938-07-28 | Gewerkschaft Reeuss | Foerdertrog aus Blech mit harter Foerderflaeche zum Foerdern harten Schuettgutes | |
| DE617820C (de) * | 1933-07-20 | 1935-08-26 | Hauhinco Maschf | Schuettelrutsche mit nach Verschleisstraeger und Kraftaufnahme unterteiltem Aufbau mittels Laengs- und Querbaender |
| DE665097C (de) * | 1936-05-14 | 1938-09-14 | Gewerkschaft Reeuss | Verfahren zur Herstellung von Rutschentroegen |
| DE701931C (de) * | 1938-11-19 | 1941-01-27 | Walter Hardieck | Schuettelrutsche, deren Schuesse durch etwa ueber u einem Ganzen verspannt werden |
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