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Wertstempelapparat Die Erfindung betrifft einen Wertstempelapparat,
der beliebig einstellbare Werte auf eine Unterlage, wie beispielsweise einen Brief
oder einen Scheck, stempelt. Derartige Wertstempelapparate werden vielfach zum Freimachen
von Briefen verwendet, die Stempelungen. dienen somit als Ersatz für käufliche Wertzeichen.
Die Benutzung derartiger Wertgtempelapparate muß daher auf einen bestimmten, vorher
eingestellten und bezahlten Wertbetrag begrenzt werden.
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Bei den bekannten Wertstempelapparaten ist diese Voreinstellung auf
einen bestimmten Werthetrag nur unter Verwendung besonderer Schablonen od. dgl.
oder unter Verwendung besonderer Einstellschlüssel möglich. Die Erfindung bezweckt
eine Vereinfachung der Einrichtungen für die Voreinstellung des Apparates auf einen
bestimmten Wertbetrag, welche zugleich die Abrechnung des Benutzers mit derjenigen
Stelle, welche die Voreinstellung vornimmt, z. B. mit der Post, erleichtert.
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Gemäß der Erfindung besitzt der Wertstempelapparat ein über eine Skala
bewegliches Einstellglied, welches derart mit einer Sperrvorrichtung, die unter
dem Einfluß eines die verstempelten Beträge aufnehmenden Zählwerkes fortgeschaltet
wird, gekuppelt ist, daß es nur bei einer Bewegung aus seiner Nullstellung heraus
eine Voreinstellung der Sperreinrichtung bewirkt. Diese zwangläufige Kupplung gemäß
der Erfindung ermöglicht es, daß das Einstellglied selbst an denn Apparat angebracht
sein kann, so da.B besondere Hilfsmittel für die Einstellung der sogenannten Vorgabe
nicht erforderlich
sind. Das Einstellglied kann hierbei mit einer
Anzeigevorrichtung versehen sein, die den jeweils eingestellten Vorgabebetrag zur
Anzeige bringt. Auch kann ein Zählwerk vorgesehen sein, das alle Vorgabeeinstellungen
aufsummt.
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Für die zwangläufige Kupplung gemäß der Erfindung wird zweckmäßig
ein einschaltbares Kupplungsglied vorgesehen, welches mit Sperreinrichtungen ausgerüstet
ist, die zwangläufig entweder nur eine Einstellung unter Vorgabe oder eine Benutzung
des Apparates gewährleisten.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt Fig. i die Einrichtung zur Einstellung der Vorgabe im Schnitt, Fig. 2 eine
Einstellscheibe der Einstellvorrichtung, Fig. 3 eine Anzeigevorrichtung, Fig.4 die
Einstellvorrichtung in Ansicht von vorn, Fig. 5 die Einstellvorrichtung in Seitenansicht,
Fig.6 einen Längsschnitt durch den Wertstempelapparat, Fig. 7 den Wertstempelapparat
in Ansicht von oben, Fig. 8 a'bis 8 c eine Sperreinrichtung in verschiedenen Arbeitsstellungen,
Fig. g eine Ansicht des Wertstempelapparates von oben, Fig. io eine Seitenansicht
des Wertstempelapparates, Fig. i i a und i i b eine Sperreinrichtung, Fig. 12 und
13 die Umlaufsperre des Wertstempelapparates in verschiedenen Arbeitsstellungen.
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Das gesamte Getriebe des Wertstempelapparates ist in einerri aus zwei
Platten 1, 2 (Fng. g, io) und den Verbindungsstücken 235 gebildeten Rahmen gelagert.
Dieser Rahmen wird von einem Gehäuse 3 umschlossen, dessen eine Seitenwand 3a herausnehmbar
ist.
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Mit einer zwischen den beiden Rahmenplatten 1, 2 gelagerten Achse
4 dreht sich eine Drucktrommel 5 (Fig. 7), die auf ihrem Mantel auswechselbare Druckstöcke
trägt. Diese Trommel 5 dient als Antriebsorgan für die verschiedenen Einrichtungen
des Wertstempelapparates.
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Während jedes Umlaufes der Drucktrommel 5 werden die an dem einstellbaren
Wertdrucker eingestellten Werte in einem Zählwerk igi (Fig. i und 9) aufgesummt.
Die Fortschaltung des Zählwerkes igi bewirkt eine mit der Drucktrommel 5 gekuppelte
Schalttrommel 125 (Fig.6 und 7).
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Das Gesamtzählwerk igi (Fig. i) sitzt auf einer Achse 168, die in
den Rahmenplatten, i und 2 gelagert ist. Die Zahlenrollen der unteren Werteinheiten
können sowohl mittels der Zahnräder 179 bis 182 unmittelbar seitens der Schalttrommel
125 als auch durch die Triebe in Abhängigkeit voneinander fortgeschaltet werden.
Die Zahlenrollen 178 und folgenden der oberen Werteinheiten werden in bekannter,
nicht näher dargestellter Weise lediglich mittels im Innern der Zahlenrollen angeordneter
Fortschaltegetriebe durch die jeweils vorgeordnete Zahlenrolle fortgeschaltet.
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Der Leerlauf der Drucktrommel 5 muß genau begrenzt sein. Hierzu dient
in bekannter Weise eine Umlaufsperre (Fig. 6, 7, 12 und 13). An einem U-förmigen
Lagerwinkel 284 (Fig. 12, 13) der Rahmenplatte 2 ist mittels einer Achse 285 ein
Sperrhebel 28o vertikal verschwenkbar gelagert (Fig. 6, 12, 13). Eine Feder 283
ist bestrebt, die Sperrnase 281 des Hebels 28o gegen die eine Stirnwand der Drucktrommel
5 zu pressen, in der sich eine Öffnung 297 befindet. Auf einer in den Rahmenplatten
gelagerten Achse 279 ist eine Mitnehmerscheibe 286 längs der Achse verschiebbar
angeordnet. Auf diese Mitnehmerscheibe 286 wirkt ein Druckknopf 278 mit seinem Schaft
289 ein. Die Mitnehmerscheibe 286 ist mittels Zapfen 287 mit einem mit der Achse
279 verstifteten Anschlaghebel 291 gekuppelt. Den Hebel 291 hält eine Feder 298
(Fig. 6) für gewöhnlich in einer Lage, in der sich der Hebel 29i an der Nase 282
des Sperrhebels 28o abstützt. Die um die Achse 279 gelegte Feder 288 ist bestrebt,
die Mitnehmerscheibe 286 von dem Anschlaghebel 291 wegzuschieben und damit den Sperrknopf
278 nach außen zu schieben. Wird der Druckknopf 278 niedergedrückt und die Mitnehmerschei.be
286 entgegen der Einwirkung der Feder 288 verschoben, dann nimmt sie den Sperrhebel
28o mit, so. daß er in die in Fig. 13 gezeigte Lage übergeführt wird. Hierbei gibt
die Sperrnase 282 den Anschlaghebel 29z frei. Die Feder 298 verdreht daher den Anschlaghebel
29i, so daß dieser hinter die Nase 282 tritt und den Sperrhebel 280 entgegen
der Einwirkung seiner Feder 283 festhält. Dadurch bleibt die Sperrnase 281 des Hebels
28o aus der Nut 297 der Drucktrommel 5 ausgehoben. Die Drucktrommel kann sich ungehindert
drehen. Die Verriegelung des Sperrhebels 28o an dem Anschlaghebel 291 wirrt mittels
des an der Achse 2g5 drehbar gelagerten Auslösehebels 2g3 (Fig. 6) wieder aufgehoben.
Gegen Ende eines Umlaufes der Drucktrommel 5 trifft der Zapfen 13o der mixt der
Drucktrommel gekuppelten Schalttrommel i25 auf den Auslösehebel 293 und verschwenkt
diesen. Hierbei stößt der Arm 294 des Auslösehebels 293 gegen den Anschlaghebel
291. Der Anschlaghebel 291 und die Achse 279 werden gedreht. Der Hebel 291 gibt
die Nase 282 des Sperrhebels 28o frei. Der Sperrhebel 28o kehrt unter dem Einfluß
seiner Feder 283 in die in Fig. 18 dargestellte Ruhelage zurück, in der die Sperrnase
28i an der Stirnwand der Drucktrommel anliegt. Sobald die Trommel 5 ihre Ruhestellung
erreicht, fällt die Sperrnase 281 in die Nut 297 ein und sperrt dadurch die Trommel
5 gegen weitere Verdrehung.
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Bei der durch den Arm 294 des Auslösehebels 293 bewirkten Verdrehung
der Achse 279 wird die über die Zapfen- 287 mit dem. Anschlaghebel 291 gekuppelte
Mitnehmerscheibe 286 ebenfalls verdreht, so daß ihr Ausschnitt 29o in der Bewegungsbahn
des Sperrhebels 28o liegt. Diese Verdrehung wird so lange aufrechterhalten, bis
die Drucktrommel 5
ihren Umlauf beendet hat und wieder gesperrt
wird. Erst in dieser Stellung verläßt der Zapfen 130 den Auslösehebel 293, und der
Arm 29q. gibt den Anschlaghebe1291 frei. Da von dem Augenblick der Entriegelung
des Sperrhebels 28o bis zu der erneuten Sperrung der Drucktrommel 5 der Ausschnitt
29o der Mitnehmerscheibe 286 in der Bewegungsbahn des Sperrhebels 28o liegt, kann
dieser .durch eine neue Betätigung des Druckknopfes 278 nicht noch einmal beeinflußt
werden. Der Druckknopf macht lediglich eine Leerbewegung. Auch wenn der Druckknopf
während der ganzen Zeit des Umlaufes der Drucktrommel 5 niedergedrückt gehalten
wird, wird die Trommel mit Sicherheit am Ende des Umlaufes wieder gesperrt, da der
Sperrhebel 28o bei seiner Entriegelung in den Ausschnitt 29o der Mitnehmerscheibe
286 eintritt. Nunmehr erst kann nach Loslassen des Druckknopfes 278 durch ein erneutes
Niederdrücken desselben die Trommel für einen weiteren Umlauf entsperrt werden.
Auf die bisher beschriebene Umlaufsperre erstreckt sich der Erfindungsschutz nicht,
sondern auf die folgend beschriebene Vorgabeeinstellung.
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In den Abwinkelungen 211, 212 (Fig. 1) der zwischen den Rahmenplatten
angeordneten Verbindungsbrücke 235 ist eine Achse 213 gelagert, auf der die seitlich
verschiebbare Kupplungshohlachse 216 sitzt. Diese trägt an ihren beiden Enden je
ein Kronenrad 218 und 21g. Ein Stift 215 der Achse 213, der in einem Schlitz 217
der Hohlachse 216 liegt, kuppelt die Achse 213 mit den Kronenrädern 218, 21g. Diese
können wechselweise mit entsprechenden Kronenrädern 22o und 221 in Eingriff gelangen,
die lose auf der Achse 213 sitzen. Das Kronenrad 221 ist mit einem Zahnrad 222 fest
verbunden und das Kronenrad :22o mit einem Zahnrad 223, das mit dem Zahnrad 193
eines Gesamtwertzählwerkes 191 im Eingriff steht. Mit der Achse 213 sind eine Sperrscheibe
224 und eine Skalenscheibe 224a fest verbunden. Die Skalenscheibe 224a (Fig. 2)
trägt die Zahlenwerte der Vorgabeeinheiten; hinter einem Fenster 226 des Gehäuses
3a ist der jeweilig erscheinende Wert ablesbar.
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In das Stirnrad 222 des Kronenrades 221 greift ein Zahnrad
227 ein, das zusammen mit seinem Kegelzahnrad 228 auf einer im Winkel 211 lagernden
Achse 229 sitzt. Auf der Achse 229 sitzt ferner ein Zahnrad 230, welches
ein Zählwerk 231, den sogenannten Kontrollzähler, für die eingestellten Vorgaben
antreibt. Schließlich trägt die Achse 229 an ihrem Ende eine Scheibe 233 (Fig. 3),
deren Marke 232 längs eines an dem Gehäuse 3 angebrachten Zahlenkranzes 234 bewegt
werden kann.
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In dem Verbindungsstück 235 ist eine Achse 236 drehbar gelagert. Sie
trägt an dem einen Ende das Kegelrad 237, welches mit dem Kegelrad 228 im Eingriff
steht, und an ihrem anderen Ende als Handhabe einen Knopf 238 mit einem Arm 239
(Fig. 4, 5). Auf der Achse 236 ist ein Anschlaghebel 240 frei beweglich gelagert,
der einen federnden Zapfen 241 trägt. Dieser Anschlaghebel 24o kann über einen die
Vorgabeeinheiten anzeigenden Zahlenkranz 242 hinweg bewegt werden, und der Zapfen
2q.1 kann in eines der den Zahlenkranz 242 umsäumenden Löcher 2¢1a eingesetzt werden.
Hierbei dient der Zapfen 241 als Anschlag für den Arm 239 bei einer Verdrehung des
Einstellknopfes 238, damit Fehleinstellungen dieses Knopfes vermieden werden. Oberhalb
des Einstellknopfes 238 ist horizontal verschwenkbar ein Kupplungshebel 243 angeordnet,
der mit seinem vorderen, zu einer Handhabe ausgestalteten Ende in einer von zwei
Rasten 24q.' und a44b der Platte 235 liegt. Das andere, kopfförmig ausgebildete
Ende 245 des Kupplungshebels 243 liegt oberhalb der Hohlachse 216 (Fig. 1) zwischen
den beiden Kronenrädern 218 und 219. Durch eine Verschwenkung des Kupplungshebels
243 werden wahlweise die Räder 218, 221 oder 219, 220 miteinander gekuppelt.
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Damit der Kupplungshebel 243 einerseits nur in einer bestimmten Stellung
der Drucktrommel 5 und andererseits nur in einer bestimmten Stellung der als Vorgabeanzeiger
dienenden Scheibe 233 verschwenkt werden kann, trägt eine von der Drucktrommel gesteuerte
Schalttrommel 125 eine Rast 141 (Fig. 6). Nur in der Ruhestellung der Drucktrommel
5 liegt die Verlängerung 246 (Fig. 7) des Kupplungshebels 243 dieser Rast 141 gegenüber,
so daß der Hebel ungehindert verschwenkt werden kann. Ferner ist das Kegelrad 237
(Fig. 1) mit einer Scheibe 247 verbunden, die einen Einschnitt 248 besitzt (Fig.8).
Auf dein Umfang dieser Scheibe 247 liegt ein Zapfen 25o eines an zier Platte 235
drehbar gelagerten Hebels 249 auf. Ein doppelarmiger Anschlaghebel 251 sitzt drehbar
an dem Hebel 249; beide Hebel 249, 251 werden von einer am Anschlaghebel 251 befestigten
Feder 252 gegen die Scheibe 247 gezogen. Ist die Scheibe 247, wie in Fig. 8 c dargestellt,
aus der Ruhelage verdreht, dann liegt der Anschlagarm 251 vor dem Kupplungshebel
243 und verhindert seine Umschaltung. Erst wenn der Einstellknopf 238 in seine Ausgangsstellung
auf Null und dabei auch der Markierungsstrich 232 (Fig. 3) der Scheibe 233 in die
Nullstellung zurückgeführt worden ist, befindet sich die Rast a48 der Scheibe 247
unterhalb des Zapfens 250; dadurch kann das Hebelpaar 249-251 unter dem Zug
der Feder 252, wie in Fig. 8 a dargestellt, in die Rast 248 einfallen, so daß der
Anschlaghebel 251 den Kupplungshebel 243 freigibt. Wird nach einer Verschwenkung
des Kupplungshebels 243 die Scheibe 247 aus ihrer Ruhelage verstellt, dann bleibt
zunächst, trotz der Verstellung des Hebels 249, der Anschlaghebel 251 unter dem
Hebel 243 liegen (Fig. 8b). Sobald jedoch der Kupplungshebel 243 wieder zurückgestellt
ist, wird der Hebel 251 unter der Wirkung seiner Feder 252 verschwenkt, so daß er
den Kupplungshebel 243 erneut verriegelt.
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Die Wirkung und Arbeitsweise der Vorgabeeinrichtung ist folgende:
Die Vorgabe erfolgt um bestimmte Werteinheiten. Dabei ist der Wertbegriff dieser
Einheiten abhängig davon, von welcher Zahlenrolle des Gesamtzählwerkes 191 mittels
der Zahnräder 193, 223 die Sperrscheibe 224 gesteuert
wird. Ist
das Zahnrad 193 mit der fünften Zahlenrolle (Fig. i) -des Gesamtzählwerkes verbunden,
welche Einheiten von je ioo RM anzeigt, dann erfolgt auch die Einstellung der Vorgabe
um Einheiten von je ioo R12. Die Einstellskala 242 der Platte 235 besitzt 15 verschiedene
Einstellmöglichkeiten. Es können also durch die Vorgabe Beträge bis zu i 5oo RM
voreingestellt werden. Befinden sich die Drucktrommel 5 und die mit ihr durch Zahnräder
verbundene Schalttrommel i25 in ihrer Ruhestellung sowie andererseits der Einstellknopf
238 und der Vorgabeanzeiger 233 in ihrer Nullstellung, dann kann bei 1'erschwenkung
des Kupplungshebels 243 aus der Rast 244a in die Rast 244b das Ende 246 des Kupplungshebels
243 in die Aussparung 141 der Schalttrommel 125 (Fig.6, 7) eintreten und
der vordere Teil des Hebels über den in die Rast 248 gesenkten Anschlaghebel 251
(Fig. $ a) hinweggleiten. Hierdurch wird gleichzeitig die Schalttrommel i25 gegen
Drehung gesperrt. Bei dieser Einschaltung verschiebt der Kopf 2q.5 des Kupplungshebels
2q.3 die Kupplungshohlachse 2i6 (Fig. i) ; das mit dem Zahnrad 222 verbundene Kronenrad
221 wird mit dem Kronenrad 2i8 und damit mit :der Achse 213 gekuppelt, welche die
Scheiben 224, 224" trägt. Soll ein Betrag von 5oo RM eingestellt werden, dann wird
zunächst der Stift 241 in das der Zahl 5 der Skala 242 zugeordnete Loch 241a eingesetzt.
Sodann wird der Einstellknopf 238 gedreht, bis sein Arm 239 an dem Stift 241 seinen
Anschlag findet. Diese Drehbewegung teilt sich über die Achse 236, die Kegelräder
237 und 238 dem Zahnrad 227 mit. Das Zahnrad 227 schaltet mittels des auf der gleichen
Welle 229 angeordneten Zahnrades 23o den Kontrollzähler 231 um die fünf Einheiten
fort. Die auf der Welle 229 sitzende Anzeigescheibe 233 wird ebenfalls eingestellt.
Ferner verdreht das mit dem Zahnrad 227 gekuppelte Zahnrad 222 über die Kronenräder
221, 218 die Hohlwelle 216. Diese nimmt mittels des in ihren Schlitz 217 ragenden
Stiftes 2i5 die Achse 2i3 mitsamt der Sperrscheibe 224 und der Zahlenscheibe 224a
mit. Die Sperrscheibe 224 wird somit um fünf Vorgabeeinheiten = 5oo RM aus ihrer
jeweiligen Stellung verdreht. Dies kann die Null- oder Sperrstellung sein oder auch
eine beliebige andere Stellung, wenn nämlich ein früher eingestellter Vorgabebetrag
noch nicht ganz verbraucht war. Der sich aus der Neueinstellung ergebende neue Gesamtvorgabebetrag
wird von dem Zahlenkranz 22411 an einem Fenster 226 gewissermaßen als Kassenbestand
angezeigt. Die Harke 232 des Vorgabeanzeigers 233 hingegen ist auf die Zahl 5oo
des am Gehäuse 3 angebrachten Zahlenkranzes 234. welche der gerade neu eingestellten
Vorgabe entspricht, eingestellt. Der Vorgabeanzeiger 233 zeigt somit in Übereinstimmung
zu der jeweiligen Einstellung des Knopfes ä38 die gerade eingestellte Vorgabe an.
Die Scheibe 224a zeigt den Gesamtvorgabebetrag an, der in jedem Augenblick verstempelt
werden kann. Der Kontrollzähler 231 addiert alle Vorgabeeinstellungen. Hierbei wird
der Kontrollzähler jeweils nur um den Ziffernwert der Vorgabeeinheiten, im Beispiel
also um fünf Schritte fortgeschaltet; an dem Ablesefenster des Zählers können die
den Wertbegriff der Vorgabeeinheiten ergänzenden Nullen, im Beispiel oo, fest angebracht
werden. Hierdurch werden die Ausmaße des Kontrollzählers 231 klein gehalten, und
es kann derselbe Zähler bei Apparaten für verschiedene Werteinheiten verwendet werden.
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Bei der Einstellung der Vorgabe mittels des Knopfes 238 wird die Scheibe
247 ebenfalls um die fünf Einheiten verdreht; hierdurch wird der Zapfen 25o des
Hebelpaares 249, 25i aus der Rast 248 auf die Oberfläche der Scheibe 247 gehoben
und der unter dem Kupplungshebel 243 liegende Anschlaghebel 25 i dabei unter Spannung
seiner Feder 252 gedreht (Fig. 8b). Wird jetzt nach vollzogener Einstellung der
Vorgabe der Kupplungshebel 243 wieder in die Rast 244a zurückbewegt, wodurch die
Sperrung der Schalttrommel 125 aufgehoben wird, dann gleitet er über den Anschlaghebel
251 hinweg und gibt diesen frei, so daß der Hebel 251 sich wieder sperrend
vor den Kupplungshebel 243 legt.
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Durch die Zurückstellung des Kupplungshebels 2.I3 in die Rast 244a
wird auch die Kupplung der Kronenräder 221, 218 ;gelöst, und es werden die Kronenräder
220, 219 (Fig. i) gekuppelt. Damit gelangt das mit der Zahlenrolle 178 des Gesamtzählwerkes
igi verbundene Zahnrad 193 über das Zahnrad 223, die Kronenräder 220, 219, die Hohlwelle
2i6, den Stift 215 mit der Achse 213 und damit schließlich mit der Sperrscheibe
224 in formschlüssige Verbindung. jede Fortschaltung des Gesamtzählwerkes igi um
eine Einheit von ioo RM, d.'h. jede Fortschaltung der fünften Zahlenrolle 178, wird
über die Zahnräder 193, 223 auf die Sperrscheibe 224 übertragen, die hierdurch rückläufig
bewegt wird. War die Sperrscheibe durch fünf Vorgabeeinheiten aus ihrer Ruhelage
verstellt, dann gelangt sie nach Verstempelung von 5oo RM wieder in die Null- und
Sperrlage zurück. Zwangläufig wird hierbei auch die Anzeigescheibe 224a in die Nullstellung
zurückbewegt; der jeweilige Stand des noch verstempeibaren Wertbetrages kann jederzeit
am Fenster 226 abgelesen werden. Dagegen bleibt der Vorgabeanzeiger 232, 233 stehen;
er zeigt unverändert den Wert der zuletzt eingestellten Vorgabe an.
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Nach Ingebrauchnahme des Wertstempelapparates kann auch vor Erschöpfung
der eingestellten Vorgabe eine neue Vorgabe eingestellt werden. Hierzu muß zunächst
die bestehende Vorgabe am Vorgabeanzeiger 233 gelöscht werden. Der Einstellknopf
238 wird deshalb aus seiner ersten Vorgabestellung von 5oo in die Nullage gedreht.
Hierbei wird auch der Vorgabeanzeiger 233 über die beiden Kegelräder 228 und 237
zwangläufig in seine Nüllstellung zurückgeführt. Da sich der Kontrollzähler 231
nur in additiver Weise schaltet, bleibt die in umgekehrter Richtung erfolgende Drehung
des Antriebes 230 ohne Schaltwirkung auf den Kontröllzähler.
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Bei dieser Drehung des Knopfes 238 wird auch die Scheibe 247 in ihre
Anfangsstellung zurückgebracht,
so daß die Rast 248 unter den Zapfen
250
gelangt, der in sie unter der Wirkung der Feder 252 eintritt (Fig. 8a).
Hierdurch gelangt der Anschlaghebel 251 aus der Bahn des Kupplungshebels 243. Der
Kupplungshebel 243 wird somit erst nach der Löschung der alten Vorgabe im Vorgabeanzeiger
233 zur Überführung in die Kupplungsstellung für die Einstellung einer neuen Vorgabe
freigegeben. Nachdem diese im Vorgabeanzeiger 233 erfolgt ist, kann eine neue Vorgabe
in oben beschriebener Weise eingestellt werden. Während jede neue Vorgabe stets
nur mit ihrem Wert im Vorgabeanzeiger 233 angezeigt wird, erscheint im Bestandsanzeiger
22q.° der Vorgabewert unter Umständen um den Betrag erhöht, der aus der vorangegangenen
Vorgabe noch nicht verbraucht ist. Stehen im Bestandsanzeiger 224a beispielsweise
noch Zoo RM als unverstempelte Vorgabeeinheiten und beträgt die neue Vorgabe wiederum
5oo RM, so zeigt der um die neuen fünf Einheiten geschaltete Bestandsanzeiger 22411
als Bestand 5oo -I- 200 = 7oo an. Damit bei der Einstellung wie bei der Löschung
der Vorgabe der Knopf 238 immer nur in der richtigen Drehrichtung gedreht werden
kann, trägt die Achse 236 ein Sperrad 253 (Fig. 4, 5). In dieses Sperrrad greift
ein doppelseitiger, an der Platte 235 drehbar gelagerter Sperranker 254 mit einer
seiner Sperrnasen 255 ein. Der Kupplungshebel 243 steuert mittels einer Feder 256
den Anker 254. Zur Löschung der Vorgabe verbleibt der Kupplungshebel 243 in der
Rast 244a, d. h. in einer Lage, in der die Kronenräder 219, 220 miteinander im Eingriff
stehen. Der untere Ankerarm 255 liegt daher durch die an ihm befestigte Feder 256
sperrend in den Zähnen des Sperrades 253. Der Knopf 238 kann jetzt nur für die Löschung
entgegen der Uhrzeigerbewegung gedreht werden. Wird .der Kupplungshebel 243 nach
dem Löschvorgang in die Kupplungsstellung, d. h. in die Rast 2446 umgeschaltet,
dann wird der Sperranker 254 mittels der Feder 256 geschwenkt; der obere Sperrarm
255 tritt in das Sperrad 253 ein. Nun ist eine Drehung des Knopfes 238 nur im Sinne
der Uhrzeigerbewegung möglich, wie sie für die Einstellung einer neuen Vorgabe erforderlich
ist.
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Der Einstellknopf 238 und der Kupplungshebel 243 sind unter einer
Verschlußklappe 271 (Fig. 9, io) angeordnet. Die Klappe 271 trägt einen Zapfen 271a
(Fig.4), der in der Verschlußstellung der Klappe 271 in entsprechende Ausbohrungen
des Knopfes 238 greift und ihn somit in seiner Lage festhält. Ein Ansatz 2716 der
Klappe 271 ermöglicht ein Schließen der Klappe nur, wenn der Kupplungshebel 243
sich in seiner Ausgangsstellung in der Rast 244a befindet. Die Klappe 271 wird in
ihrer Verschlußstellung zweckmäßig mittels einer durch entsprechende Osen gezogenen
Plombenschnur gesichert.
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Auf dem Umfang der Sperrscheibe 224 liegt unter der Einwirkung einer
Feder 259 (Fig. 6, 11) die Nase 258 eines drehbaren Hebels 257 auf. Das obere Ende
des Hebels 257 ist mit einer Schubstange 261 verbunden, die in einem Lager 262 seitlich
verschiebbar geführt wird. Das freie Ende dieser Schubstange 26i stößt gegen einen
Anschlaghebel 292, der mit der Achse 279 der Umlaufsperre fest verbunden ist.
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Sobald die eingestellte Vorgabe verbraucht ist und das Gesamtzählwerk
igi die Sperrscheibe 224 über die Zahnräder 193, 223 in ihre Nullstellung,
das ist ihre Sperrlage, zurückgedreht hat, liegt die Rast 225 der Sperrscheibe 224
vor der Nase 258 des Hebels 257. Dieser Hebel Tällt unter der Wirkung seiner Feder
259 in die Rast 225 ein und verschiebt gleichzeitig die Schubstange 261.
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Diese Verschiebung der Schubstange 261 erfolgt während des letzten
Teils des Umlaufes der Drucktrommel 5. In diesem Augenblick ist die Achse 279 durch
die Einwirkung des Armes 29q. (Fig. 6) auf dem Anschlaghebel 291 verschwenkt. Der
Sperrhebel 28o (Fig. 12, 13) ist entriegelt und bereitet die Sperrung der Drucktrommel
vor. Sobald die Drucktrommel 5 und die Schalttrommel 125 ihre Ruhestellung erreichen,
in der die Sperrnase 281 in die Aussparung der Drucktrommel 5 einfällt, wird zwar
der Hebel 293 freigegeben und damit die Einwirkung seines Armes 294 auf den Anschlaghebel
291 aufgehoben, die Achse 279 kann jedoch durch ihre Feder 298 nicht in ihre Anfangsstellung
zurückgedreht werden, da die Sehubstange 261 sperrend in der Bahn des Anschlaghebels
292 liegt. Infolgedessen bleibt auch die Scheibe 286 in der verdrehten Lage, in
der ihr Einschnitt 290 vor dem Sperrhebel 28o liegt. Wird jetzt der Druckknopf 278
niedergedrückt, dann bleibt der Sperrhebel 28o unbeeinflußt. Die Trommel 5 kann
nicht entsperrt werden, der Apparat ist mithin nach Erschöpfung der Vorgabe gesperrt.
Erst die Einstellung einer neuen Vorgabe gibt ihn wieder zur Benutzung frei. Hierbei
wird die Sperrscheibe 224 in der bereits beschriebenen Weise aus ihrer Sperrstellung
herausgedreht. Der Hebel 257 gleitet dabei mit seiner Nase 258 unter gleichzeitiger
Spannung der Feder 259 auf die Mantelfläche der Sperrscheibe 224 und zieht zwangläufig
die Schubstange 261 zurück. Der Anschlaghebel 292 wird damit freigegeben, und die
Achse 279 wind mit den Hebeln 29i, 292 und der Scheibe 286 in die Ausgangsstellung
zurückgedreht. Jetzt erst kann der Druckknopf 278 über die Scheibe 286 den Sperrhebel
280 verschwenken und die Nase 281 aus der Nut 297 der Trommel 5 herausheben.
Der Apparat ist wieder frei zur Benutzung.