DE91543C - - Google Patents

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DE91543C
DE91543C DENDAT91543D DE91543DA DE91543C DE 91543 C DE91543 C DE 91543C DE NDAT91543 D DENDAT91543 D DE NDAT91543D DE 91543D A DE91543D A DE 91543DA DE 91543 C DE91543 C DE 91543C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/02Single-lift jacquards

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 86: Weberei.
mittelst einer einzigen Musterkette.
Für die Herstellung der der Fabrikation zu Grunde liegenden Muster werden in der Weberei gewöhnlich Jacquard-Webstühle verwendet, deren Kette für jeden Bindungsrapport des Harnischbrettes eine andere Farbenzusammenstellung zeigt. Man erhält dann eine der Anzahl der Bindungsrapporte entsprechende Zahl von Mustern, welche zwar in der Farbenzusammenstellung verschieden sind, jedoch .alle die gleiche Bindung des Gewebes aufweisen.
Nach dem vorliegenden Verfahren erhält man dagegen mittelst einer einzigen Musterkarte eine der Anzahl der Bindungsrapporte entsprechende Zahl von Mustern, von denen jedes eine andere Bindung besitzt, während, wie bisher, auch die-Farbenzusammenstellung der Muster eine verschiedene sein kann. Dies wird dadurch erzielt, dafs die Harnischlitzen in die einzelnen Rapporte des Harnischbrettes bezw. bei Schaftmaschinen die Kettenfäden in die einzelnen Abtheilungen der Schäfte gruppenweise permutirt oder versetzt eingezogen werden, so dafs die Harnischlitzen. bezw. Kettenfäden eines jeden Rapports in anderer Reihenfolge gehoben werden, wodurch dementsprechend eine andere Bindung erzielt wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 ein Harnischbrett mit den sechs ersten und sechs letzten Platinschnüren einer Jacquard-Maschine dargestellt, bei welcher die Litzen permutirt in die verschiedenen Rapporte eingezogen sind. Fig. 2 zeigt in gröfserem Mafsstabe den Einzug eines Harnischbrettes mit zehn Rapporten, von denen der erste den gewohnlichen Einzug zeigt, während die Harnischlitzen der übrigen Rapporte permutirt eingezogen sind.
In dem zweiten Rapport sind je zwei Litzen zu Gruppen vereinigt und diese beiden. Litzen permutirt, so dafs die Litzen in der Reihenfolge 2, ι; 4, 3 ; 6, 5; 8, 7 u. s. w. in die Löcher des Harnischbrettes eingezogen sind.
Fafst man je drei Litzen zu einer Gruppe zusammen, so kann die Reihenfolge ι, 2, 3 permutirt werden in 1, 3, 2, 2, 1, 3, 2, 3, 1, 3, i, 2 und 3, 2, i, es ergeben sich also fünf Permutationen. Im Rapport 3 ist die Permutation 2, 3, ι angewendet, während im Rapport 4 drei Gruppen, von je drei Litzen nach der Reihenfolge 1, 3, 2 permutirt sind, so dafs also eine Permutation innerhalb einer neun Litzen umfassenden Gruppe vorliegt.
Nach den bekannten Gesetzen der Permutationen lassen sich auf diese Weise durch Zusammenfassen von vier oder mehr Litzen zu Gruppen ungemein viele Versetzungen erzielen; so sind z. B. in dem Rapport 4 bis 8 je acht Litzen in verschiedener Reihenfolge permutirt. Anstatt die zusammengefafsten Gruppen der Litzen unmittelbar hinter einander anzuordnen,, kann man die Gruppen sich auch durchdringen lassen; so lassen sich z. B. die sämmtlichen Litzen eines Rapportes in zwei Gruppen, die ungeraden und geraden theilen; während nun im ersten Rapport die geraden und ungeraden Nummern sich in der natürlichen Reihe der Zahlen folgen, läfst sich dadurch eine Permutation erzielen, dafs man die un-
geraden Nummern stehen läfst und die geraden um mehr als eine Stelle vorrücken läfst. Bei der Vorrückung um eine Stelle ergiebt sich die Reihenfolge ι, λ: (3, 2, 5. 4), 7, 6, g, 8, welche auf eine Permutation in Gruppen, die zu vier Litzen zusammengefafst sind, hinausläuft. Werden aber die beiden Gruppen um mehr als eine Stelle verschoben, z. B. um 2, so ergiebt sich die Reihenfolge 1, x, 3, xx, 5, 2, 7,
4, g, 6, 11, 8 u. s. w., welche bis auf die ersten vier Litzen das regelmäfsige Gesetz der Permutation erkennen lä'fst. Dieses Beispiel ist im Rapport (Fig. 10) wiedergegeben. Hier sind die ersten Litzen unregelmä'fsig eingezogen, indem die vorhin mit χ und χ χ bezeichneten Stellen ausgelassen und die Litzen 1 und 3 mit einander vertauscht wurden. An diesen Stellen hätten die Litzen 190 und 192 eingezogen werden müssen, was indessen zu Unzuträglichkeiten in der Anschnürung geführt hätte. Diesen Unzuträglichkeiten gegenüber kommen indessen die durch das unregelmäfsige Einziehen der ersten Litzen entstehenden Fehler im Muster nicht in Betracht.
Theilt man die gesammte Anzahl der Litzen in drei Gruppen, indem man behufs Bildung einer Gruppe jedesmal zwei Litzen überspringt, so lassen sich durch Verschiebung jener Gruppen wiederum weitere Permutationen bilden.
Die einzelnen Gruppen würden hiernach folgende Litzen enthalten:
Gruppe I: 1, 4, 7, 10, 1 3, 16 u. s. w.,
II: 2, 5, 8, 11, 14, 17 - ,
III: 3, 6, 9, 12, 15, 18 - .
Wird nun z. B. die Gruppe II um vier Stellen, die Gruppe III um acht Stellen verschoben, so ergiebt sich die Reihenfolge 1, x, x1, 4, 2, x2, 7,
5, 3, 10, 8, 6, 13, 11,9, 16, 14, 12 u. s. w. Die Stellen x, x1 x2 können wieder einfach ausgelassen werden. In ähnlicher Weise lassen sich noch weitere Permutationen bilden, wobei stets die Gruppen gegen einander verschoben sind.
Weitere Permutationen können dadurch erhalten werden, dafs man die gruppenweise permutirten Litzen in der eben beschriebenen Weise gegen einander versetzt. Auch lassen sich die permutirten Gruppen in gleicher Weise wie die nicht permutirten Einzellitzen versetzen. So ergiebt sich z. B. für den Rapport 2 bei einer Versetzung nach dem Rapport 9 für Einzellitzen die Reihenfolge 6, 5, 2, 1, 10, 9, 4, 3, 14, 13, 8, 7, 18, 17, 12, 11 u. s. w.
Weitere Permutationen ergeben sich, wenn man die einzelnen Gruppen in verschiedener Weise permutirt auf einander folgen läfst, also z. B. die Gruppe 1, 2, 3, von der Gruppe 4, 6, 5, dann 9, 8, 10 u. s. w., so dafs bei Ausnutzung aller möglichen Permutationen von je drei Litzen nach sechs Gruppen wieder in gleicher Weise angefangen wird und demgemäfs eine Permutation innerhalb einer Gesammtgruppe von 3 χ 6 = 18 Litzen vorliegt.
Aus diesem verschiedenen Einzug der Litzen in die verschiedenen Rapporte geht hervor, dafs die durch die Musterkarte bedingte Bindung durch den verschiedenen Einzug nach ganz bestimmten Gesetzen in den einzelnen Rapporten abgeändert wird, so dafs für jeden einzelnen Rapport ein Muster von besonderer Bindung gewebt wird, während bisher für jede Bindung eine besondere Musterkarte erforderlich war.
In derselben Weise können, wenn Schaftmaschinen -Webstühle zur Anfertigung der Muster benutzt werden, die Kettenfäden in eine Anzahl von Abtheilungen getheilt werden, welche permutirt in die Schäfte eingezogen werden, so dafs jede Abtheilung der Kettenfäden ein besonderes Muster webt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Bindungsmustern auf Musterstühlen, ■ bei welchem die gleichzeitige Entstehung verschieden gemusterter Längsstreifen mittelst derselben Musterkette (Kartenkette, Rollenkette) dadurch erfolgt^ dafs man vor dem Eintragen der Schufsfäden die Harnischlitzen in die einzelnen Abtheilungen des Harnischbrettes bezw. die Kettenfäden in die einzelnen Abtheilungen der Schaftlitzen gruppenweise verschieden permutirt oder versetzt einzieht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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