DE911371C - Verfahren zur Herstellung von Estern der Bis-[4-oxycumarinyl-(3)]-essigsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Estern der Bis-[4-oxycumarinyl-(3)]-essigsaeure

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DE911371C
DE911371C DEG10215A DEG0010215A DE911371C DE 911371 C DE911371 C DE 911371C DE G10215 A DEG10215 A DE G10215A DE G0010215 A DEG0010215 A DE G0010215A DE 911371 C DE911371 C DE 911371C
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DE
Germany
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acid
acetic acid
bis
oxycumarinyl
esters
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Application number
DEG10215A
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English (en)
Inventor
Dr Fridolin Hefti
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Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D311/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings
    • C07D311/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D311/04Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring
    • C07D311/42Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms in positions 2 and 4
    • C07D311/44Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms in positions 2 and 4 with one hydrogen atom in position 3
    • C07D311/46Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms in positions 2 and 4 with one hydrogen atom in position 3 unsubstituted in the carbocyclic ring
    • C07D311/48Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring with oxygen or sulfur atoms in positions 2 and 4 with one hydrogen atom in position 3 unsubstituted in the carbocyclic ring with two such benzopyran radicals linked together by a carbon chain

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Description

Der als blutgerinnungshemmendes Mittel wertvolle Äthylester der Bis-[4-oxycumarinyl-(3)]-essigsäure wird durch Kondensation von 4-Oxycumarin mit Glyoxylsäure und anschließende Veresterung oder durch direkte Kondensation mit Glyoxylsäureester oder dessen Alkoholat in wäßriger Lösung hergestellt. Das letztere Verfahren benötigt ein im Verhältnis zur angesetzten Menge der Ausgangsstoffe sehr großes Volumen an Wasser; ein weiterer Nachteil besteht darin, daß unter diesen Bedingungen nicht umgesetztes 4-Oxycumarin dazu neigt, sich allmählich zu o-Oxy-acetophenon zu zersetzen. Die beim erstgenannten Verfahren nötige Veresterung der Bis-[4-oxycumarinyl-(3)]-essigsäure verläuft infolge innermolekularer Verätherung der beiden Oxygruppen der Cumarinylreste ebenfalls nicht verlustfrei.
Es wurde nun gefunden, daß der Äthylester und die anderen Alkylester der Bis-[4-oxycumaririyl-(3)]-essigsäure aus leicht zugänglichen Ausgangsprodukten in einfacher Weise und mit vorzüglicher Ausbeute erhalten werden können, wenn man einen Dialkoxyessigsäurealkylester und 4-Oxycumarin in einer hochkonzentrierten niedrigen aliphatischen Carbonsäure, wie Essigsäure oder Ameisensäure, gegebenenfalls in Gegenwart einer sehr geringen Menge Mineralsäure, wie konzentrierter Schwefelsäure oder Chlorwasser-
stoff, erhitzt. Überraschenderweise tritt dabei quantitative Umsetzung zu Alkylestern der Bis-[4-oxycumarinyl-(3) !-essigsäure der Formel
OH
HO
CH
CO
OC
COOH \Q/S
ein, während bei erhöhtem Zusatz von Schwefelsäure oder Chlorwasserstoff in Eisessig neben der gewünschten Kondensation noch innermolekulare Ätherbildung zu Estern der Säure
CO
COOH \Q/\,/
erfolgt und bei Verwendung von weniger hochkonzentrierter Essigsäure oder Ameisensäure als Reaktionsprodukt hauptsächlich die freie Bis-[4-oxycumarinyl-(3)]-essigsäure erhalten wird. Es war deshalb nicht vorauszusehen, daß sich Reaktionsbedingungen finden lassen würden, bei welchen zwar die Kondensation des 4-Oxycumarins mit der Acetalgruppe, dagegen weder innermolekulare Ätherbildung noch Verseifung der Carbalkoxygruppe eintritt.
Bei Durchführung der Kondensation in Ameisensäure ist ein Zusatz von Mineralsäure nicht unbedingt erforderlich, beschleunigt jedoch die Reaktion wesentlieh. Bei Verwendung von Eisessig als Lösungsmittel muß stets etwas Mineralsäure vorhanden sein.
Die zur Kondensation erforderliche Mineralsäuremenge ist jedoch so gering, daß je nach Herstellungsweise des 4-Oxycumarins unter Umständen die diesem im technischen oder auch noch im gereinigten Zustand anhaftende Schwefelsäure bereits zur Herbeiführung der Kondensation ausreicht und ein an sich geringer, absichtlicher Zusatz von Schwefelsäure sich bereits in einer teilweisen inneren Ätherbildung auswirken kann. Bei Verwendung von nicht hoch gereinigtem 4-Oxycumarin, welchem von der Herstellung her minimale Mengen von Schwefelsäure anhaften können, ist es deshalb sowohl bei Verwendung von Eisessig und hochkonzentrierter Essigsäure als auch von Ameisensäure als Lösungsmittel angezeigt, die Kondensation zunächst ohne besonderen Schwefelsäurezusatz zu versuchen und erst bei deren Nichteintreten Schwefelsäure oder Chlorwasserstoff in minimaler Menge zuzufügen.
Als Dialkoxyessigsäureester eignen sich insbesondere der Dimethoxyessigsäuremethylester und der Diäthoxyessigsäureäthylester. Dialkoxyessigsäurealkylester mit verschiedenen Alkylresten in der Acetalgruppe und der Estergruppe können unter Umständen zu uneinheitlichen Endprodukten führen. Die obengenannten Dialkoxyessigsäureester sind durch Umsetzung von Dichloressigsäure mit Natriummethylat bzw. -äthylat und anschließende Veresterung leicht zugänglich.
Das nachfolgende Beispiel soll zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen. Teile bedeuten darin Gewichtsteile.
Beispiel
162 Teile 4-Oxycumarin (F. 2120) werden in 1000 Teilen Eisessig bei 100° gelöst und zu der Lösung in einem Guß 106 Teile Diäthoxyessigsäureäthylester (Kp15 83 bis 850) gegeben. Nach Zugabe von etwa 0,9 Teilen konzentrierter Schwefelsäure oder 1 Teil einer io%igen Lösung von Chlorwasserstoff in Eisessig wird das Gemisch 3 Stunden unter Rückfluß gekocht, dann auf 200 gekühlt und in 2000 Teile Wasser eingerührt. Der ausgeschiedene Ester wird abgenutscht, mit Wasser neutral gewaschen und im Vakuum bei 900 getrocknet. Man erhält die bei 149 bis 1510 schmelzende Modifikation des Bis-[4-oxycumarinyl-(3)]-essigsäureäthylesters in etwa 90% Ausbeute, bezogen auf 4-Oxycumarin. Durch Umkristallisation aus Alkohol erhält man die bei 1760 schmelzende Modifikation des Esters als weißes kristallines Pulver.
An Stelle von Eisessig kann man auch die gleiche Menge wasserfreier Ameisensäure oder, wenn schon mit weniger gutem Resultat, 90%ige Essigsäure oder 85°/qige Ameisensäure verwenden, ebenso an Stelle des Äthylesters den Methyl- oder einen Propyl- oder Butylester.
An Stelle des kristallisierten 4-Oxycumarins kann man auch ein technisches oder weniger gereinigtes Produkt verwenden, welchem von der Herstellung her geringe Mengen Schwefelsäure anhaften. Man unterläßt dann die Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure bzw. Chlorwasserstofflösung und arbeitet im übrigen unter Verwendung von mindestens 90%iger Essigsäure oder mindestens 85%iger Ameisensäure als Lösungsmittel genau gleich, wie oben angegeben.
Bei Verwendung von wasserfreier Ameisensäure als Lösungsmittel kann die Zugabe von konzentrierter Schwefelsäure oder Chlorwasserstoff lösung auch dann unterbleiben, wenn als Ausgangsstoff reines kristallisiertes 4-Oxycumarin zur Anwendung kommt, indessen muß dann das Reaktionsgemisch langer gekocht werden.
Schließlich kann die Kondensation auch unterhalb der Siedetemperatur der als Lösungsmittel verwendeten Säuren durchgeführt werden, wenn die Reaktionsdauer entsprechend verlängert wird. Die untere Grenze der Reaktionstemperatur liegt bei etwa 50°, die Umsetzung benötigt bei dieser Temperatur einen bis mehrere Tage. iao

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE;
    i. Verfahren zur Herstellung von Estern der Bis-[4-oxycumarinyl-(3)]-essigsäure, dadurch ge- lag kennzeichnet, daß man Dialkoxyessigsäurealkyl-
    ester mit 4-Oxycumarin in einer hochkonzentrierten, niedrigen alipathischen Carbonsäure, gegebenenfalls in Gegenwart einer sehr geringen Menge Mineralsäure, umsetzt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Mineralsäure konzentrierte Schwefelsäure verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Diäthoxyessigsäureäthylester mit 4-Oxycumarin umsetzt.
    1 9517 5.
DEG10215A 1951-11-19 1952-11-14 Verfahren zur Herstellung von Estern der Bis-[4-oxycumarinyl-(3)]-essigsaeure Expired DE911371C (de)

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