DE91046C - - Google Patents

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DE91046C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01HSTREET CLEANING; CLEANING OF PERMANENT WAYS; CLEANING BEACHES; DISPERSING OR PREVENTING FOG IN GENERAL CLEANING STREET OR RAILWAY FURNITURE OR TUNNEL WALLS
    • E01H8/00Removing undesirable matter from the permanent way of railways; Removing undesirable matter from tramway rails
    • E01H8/10Removing undesirable matter from rails, flange grooves, or the like railway parts, e.g. removing ice from contact rails, removing mud from flange grooves
    • E01H8/12Removing undesirable matter from rails, flange grooves, or the like railway parts, e.g. removing ice from contact rails, removing mud from flange grooves specially adapted to grooved rails, flangeways, or like parts of the permanent way, e.g. level crossings or switches

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Vehicle Cleaning, Maintenance, Repair, Refitting, And Outriggers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Der Zweck vorliegender Erfindung ist, eine Vorrichtung herzustellen, die gestattet, bei einem geringen Verbrauche an Zugkraft selbstthätig ohne Staubbildung bei trockenem Wetter und ohne erheblichen Verschleifs des Reinigungswerkzeuges die Schienen zu reinigen. Es lag ferner die Aufgabe vor, dafs die Vorrichtung sich an einem gewöhnlichen Strafsenbahnwagen oder an einem besonderen Reinigungswagen anbringen lasse, so dafs der Zug bei ebener Bahn mittelst eines Pferdes und bei Steigungen mit zwei Pferden sich ausführen lasse bezw. die Möglichkeit vorliege, den besonderen Reinigungswagen an die elektrischen oder Dampfstrafsenbahnwagen anzuhängen.
In Fig. ι a ist in einem Aufrisse in schematischer Weise eine Vorrichtung zeichnerisch dargestellt, die den obigen Bedingungen entspricht.
Bei dieser Ausführungsform erfolgt die Bethätigung, d. h. Einstellung der selbsttätig arbeitenden Reinigungswerkzeuge entweder durch eine Person, die sich hierzu auf die Strafse stellt oder auf dem gezeichneten Sitze befindet.
In den Fig. 1 bis 12 ist eine andere Ausführungsform der Vorrichtung dargestellt, bei welcher alle nöthigen Handgriffe beim Voroder Rückwärtsfahren des Wagens immer vom Kutscherstande aus erfolgen können. Das Heben und Senken der Werkzeugträger erfolgt durch ein einfaches Umdrehen einer Kurbel nach rechts oder links, während das Einsetzen oder Aussetzen der Werkzeuge oder Reiniger selbst in die Schienenhöhlung und aus derselben selbstthätig erfolgt.
Zwischen den zwei Radsätzen eines Wagens sind nach Fig. ia drei Ständer EE1 E2 befestigt; der mittlere Ständer nimmt an seinem Untertheil zwei Stangen S S1 auf, welche durch einen Bolzen b gehalten sind und an den äufseren Enden mittelst Gelenkbolzen G G1 je einen senkrecht aufgehängten Stab V bezw. V1 tragen, dessen Bewegung um den Gelenkbolzen G nach aufsen durch eine Aüfhalteklinge T bezw. T1 begrenzt ist. .
Um nun den Stab V bezw. F1, welcher das Reinigungswerkzeug bildet, in beständigem Eingriffe in die Schienenhöhlung zu halten, ohne dafs er jedoch die Schiene wirklich berührt, sind zwei Federn R bezw. R1 angeordnet, welche einerseits am Wagenkasten befestigt sind, während sie mit ihren anderen Enden den Gelenkbolzen G als Werkzeugträger aufnehmen.
Am unteren Ende des Ständers E bezw. E1 befindet sich eine Stellschraube, welche diesem Werkzeugträger oder Gelenkbolzen G bezw. G1 nur einen gewissen Abfall nach unten gestattet und zu diesem Zwecke so eingestellt wird, dafs bei Schienenunterbrechung Vertiefungen durch unregelmäfsigen Bahnbau oder dergl. das Reinigungswerkzeug V bezw. V1 nicht zu tief herab sich bewegen kann und bei mittlerer, nach rückwärts geneigter, schleppender Ein-
Stellung von F bezw. F1 die Zunge des Reinigers nicht auf dem Grunde der Schienenhöhlung schleift.
Um nun die aus der Höhlung der Schiene herausgehobenen Schmutztheile aufserhalb des Schienenstranges, d. h. aus dem Bahnkörper herauszuwerfen, sind an dem Reiniger F bezw. F1 noch besondere, in der Höhe und Tiefe verstellbare Abstreicher Pp angebracht.
Um bei trockener Bahn die Staubbildung zu vermeiden, ist auf dem Reinigungswagen ein Wasserbehälter vorgesehen, welcher während der ganzen Reinigungsdauer Wasser aus einem Rohre t vor den Rädern D bezw. D1 austreten läfst. Bei der jeweiligen Fahrrichtung wird das eine Werkzeugpaar mittelst der Handhaben O bezw. O1 hoch, das andere in Eingriff gestellt, wobei sich jedes Mal selbsttätig die Reiniger F bezw. F1 in die nach rückwärts geneigte, schleppende Stellung einstellen. Diese Anordnungsweise hat den besonderen Vortheil, dafs die Reiniger sich nicht gegen ein auf der Bahn befindliches Hindernifs anstemmen und damit eine Entgleisung oder Bremsung des Wagens herbeiführen können.
Die Fig. ι bis 12 stellen die zweite Ausführungsform dar, bei welcher die gesammte Handhabung von dem Führerstande aus erfolgen kann.
Fig. ι zeigt einen Aufrifs der Vorrichtung, wobei die Buchstaben ABCD u. s. w. sich auf den linken Wagentheil, die Buchstaben A1 B1 C1 D1 u. s. w. auf den rechten, mit ersterem symmetrischen Theil beziehen. Befindet sich der Kutscher links, so dreht er die Kurbel A, um die an den Punkten C und H gelagerte Welle B zu bewegen, die Bewegung wird durch die Kegelräder IK auf eine waagerechte, in den Hängearmen M gelagerte Welle L übertragen und durch die Kegelräder N Z auf eine senkrechte, mit ' Gewinde versehene Spindel O, welche je nach der Rechts- oder Linksdrehung das Hochgehen oder Sinken einer Mutter A veranlafst. Letztere ist einerseits mit Zunge h in einer senkrechten Nuth geführt und trägt andererseits eine Büchse zur Befestigung einer Feder R. Das andere Ende dieser Feder R ist mit dem äufseren Ende einer im Gelenky beweglichen Stange S vereinigt und trägt den eigentlichen Werkzeughalter oder Werkzeugträger. Derselbe besteht hier aus einem Bügel t mit Gelenkbolzen y und Gegenhalterplatte T; der Gelenkbolzen trägt den Reiniger F, der mit einem äufseren Streichbrett P und einem inneren ρ versehen ist.
Die genaue Einstellung des nach rückwärts geneigten, schleppenden Reinigers F wird durch die Stellschraube W in' der Führungsbüchse Q. bewirkt. Da durch diese Hubbegrenzung es möglich wird, zu vermeiden, dafs die Zunge des Reinigers F wirklich die Schiene berührt, so wird es auch möglich, durch Herabschrauben der Federbüchse α den Federdruck von R so zu bemessen, dafs bei sehr starkem, dichtem Schmutze, Schnee und Eis u. s. w., das Reinigungswerkzeug mit sehr starkem Drucke auf die Schmutztheile aufdrückt, ohne jedoch in unmittelbare Berührung mit der Schienenoberfläche selbst zu kommen, so dafs also eine Bremsung und ein Verschleifs der Schiene selbst beim ungünstigsten Arbeiten der Reinigungsvorrichtung verhindert werden kann. :
Die einzelnen Theile sind in den Fig. 2 bis 10 noch besonders zeichnerisch dargestellt.
Fig. 2 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Werkzeughalterbügel t.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht und Fig. 4 eine Draufsicht (letztere mit Schnitt) derselben Vorrichtung.
Die Fig. 5 und 6 veranschaulichen Einzelheiten der Federbüchse Q. mit Stellschraube w.
In Fig. 7 ist ein waagerechter Schnitt der Spindelmutter α mit Federbüchse R und Führungszunge h zur Anschauung gebracht.
In den Fig. 9 und 10 ist in einem senkrechten Schnitte durch den Schienenkörper und in einer Draufsicht die besondere Anordnung des Reinigers F mit Abstreichern Pundp noch besonders dargestellt.
In den Fig. 11 und 12 ist in schematischer Weise ein System centraler Bewegungsübertragung dargestellt, wie solches sich in Verbindung mit den vorstehend beschriebenen Vorrichtungen zur Anwendung auf Strafsenbahnwagen eignet.
Die Buchstaben m1 bis m 10 beziehen sich auf gleiche Theile der linken Wagenseite, wie die Buchstaben n1 bis n10 auf die rechte Wagenseite; die Buchstaben ^1 und q1 bezw. q3 und qi bezeichnen die Wagenräder (siehe Fig. 12), S1S2 bezw. 53S* die Stellungen der Werkzeugträger, y bezw. y1 die Ständer, an welchen die Muttern mit Federbüchsen bezw. die dieselben bewegenden Schraubenspindeln gelagert sind. . ':
Die Bewegungsübertragung erfolgt z. B. von der linken Wagenseite aus wie folgt (siehe auch Fig. 11).
Der Kutscher dreht durch eine Kurbel die senkrechte Welle m1, bewegt durch Schnecke m2 das Schneckenrad m9, auf dessen Achse das Kettenrad ms gekeilt ist; hierdurch wird mittelst Kette mi die Bewegung auf Kettenrad m5 und Kegelräder me m10, von da auf m6 m7 und von letzteren auf die senkrechten Spindelwellen m8 77t10, welche die Muttern mit Federbüchsen nach oben bezw. unten verstellen.
Es ist aus dem Vorstehenden ersichtlich, dafs der Kutscher die Werkzeughalter bezw. Träger durch entsprechende Drehung der
Kurbel je nach den Bedürfnissen bezw. dem Zustande der zu reinigenden Schienen genau der Höhe nach einstellen und einen solchen Druck geben kann, dafs die Schienen vollständig sauber gemacht werden können.
Dauer-Versuche mit einem nach vorstehenden Angaben gebauten Reinigungswagen sollen ergeben haben, dafs die Reinigung vollständig erfolgt, wenn der Wagen eine Zuggeschwindigkeit erhält, die der des gewöhnlichen Trabens eines Pferdes entspricht, und dafs das Herauswerfen der feuchten Schmutztheile, Schnee und Eistheile, sowie trockenen Schmutzes bei dieser Geschwindigkeit des Pferdetrabes erfolgt, ohne dafs beim Ueberfahren von Weichen und Kreuzungen ein Anhalten des Wagens nothwendig ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    .Ein Schienenreiniger für Strafsenbahnwagen, gekennzeichnet durch in Gelenkbolzen (G bezw. G1) drehbar aufgehängte, mit Abstreichern (P und p) versehene Reinigungswerkzeuge fFbezw. V1J, welche durch auf die Tragstange (S) der Gelenkbolzen einwirkende Stellschrauben (W) in der Höhenlage zur Schiene genau eingestellt, durch eine von dem Kutschersitz aus einstellbare Feder (R), aber je nach Bedürfnifs mit veränderlicher Pressung gegen den aus den Schienenrinnen herauszuholenden Schmutz etc. angedrückt werden können, wobei sie infolge ihrer Aufhängung in den Gelenkbolzen (G G1) beim Wechsel der Fahrtrichtung selbstthätig in eine nach rückwärts geneigte schleppende Stellung gebracht werden.
    Hierzu i Blatt Zeichnungen.
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