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Selbstkassierendes TürsrhloB Zusatz zum Patent 865 396
Die Erfindung
betrifft ein :selbstkassierendes Türschloß, insbesondere für Toilettentüren, dessen
Drückerdorne des Außen- und Innendrückers durch eine Münze miteinander gekuppelt
werden, um die vom Innendrücker bewegbare Schloßfialle erst nach Einwurf einer Münze
auch mittels des Außendrückers zwecks Öffnens der Tür zurückziehen zu können, nach
Patent 865 396.
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Da bei einer solchen Tür :im Bedarfsfall diie Verriegelung derselben
lediglich einmal mägl,ich sein soll, ist das selbstkassierende Türschloß nach dem
Hauptpatent mixt einem Vorschubriegel versehen, der von der Türinnenseite aus über
eine Welle von Hemd betätigt wird. Diese in sich geteilte Riegelwelle wird in gleicher
Weise wie die Drückerdorne durch die weiterfallende Münze gekuppelt. Hierzu ist
ein zweiter Münzanhalter nötig, der dem am Drückerdorn vorgesehenen Münzanhalter
in symmetrischer Ausbildung entspricht. Außerdem wird ein besonderer Münzüberleitungskanal
erforderlich.
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Bei derartiger Ausbildung erfordert die Einrichtung die Verwendung
zahlreicher Bauteile, deren Feinfertigung die Herstellungskosten erheb:lIch vergrößert.
Außerdem besteht die Gefahr, daß durch nicht völliges Verdrehender Riegelwelle die
Münzkupplung nicht beseitigt wird, so @daß die wiederholte Entriegelung eine unbefugte
Benutzung er= möglicht.
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Die Erfindung vermeidet die erwähnten Schwierigkeiten und bezweckt
nun, neben einer Vereinfachurig
ödes Schloßmechanismus die Riegelbetätigung
sicherer auszugestalten und ihre Auslösung vorn der Münzkupplung der Drückerdorne
abzuleiten.
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Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung ein unter Federdruck stehender,
in den Bewegungsbereich der die beiden Drückerdorne kuppelnden Münze tretender Auslösehebel
für :die auf der Riegelachle sitzende Sperrung vorgesehen.
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Durch -diese Ausbildung wird erreicht, @daß zugleich mit dem Inwirkun:gtreten.
der Münzkupplung :die Riegelsperrung aufgehoben ist, wodurch eine Steigerung der
Zuverlässigkeit in der Betätigung des Selbstkassierers erzielt wind.
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Eine einfache Ausbildung und Anordnung des Auslösehebels, durch welche
eine leichtere Einstellung der Auslösung herbeigeführt wird, besteht erfindungsgemäß
aus einem :doppelarmigen Auslösehebel, dessen einer als Nase ausgebildeter Arm an
,den Kupplungsschlitz heranreicht, während der andere sich gegen einen Bolzen anregt,
der .auf einer unter Federwirkung stehenden, Sperrklinke sitzt.
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Man kann die Sperrvorrichtung der Riegelwelle in verschiedener Weise
ausbilden. Besonders vorteilhaft ist wegen der Verwendung widerstandsfähiger Halteklinken
-und um beim Loslassen der Drücker die Entsperrung aufrechtzuerhalten eine Anordnung,
bei welcher gemäß der Erfindung der Sperrklinke :eine unter Federwirkung stehende
Stützklinke zugeordnet ist, :die sich bei aufgehobener Sperrklinke unter :diese
legt und ;auf die zur Auslösung ein auf der Riegelachse sitzender, bei Drehung dieser
Achse wirkender Daumen arbeitet.
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Der Auslösehebel kann auch in einfacher Weise zur Betätigung des Zählerwerkes
benutzt werden. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß der Auslösehebel derart angebracht,
daß er mit seinem einen Enide auf einen federnd ausgebildeten Mitnehmerarm des Zählers
wirkt. Durch federnde Ausbildung .des Mitnehmerarmes werden Fehlzählungen auch bei
größeren Maßtoleranzen vermieden.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung
dargestellt. Es zeigt Abb. i eine Vorderansicht des Werkes bei abgenommenem Gehäusekasten,
Abb. 2 eine Seitenansicht desselben, Abb. 3 einen Schnitt gemäß Linie A-B der Ab:b.
i und Abb. q.ennen Schnitt gemäß Linier C-D der Abb. 2. Auf der Grundplatte i sind
mittels Tragbolzen 2 die Lagerplatten 3 und ¢ befestigt, in denen konaxial die beiden
Drückerdorne 5 und 6 gelagert sind. Letzterebesitzen in,ihren -gegeneinander gerichteten
Enden je, einen Durchgangsschlitz 7 und 8, deren Gesamtlänge etwa :dem Durchmesser
:de Münze entspricht.
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Damit die Münze @in diesem Kupplungsschlitz angehalten wird, sind
die Durchgangsschlitze 7, 8 von den Schenkeln 9 eines. federnden Metallbügels durchquert.
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Sowohl der Drückerdorn 5 wie auch der Dorn 6 besitzen einen Arm io,
an den die Rückholfeder i i angreift und .ihn gegen einen Endanschlag 12 anlegt.
Die Schloßfalle des; nichtdargestellten Türschlosses wird mittels des Drückerdarnes
6 betätigt. Die Außenklinke auf :dem Drückerdorn 5 geht frei, solange keine Münze
in den Schlitz 7, 8 eingeführt und dort gehalten wind.
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Die Riegelwelle 13 trägt zur. Vorderseite des Werkes das drehbare
»Besetzt«-Schil.,d 1q. und greift mit :dem innenseitigen Wellenende in die Riegelnuß
ein. Die Riegelwelle' 13 besitzt ferner eine, Rastscheibe 15, @in deren Rastausschnitt
15' eine Halteld:inke 16 einrastet, da letztere vom. einer Druckfeder 17 eingedrückt
wird. Die Halteklinke 16 ist um den Zapfen 18 schwenkbar und besitzt eine Nase i9,
unter die in angehobener Stellung die Stützklinke 2o untertreten kann. Die Stützklinke
20 wird hierzu mittels der Feder 2,1 eingeschwenkt, ,vobei sie sich um .den Bolzen
22 dreht.
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Die Halteklinke 16 besitzt einen Zapfen 23, unter welchen das untere
freie Ende eines Auslösehebels 24 greift, welcher auf einem der Tragbolzen :2 drehbar
gelagert ist und :dessen oberes Ende 25 als Nase ausgebildet ist und an den Kupplungsschlitz
7, 8 heranreicht.
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Auf der Rastscheibe: 15 ist ein Kaiurnen 26 angebracht, der bei der
Drehung der Riegelwelle 13 die Stützklinke 2o aus der Stützlage herausdrückt, so
daß die Halteklinke 16 so weit herabfallen kann, daß die Stützklinke 2o nicht mehr
unter ihre Nase i9 tritt.
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Inder Schwenkebene des unteren Auslösehebelarmes 24 -ist der federnde
Mitnehmerarm 27 eines Zahlwerkes 28 angeordnet.
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Wird eine Münze in das Schlitzpaar 7, 8 einggeführt und danach der
Drückendorn. 5 bewegt, so stößt der überstehende Rand der Münze gegen das obere
nasenartige Armende 25 des Aus:lö@sehebels 2q., so daß dieser geschwenkt wird. Hierbei
hebt das untere Ende des Auslösehebels vermittels des Bolzens 23 die Sperrklinke
i6 hoch, und die Stützklinke 2o fällt ein. Die Riegelwelle 13 ist damit entsperrt
und kann gedreht werden. Gleichzeitig drückt das Ende des Auslösehebels 24 gegen
die Feder 27 und betätigt das Zählwerk 28.
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Wird nun der Riegel durch Drehung der Riegelwelle 13 vorgeschoben,
so drückt der Daumen 26 die Stützklinke 2o wieder aus ihrer Stellung. Die Sperrklinke
16 wird frei und mit ihrer Nase gegen die Umfläche der Rastscheibe 15 gedrückt.
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Bei dem Zurückdrehen der kie:ge@lwelle 13 fällt die Sperrklinke 16
unter der Wirkung der Druckfeder 17 wieder in :den Rastausschnitt i 5' ein,
so daß die Riegelwelle wieder gesichert ist.
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Da inzwischen die kuppelnde Münze beim Rückgang-der Drückerdorne 5,
6 unter der Wirkung der Federn i i ausgeworfen wurde, hat der Selbstkassierer seinen
Arbeitsgang durchlaufen und ist für eine neue Münzbetätigung frei.