DE908373C - Verfahren zur Herstellung von unsymmetrischen Diphenylolmethanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von unsymmetrischen Diphenylolmethanen

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DE908373C
DE908373C DEU1146A DEU0001146A DE908373C DE 908373 C DE908373 C DE 908373C DE U1146 A DEU1146 A DE U1146A DE U0001146 A DEU0001146 A DE U0001146A DE 908373 C DE908373 C DE 908373C
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DE
Germany
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saligenin
phenol
diphenylolmethanes
distilled
condensation
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Expired
Application number
DEU1146A
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English (en)
Inventor
Howard Leonard Bender
Alford Gailey Farnham
John Walter Guyer
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Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide and Carbon Corp
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/11Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by reactions increasing the number of carbon atoms
    • C07C37/16Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by reactions increasing the number of carbon atoms by condensation involving hydroxy groups of phenols or alcohols or the ether or mineral ester group derived therefrom
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2601/00Systems containing only non-condensed rings
    • C07C2601/12Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
    • C07C2601/14The ring being saturated

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von unsymmetrischen Diphenylolmethanen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung unsymmetrischer Diphenylolmethane, die wertvolle Ausgangsstoffe für die Herstellung von Kunstharzen darstellen.
  • Das neue Verfahren zur Herstellung unsymmetrischer Diphenylolmethane besteht darin, daß Saligenin (2-Oxybenzylalkohol) mit einem substituierten Phenol, das mindestens eine reaktionsfähige Stellung und außer der Oxygruppe ein bis vier Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Alkenyl-, Alkoxy- oder weitere Oxygruppen am Phenolring besitzt, kondensiert wird.
  • Als Beispiele für alkyl- und cycloalkylsubstituierte Phenole seien Kresole, kylenole, 2, 3, 5, 6-Tetramethylphenol, Äthyl- und Diäthylphenole, Butyl- und Dibutylphenole, Amylphenole, Octylphenole, p-Cyclohexylphenol und 2, 6-Dicyclohexylphenol genannt. p-Phenylphenol und 3, 5-Diphenylphenol sind Beispiele für arylsubstituierte Phenole; Crotylphenol, Allylphenol, o-Vinylphenol, i, 3-Diallylphenol und Cardanol stellen Beispiele für Phenole mit Alkenylresten dar.
  • Beispiele für mono- und polyalkoxysubstituierte Phenole sind die Methoxyphenole, Äthoxyphenole und Butoxyphenole, 2-Äthylhexoxyphenol und der Pyrogallol-i, 3-dimethyläther. Als Beispiele für Phenole, die mehr als eine Hydroxylgruppe enthalten, seien Resorcin, Pyrogallol, Phloroglucin, Brenzcatechin und Hy drochinon genannt. Auch Phenole, die verschiedenartige Reste am Benzolring besitzen, sind geeignet, wie Orcin, Methylphloroglucin, Mesorcin, q., 6-Diäthylorcin, 2, 5, 6-Trimethylresorcin, 4-Äthyl-5, 6-dimethylresorcin, Eugenol, Isoeugenol und 3-Äthoxy-4.-oxy-i-methy lbenzol.
  • Die Kondensationsreaktion von Saligenin mit einem monocyclischen Phenol der obengenannten Art läßt sich durch die folgende Gleichung darstellen in der K eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Alkenyl-, Alkoxy- oder Oxygruppe und fa eine ganze Zahl von i bis 4 bedeutet. Die OH-Gruppe in dem substituierten Ring steht in der 2-, 4.- oder 6-Stellung zur Methylengruppe.
  • Die Ausbeute an unsymmetrischen Diphenylolmethanen wird durch einen Cberschuß an substituiertem Phenol bei der Umsetzung mit Saligenin, am besten etwa 3 bis 1o Mol Phenol auf i Mol Saligenin, gefördert. Weiterhin werden die Ausbeuten erhöht, wenn die Reaktion bei einem PH-Wert zwischen 4 und 7 durchgeführt wird. Katalysatoren mit einem gepufferten PH-Wert zwischen 4. und 7 beschleunigen die Umsetzung und verbessern die Ausbeuten. Katalysatoren dieser Art sind die Alkali- und Erdalkalioxyde und -hydroxyde, wie Natriumhydroxyd, Calciumhydroxyd und Magnesiumoxy d, die Oxyde und Hydroxyde der amphoteren Metalle Zink und Aluminium sowie die organischen Salze dieser Metalle, wie Natriumphenolat, Natriumacetat, Zinkacetat, Zinkgluconat, Zinkcitrat, Magnesiumvalerat und Aluminiumlaurat.
  • Bei der Umsetzung des Phenols mit Saligenin empfiehlt es sich, Temperaturen von ioo bis 2oo', am besten von 16o bis 17o° anzuwenden, da diese eine schnelle Entfernung des gebildeten Wassers ermöglichen. Bei Temperaturen von 16o bis 170- reicht eine Reaktionsdauer von 1!2 Stunde aus, um eine Höchstausbeute an unsymmetrischen Diphenylolmethanen zu erzielen.
  • Statt des reinen Saligenins kann eine unreine Reaktionsmischung von Saligenin mit Diphenylolmethanen und Polyphenvlolmethanen verwendet werden. Derartige Reaktionsmischungen «-erden erhalten, indem Phenol in molekularem 1_`berschuß mit Formaldehyd kondensiert wird.
  • Die unsymmetrischen Diphenylolmethane werden durch Auskristallisieren oder Destillieren bei vermindertem Druck gewonnen. Nicht umgesetztes substituiertes Phenol wird aus der Reaktionsmasse abgetrennt. Der Rückstand wird dann umkristallisiert oder bei sehr niedrigem Druck (etwa i mm) destilliert. Das Destillat des Rückstandes kann dann durch wiederholtes Umkristallisieren aus einem Lösungsmittel, z. B. einer 5o°"igen Mischung von Essigsäure mit Wasser, gereinigt werden, bis die Verbindungen einen konstanten Schmelzpunkt besitzen.
  • Die folgenden Beispiele erläutern im einzelnen die Herstellurig der unsymmetrischen Diphenylolmethane. Beispiel 1 24,89 Saligenin (1/s Mol) und io8 g o-Kresol (i Mol) wurden gemischt (pH der Mischung 4 bis 5) und 3a Minuten auf 16o bis 17o° erhitzt, wobei das entstandene Wasser entweichen konnte. Hiernach wurde die Reaktionsmischung zwecks Entfernung des nicht umgesetzten o-Kresols im Vakuum destilliert. Der Rückstand wurde dann bei i7o bis i8o° unter einem Druck von i mm destilliert und ergab z9,8 g Destillat (46,30/, Ausbeute). Es blieben 17,8 g Rückstand zurück, der überwiegend aus einem Harz bestand. Auch wurde eine geringe Menge eines harzartigen Destillats erhalten.
  • Beim Umkristallisieren des Destillats aus einer 5o%igen Mischung von Essigsäure mit Wasser verblieben 13,6 g nadelartige Kristalle der VerUindung 2, 2'- Dioxy - 3 - methyl - diphenylmethan mit dem Schmelzpunkt 123 bis 124°, dem Molekulargewicht 214 und der Strukturformel Beispiel 2 In diesem Beispiel wurde Saligenin mit p-Kresol umgesetzt, und zwar wurden 12,4 g Saligenin, 58,6 g p-Kresol, 5 g Wasser und o,2 g Zn O vermischt und bei einem pH-Wert von 7 langsam auf 16o bis i7o° erhitzt. Dann wurde unter vermindertem Druck destilliert. Nachdem das nicht umgesetzte p-Kresol entfernt war, wurden 11,4 g Destillat erhalten, das aus verdünnter wäßriger Essigsäure umkristallisiert wurde und Kristalle mit dem Schmelzpunkt 96 bis 97' ergab, die der Verbindung 2, 2'-Dioxy-5-methyldiphenyimethan bzw, ihrer tautomeren Form Beispiel 3 24,8 g (1j5 M01) Saligenin wurden mit io8 g (i Mol) m-Kresol vermischt und 30 Minuten auf 16o bis 17o° erhitzt; darauf wurde das nicht umgesetzte m-Kresol bei Atmosphärendruck abdestilliert. Der Rückstand wurde dann bei i mm Druck und einer Temperatur von 178 bis z88° destilliert. Als Destillat wurden 30,2 g Harz erhalten. Dieses wurde aus einer Mischung von Essigsäure und Benzol umkristallisiert. Drei verschiedene isomere kristalline Produkte wurden erhalten. Das am niedrigsten schmelzende Isomere besaß den Schmelzpunkt 114 bis 115° und die tautomere Strukturformel Es wurde als 2, 2'-Dioxy-6-methyldiphenylmethan identifiziert.
  • Das Isomere mit dem mittleren Schmelzpunkt war das 2, 4'-Dioxy-2'-methyldiphenylmethan mit folgender Struktur: Das am höchsten schmelzende Isomere bestand aus dem 2, 2'-Dioxy-4-methyldiphenylmethan mit dem Schmelzpunkt 136 bis i37° und der tautomeren Formel Beispiel 4 Saligenin wurde mit p-tert. Butylphenol wie in Beispiel e umgesetzt. Hierbei ist nur ein Isomeres möglich, und es wurde auch nur ein Produkt erhalten, das aus 2, 2'-Dioxy-5-tert. butyldiphenylmethan mit dem Schmelzpunkt gi bis 92° und der Formel bestand. Beispiel 5 12,49 Saligenin und 359 Resorcin wurden miteinander umgesetzt und das Reaktionsprodukt bei 235 bis 245- und i mm Quecksilberdruck destilliert. Die Ausbeute betrug 15,6 g = 72,3 0O. Aus diesem Destillat wurde kristallines 2, 2', 6-Trioxydiphenylmethan mit dem Schmelzpunkt 2o3 bis 2o4° erhalten, das die folzende Strukturformel besaß Beispiel 6 12,4 g Saligenin und 62 g Orcin wurden 30 Minuten auf 16o bis 170` erhitzt und die Reaktionsmischung dann destilliert. Bei 24o bis 26o° und i mm Druck wurden 14,1g (6i,3 °o Ausbeute) Destillat erhalten.
  • ach dem Umkristallisieren besaßen die entstandenen Kristalle einen Schmelzpunkt von 224 bis 225° und entsprachen der Verbindung 2, 2', 6-TrioxymethyldiphenyImethan mit der Formel Beispiel 7 148,92 g o-Crotylphenol (i, o Mol) und 24,8 g (o,2Mo1) Saligenin wurden zusammen 4o Minuten auf 16o bis 17o° erhitzt und unter vermindertem Druck zwecks Entfernung des nicht umgesetzten Crotylphenols destilliert. Die Ausbeute betrug 35,6g. Der Rückstand wurde destilliert und ergab eine Flüssigkeit, die bei 165 bis i75° unter o,i bis o,i2 mm Druck siedete. Die Flüssigkeit besaß einen Brechungsindex von i,589o bei 25°, ein Molekulargewicht von 251 und wurde als 2, 2'-Dioxy-3-crotyldiphenylmethan identifiziert. Beispiel 8 263 g (i Mol) Cardanol (mit etwa 5 g Rückstand) und 24,8 g (0,2 Mol) Saligenin wurden 30 Minuten auf i6o bis i7o° erhitzt und darauf das nicht umgegesetzte Cardanol unter vermindertem Druck abdestilliert. Der Rückstand nach der Destillation betrug 77,7 g.
  • Beispiel 9 Eine Mischung aus 176g (i Mol) p-Cyclohexylphenol und 24,8 g Saligenin (o,2 Mol) wurde unter Entfernung des Reaktionswassers 3o Minuten auf 165 bis 17o° erhitzt. Das nicht umgesetzte p-Cyclohexylphenol wurde dann bei vermindertem Druck aus der Reaktionsmasse abdestilliert. Es verblieb ein Rückstand von 5o g (89 °% Ausbeute). Der Rückstand wurde hierauf bei Zoo bis 2i5° und einem Druck von o,35 mm destilliert und ergab 34 g Destillat (6o °/o Ausbeute) sowie 15 g Rückstand. Das Destillat erstarrte zu Kristallen und wurde aus 65°/"iger Essigsäure umkristallisiert. Das umkristallisierte Produkt bestand aus dem 2, 2'-Dioxy-5-cyclohexyldiphenylmethan mit dem Schmelzpunkt 143 bis i45° und der Formel Beispiel io Eine Mischung aus 146,5 g p-Phenylphenol (o,86 Mol) und 2i,i g Saligenin wurde 3o Minuten auf 16o bis 17o° erhitzt. Dann wurde das Reaktionswasser und das nicht umgesetzte p-Phenylphenol bei vermindertem Druck abdestilliert. Der Rückstand wog 45,79 (g6,3 0;o der Theorie). Er wurde bei 24o bis 25o° und einem Druck von 2,5 mm destilliert und ergab 19,4 g (entsprechend 45,9 0/a Ausbeute) Kondensationsprodukt. Das Destillat wurde aus verdünnter Essigsäure umkristallisiert. Die gewonnenen Kristalle bestanden aus dem 2, 2'-DiOxy-5-phenyldiphenylmethan mit dem Schmelzpunkt 143 bis i46° und der Formel Die beschriebenen unsymmetrischen Diphenylolmethane, die mindestens eine reaktionsfähige ortho-oder para-Stellung am substituierten Phenylring besitzen, vermögen sich mit Aldehyden und mit Hexamethylentetramin umzusetzen und ergeben dabei wärmehärtende Harze. Die Geschwindigkeit des Härtens zu einer umschmelzbaren Harzmasse hängt von dem verwendeten Diphenylolmethan und insbesondere von Substituenten und deren Stellung am substituierten Phenylring ab.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von unsymmetrischen Diphenylolmethanen, dadurch gekennzeichnet, daß Saligenin mit einem substituierten Phenol umgesetzt wird, das mindestens eine reaktionsfähige Stellung besitzt und außer der Oxygruppe ein bis vier Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Alkenyl-, Alkoxy- oder weitere Oxygruppen am Phenolring aufweist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß 3 bis io Mol des betreffenden Phenols mit i Mol Saligenin umgesetzt werden. -
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation bei einer Temperatur zwischen ioo und 2oo° durchgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation bei einem pH-Wert von 4 bis 7 durchgeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation in Gegenwert eines Katalysators durchgeführt wird, der aus einem Oxyd, Hydroxyd oder einem organischen Salz eines Alkali- oder Erdalkalimetalls oder des Zinks oder Aluminiums besteht.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch Diphenylol- und Polyphenylolmethane verunreinigtes Saligenin verwendet wird.
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