DE90185C - - Google Patents

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DE90185C
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electromagnet
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L5/00Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
    • B61L5/06Electric devices for operating points or scotch-blocks, e.g. using electromotive driving means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. März i8g6 ab.
In dem D. R. P. Nr. 68722 und dem Zusatz-Patent Nr. 83851 sind Ueberwachungsvorrichtungen für elektrisch betriebene Weichen angegeben, bei welchen die Ueberwachung so-' wohl des betriebsfähigen Zustandes des Motors als auch der Weiche selbst durch einen Controlelektromagneten , c bewirkt wird, der in entsprechender Weise mit Stellhebel α verbunden ist, letzteren nur bei betriebsfähigem Zustande der Weiche zu bewegen gestattet, und der ferner, so lange er stromlos ist, die Signalströme unterbricht. Es ist also die Fahrt- - stellung eines Signals nur dann und nur so lange möglich, als der Controlmagnet seinen Anker angezogen hat.
Es erscheint nun zu weitgehend, die Fahrtstejlung eines Signals aufser von der richtigen Lage der Weichenzungen auch noch von der Betriebsfähigkeit der Antriebsvorrichtung abhängig zu machen. Es ist deshalb in der hier beschriebenen und schematisch dargestellten Anordnung eine Trennung der Ueberwachung vorgenommen, und zwar derart, dafs ■ ein Controlelektromagnet den betriebsfähigen Zustand der Weiche, ein zweiter dagegen die richtige Zungenlage überwacht. Von ersterem ist dann der Stellhebel abhängig zu machen, während letzterer die Signalströme beeinflufst. Es kann also ein Signal nur gezogen werden, wenn die Weiche richtig steht, der Stellhebel dagegen kann umgelegt werden, so lange die Betriebsvorrichtung sich in Ordnung und in Ruhe befindet.
Durch diese Trennung kann nun noch ein weiterer Vortheil erzielt werden. Die Verbindung zwischen der eigentlichen Weiche und der Antriebsvorrichtung ist eine zur Uebertragung nur bestimmt begrenzter Kraft geeignete. Steigt die Kraft über dieses Mafs hinaus, was z. B. geschieht, wenn ein Hindernifs die weitere Weichenbewegung nicht gestattet, so entkuppeln sich Weiche und Antriebsvorrichtung und letztere legt allein den weiteren Weg zurück. Dieselbe Entkuppelung tritt ein, wenn eine Aufschneidung der Weiche stattfindet. Bei den bisherigen Anordnungen wurde nun jedesmal, sobald eine solche Entkuppelung eintrat, die gemeinsame Rückleitung durch einen Ausschalter oder durch Abhebung einer Commutatorbürste unterbrochen und dadurch der Cöntrolstrom abgeschnitten. Der Anker des Controlelektromagneten fiel ab, eine Bewegung des Stellhebels und ein Ziehen von Signalen war ausgeschlossen. Es hatte sich nunmehr der Wärter zu der betreffenden Weiche zu begeben, das Hindernifs zu beseitigen bezw. die aufgeschnittene Weiche mittelst eines Schlüssels in ihre alte Lage zu bringen und die Rückleitung wieder zu schliefsen. So erstrebenswerth nun diese erzwungene örtliche Besichtigung einer Weiche nach jeder vorgekommenen Unregelmäfsigkeit im Interesse der Betriebssicherheit auch, ist, so kann doch die hierbei nothwendige Entfernung eines Wärters von seinem Platze sehr störend für die rasche Abwickelung des Betriebes sein. Ist nan aber die vorher angegebene Trennung der Ueberwachung durchgeführt, so kann man die Umsteuervorrichtung für den Motor, statt mit den Weichenzungen, mit der Antriebsvorrichtung fest verbinden, dann wird der Motor, sei es, dafs die Weiche ihm folgt oder nicht, stets
seinen vollen Weg zurücklegen und sodann jederzeit wieder vom Stellwerk aus zum Laufen gebracht werden können. Folgen die Zungen der Bewegung nicht oder wird die Weiche aufgeschnitten, so wird nur der zweite Elektromagnet d stromlos, es kann also kein Signal gezogen werden. Der erste Elektromagnet c dagegen behält seinen Strom, der Stellhebel a kann umgelegt, der Motor mithin zum Laufen gebracht werden; es kann also mit dieser Einrichtung, falls sich ein Hindernifs zwischen den Zungen befindet, zunächst durch nochmaliges Anlaufenlassen des Motors die Beseitigung versucht werden, und es kann eine aufgeschnittene Weiche durch Umlegen des Stellhebels im Stellwerk wieder in betriebsfähigen Zustand gebracht werden. Ob dieser Zustand wieder eingetreten ist, kann an dem Erscheinen von Strom im Elektromagneten d (an einer Farbenscheibe) erkannt werden. Ebenso kann beim Aufschneiden der Weiche, welches sich durch Stromlosigkeit des Elektromagneten d anzeigt, durch Umlegen des Stellhebels α zunächst der Motor den vorausgegangenen Zungen nachlaufen, wobei er sich wieder an die Weiche ankuppelt, worauf durch Zurücklegen des Stellhebels die vor der Aufschneidung vorhanden gewesene Lage wieder eintritt. Es wird mithin in vielen Fällen bei eintretender Entkuppelung der Wärter die Betriebsfähigkeit durch Handhabung des Stellhebels von dem Stellwerk aus wieder herstellen können.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Gesammtanordnung schematisch dargestellt.
Die Verbindung des Stellhebels a, des Controlelektromagneten c einerseits mit dem Weichenmotor andererseits ist genau die im D. R. P. Nr. 83851 beschriebene.
. Hinzu kommt dagegen die vierte Leitung Z4, welche von Z3 abzweigt, zunächst über den Kuppelungsprüfcontact k und die Zungencontacte k1 k'1 k3 k* geführt ist, dann zum Stellwerk und daselbst um den Elektromagneten d zum Erdpol führt.
Diese Leitung kann nur dann von einem Strome durchflossen sein, wenn
ι. die Kuppelung zwischen Motor und Weiche in Ordnung ist, d. h. wenn die Keile/1 und f2 in den zugehörigen Einschnitten, die Stange f also in ihrer oberen Lage sich befinden,
2. einer der beiden parallel geschalteten Contacte k1 k2 geschlossen ist, d. h. wenn eine Zunge anliegt,
3. einer der beiden parallel geschalteten Contacte k3 und kA anliegt, d. h. wenn die zweite Zunge abliegt, und
4. wenn die Isolation der Leitung gut, d. h. keine Erdverbindung vorhanden ist, da sonst der Strom direct zur Erde fliefsen würde, statt über die Windungen des Elektromagneten d.
Bezüglich der Contacte kl /r2 k3 /c4 ist zu erwähnen, dafs dieselben der Einfachheit halber in der Zeichnung so angedeutet sind, als ob sie ihre Bewegung durch die Zungenbewegung direct erhielten. Man wird jedoch die Contactgebung durch einen den Verschlufs der Zungen nach erfolgter Umstellung bewirkenden Theil herbeiführen.
Bei geringeren Ansprüchen an Sicherheit, besonders bei nicht spitzbefahrenen Weichen, kann man auch der Einfachheit halber die Contacte k1 bis /c4 weglassen und sich mit k begnügen.
Mit dem Anker des Elektromagneten d sind nun ferner Contacte k5 ka u. s. w. in erforderlicher Anzahl .verbunden, welche Signalströmen zur Stellung von Signalen bezw. zur Erhaltung derselben in der Fahrtstellung nur. dann den Durchgang gestatten,, wenn der Anker in angezogenem Zustande sich befindet. >
Im Uebrigen. können mit diesem Elektromagneten d sämmtliche Abhängigkeiten hergestellt werden, welche den richtigen Zungenanschlufs der Weichen zur Voraussetzung haben.
Da der Strom für die Leitung /* der Leitung Z3 entnommen wird, so würde während . des Laufes des Motors der Arbeitsstrom eine bedeutende Schwächung durch diese Leitung If so lange erfahren, bis infolge der Zungenbewegung eine Unterbrechung dieser Leitung erfolgt wäre. Die bei dieser Unterbrechung unvermeidlichen Funken würden zudem eine baldige Zerstörung der Contacte herbeiführen. Es ist deshalb die Leitung /4 noch zu einem Contact k1 am Arm h geführt. Letzterer legt bekanntlich beim Umlegen des Stellhebels a die Leitung Z3 an die Kraftquelle an und wird bei dem nach vollendetem Motorlauf erfolgenden Anzüge des Elektromagneten c wieder zurückbewegt, er befindet sich also nur während der Arbeitsperioden des Motors in der Stellung der Fig. 2, welche die Lage aller Theile während des Motorenlaufes andeutet. Der ' an dem Arm h befindliche Unterbrecher unterbricht also während dieser Periode die Leitung /4 und verhindert so eine Abzweigung des Arbeitsstromes nach dieser Leitung.
Statt durch diesen Contact könnte man selbstverständlich die Unabhängigkeit der Leitung Z4 vom Arbeitsstrom dadurch erzielen, dafs man eine weitere besondere Leitung von der Batterie nach der Weiche führt und an Z4 anschliefst. Verzichtet man darauf, dafs die Leitung I* auch die gute Isolirung aller Theile anzeigen soll, so kann man auch den Elektro7 magneten d an. den anderen Pol der Batterie legen und die Leitung Z4 über die Contacte k k1 u. s. w. zur Erde führen. Doch würde im letzteren Fall ein Erdschlufs in der Leirtung Z4 dieselbe Wirkung haben wie der richtige Zungenanschlufs.
Ferner ist die Motorumsteuerung von der zu betreibenden Betriebsvorrichtung weg an den Motor selbst verlegt, so dafs die Umsteuerung stets nach einer bestimmten Umdrehungszahl erfolgt, ohne Rücksicht darauf, ob j die Weiche thatsächlich sich bewegt hat. Die hierdurch erzielten technischen Wirkungen hinsichtlich bequemerer Bedienung sind oben ausführlich dargelegt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Bei elektrisch betriebenen Weichen mit Ueberwachungsvorrichtungen nach D. R. P. Nr. 68722 oder 83851 die Trennung der Ueberwachung von Motor einerseits und Weichenkuppelung sowie Zungenanschlufs andererseits durch Abzweigung einer besonderen Leitung /4, welche über den Kuppelungsprüfcontact k, nach Bedürfnifs auch über die Zungenlagecontacte kl k^ k3 k* geführt ist und im Stellwerk die Windungen eines Elektromagneten d bildet, dessen magnetischer Zustand zur Kennzeichnung des Weichenzustandes und Herstellung von Abhängigkeiten dient.
    Bei Weichenstellvorrichtungen nach D. R. P. Nr. 68722 oder 83851 mit getrennter Ueberwachung von Motor einerseits und Weichenkuppelung sowie Zungenschlufs andererseits eine Umsteuervorrichtung für den Motor, welche mit dem letzteren selbst anstatt mit der zu betreibenden Vorrichtung (Weiche) verbunden ist, zum Zwecke, diese Umsteuerung ohne Rücksicht auf die Bewegung der Weiche stets nach Vollendung einer bestimmten Umdrehungszahl eintreten zu lassen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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