DE900522C - Verfahren zur Herstellung von Fuellmaterialien, insbesondere fuer Polsterzwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fuellmaterialien, insbesondere fuer Polsterzwecke

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DE900522C
DE900522C DEF2730D DEF0002730D DE900522C DE 900522 C DE900522 C DE 900522C DE F2730 D DEF2730 D DE F2730D DE F0002730 D DEF0002730 D DE F0002730D DE 900522 C DE900522 C DE 900522C
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DE
Germany
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Expired
Application number
DEF2730D
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English (en)
Inventor
Dr Detlef Johann Holtz
Dr Max-Otto Schuermann
Dipl-Ing Helmut Wagner
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68GMETHODS, EQUIPMENT, OR MACHINES FOR USE IN UPHOLSTERING; UPHOLSTERY NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B68G11/00Finished upholstery not provided for in other classes
    • B68G11/02Finished upholstery not provided for in other classes mainly composed of fibrous materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Füllmaterialien, insbesondere für Polsterzwecke Es wurde gefunden, daß man Füllmaterialien mit hervorragenden Eigenschaften aus quellbaren künstlichen Fäden, wie Hydratcellulose, Cellulosederivate, Polymerisations- und Kondensationsprodukte, erhält, wenn man Bündel endloser grober Fäden der genannten Stoffe in der Einzelfadenstärke von etwa 5o bis rooo den in nassem gequollenem Zustand mit starker Drehung versieht, in -gedrehtem Zustand einer Entquellungsbehandl.ung, vorzugsweise Trocknung, unterwirft, zurückdreht und auf Nutzlängen vorzugsweise von ro bis roo cm schneidet. Die Bündelstärke soll 'hierbei vorzugsweise zoo ooo bis 500 ooo den Ixtragen und die Drehung vorzugsweise so stark sein, daß,sekundäre Spiralwindungen auftreten. Die so erhaltenen Materialien können erforderlichenfalls anschließend mit einem kleinen Prozentsatz Feuchtigkeit versehen werden, wodurch das Material geschmeidiger wird und seine anfängliche Sprödigkeit verliert. Besonders zweckmäßig ist es, wenn man das Verfahren mit spinnassen, d. h. mit vom Spinrnprozeß. her noch in gequollenem Zustand befindlichen Fäden .durchführt.
  • Das gedrehte Fadenbündel 'kann man auch noch einer Behandlung mit Stoffen unterwerfen, die das Entquellen begünstigen; so, kann man es in üblicher Weise mit noch löslichen, schon vorkondensierten oder vorpolymerisierten Kunstharzen oder zu Kunstharzen führenden Stoffen oder Stoffgemischen, beispielsweise Mischungen von PhenoI oder Harnstoff mit Aldehyden, tränken und: nach dem Trocknen einer die Unlöslichmachung bzw. Erhärtung der einverleibten Produkte bewirkenden Behandlung in an sich bekannter Weise unterwerfen.
  • Die Verdrillung der Fäden 'kann in beliebiger Weise erfolgen, und zwar von Hand oder mit Hilfe bekannter maschineller Einrichtungen, etwa mit einer Vorrichtung nach Art einer Verseilmaschine. Man kann die Verdrillung auch kontinuierlich vornehmen, indem man das Fadenbündel. in eine Zentrifuge einlaufen läßt. Hierbei ergibt sich der weitere Vorteil, daß man in -der Zentrifuge eine Reihe von notwendigen Operationen, wie Auswaschen der Spinnsäure, sofern man mit spinnassen Fäden arbeitet, vornehmen kann. Ferner ist wesentlich, daß man den Zentrifugenkuchen nacheinander unter Beibehaltung der Form den verschiedenen noch notwendigen Arbeitsgängen unterwerfen kann, also z. B. Tränken mit Kunstharzvorprodukten, Trocknen, Nachreifen und Konditionieren. Gegebenenfalls kann das fertige Material in Kuchenform zum Versand gelangen, wobei dann dem Verarbeiter -das Aufdrehen, Schneiden und Öffnen überlassen bleibt. Die Trocknung, Erhitzung und Befeuchtung der Zentrifugenkuchen erfolgt zweckmamg mittels Durchblasen von Luft von innen nach außen, wobei der Kuchen auf eine entsprechende, aue der Behandlung von Kunstseidewickeln bekannten Vorrichtung einzeln oder in Säulenform gesteckt wird.
  • Das; Zerteilen der erhaltenen Stränge auf Nutzlängen von beispielsweise io bis ioo cm kann auch unmittelbar vor dem Verdrillen erfolgen. Beim Arbeiten -mit einer Zentrifuge, in -der oben geschilderten Weise, kann so das Zerteilen vor bzw. beim Einlaufen in,die Zentrifuge erfolgen. Man zerteilt dabei das Faserbündel in, der bei der Herstellung von verzugsfähigen Spinnbändern bzw. Kunstfaserlunten bekannten Weise beispielsweise durch Zerreißen des. laufenden Bündels auf mit steigenden Umfangsgeschwindigkeiten laufenden Walzengruppen nach Patent 574729 oder durch Zerteilen in endliche Längen durch versetztes Schneiden in an sich bekannter Weise nach Patent 6-236o8 und Patent 732 833.
  • Die Arbeitsweise entsprechend denn letzten Absatz hat ersichtlich große Vorteile, da es 'hiernach gelingt, in einem Arbeitsgang unmittelbar ein Mattrial herzustellen, das der Pölsterer in gleicher Weise und mit den gleichen Maschinen verarbeiten kann, wie die seither benutzten Zöpfe von natürlichem Roßhaar oder ähnlichen Fasermaterialien.

Claims (6)

  1. PATCNTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Füllmaterialien, insbesondere für Polsterzwecke, aus quellbaren künstlichen Fäden, z. B. aus Hydratcellulose, Cellulosederivaten, Polymerisations- und Kondensationsprodukten, die in Bündeln gedreht und nachher zurückgedreht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die endlosen Fäden in gequollenem Zustand gedreht, in :gedrehtem Zustand einer Entquellungsbehandlung, vorzugsweise Trocknung, unterworfen und in einem beliebigen Stadium. der Behandlung auf Nutzlängen, zerteilt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, - daß die Fäden innerhalb des Bündels vor .dem Drehen versetzt zerteilt werden, z. B. durch das bekannte Reißen oder das bekannte versetzte Schneiden der Fäden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gedrehten Fadenbündel der bekannten Behandlung mit Stoffen unterworfen werden, die das Entquellen begünstigen.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Faserbündel in dem vom Spinnprozeß her noch gequollenen Zustand behandelt werden. .
  5. Verfahren nach den Ansprüchen i bis, 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Drehung durch Einlaufen des Fadenbündels in eine Zentrifuge hervorgebracht wird.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 5, bei dem das Drehen der Faserbündel durch Einlaufenlassen in eine Zentrifuge bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentrifugenku,chen den verschiedenen Behandlungen zur Fertigstellung, wie Entquellungsbehandl.ung usw. bis Befeuchtung, unter Beibehaltung der Form unterworfen wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 4o 9o2, 618 050; USA.-Patentschriften Nr. 2 2o8 632, 2216 I42.
DEF2730D 1940-11-13 1940-11-13 Verfahren zur Herstellung von Fuellmaterialien, insbesondere fuer Polsterzwecke Expired DE900522C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE40902C (de) * Lt. SCHILLER, Director des St. Georgenhauses in Leipzig Verfahren zur Herstellung von Polstermaterial aus Rohrabfällen
DE618050C (de) * 1932-03-11 1935-08-31 Heberlein & Co Ag Verfahren zur Herstellung wolleaehnlicher Kunstseide
US2208632A (en) * 1935-04-04 1940-07-23 Dreyfus Henry Textile yarn and process for producing it
US2216142A (en) * 1938-01-07 1940-10-01 Celanese Corp Crimping of filaments, fibers, yarns, and the like

Patent Citations (4)

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US2208632A (en) * 1935-04-04 1940-07-23 Dreyfus Henry Textile yarn and process for producing it
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