DE899773C - Brikettierverfahren - Google Patents

Brikettierverfahren

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DE899773C
DE899773C DEH4845D DEH0004845D DE899773C DE 899773 C DE899773 C DE 899773C DE H4845 D DEH4845 D DE H4845D DE H0004845 D DEH0004845 D DE H0004845D DE 899773 C DE899773 C DE 899773C
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Germany
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rollers
pressure
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briquetting
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Lurgi Gesellschaft fuer Waermetechnik mbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/18Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using profiled rollers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Brikettierverfahren In -der Steinkohlenbrikettindustrie werden neben den dort zumei's't in @Geibrauch stehenden Stempelpressen vielfach auch Walzenpressen verwendet, die im wesentlichen aus zwei gleich großen, sich gegeneinander drehenden und beiderseits mit Formmilden versehenen Walzen bestehen. Diese letzteren werden gewähnrlich mit Durchmessern von 6oo bis 8oo man 'hergestellt und: liefern bei der allgemein üblichen Verpressung von Feinkohlen mit 6 bis 7°/0 Brikettpech bei einem Höchstdruck von 300 bis qoo kg /cm2 eiförmige Treßlinge von ausreichend er Druckfestigkeit.
  • Da die Walizenpressen!baulicheinfach, daher verhältnismäßig billig und zudem sehr dürchsatzfähig sind, 'hat es. nicht an Versuchen gefehlt; sie auch zum Brikettieren von solchen Stoffenheranzuziehen, welche wesentlich höhere als die obengenannten Preßdrücke erfordern. Hierbei haben sich aber, z. B. bei .der Briketbierung von Braunkohle, große und auch biss jetzt noch nicht überwundene,Schwierigkeiten ergeben.
  • Bei den bekannten Versuchen, zur Herstellung von druckfesten Braunkohlenbriketts auf Walzenpressen war beobachtet worden, daß aus getrockneter Braunkohle bei hohem Druck gepreßte Eiformbriketts zur Spaltbildung neigen und mehr oder weniger häufig in,der Mittelbeie auseinanderplatzen. Die Vergrößerung der Walzendurchmesser von 65o auf rooo mm erwies sich als ungünstig, indem sie,die Anzahl der sogenannten Spalter vermehrte. Ebenso hatte die Erhöhung der Umdrehungszahl der Walzen von 3 auf 6 UPM.., entsprechend Umfangsgeschwindigkeiten o,i bis o,2 m/sec keine Verbesserung, die weitere Erhöhung auf o,3 m/sec sogar eine Verschlechterung von Form ,und Festigkeit der Pre31inge zur Folge.
  • Die beim Betrieb von Eiformwalzenpressen bei höherem Druck beobachtete, nicht selten weitgehende Zers.tör-ung der Preß-Linge ist darauf zurückzuführen, daß in den einzelnen Formmulden Verschiebungen des Preßgutes in der Weise stattfinden, daß ein Teil dies. Gutes. sich, der Zusammendrückung zu entziehen und aus der Form zu entweichen sucht, wodurch nach dem Ende der Form hin Stauung und damit Überpressung .des Gutes stattfindet. Um diese zu vermeiden, ist vc>rgeschla-,gen worden,: die Preß,linge in Tropfen- oder auch in ,Halbfarm zu erzeugen, doch haben sich diese Verfahren vor allem aus wirtschaftlichen Gründen nicht in den Großbetrieb überführen lassen.
  • ,Bei diesem Stand der Technik muß es als überraschender Erfolg angesehen werden, wenn es nunmehr ;gelungen ist, körnige oder staubfeine Stoffe, insbesondere Brennstoffe, wie Stein- oder iB:raun-,kohle, auf Walzenpressen bei hdhem Druck einwandfrei zu brikettieren:. Gemäß der Erfindung können nämlich die ;genannten Stoffe unter Drücken von mindestens 750 kg/cm@ zwischen Walzen von mindestens i5oo mm Durchmesser zu vorgeteilten Strängen von großer Druckfestigkeit verpreßt werden.
  • Die Erfindung beruht auf eingehenden Untersuchungen des Preßvorganges in Walzenpressen. Bei. der Verpressung von verschiedenen Preßgütern auf der hydrauliischen Presse aufgenommene Diagramme zeigen oberhalb 75o'kg/Cm2 stets einen sehr steilen Anstieg des Preßdruckes, da oberhalb .des eben ;genannten Druckes nur noch verhältnismäßig sehr geringe Volumenverminderung des Preßdings stattfindet. So wird z. B. ein Preßgut aus mitteldeutscher Braunkohle bei einem von. Null auf 750 kg/cm@ ansteigenden Druck von ursprünglich 55 mm bis zu 301 mm Höhe zusammengedrückt, während bei weiterem Anstieg des. Preßdruckes von 77,5o auf i 5ioo kg/cm2 nur noch eine Verdichtung des Preßlings von 30 m!ru bis zu 26 .mm Höhe stattfindet. Überträgt man,diese Erfahrung auf .die Brikettierung in Walzenpressen, so wird mian danach trachten müssen, den bei der ,gegenseitigen Annäherung der beiden Walzen immer schneller wachsenden Druck, auf .,das Ganze (gesehen, möglichst allmählich ansteigen zu machen. Dies .ist aber nur durch Vergrößerung der . Walzendurchmesser zu erreichen, wie aus der ,in natürlicher (Größe gehaltenen Zeichnung hervorgeht, welche vergleichsweise die Preßvo,rgänge zwischen Walzen von 6oo bzw. 2.ooo mm schematisch veranschau'Licht.
  • Abb. i zeigt, @daß der Preßweg, ,den der Brennstoff zwischen Wallzen, von 6oomm von der losen Schüttung (D.ruck = Null;) !bis zur Stelle des höchsten Druckes (i5oo`.kg/cm2) zurücklegt, nur 93 mm beträgt, während er gemäß Abb. 2 (bei. 2ooo :minn Walzendurchmesser 172 mm lang ist. Ähnllich verhält es sich mit der Wiederausdehnung, welche das gepreßte Gut nach überwin.dung des Höchstdruckes erfährt. Wie die Zeichnung erkennen läßt, üst der Werg dcs Druckabfalls von i5oö kg/cm2 bis auf Null zwischen Walzen von 6oo mm Durchmesser nur 35 mm lang, zwischen Walzen von 2oö mm Durchmesser dagegen 63 (mm. Eine solche Verlängerung des Druckabfalls bei der Wiederausdehnung wirkt zusätzlich günstig auf die ,gesamte Beschaffenheit des fertigen Preßlings.
  • Vorstehende Betrachtung macht auch die Mißerfolge vers.tän.dlich, dne sich früher bei der Brikettierung von Braunkohle in Walzenpressen ergeben haben; denn der bei der Annäherung der Walzen stark beschleunigte Druckanstieg muß sich in den Formmulden -der Eifonmwalzenpressen besonders ungünistig auswirken, da in diesen ständig wechselnde Querschnitte unter Druck geraten, so daß der Preßrvorgang in zweifachem Sinn ungleichmäßig verlaufen muß.
  • In Übereinstimmung mit dieser Erkenntnis hat sich nun gezeigt, daß es bei der Brikettierung von körnigen oder staubfeinen Stoffen auf Walzenpressen unter hohem Druck nicht mit der Verlängerung dies ,Preßwages -durch Vergrößerung der Walzendurchmesser allein getan eist, sondern daß es wesentlich auch auf die Forim des Preßlings ankommt. Dde bei der Herstellung von Eifo ,rmbriketts auf Walzenpressen unter hohem Druck aufgetretenen Schwierigkeiten konnten daher erst dann volliständiig vermieden werden, wenn gemäß der Erfindung von der Pressung in geschlossenen, d. h. während kies Preßvorgan:ges sich schIlließenden Formen überhaupt ahgesehen und an Stelle einzelner P,reß@1inbge ein zusammenhängender lediglich vorgeteilter Strang oder auch gleichzeitig eine Mehrzahl,.solcherStränge erzeugt wird (Abib. 3).
  • Die Vorteilu.ng des .Stranges. bzw. mehrerer die Presse gleichzeitig und unabhängig voneinander durchlaufender Stränge erfolgt durch Querkerbung entweder nur von der einen Seite odier auch von beiden Seiten. Werden g leich:zeiltig zwei oder mehr nebeneinanderkegende Stränge erzeugt,,so-wird. eine Längs- und Querkerbung vorgenommen, wobei die Vorteilung in der Längsrichtung gegebenenfalls schon bei der (Einfüllung des Preßgutes beginnen. kann., !derart, daß zwei, oder .mehr in der Quernic'htung einseitig oder beiderseits eingekerbte,Stränge entstehen, die bei. oder nachdem Austragen aus der Presse in bekannter Weise zu einzelnen Briketts .zerlegtwerden.
  • Die ;erfindungsgemäße Brikettierung von körnigen oder staubfeinen Stoffen auf Walzenpressen unter hohem Druck kann durch .Erhöhung ihrer Arbeitsgeschwindigkeit besonders wirtschaftlich gestaltet werden. Die einfache Formgebung als Strang ib:ietiet nämlich h die Möglichkelit, die Umfangs;ge.schwi:ndigkai.t der Walzen auf mindestens o7:6 m/sec zu halten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Brikettieren von körnigen oder staubfeinen .Stoffen, dadurch gekennzeichnet, !däß die genannten Stoffe unter (hohen Drücken von mindestens 75o kg/cm2 zwischen gegenläu@gen- Walzen von mindestens etwa i5oo mm Durchmesser zu vorgeteilten Strängen von gr.Gßer Druckfestigkeit verpreß,t werden. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch. gekennzeichnet, ,daß die Walzen .mit einer Umfanigsgeschwindigkei.t von mindestens o,6 m/sec betrieben werden. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stränge durch. ein- oder beiderseitige Querkerbung vorgeteilt wenden. q.. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, -daß die Stränge durch Quer- und Längskerbung vorgeteilt werden.
DEH4845D 1943-12-03 1943-12-03 Brikettierverfahren Expired DE899773C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970308C (de) * 1955-06-26 1958-09-04 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Walzenbrikettpresse
FR2438540A1 (fr) * 1978-10-10 1980-05-09 Allis Chalmers Appareil de compactage comportant deux cylindres profiles
DE2947386A1 (de) * 1979-11-24 1981-05-27 Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln Verfahren zur bindemittellosen verdichtung und agglomerierung feinkoerniger kohle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE970308C (de) * 1955-06-26 1958-09-04 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Walzenbrikettpresse
FR2438540A1 (fr) * 1978-10-10 1980-05-09 Allis Chalmers Appareil de compactage comportant deux cylindres profiles
DE2947386A1 (de) * 1979-11-24 1981-05-27 Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln Verfahren zur bindemittellosen verdichtung und agglomerierung feinkoerniger kohle

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