KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung hat den Zweck, bei elektrischen Thüröffnern den gegen die Thür
gerichteten Druck auf einen in der Todtpunktlage befindlichen Hebel wirken zu lassen, um die
Armatur des Elektromagneten von jedem von aufsen gerichteten Druck zu entlasten. Zu
diesem Zwecke ist die in den Theilen α und a1
drehbar gelagerte Walze b mit einer schrägen Nase c versehen, über welche der in den
Lagern d und d1 drehbar befestigte Haken e
greift, welcher durch den in der Todtpunktlage befindlichen Hebel f am seitlichen Entweichen
verhindert wird. Der Hebel f, durch eine schwache Feder t zur Seite gedrückt, wird bei
gesperrter Stellung durch die Sperrstange g, welche wieder mit dem in den Zapfen h beweglich
aufgehängten Hebel i bei k drehbar verbunden ist, an der Bewegung verhindert.
Der Hebel i bildet die Armatur des Elektromagneten /, welche bei Stromschlufs angezogen
wird. Hierdurch wird die Sperrstange g gehoben und der Hebel f kann, durch die
darunter befindliche Feder t beeinflufst, sich in der in Fig. 3 durch Pfeil bezeichneten
Richtung in den Zapfen u und u1 drehen, wodurch
dem Haken e so viel Spielraum gelassen wird, dafs sich derselbe in den Zapfen d und d1
infolge der Wirkung der schrägen Ebene der Nase c um so viel drehen kann, dafs die Nase c
bei dem vom Einlafsbegehrenden bewirkten Druck gegen die Thür infolge der Drehung
der Schliefswalze b in den Lagern α und a1
frei passiren kann. Nachdem die Schlofsfalle ν die Schliefswalze b beim Punkte m verlassen,
kehrt letztere, durch die Feder η beeinflufst, wieder in die Ruhelage zurück, während der
Haken e und Hebel f noch so lange in ausgelöster Lage bleiben, bis die Oeffnung der
Thür so weit vorgeschritten ist, dafs ein an der äufseren Seite der Thür, aber durch die äufsere
Schlagleiste wieder verdecktes, in der Höhe des Riegels 0 angebrachtes Streichblech den mit
zwei schrägen Ebenen aus dem Stülp hervortretenden Riegel 0 zurückschiebt und durch
den daran befestigten Stift ρ diese Bewegung auf einen auf dem Zapfen u1 festsitzenden kurzen
Hebel q überträgt, geführt wird. Die Feder r treibt den Riegel 0, sobald derselbe der Oeffnung
im Schliefsblech sich gegenüber befindet, wieder in die ursprüngliche Lage.
Das Anheben der Sperrstange g kann auch durch pneumatischen Druck erreicht werden.
Patent-Aνspruch:
Sperrvorrichtung an elektrischen Thüröffnern, dadurch gekennzeichnet, dafs über eine an der
Schliefswalze (b) angeordnete, mit einer schrägen Fläche ausgestattete Nase (c) ein drehbarer
Haken (e) so hinweggreift, ,dafs derselbe bei einem gegen die geschlossene Thür gerichteten
Drucke gegen den Nocken (s) eines bei unterbrochenem Strome in der Todtpunktlage befindlichen
Hebels (f) schwingt, so dafs letzterer zwecks Entlastung des Elektromagneten den
Druck aufnimmt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.