DE110910C - - Google Patents

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DE110910C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B51/00Operating or controlling locks or other fastening devices by other non-mechanical means
    • E05B51/02Operating or controlling locks or other fastening devices by other non-mechanical means by pneumatic or hydraulic means
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E05B2051/026Operating or controlling locks or other fastening devices by other non-mechanical means by pneumatic or hydraulic means with manually generated fluid pressure

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  • Closures For Containers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1899 ab.
Bei den bisher bekannten pneumatischen Schliefsblechen (vergl. z. B. die Patentschrift 76690) wurde zum Oeffnen der Thüren meistens durch einen Luftdruck ein Gummiball aufgeblasen, der infolge seiner Ausdehnung einen an einer Welle befestigten Hebel bethätigte.
An der Welle war für gewöhnlich ein Lappen zur Bethätigung des Schliefsbleches und ein Hebelarm angebracht, dessen beim Drehen der Welle durch die Verschlufsplatte hervortretende Nase eine Keilwirkung auf die Thür ausüben sollte, um diese ein wenig zu öffnen und so lange am Zugehen zu hindern, bis die Thür von Hand weiter geöffnet worden war.
Derartige Schliefsbleche waren für schwerere Thüren, wie beispielsweise Hausthüren, unverwendbar, weil der Hebel, an welchem die Nase safs, und derjenige, welcher die Welle drehte, naturgemäfs lang und dann sehr stark gemacht werden mufsten, da sie sonst zerbrachen. Die Praxis ergab, dafs derartige Schliefsbleche aber -auch unter Beachtung dieses Umstandes versagten, was daher kam, dafs der Gummiball den Druck einer schwereren Thür nicht zu überwinden vermochte und sich nach den Seiten hin ausdehnte, auf welche kein Druck ausgeübt wurde. Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, ein selbst bei den schwersten Thüren sicher wirkendes Schliefsblech zu schaffen, bei welchem die Gefahr eines Bruches der einzelnen Theile trotz ihrer leichten Construction fast völlig ausgeschlossen ist.
Zur Erreichung dieses Zweckes läfst man den in bekannter Weise durch den Druck auf eine Gummibirne hervorgerufenen Luftdruck sich unter einem Kolben α eines Cylinders äufsern. Der Kolben wird hierdurch in die Höhe geschoben und dreht infolge seiner durch einen Hebelarm b bewirkten Verbindung mit einer waagrechten Welle c den mit letzterer verbundenen, vor dem Schliefsbleche vorstehenden und sich in der Richtung der Breitseite der Thür bisher lose gegen letztere anlegenden Anschlag f. Der Anschlag drückt hierdurch die Thür etwas auf und wird dann von der gegen ihn drückenden Thür am Zurückdrehen verhindert, so dafs diese wiederum von dem Anschlag auch dann noch ein wenig offen gehalten wird, wenn die Gummbirne frei-' gegeben wird. Solange die Thür an dem Anschlag anliegt, verhindert der Druck der Thür das Zurückdrehen der Welle c, so dafs das ebenfalls durch die Drehung der Welle c um seine senkrechte Achse gedrehte Schliefsblech e nicht hinter die Schlofsfalle schnappen oder sich die Thür nicht schliefsen kann, wenn sie nicht vorher völlig geöffnet und infolge dessen der Anschlag f von dem durch die Thür ausgeübten Druck befreit worden war. Ist dieses aber geschehen, so wird durch eine Feder i die Welle in ihre Anfangsstellung gedreht. Fällt nun die Thür zu, so drückt die Schlofsfalle ohne Schwierigkeit das Schliefsblech e zurück, welches dann durch Federwirkung nach dem Vorbeigange der Falle in seine Schlufsstellung zurückgeht.
In den Fig. 1 und 2 sind die beiden zu einem Schliefsbleche zu vereinigenden Theile einzeln dargestellt, während die Fig. 3 ein Schliefsblech nach seiner Zusammensetzung in
Ansicht und die Fig. 4 und 5 dasselbe in Querschnitten in den geschlossenen und geöffneten Stellungen veranschaulichen. Die Fig. 6 und 7 sind Einzelheiten und die Fig. 8 und 9 Querschnitte durch eine geänderte Ausführungsform des Schliefsbleches.
In dem mit dem Gummiballe (Fig. 1) verbundenen und am. oberen Ende mit einer Oeffhung versehenen Cylinder k läfst sich der Kolben α durch Luftdruck in die Höhe bewegen. Die Kolbenstange / ist durch einen Hebel b gelenkig mit der waagrecht an dem Blechtheile χ gelagerten Welle c verbunden und wird durch die Feder i nach unten gedrückt. Die Welle c ist mit einer Abflachung m (Fig. 1,4, 5, 8 und 9) versehen, gegen welche bei geschlossener Stellung des Schliefsbleches e (Fig. 4) die Nase d desselben anliegt, während bei der Drehung der Welle c deren voller Theil an die Nase d gedrückt und so das Schliefsblech e von der Schlofsfalle wegbewegt wird. Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 5 ragt die Welle auf der Vorderseite des Schliefsbleches . aus dem Befestigungsbleche y heraus. Dieses herausragende Ende f der Welle c ist auf der einen Seite stark abgeflächt und legt sich mit dieser Fläche bei geschlossener Thür gegen deren Breitflä'che an (Fig. 4). Wird die Welle c, wie vorher beschrieben, gedreht, so kommt eine Anlauffläche η dieses Wellenendes / mit der Thür in Berührung und drückt hierdurch die Thür auf, wie aus Fig. 5 zu ersehen ist. Das Schliefsblech e (Fig. 6 und 7) ist mittelst einer senkrechten Achse ο an dem Bleche y drehbar befestigt und wird durch eine Feder ρ in seine Stellung Fig. 4 gedrückt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 und 9 ist das Wellenende f mit einem daumenförmigen Ansätze g versehen und in dem Bleche χ gelagert. An dem Bleche χ ist ein hakenförmiger Anschlag fy drehbar befestigt, dessen eines Ende durch eine Aussparung im Blechej-* hindurchführt und sich gegen die Breitfläche der Thür anlegt (Fig. 8). Bei geschlossener Thür kommt der Haken r dieses Anschlages^1 nicht mit dem Daumen g in Berührung, während beim Drehen der Welle c der Daumen g den Haken r zurück und folglich den Anschlag f1 gegen die Thür drüclct (Fig. 8), so dafs diese in derselben Weise, wie oben beschrieben wurde, aufgedrückt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche.·
1. Druckluft-Thüröffner mit Aufdrückvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs die das Schliefsblech bethätigende W7elle c durch einen mit ihr mittels eines Hebelarmes b in Verbindung stehenden, durch Luftdruck gehobenen Kolben α gedreht wird, so dafs das Wellenende f, das vorher einen tiefen Ausschnitt der Thür zukehrte, nunmehr mit einem wenig abgeflachten Theile η die Thür aufdrückt, worauf die Thür durch ihren Druck gegen die Abflachung η das Zurückdrehen der Welle c verhindert und somit selbst zeitweilig am Zugehen verhindert wird.
2. Ausführungsform des unter 1. beanspruchten Schliefsbleches, bei welchem das vordere Wellenende mit einem Daumen g versehen ist, der bei der Drehung der Welle c einen Hebel fl zum Aufdrücken der Thür gegen diese drückt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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