DE899402C - Verfahren zur Herstellung von Glasgegenstaenden fuer Kochzwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glasgegenstaenden fuer Kochzwecke

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DE899402C
DE899402C DEC2576D DEC0002576D DE899402C DE 899402 C DE899402 C DE 899402C DE C2576 D DEC2576 D DE C2576D DE C0002576 D DEC0002576 D DE C0002576D DE 899402 C DE899402 C DE 899402C
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    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B27/00Tempering or quenching glass products
    • C03B27/02Tempering or quenching glass products using liquid
    • C03B27/03Tempering or quenching glass products using liquid the liquid being a molten metal or a molten salt

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Description

  • Verfahren zur Herstellung- von Glasgegenständen für Kochzwecke Bekanntlich gibt man den aus Glas hergestellten Gegenständen durch Härten eine höhere mechanische Festigkeit. Die auf die bekannte Art gehärteten Gegenstände haben jedoch den Nachteil, beim Zerbrechen in eine sehr große Anzahl von kleinen Stücken zu zerfallen, die im Augenblick des Bruches umhergestreut werden. Die Nachteile dieser Art des Zerbrechens, die man explosiv nennen kann, sind vielfältig, einerseits wegen der Zerstreuung vieler kleiner Glasstücke und andererseits wegen des Zerfalls des Gegenstandes selbst, der in demselben Augenblick jede Funktion einstellt.
  • Diese Nachteile machen sich besonders beim Küchengebrauch von Gegenständen aus gehärtetem Glas bemerkbar. Dieses explosive Zerbrechen birgt, besonders beim Hausgebrauch solcher Gegenstände, die Gefahr in sich, daß kleine Glasteilchen in andere mit Lebensmitteln gefüllte Behälter geschleudert werden.
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glaswaren aus gehärtetem Glas, das eine hohe thermische und mechanische Widerstandsfähigkeit besitzt und diese Eigenschaften auch behält, wenn die Glasgegenstände im Gebrauch, z. B. beim Kochen, hohen Temperaturen ausgesetzt werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß den Glasgegenständen durch eine an sich bekannte Wärmebehandlung zwecks Härtung des Glases so hohe Spannungen erteilt werden, daß diese unmittelbar unterhalb der Grenze liegen, bei der im Falle des Bruches der Glasgegenstände eine völlige Zerstörung in kleine Stücke unter heftigem Zerspringen (sogenannter kristallinischer Bruch) eintreten würde. Mit anderen Worten: Die Erfindung besteht darin, dem Glas einen Spannungszustand zu geben, der einer potentiellen Energie entspricht, die niedriger ist als diejenige, die an der Bruchgrenze des Glases mit explosivem Zerbrechen vorhanden ist.
  • Zweckmäßig werden die Spannungen des Glasgegenstandes so gewählt, daß im Falle eines Bruches (infolge Durchbohrens einer seiner Flächen) sich Bruchstücke ergeben, die größer sind als 3 cm'.
  • Eine besondere Art der Verwirklichung des Verfahrens gemäß der Erfindung umfaßt folgende Phasen: Nachdem der Glasgegenstand bis in die Nähe seines Erweichungspunktes erhitzt worden ist, wird er einer thermischen Behandlung unterworfen, indem er zu- In dieser Gleichung ist T die höchste Spannung in Kilogramm pro Quadratmillimeter; n ist das Verhältnis der höchsten Kompression zur- höchsten Spannung; E ist der Elastizitätskoeffizient (Koeffizient Young) in Kilogramm pro Quadratmillimeter; f ist die Zugfestigkeit des Glases in Kilogramm pro Quadratmillimeter; y ist das Verhältnis der Kontraktion zur Ausdehnung in einem gezogenen Körper, und t ist die Dicke des Glases in Millimeter. Weiter unten werden spezifische Ausführungsbeispiele für Gegenstände aus rgehärtetem Glas mit diesem Spannungsgrad gegeben.
  • Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung kann besonders für Gegenstände angewandt werden, die einen niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten von weniger als 65 X:10-' pro Grad Celsius haben, am besten weniger als 45 X ro-'. Verwendet man ein Glas, mit kleinem Wärmeausdehnungskoeffizienten, so ist der Härtungsgrad, der zur Herstellung eines Gegenstandes mit erhöhter thermischer Widerstandsfähigkeit nötig ist, proportional vermindert, und da der Härtungsgrad verkleinert ist, wird die Bruchgefahr mit explosivem Zerbrechen des Glases ebenfalls kleiner. Unter dem Ausdruck explosives Zerbrechen wird ein Härtezustand des Glases mit einer potentiellen Spannungsenergie verständen, die ausreicht, ein Zerbrechen des Glases in ungefähr 3 cm' große Stücke zu bewirken.
  • Unter thermischer Widerstandsfähigkeit ist die höchste Temperatur zu verstehen, auf welche ein Glasgegenstand gebracht und dann in eiskaltes Wasser getaucht werden kann, ohne daß er zerspringt.
  • Verwendet man nun ein Glas mit dem obengenannten schwachen Ausdehnungskoeffizienten und härtet es auf einen Grad, der den obenerwähnten Wert der resultierenden Spannungen nicht übersteigt, so ist es möglich, einen gehärteten Glasgegenstand zu erhalten, der eine thermische Widerstandsfähigkeit von z2o° hat.
  • Nachstehend wird ein Beispiel der Härtung von Glasgegenständen beschrieben, deren Spannungen den von obenstehender Formel gegebenen Höchstwert nicht nächst so schnell abgekühlt wird, daß die. durch die Abkühlung entwickelten Spannungen ausreichen, um im Falle der Zerstörung des Gegenstandes durch Durchbohren einer seiner Flächen eine Zerstörung in kleine Stücke, den sogenannten kristallinischen Bruch hervorzurufen, der von einem heftigen Auseinanderspritzen der Stücke begleitet ist; darauf wird der Glasgegenstand wieder auf eine Temperatur erhitzt, die unterhalb des Erweichungspunktes, aber oberhalb der Temperatur liegt, bei der die Spannungen zu verschwinden beginnen. Dadurch werden nacheinander die Spannungen in dem Glas vermindert. Deren Dauer ist so bestimmt, daß man die Erniedrigung der Spannung auf den gewünschten Wert erhält.
  • Erfindungsgemäß ist besonders festgestellt worden, daß die Gefahr des explosiven Bruches vermieden wird, wenn die Höchstspannung pro Quadratmillimeter nicht die Werte der nachstehenden Gleichung überschreitet: überschreiten. Ein Glasgegenstand, z. B. eine Küchenschüssel von 1,7 1 Inhalt mit einer Wanddicke von ungefähr 6 mm, aus Borsilikat von 85 °/o Si02, 122,5 °/o Ba0$> 1,5 °/o. Nas0 und = °/o Sb203 mit einem Elastizitätskoeffizienten von 6,3zo bis 6,47o kg/mm2, einem Spannungswiderstand von 4,7 bis 5 kg/mm2 und einem Verhältnis der Kontraktion zur Ausdehnung in einem gezogenen Körper (Verhältnis Poisson) von o,2 wird auf eine Temperatur erhitzt, die dem Erweichungspunkt des Glases entspricht oder in seiner Nähe liegt, d. h. auf ungefähr 8zo° C.
  • Der Gegenstand wird genügend lange in dieser Temperatur gehalten, damit dieselbe vollkommen ausgeglichen ist; in diesem Augenblick stellt man die Erhitzung ab und unterwirft sofort den Gegenstand einer Abkühlung, z. B. in einem Flüssigkeitabkühlungsbad oder einem Luftstrom. Besteht das Abkühlungsbad aus einem unter der Bezeichnung 6oo W bekanntem Schweröl, so muß das Bad eine Temperatur von Zoo' C haben. Versuche haben gezeigt, daß die wirkliche Spannung eines Glasbehälters mit obigen Abmessungen und obiger Zusammensetzung nicht 2,6 kg/mm2 übersteigt und daß trotzdem der Gegenstand eine doppelt so hohe mechanische Festigkeit als gleiche, jedoch geglühte Gegenstände besitzt. Dabei geschieht das Zerbrechen nicht in einer explosiven Weise, sondern es ähnelt sehr dem Zerbrechen eines Gegenstandes aus geglühtem Glas.
  • Die gemäß der Erfindung hergestellten Glasgegenstände sind besonders als Kochgefäß geeignet, die im Gebrauch auf der heißen Oberfläche des Kochherdes stehen und bei denen gewisse Teile einer besonders hohen Temperatur im Gegensatz zu den übrigen Teilen ausgesetzt sind, während die im Innern des Herdes stehenden Gefäße gleichförmig durch eine verhältnismäßig niedrige Temperatur beeinflußt werden. Die Verwendung von Glas (im Gegensatz zu geschmolzenem Quarz) für derartige Gegenstände war bisher unmöglich. Die Erfindung geht in der Hauptsache darauf aus, Waren der erwähnten Art herzustellen, kann aber auch zur Erzeugung von Produkten verwendet werden, die nicht so strengen Betriebsbedingungen ausgesetzt sind.
  • Die thermische Widerstandsfähigkeit eines nach vorstehendem `'erfahren behandelten Behälters ist mindestens zweimal so groß wie die eines gleichen, jedoch geglühten Behälters, und das durch thermischen Einfluß verursachte Zerbrechen eines so behandelten Stülskes unterscheidet sich nicht von dem durch thermischen Einfluß verursachten Zerbrechen eines geglühten Gegenstandes gleicher Abmessungen und gleicher Zusammensetzung.
  • Nicht nur die Borsilikatgläser obiger Art, sondern auch alle Glassorten gemäß der Patentschrift 767 476 können durch ein begrenztes Härten eine größere mechanische Festigkeit und eine größere Wärmewiderstandsfähigkeit erhalten, und parallel dazu können Kalkglassorten oder andere Glassorten in vorher bestimmten Grenzen gleichfalls mit befriedigenden Resultaten gehärtet werden.
  • Wie im obigen Falle eines Borsilikatglases als auch eines Kalkglases wurde ein Behälter von ungefähr z,71 Inhalt von nachstehender Zusammensetzung gehärtet Si02 . . . . . . . . . . . . . . . . . 72,86 R203 . . . . . . . . . . . . . . . . 1,37 Na20 . . . . . . . . . . . . . . . . 16,29 K20 ................. 1,65 Ca0 ................. 5,00 M90 . . . . . . . . . . . . . . . . 3,36 BIO3 . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,56 Ein solches Glas, gewöhnlich Kalkglas genannt, hat einen linearen Wärmeausdehnungskoeffizienten von 0,00000935 pro Zentigrad, und es wird bei ungefähr 695°C weich. Sein Elastizitätskoeffizient ist 6,86o kg/mm' und seine Zugfestigkeit 3,3 kg,Imm2. Der Gegenstand wird ungefähr io :Minuten lang auf eine Temperatur von 695' C erhitzt oder auf eine genügend lange Zeit zur Erreichung einer gleichförmigen Temperatur und wird dann sofort in ein auf ungefähr 405' C gehaltenes Kühlbad getaucht, das aus Natronsalpeter und Kalisalpeter besteht. Man erhält dadurch einen gehärteten Glasbehälter, der trotz einer Wärmewiderstandsfähigkeit von 170' C, d. h. höher als die eines gleichen Behälters aus geglühtem Borsilikatglas obiger Zusammensetzung, und einer doppelt so hohen mechanischen Festigkeit als die des vorgenannten geglühten Behälters aus Borsilikatglas, beim Bruch ein nicht explosives Zerbrechen hervorruft, ähnlich dem eines geglühten Behälters.
  • In bestimmten Fällen und besonders wenn man Gegenstände herstellen will, die auf einem Küchenherd erhitzt werden und deren Glasmaterial einen kurzen Bearbeitungsbereich hat, wurde es für vorteilhaft befunden, dem Gegenstand einen übertriebenen Härtegrad zu geben im Verhältnis zu der endgültigen Härtung und danach eine Wärmebehandlung nach Art eines Anlassens vorzunehmen, wodurch die Härtung auf den endgültig gewünschten Grad heruntergebracht «,ird. In diesem Falle wählt man ein Glas, wie z. B. das in der Patentschrift 767 476 beschriebene Glas B, und nachdem man dem Gegenstand seine Gestalt gegeben hat, unterwirft man ihn für kurze Zeit einer Temperaturausgleichsbehandlung in einem auf ungefähr goo' C erhitzten Ofen. Nach dieser Erwärmung wird der Gegenstand derart abgekühlt, daß er einen Spannungsgrad von ungefähr q. kg/mm' erhält, der viel höher als notwendig ist, denn für den üblichen Gebrauch ist eine Spannung von ungefähr 3 kg/mm2 erforderlich. Nachdem der Gegenstand so gehärtet worden ist, wird er einer Wärmebehandlung unterzogen, die beispielsweise in einer Erwärmung auf ungefähr 535c C während einer Zeit von 2 Stunden oder einer solchen auf ungefähr 5=o' C während einer Zeit von 7 Stunden besteht. Diese Behandlung bringt die Spannung auf ungefähr 3 kg/mm2 zurück, und sie erwirkt eine molekulare Wiederumlagerung oder Bewegung zur Stabilisierung, die die Tendenz des Glases zum Spannungsverlust stark herabsetzt, wenn das Glas den auf den Kochherden oder in ähnlichen Öfen vorkommenden Temperaturen ausgesetzt wird. Werden Glasgegenstände so behandelt, so ist es möglich, die Eigenschaften des Glases so zu verändern, daß die Gegenstände Betriebstemperaturen ausgesetzt werden können, die 25' C über denjenigen liegen, denen ein ähnlicher, direkt auf 3 kg/mm2 gehärteter Gegenstand widersteht, ehe ein Spannungsverlust eintritt.
  • Zur Verwirklichung der erfindungsgemäßen, begrenzten Härtung sind weniger energische Abkühlungsmittel zu verwenden, als die für gewöhnliche Härtungen gebräuchlichen.
  • In dieser Hinsicht können die auf eine hohe Temperatur gebrachten flüssigen Abkühlungsbäder vorteilhaft für die Abkühlung benutzt werden. Die Temperatur dieser Bäder schwankt je nach der Natur des zu härtenden Glases. Handelt es sich um ein Glas mit hoher Spannungstemperatur und Eigenschaften der in der Patentschrift 767 476 beschriebenen Gläser, so kann die Temperatur dieser Härtebäder ziemlich hoch sein und 400' C erreichen.
  • Wird der Gegenstand aus dem Bad genommen, so ist möglicherweise seine Temperatur zu hoch, um sofort die Prüfung durch thermischen Schock zu ertragen, die darin besteht, den Gegenstand in eiskaltes Wasser zu tauchen. Es kann also notwendig sein, nach dem Herausnehmen aus dem Härtebad etwas zu warten, bis der Gegenstand genügend auf eine für diesen Versuch verträglichen Temperatur abgekühlt ist.
  • In der Praxis verwendet man ein Wasserbad von Laboratoriumstemperatur, um die gehärteten Gegenstände der thermischen Schockprüfung zu unterwerfen. Von diesen Gegenständen werden alle diejenigen zerspringen, die nicht richtig gehärtet wurden oder die andere Fehler hatten, während diejenigen mit einer richtig verteilten Härtung ganz bleiben. Hierdurch erreicht man automatisch eine Auswahl der richtig und nicht richtig gehärteten Küchengeräte.
  • Durch diese Kombination erhält man gehärteteGlasgegenstände, die sehr hohe Temperaturen vertragen und ohne Gefahr für den Hausgebrauch geeignet sind und außerdem eine große thermische Widerstandsfähigkeit besitzen. Sie sind also besonders für Kochzwecke geeignet, jedoch ist es selbstverständlich, daß die vorliegende Erfindung auch für die Herstellung aller Gebrauchsgegenstände Anwendung findet, die aus gehärtetem Glas jeder gewünschten Zusammensetzung hergestellt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Glasgegenständen für Kochzwecke, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Gegenstand durch eine unter dem Namen Härten bekannte Wärmebehandlung Spannungen erteilt, die unmittelbar unter den Spannungen liegen, die im Falle des Bruches des Gegenstandes bei Durchstoßen einer seiner Flächen seine Zerstörung in kleine Stücke (kristalliner Bruch) und gleichzeitig ein heftiges Auseinanderspritzen der Stücke hervorrufen würden, wodurch der Gegenstand eine große mechanische Festigkeit, eine hohe Temperaturbeständigkeit und eine große Stabilität erhält und im Fälle der Zerstörung in vieleckige Stücke zerfällt, die dicht beieinander bleiben.
  2. 2. Glasgegenstand für Kochzwecke, hergestellt nach dem Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß er Spannungen besitzt, die im Falle des Bruches infolge Durchbohrens einer seiner Flächen Stücke ergibt, die größer sind als 3 qcm.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenstand, nachdem er bis in die Nähe seines Erweichungspunktes erhitzt ist, einer thermischen Behandlung unterworfen wird, die sich au's zwei Phasen zusammensetzt, wobei die erste in einer genügend schnellen Abkühlung besteht, so daß die durch die Abkühlung entwickelten Spannungen ausreichen, um im Falle der Zerstörung des Gegenstandes durch Durchbohren einer seiner Flächen eine Zerstörung in kleine Stücke, den sogenannten kristallinischen Bruch, begleitet von einem heftigen Auseinanderspritzen der Stücke hervorzurufen, während die zweite in einer Wiedererhitzung bis auf eine Temperatur unterhalb des Erweichungspunktes, aber oberhalb der Temperatur besteht, bei der die Spannungen beginnen zu verschwinden, durch welche nacheinander die Spannungen in dem Glas vermindert werden und deren Dauer so bestimmt ist, daß man die Erniedrigung der Spannung auf den gewünschten Wert erhält. Amgezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 610 380, 615 805; französische Patentschrift Nr. 547403; >>Sprechsaal«, 1937, SS. 301; Dralle-Keppeler, rDie Glasfabrikation«, 1926, Bd.I, S.235; »Bayerisches Industrie- und Gewerbeblatt«, 1877, S. 148 bis 150.
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