DE899358C - Sinterphosphat in granulierter Form - Google Patents

Sinterphosphat in granulierter Form

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DE899358C
DE899358C DEK9523A DEK0009523A DE899358C DE 899358 C DE899358 C DE 899358C DE K9523 A DEK9523 A DE K9523A DE K0009523 A DEK0009523 A DE K0009523A DE 899358 C DE899358 C DE 899358C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B13/00Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials
    • C05B13/02Fertilisers produced by pyrogenic processes from phosphatic materials from rock phosphates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Sinterphosphat in granulierter Form In der Patentschrift zog 963 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Sinterphosphates beschrieben, welches darin besteht, daß man ein Gemisch von Tricalciümphosphat, Alkalisulfat und Kohle bei Temperaturen von schwacher Rotglut zusammensintert. Dabei gelangen auf i Mol Tricalciumphosphat 2 Mol Alkalisulfat und die zur Reduktion des Alkalisulfates notwendige Kohlenmenge zur Anwendung.
  • Die Phosphorsäure des Sinterproduktes ist in ammoniakalischer Citratlösung nach Petermann praktisch vollkommen löslich. Nach den Angaben der Literatur besteht das Produkt aus Alkalicalciumphosphat und Calciumsulfid (s. Ullmann, Encyklopädie der technischen Chemie, 2. Aufl. 1929, Bd. IV, S.58).
  • Wegen seines Gehaltes an Sulfidschwefel, den man als pflanzenschädlich angesehen hat, hat das auf vorstehend beschriebenem Wege hergestellte Sinterphosphat lange Zeit keine Verwendung als Düngemittel gefunden. Die Auffassung über die Anwendbarkeit derartiger Produkte als Düngemittel hat sich aber im Laufe der zweiten Hälfte des von 193o bis 1940 währenden fahrzehntes geändert. Bei der landwirtschaftlichen Prüfung von unter Verwendung von Alkalisulfat und Kohle als Aufschlußmittel hergestellten Sinterphosphaten hat sich gezeigt, daß der Sulfidschwefel keine pflanzenschädigende Wirkung ausübt.
  • Man hat die Sinterprodukte zunächst, wie bei Sinterphosphaten bzw. Glühphosphaten, z. B. Rhenania-Phosphat und Thomasmehl, üblich, als staubfeine Pulver angewandt. Bei der Prüfung dieser Pulver auf Lagerbeständigkeit hat sich aber gezeigt, daß sie hygroskopisch sind und daß der Sulfidschwefel allmählich oxydiert wird. Die Oxydation kann sogar schon während der Mahlung auftreten, wenn diese zu weit getrieben wird bzw. unkontrollierbare Erhitzungen bei derselben auftreten. Mit der Oxydation des Schwefels ist ein Rückgang im Gehalt an citratlöslicher Phosphorsäure verbunden. So hatte z. B. ein unter Verwendung von Kaliumsulfat hergestelltes Produkt nach der Herstellung und Vermahlung folgende Gehalte: Gesamtphosphorsäure . . . . . . . . . . . . . . . 1g,10/0, citratlösliche Phosphorsäure . . . . . . . . . 18,2 0/0, Sulfidschwefel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10,3 0/a.
  • Nach 3monatiger Lagerung in 5o-kg-Papiersäcken in einem verschlossenen Raum an einem Ort in der Nähe der Meeresküste hatte sich die Farbe des ursprünglich grauschwarzen Pulvers stark ins Gelbliche verändert. Die Analysenwerte waren nunmehr die folgenden: Gesamtphosphorsäure . . . . . . . . . . . . . . . 17,9 0/0, citratlöshche Phosphorsäure ... .. ... . 1q.,60/0, Sulfidschwefel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5,90/0, Feuchtigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5,20/,.
  • Aber auch bei der Feinmahlung war wiederholt eine Änderung des Farbtones des Produktes eingetreten, der j edesmal mit einem Rückgang der Phosphorsäurelöslichkeit verbunden war. So hatte z. B. ein wie vorstehend unter Verwendung von Kaliumsulfat hergestelltes Produkt vor dem Vermahlen Gesamtphosphorsäure . . . . . . . . . . . . . . . 19,5 0/0, citratlösliche Phosphorsäure . . ... .. .. i8,70/0, Sulfidschwefel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11,1%. Nach dem Vermahlen hatte das Produkt, welches sich stark erwärmt und seine Farbe stark nach Gelb verändert hatte, folgende Gehalte: Gesamtphosphorsäure............... z8,50/0, citratlösliche Phosphorsäure . . . . . . . . . 16,9 0/0, Sulfidschwefel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8,3%.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß das Sinterprodukt, wenn es nicht fein gemahlen, sondern lediglich granuliert, z. B. auf eine Körnung von :o,i bis 0,5 mm gebracht wurde, im Gefäßversuch dieselbe Wirkung zeigte wie das feingemahlene Produkt. Auch beim Vergleich mit anderen Phosphorsäuredüngemitteln wurde im Gefäßversuch eine volle Phosphorsäurewirkung festgestellt. Diese Feststellung ist von erheblicher Bedeutung, denn bei der Herstellung des granulierten Produktes besteht keine Gefahr des Rückganges der Phosphorsäurelöslichkeit infolge Oxydation des Sulfidschwefels durch zu weit gehende Mahlung oder Erhitzung beim Mahlen. Auch die Lagerfähigkeit des granulierten Produktes ist wegen der kleineren Oberfläche, welche die Gefahr der Oxydation verringert, wesentlich besser.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung des nach dem Verfahren der Patentschrift zog 963 durch Zusammensintern von Rohphosphat, Alkalisulfaten und Reduktionskohle hergestellten Sinterphosphates in granulierter Form als Düngemittel.
DEK9523A 1951-04-05 1951-04-05 Sinterphosphat in granulierter Form Expired DE899358C (de)

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