DE899338C - Verfahren zur Verhinderung des Siedeverzuges - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung des Siedeverzuges

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DE899338C
DE899338C DEF7712A DEF0007712A DE899338C DE 899338 C DE899338 C DE 899338C DE F7712 A DEF7712 A DE F7712A DE F0007712 A DEF0007712 A DE F0007712A DE 899338 C DE899338 C DE 899338C
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DE
Germany
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boiling
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Expired
Application number
DEF7712A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Nassenstein
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01BBOILING; BOILING APPARATUS ; EVAPORATION; EVAPORATION APPARATUS
    • B01B1/00Boiling; Boiling apparatus for physical or chemical purposes ; Evaporation in general
    • B01B1/06Preventing bumping

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhinderung des Siedeverzuges beim Sieden von in Behältern, vorzugsweise kleinen Behältern, wie Ampullen, sich befindenden zähflüssigen Stoffen.
Beim Prozeß des Eindampfens solcher Stoffe treten bei Überschreitung der Siedebedingungen unterschiedliche Siedeverzüge auf, die ein Herausschleudern der Stoffe aus den Behältern bewirken.
Es wurde nun gefunden, daß dieser Übelstand behoben wird, wenn gemäß der Erfindung der Stoff vor Herstellung der Siedebedingungen nur teilweise durch örtliche Überhitzung zu kurzzeitigem Sieden gebracht wird. Beispielsweise kann diese örtliche Überhitzung und damit das lokale Sieden mittels einer Gasflamme, die an den Behälter, z. B. Ampulle, kurzzeitig gehalten wird, erfolgen.
Durch das Sieden nur eines Teiles des Stoffes und örtliche Überhitzung entstehen im Stoff Dampfkeime, die in dem übrigen Teil des Stoffes, der die Siedetemperatur nicht erreicht, eingebettet sind und sich infolge der Zähigkeit des Stoffes lange Zeit (bis zu mehreren Stunden) halten.
Man kann dieses Verfahren nicht nur für Stoffe, die von Anfang an schon zähflüssig sind, anwenden, sondern auch für Stoffe, die eine solche Löslichkeit besitzen, daß die Lösung bis zu zäher Konsistenz eingedickt werden kann, indem man die Lösung dieser hinreichend löslichen Stoffe vor der örtlichen Überhitzung gemäß der Erfindung durch unterhalb des Siedepunktes vorgenommenes Verdunsten bis zu einem möglichst zähflüssigen Zustand eindampft.
Besondere Bedeutung besitzt das Verfahren für solche Pharmazeutika, deren Stammlösung man nun direkt in den Ampullen eindampfen kann. Neben einer Einsparung von Zwischenprozessen führt dies zu einer wesentlichen Verbesserung der Sterilität.
Wird das Verfahren z. B. bei dem Natriumsalz, der N-Methylcyclohexanyl-methylbarbitursäure angewandt, so erhält man in den Ampullen ein lockeres Schaumgerüst, das sich durch seine schnelle Lösbarkeit vor der bisher üblichen Pulverform auszeichnet.
Die Voraussetzung für die Anwendbarkeit des Verfahrens ist die physikalische Stoffeigenschaft an sich und beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Stoffarf. Eine erfolgreiche Verhinderung des Siedeverzuges nach dem beschriebenen Verfahren wurde beispielsweise auch bei einer Zuckerlösung und bei einer wäßrigen Lösung des Kreislaufhormons Kallikrein und von Polyvinylpyrroli-.
don als Stabilisierungsmittel erreicht.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Verhinderung des Siedeverzuges beim Sieden von in Behältern, vorzugsweise kleinen Behältern, wie Ampullen, sich befindenden zähflüssigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoff vor Herstellung der Siedebedingungen nur teilweise durch örtliclie Überhitzung zu kurzzeitigem Sieden gebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Lösungen hinreichend löslicher Stoffe vorher durch unterhalb des Siedepunktes vorgenommenes Verdunsten bis zu einer möglichst zähflüssigen Konsistenz eingedampft werden.
< 5637 11.53
DEF7712A 1951-11-20 1951-11-21 Verfahren zur Verhinderung des Siedeverzuges Expired DE899338C (de)

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