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Dreiprodukten-Luftsetzmaschine Die Erfindung betrifft eine Sortiereinrichtung
für Gemische aus wichtemäBig verschiedenen festen Stoffen, eine Einrichtung, in
der ein aufsteigender Gas- oder Luftstrom durch einen gelochten Rütteltsch hindurchtritt.
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Einrichtungen dieser Art wurden bisher vorwiegend dazu benutzt, zwei
fGruppen von Stoffen zu scheiden, die als leichte und schwere Bestandteile eine
Mischung fester Stoffe bilden. Es gibt auch schon Sortiereinrichtungen zur Trennung
von drei Stoffen, leichteren, mittleren und schweren, d.ie die der Einrichtung zugeführte
Mischung ausmachen. Diese zuletzt erwähnten Einrichtungen enthalten im allgemeinen
einen seitlichen Ausgang für die Stoffe mittlerer Wichte; das vergrößert aber ihren
Raumbedarf und, kompliziert die Anordnung von Sammlern für die in mehreren Einrichtungen
getrennten, Stoffe. Außerdem sind diese Einrichtungen für d ie Scheidung von drei
Sorten nur wenig selektiv, und 1 ,die Gruppe mittlerer Wichte enthält noch eine
nicht zu vernachlässigende Menge sowohl an leichten wie -an schweren Bestandteilen.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt eine zu den Dreiprodukten-Luftsetzmaschinen
zu rechnende Sortiereinrichtung für Dreistoffgemische, insbesondere für die Trennung
von Rohkohle in reine Kohle, Gesteine und Zwischenstoffe, d. h. Unreinheiten mittlerer
Wichte. Diese Einrichtung ist frei von den erwähnten Nachteilen und vereinigt Selektivität
mit einer einfachen und handlichen Konstruktion.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung ist dadurch gekenmzeiohnet, daB ein
beweglicher Rumpf, der rüttelnd bewegt wied und einem aufsteigenden Gas-oder
Luftstrom
ausgesetzt ist, zwei gelochte Tische enthält, die übereinanderliegernd und gegeneinander
versetzt mit je zwei gegenüberliegenden Überläufen ausgestattet sind, wobei: der
obere Tisch das zu sortierende Rohmaterial aufnimmt, während einer seiner Überläufe
über einen mittleren Bereich. dies unteren, Tisches vorsteht und ,diese speist.
Dank dieser Anordnung erhält man eine wirksame Trennung der Stoffe in, drei Gruppen.
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Nach einem anderen Merkmal der Erfindhng ist der innere Überlauf des
unteren Tisches über einem Hohlraum angeordnet, der durch wenigstens einten. ungelochten
Seitenkanal mit dem einen Ende des Rüttef-ru.mpfes in Verbindung steht. Damit erhält
man einen vermin@d'erten Raumbedarf für die Einrichturig. Außerdem kann man, eine
beliebige Anzahl solcher Einrichtungen nebeneinander.setzen, wobei, Ou:er:sammter.
für die :so. an den Stirnseiten der Sortiereinrichtung austretenden Stoffe angeordnet
sind.
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Die Merkmale und Vorzüge der Erfindung gehen im übrigen aus der nachfolgenden
Beschreibung beispielsmäßig zu verstehender Ausführungsformen und-. den Zeichnungen
hervor.
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Fig, i ist ein Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung;
Fig. 2 stellet in vergrößertem Maßstab den AntTiebsme:dhanismus für die. Rübtelibehvegun:g
dar;. Feig. 3 ist eine EnidansIoht der Eihriichtung in Richtung Bier Pfeile III-III
der Flg. i ; Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht der Ei,rrrichtung und Fig.
5 eine seitliche Teiians-icht einer abgeänderten. Form der Einrichtung.
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Die in dien Feig. 1 bis 4 dargestellte Ausführungsform der Erfindung
stehlt als Amnvendungsbeispiel eine Einrichtung zur Trennung von Rohrkohle in reine
Kohle, Gesteine und Mittelprodukte dar. Zu der Sortiereinrichtung gehört ein Gebläse
eis, dessen Druckleitung :2 sich zu einem Luftkasten 3r erweitert, der das feste
Gestell der Einrichtung bildet. Der Kasten 3. ist durch eine Scheidewand 4. in zwei
Kammern A' und B geteilt. A:n dieser sied am Eingang in den Kasten 3i zwei Klappen
5 und, 6 angelenkt, die als unabhängige Ventile dienen, die eine Regelung der den
beiden Kammern A und! B
zugeführten Luftmengen gestatten.
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Oben auf dem (1#,'-asten 3 befindet sich ein, beweglicher Rumpf 7,
der mit dem Kasten durch einen nachgiebigen Balgen 8 verbunden ist; der Rumpf wird
rüttelnd angetrieben durch eine Welle 9, die am Gestell der Einrichtung gelagert
ist und, zwei Exzenter io und i i trägt; die Symmetrielinien der Exzenter bilden:
zweckmäßig einen stumpfen Winkel -trüteinander.
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Die die beeiden: Exzenter io und i I umschließenden. Exzenterbügel
12 und; 13 sind-mit ihren Enden 14 und 15 an einem ,Gehäuse 16 angelenkt, das am
beweglichen Rumpf 7 festsitzt. Dieser trägt außer-,dem an beeiden Seeben je eine
Rolle 17, Idse in einer am Kasten 3 siitzen:dlen geradlinigen, Führung 18 läuft.
Die Verbindungsgerade der beiden: Gelenkpunkte 14 und @ii5 und, _die Führung 18
sind im wesentlichen, parallel zueinander und gegen die Senkrechte, wie aus, Fig.
i hervorgeht, geneigt.
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Wenn sich die Welle g dreht, so erteilt die Bewegung ider Exzenter
.im Zusammenwirken mit der Führung 17, 18 dem Rumpf 7 eine Rüttelbewegung, deren
Punktbahnen: etwa elliptisch verlaufen. Dadurch erhalten die miit den, Wänden des
.Rumpfes 7 in Berührung stehenden Stoffe eine allgemein fortschreitende Bewegurig
in Richtung des Pfeiles, F der Fig. 1.
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Wie die Fig. i, 3 und 4 erkennen lassen, wird der Rumpf 7 von Seitenwänden
i9 begrenzt; ein oberer Tisch 20 und ein unterer Tisch 2i sind in ihm parallel zueinander
und, gegeneinander versetzt befestigt. Der Rüttelantrieb ist so angeordnet, idaß
die beiden Tische 2o und 21 :des Rumpfes 7' geneigt sind, wie Fig. i zeigt. Der
Tisch 2o steigt nach der Seite an, wo sich der Tisch 21 befindet. Man beachte, daß
das Gehäuse 16 auf der Seite des Tisches 21, die Führung 17, 1ß @dajgegen auf :der
des Tisches 2o angebracht ist.
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Die Tische 2o und 21 haben gelochte Böden 22 und sind, den beiden
Kammern A und B des Luftkastens 3 zugeordnet.
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Der Tisch 2o1, :der an den Wänden 19 festgemacht ist, trägt
.am Ende der Einrichtung einen überlauf 23; am entgegengesetzten Ende bilden zwei
ngch,:innen zusammenl:aufen:de Platten 25 eine Verengung 24, an die, siech- eine
@Äuslaufri:nne 26 anschließt. Diese ist mit einem Überlauf 27 versehen und steht
über einen mittleren: Bereich des Tisches 2 i vor.
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Der Tisch 21 ist schmaler als der Raum zwischen den Seitenwänden i9,
aber breiter als die Rinne 26 und sitzt fest an zwei; -seitlichen Plattere 28, die
sich zwischen den Wänden i9 befinden. Jede dieser Platten 28 ist mit der Seitenwandig
durch einen ungelochben seitlichen Boden 29 verbunden, so, daß zwischen den Flamen
ig(und 2i81 und diesem Boden 291 ein Sei..tenkanal3o entsteht. Der Tis :clh 2i hat
einen Überlauf 31 am Endre der Einrichtung und unter der Rinne 2i6! einen zweiten
Überlauf 32. Dieser steht über einen Hohlraum o2: vor, der bei 3'4 seitlich mit,den
Kanälen 30 in stehet. Der Hohlraum 33 wr:d von Wänden 35 und einem un;gelochten
Boden 36 begrenzt, der zweckmäßig durch eine zentrale Fortsetzung der seitlichen
Böden 29 gebildet wind.
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Die Überläufe 23, 27, 31 und 32 ,der Tische sind :durch G leitschieber
oder andere Mittel in ,der Höhe einstellbar eingerichtet, so daß sich für jeden
Überlauf :die Ausflußmenge regeln läßt.
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Für die Trennung von: Rohkohle in reine Kohle als leichtestes. und
mengenmäßig bedeutendstes Element, in Gesteine als schwerstes Element und in Mittelprodukte
als Verunreinigungen mittlerer Wichte gibt man die Rohkohle bei, C auf den oberen
Tisch etwa in dessen Mitte auf.
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Im Betrieb kommen; Luftströme aus dem CTebläse i, streichen ndurch
die Kammern A und B und, treten durch die gelochten Tische 2o und
2!i@ hindurch. Dabei werden diese gleichzeitig mit dem Rumpf 7 hin und her gerüttelt.
Die
reine Kohle, die in der bei. C auf den Tisch gor aufgegebenen Rohkohle enthalten
ist, wird von ,dem Luftstrom leicht angehoben und hat die Tendenz, die schwereren
Elemente, Gesteine und Mittelprodukte zu bedecken. Dadurch kommen diese in Berührung
mit dem gelochten Bodendes Tisches 2o, und indem sie so unmittelbar den Erschütterungen
des Rüttelrumpfes 7 ausgesetzt werden, schreiten sie in Richtung :des Pfeiles F
der Fig. i voran. Die Stücke auf dem Tisch 2,o bekommen so die Tendenz, sich nach
folgender Art zu scheiden: Gesteine und Mittelprodukte unten und rechts, reine Kohle
oben und, links (Fig. i). Die reine (Kohle wird als volumenmäßig bedeutendstes Element
über den breiten Überlauf 23 hinausbefördert, während. Gesteine und Mittelprodukte
in geringer Menge, aber in einer Schicht, die durch die Verengung 24 verstärkt und
für das Ausbringen günstig ist, über den Überlauf 27 abgeführt werden und auf .einen
mittleren Bereich des Tisches 21 fallen.
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Auf diesem Tisch. erfolgt in einem Vorgang, der dem für den Tisch
2o beschriebenen analog isst, eine Trennung der Mittelprodukte vom (Gestein. Die
Gesteine, als schwerste Teile, werden, über den Überlauf V abgeführt, während die
Mittelprodukte über den Überlauf 3-2 in den Hohlraum 33 kommen. Von da wandern sie
unter der Wirkung der Erschütterungen in den Seitenkanälen 30 im Richtung
,des Pfeiles, F zu den (nicht dargestellten) Austrittsöffnungen.
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Man erhält so die reine Kohle bei 23, .die Gesteine bei 3 i und .die
Mittelprodukte am Ausgang ,der Kanäle 30.
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Durch, die Klappen 5 oder 6 läßt s.irch der Gasstrom einstellen, der
nach dem Durchilaufen der Kammern: A und B jeden. der Tische 2o oder
21 durchdringt. Damit läßt sieh die auf jedem Tisch durchgeführte Arbeit hinsichtliIch
,der besten Sortierleistung regeln.
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Dile getrennten Stoffe werden an den Enden der Einrichtung ausgeschieden;
man wird idaEer zweckmäßig mehrere solcher Einrichtungen anordnen, die nebeneinander
arbeiten, und jedes Produkt, das aus dien Einrichtungen (herauskommt, kann in einem
Quersammler, der entlang der Reihe der Einrichtungen verläuft, gesammelt werden.
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Man kann so eine Sortierung nach drei Stoffen mit vermindertem Platzbedarf,
angemessener Ausbeute und, leichter Regelbarkeit durchführen.
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Wie angedeutet wurde, steigt ader obere Tisch nach der Seite des unteren
Tisches hin an; denn der leichte Stoff, hier also die reine Kohle als Anteil an
der Rohkohle, ist das vonherrsohende Element der Mischung. Darum wird die Reinkoh:le
über den breiten Überlauf 23 abgeführt, während Gesteine und Mittelprodukte mit
ihrer geringeren Menge zweckmäßig in dickerer Schicht in die Rinne z6 geleitet werden,.
Man. wind also diese Anordnung für alle Mischungen aus. drei Stoffen bevorzugen,
wo das leichteste Element gleicherweise mengenmäßig vorherrscht.
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Wenn dagegen die ,größte Menge durch die schwersten Bestandteile gestellt
wirdr, so empfiehlt sieh die abgeänderte Einrichtung, die in der Fig. 5 dargestellt,
ist.
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In dieser Variante sind alle Teile, die denen in Fig. i ähnlich sind,
durch dieselben Bezugsnummern mit Index a bezeichnet. Der allgemeine Aufbau der
Einrichtung ist analog dem der Fig. i, weicht aber in folgenden Punkten von ihm
ab. Der obere Tisch- 2oa !steigt nicht, sondern fällt nach der Seite des unteren
Tisches Zia. Die Seitenkanäle 30w die den Hohlraum 33a mit dem einen Ende der Einrichtung
verbinden, erstrecken sich nicht nach dem Ende auf .der Seite des unteren Tisches
21a, sondern entgegengesetzt nach der des oberen Tisches 20a und münden. an diesem
Ende der Einrichtung ins Freie. Das Gehäuse 16" des Rüttelantirieb.s ist an der
Seite des. oberen Tisches an.-gebracht, während die Führung 17a, 18a symmetrisch
zur Stellung der Fiihrung 17, .118 der Fig. i angeordnet i,st. Hieraus folgt, daß
die auf den Böden der Tische liegenden Stoffe eine Tendenz zum Fortschreiten in
Richtung des Pfeiles F" erhalten.
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Wenn das Dreistoffgemiech bei. Ca etwa auf die Mitte,des Tisches 2o",
aufgeben wilrd, so, tritt die große Menge der schweren Bestandteile über den Überlauf
23a aus, während die mittleren und leichten Stoffe bei 27a auf den unteren Tisch
21a fallen. Von diesem treten die leichten Bestandteile bei 31a aus, während die
Stoffe mittlerer Wichte bei; 32a übergehen. Diese letzteren werden unter der Wirkung
der Rüttelbewegung in Richtung F" :durch die Seitenkanäle 3o", abgeführt, die sich
unter dem Tisch 2osa befinden, und treten so am linken Ende der Vorrichtung aus
(F:ig. 5).
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Man kann: eine solche Einrichtung besonders für die Trennung von Abfällen
aus der Waschung nutzbar machen, wo die Gesteine, d, h. die Bestandteile, mengenmäßig
in der Überzahl sind.
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Man beachte, -d@aß sich eine und dieselbe Einrichtung sowohl nach
Fig. i wie nach Fig. 5 anordnen läßt, wobei. eine schnelle Umstellung von der einen
zur anderen Anordnung möglich ist.
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Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebenen und
abgebiIldeten Ausführungsformen beschränkt, sondern :sie umfaßt im Gegenteil alle
Varianten in der Gestaltung ihrer verschiedenen Elementre. Eine erfindungsgemäße
Einrichtung kann offensichtlich. für die Sortierung aller Stoffe verwendet werden,
seien es Kohle, Hülsenfrüchte, Reis, Pottasche usw. Sie läßt sich auch für die Trennung
nur- zweier Stoffe verwenden, besonders solcher, wo das schwere Element mengenmäßig
vorherrscht. Die Einrichtung gewährleistet dabei eine wirksame Auslese, wie sie
sonst mit den üblichen Sortiereinrichtungen, für Gemische aus zwei: Stoffen nur
schwer zu: erzielen ist.