DE897339C - Briefmarkenautomat - Google Patents

Briefmarkenautomat

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DE897339C
DE897339C DEM6184D DEM0006184D DE897339C DE 897339 C DE897339 C DE 897339C DE M6184 D DEM6184 D DE M6184D DE M0006184 D DEM0006184 D DE M0006184D DE 897339 C DE897339 C DE 897339C
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DEM6184D
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Otto Moser
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F11/00Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles
    • G07F11/68Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles in which the articles are torn or severed from strips or sheets

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

  • Briefmarkenautomat Bei den Briefmarkenautomaten üblicher Bauart wird bekanntlich die Markenausgabe durch Einwerfen von Geldstücken vorbereitet. Die Ausgabe selbst wird erst beim Durchführen einer zweiten Manipulation, Tastendruck, Hebelschwenken, Kurbeldrehen, ausgelöst. Die Bedienung solcher Einrichtungen könnte vereinfacht werden, wenn Mittel vorhanden wären, um die Markenausgabe durch die eingeworfenen Geldstücke selbst auszulösen, wodurch sich eine zweite Manipulation erübrigt. Feder- oder Gewichtsantriebe haben den Nachteil, daß die Kraft nicht konstant ist oder daß das Gewicht einen großen Raum bezüglich seiner Größe oder seines Hubes erfordert. Darüber hinaus müssen solche Antriebswerke regelmäßig aufgezogen werden.
  • Die Erfindung bringt nun einen Weg, um die gesuchte Vereinfachung der Bedienung an Briefmarkenautomaten zu erzielen. Sie betrifft einen Briefmarkenautomat, der dadurch gekennzeichnet ist, daß Mittel vorhanden sind, um die Markenausgabe mittels durch das Einwerfen von Geldstücken erzeugter elektrischer Stromstöße zu bewirken.
  • Für den Erfindungsgegenstand können mehrere Ausführungsformen beabsichtigt werden. Bei der einen Ausführungsform kann z. B. eine derartige Anordnung geschaffen werden, daß mehrere Marken von bestimmtem Wert herausgegeben werden, wenn ein Geldstück in den Apparat eingeworfen wird, dessen Wert dem Gesamtwert aller Marken entspricht.
  • Es ist auch möglich, eine Anordnung vorzusehen, die gestattet, Marken von bestimmtem Wert durch Einwerfen mehrerer Geldstücke kleineren Wertes zu beziehen. Zweckmäßigerweise werden noch Mittel vorgesehen, die die wahlweise Ausgabe von Marken verschiedener Werte ermöglichen.
  • Schließlich besteht noch die Möglichkeit, den Briefmarkenautomat mit einer Fernsprechstelle zusammenzubauen. Die durch das Einwerfen der Geldstücke erzeugten Stromstöße können dann in Abhängigkeit der Einstellung eines geeigneten Organs entweder zurwahlweisen Ausgabe verschiedenwertiger Marken oder zum Betätigen der bei jeder Münzfernsprechanlage üblichen Kontrolleinrichtung ausgenutzt werden. Der Erfindungsgegenstand soll nachstehend an Hand. der Zeichnung in Einzelheiten erläutert werden.
  • Fig. i bis 3 sind prinzipielle Schaltbilder der elektrischen Anordnung bei verschiedenen Ausführungsformen; Fig. 4 bis 8 beziehen sich auf konstruktive Einzelheiten derselben.
  • Bei sämtlichen dargestellten Ausführungsformen ist Gleichstrombetrieb vorgesehen. Die Stromversorgung erfolgt aus einem gewöhnlichen Lichtnetz unter Zuhilfenahme eines Transformators Ty zum Herabsetzen der .Spannung und eines Gleiehrichters Gl zum Umformen des Netzstromes. Die in den Apparat eingeworfenen Geldstücke werden durch einen Münzstromstoßerzeuger aufgenommen, dessen Aufbau aus der Technik der Münzkassiererfernsprecheinrichtungen her bekannt ist und daher nicht besonders erläutert zu werden braucht. Dieser Stromstoßerzeuger besitzt einen sogenannten Münzkontakt mi, der z. B. für jedes 5-Rappen-Stück einmal, für jedes io-Rappen-Stück zweimal usw. geschlossen wird. Ferner sind noch bei dem Münzstromstoßerzeuger zwei Kontakte k i und k 2 vorhanden, wobei der eine, k i, während der ganzen Impulsgabe und der andere, k 2, erst nach Ausgabe des letzten Impulses einmal während einer kurzen Zeit geschlossen werden. Drei Elektromagnete MT, SM und RM dienen zur Steuerung von verschiedenen Teilen. Der erste, MT, besorgt die Fortschaltung eines durch die anemanderhängenden Marken gebildeten Markenbandes i, das sich von einer Trommel 2 abwickelt. Der Magnet SM betätigt eine Schere 6, 7 zum Abschneiden der Marken. Der Magnet RM wirkt als Sperrmagnet. Ein Relais H steuert den Sperrmagnet RM. Der mechanische Aufbau der ersten Ausführungsform geht aus der Fig. 4 und 5 hervor. Das Markenband z wickelt sich von der Trommel 2 ab, geht durch eine Kontrollvorrichtung 3 hindurch und wird zwischen einer Förtschaltrolle 4 und einer Klemmrolle 5 erfaßt. Ferner kommt das Band i zwischen dem beweglichen und dem festen Messer der Schere 6, 7 durch, die das Abschneiden und die Ausgabe der Marken besorgt. Ein Fortschaltrad 8 ist mit der Rolle 4 zusammengeschraubt und steht unter dem Einfluß -einer am Ende eines Elektromagnetankers xo lenkbar aufgebrachten Klinke g. Der Anker io ist durch den Elektromagnet MT betätigt und beeinflußt einen Arbeitskontakt mt, dessen Wirkung später erläutert wird.
  • In Fig. 4 ist ersichtlich, wie der Elektromagnet SM das Messer 6 der Schere 6, 7 über den Anker =i betätigt. Die Kontrolleinrichtung 3 gestattet, den Automat außer Betrieb zu setzen, wenn der Markenvorrat erschöpft ist. Ein in einer Büchse 13 geführter Fühlerstift 12 liegt mit dem Markenband i in stetiger Berührung und hält einen Hebel 14 in der dargestellten Stellung. Der Hebel 14 sitzt auf einer Achse 15 fest, die einen weiteren, ebenfalls festsitzenden Hebel 16 trägt. In seiner Ruhelage hält dieser einen Arm 17 in einer derartigen .Stellung, daß das Ende 18' eines um die Achse 18" schwenkbaren, den Wechselkontakt l beeinflussenden Hebels 18 unter der Kante ig einer halbgeschnittenen Achse 2o verriegelt ist. Der Arm 17 ist mit der Achse 2o fest verbunden.
  • In Fig. 5 ist eine durch den Elektromagnet RM gesteuerte Münzrückgabevorrichtung dargestellt. Die in den Automat eingeworfenen Geldstücke werden in den Kanalteil 21 aufgenommen und gelangen über einen um die Lagerungen 22, 23 schwenkbaren Kanalteil 24, der unter dem Einfluß des Elektromagnets RM steht. Je nach der Stellung des Kanalteiles 24 gelangen die Geldstücke entweder in den zu dem nicht dargestellten Münzstromstoßerzeuger führenden Kanal 25 und von da in den Einkassierbehälter oder in den Geldrückgabebehälter 26.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Ausführungsform soll nun an Hand der Fig. i, 4 und 5 erläutert werden.
  • Solange die Betriebsspannung an den Ausgangsklemmen z, 2 des Gleichrichters vorhanden ist, bleibt das Relais H angesprochen. Der Elektromagnet RM ist über den Kontakt h erregt und hält den Kanalteil 24 (Fig.5) in einer derartigen Stellung, daß ein eingeworfenes Geldstück über die Kanalteile 21, 24 und 25 in den Münzstromstoßerzeuger und in den Einkassierbehälter gelangt. Der Kontakt mi erregt den Elektromagnet MT stoßweise, und dieser bewirkt eine schrittweise Fortschaltung des Markenbandes i. Je nach dem Wert des eingeworfenen Geldstückes wird das Band i um. einen, zwei oder mehr Schritte verschoben. Kurz nach Abgabe des letzten Münzimpulses wird der Kontakt k 2 geschlossen und der Schneideelektromagnet SM erregt. Das Messer 6 wird gegen das Messer 7 vorgeschoben, und die dadurch abgeschnittene Markenbandstrecke fällt in den Ausgabebehälter 28.
  • Wenn der auf der Trommel 2 aufgewickelte Markenvorrat erschöpft ist, fällt der Fühler 12 durch die Büchse 13, und die Hebel 14 und 16 werden in der Richtung der Pfeile 14' bzw. 16' verschwenkt. Der Arm 17 dreht in der Richtung iT, und die rechte Kante =g der halbgeschnittenen Achse 2o gibt den Hebel 18 frei. Die mittlere Feder des Wechselkontaktes l legt sich um, z. B. durch eigene Vorspannung, und bereitet dadurch die Außerbetriebsetzung des Automaten vor. Erfolgt die Umlegung des Kontaktes 1, bevor die übrigen Organe in die Ruhelage gelangen, h. d. bevor der Ausgabevorgang tatsächlich beendet ist, dann bleibt das Relais H unter Spannung, da die Kontakte mt und k i noch geschlossen sind. Der Kontakt mt hält das Relais H, solange die mittlere Feder des Kontaktes l die Arbeitsfeder noch nicht getroffen, aber doch die Ruhefeder schon verlassen hat. Sobald der Ausgabevorgang beendet ist, öffnet der Kontakt k i, wodurch das Relais H stromlös wird: Der Kontakt h schaltet den Elektromagnet RM ab; und dieser läßt den Kanalteil 24 unter dem Einfluß der Feder 27 mit dem Geldrückgabebehälter in Übereinstimmung kommen. Gegebenenfalls kann ein das Wort Außerbetrieb oder Leer tragendes Schild mit dem Kanalteil 24 mechanisch derart verbunden sein, daß das betreffende Wort in leerem Zustand des Automaten durch ein Fenster sichtbar wird. Es ist auch möglich, die Geldrückgabeeinrichtung durch ein durch den Elektromagnet RM beeinflußtes Organ zu ersetzen, das die Geldeinwurfsöffnungen im leeren Zustand des Automaten absperrt.
  • Durch die Anordnung des Relais H, das als Nullspannungsrelais arbeitet, wird noch erreicht, daß eine Außerbetriebsetzung des Automaten infolge Versagens der Stromversorgung bemerkbar wird.
  • Es kann noch zweckmäßig sein, einen Gebührenanzeiger vorzusehen, dessen Erregerspule GM (Fig. i) im Zuge des Münzimpulskontaktes mi und des Elektromagnets MT eingeschaltet ist. Somit wüßte der Benutzer über den Betrag der j eweils eingeworfenen Geldwerte Bescheid.
  • Es läßt sich auch eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes denken, die zur wahlweisen Ausgabe verschiedenwertiger Briefmarken ausgerüstet ist. Es genügt, so viele Einrichtungen gemäß Fig. 4 vorzusehen, wie Markensorten vorhanden sind. Ein einziger Münzstromstoßerzeuger kann sämtlichen Markenausgabevorrichtungen zugeordnet werden und mit diesen durch eine geeignete Umschalteanordnung je nach der zu beziehenden Markensorte wahlweise in Verbindung gebracht werden. Eine derartige Anordnung zeigt beispielsweise Fig. 6. Unter Voraussetzung, daß drei verschiedene Markensorten in Betracht kommen, z. B. 5-, io- und 2o-Rp.-Marken, sind drei Markenvorschubmagnete MT i, MT 2 und MT 3 erforderlich. Diese werden mittels eines durch einen einstellbaren Hebel 29 angetriebenen Wählerarmes 3o wahlweise und in Abhängigkeit der Stellungen des Hebels 29 mit demMünzimpulskontakt mi verbunden. Ein auf der Achse 31 festsitzendes Rastersegment 32 steht unter dem Einfluß eines federnden Sperrhebels 33 und gestattet, die Stellungen des Hebels 29 bzw. des Wählerarmes 30 jeweils sicherzustellen. Angaben über die aus dem Automaten beziehbaren Markensorten, können in an der Kastenvorderwand 34 angeordneten Fenstern 34' eingebracht werden.
  • In Fig. 2 ist die Schaltung einer Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, bei welcher Geldstücke verwendet werden können, deren Wert kleiner ist als derjenige der zu beziehenden Marken. Hier werden derartige Maßnahmen getroffen, daß eine Marke erst dann herausgegeben wird, wenn der entsprechende Betrag durch Einwerfen der erforderlichen Geldstückzahl gedeckt ist. Diese Maßnahmen bestehen aus einer .Stromstoßspeicherungsvorrichtung in der Form eines Schrittschaltdrehwählers MW, der aus der automatischen Telephonie bekannt ist und die Münzimpulse aufspeichert, bis die erforderliche AnzahlWerteinheiten aufgenommen worden ist. Es sei angenommen, daß ioer Marken mittels 5-Rappen-Stücken oder 2oer Marken mittels io-Rappen-Stücken zu beziehen sind. Hier ist dann als Werteinheit ein Betrag von 5. oder io Rappen zu verstehen. Der Wähler MW führt einen Schritt für jede einbezahlte Werteinheit aus. Zu diesem Zweck liegt der Münzimpulskontakt mi im Zuge der Wählerspule MW. Der Markenvorschubelektromagnet MT ist mit allen geraden Kontakten einer durch den Wählerarm mw II überstrichenen Kontaktreihe verbunden, so daß er erst dann erregt wird, wenn der betreffende Arm ixe, 2x2, 3x2 usw. Schritte ausgeführt hat, das heißt wenn ixe, 2x2, 3x2 usw. Stromstöße durch den Münzstromstoßerzeuger (Kontakt mi) abgegeben worden sind. Dadurch ist die Bedingung erfüllt, daß eine Marke erst beim Nacheinandereinzahlen von ixe, 2x2, 3x2 usw. Werteinheiten herausgegeben wird. Eine weitere Bedingung besteht darin, daß die erforderlichen Geldstücke kurz nacheinander eingeworfen werden müssen. .Sollte dies nicht erfolgen, dann kommt keine Marke heraus, und die einzeln eingeworfenen Geldstücke fallen in den Rückgabebehälter 26 (Fig. 5). Dies wird dadurch erreicht, daß ein anzugsverzögertes Relais U an sämtliche ungerade Kontakte einer durch einen Wählerarm mw III überstrichenen Kontaktreihe angeschlossen ist. Die Verzögerung des Relais U beträgt z. B. 6 Sekunden und wird unter Zuhilfenahme von beliebigen, an sich bekannten Mitteln erreicht. Das Abfallen dieses Relais dagegen ist nicht verzögert.
  • Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Für jede einbezahlte Werteinheit führt der Wähler MW, wie gesagt, einen Schritt aus. Werden z. B. für eine 2oer Marke zwei io-Rappen-Stücke eingeworfen, dann kommen die Wählerarme in Stellung 2. Der mit k i geschlossene Kontakt k 2 stellt einen Stromkreis für den Vorschubmagnet MT her, und dieser spricht an. Das Abschneiden der Marke erfolgt hier in einer später zu erläuternden Weise, erst beim Abfallen des Ankers desselben Elektromagnets, dessen Stromkreis über Gleichrichterklemme Gl i, Kontakte k 2, u 2, Wählerarm mw II, Elektromagnet MT, Gleichrichterklemme Gl2, verläuft.
  • Kurz nach Abgabe des letzten- Impulses durch den Kontakt mi schließt Kontakt k 3, wodurch ein Auslöserelais Au zum Ansprechen gebracht wird. Gleichrichterklemme Gl i, Kontakt k 3, Relais Au, Gleichrichterklemme Gl 2.
  • Das Relais Au hält sich über Gleichrichterklemme GL i, Wählerarm und Segment mw I, Kontakt au 2, Gleichrichterklemme Gl 2.
  • Der Kontakt au i legt um und erregt die Wählerspule MW: Gleichrichterklemme GZ i, Wählerarm und Segment mw I, Kontakt au i, Wählerspule MW, Gleichrichterklemme Gl 2.
  • Der Ankerkontakt mw schaltet einen niederohmigen Widerstand Wi parallel zur Wählerspule MW, die dadurch praktisch kurzgeschlossen wird. Diese arbeitet mit dem Ankerkontakt mw als Selbstunterbrecher und bringt die Wählerarme mw I bis mw III in Stellung o. Der Haltestromkreis des Relais Au wird beim Verlassen des Segmentes durch den Arm mw I unterbrochen. Der Apparat tritt somit in Ruhezustand. Eine nicht dargestellte, an sich bekannte Vorrichtung sorgt dafür, daß die eingeworfenen Geldstücke einkassiert werden.
  • Wird nun eine 2oer Marke gewünscht und ein einziges io-Rappen-Stück eingeworfen, so werden die Wählerarme in Stellung i gebracht. Obwohl der Kontakt k 2 geschlossen ist, erhält die Magnetspule MT keinen Strom. Dagegen wird das Relais U erregt: Gleichrichterklemme Gl i, Wählerarm mw III in Stellung i, Relais U, Gleichrichterklemme Gl 2. Der Anker des Relais U beginnt sich zu bewegen. Wenn kein zweites Stück innerhalb 6 Sekunden eingeworfen wird, führt er seinen Hub zu Ende und legt die Kontakte u = bis u 4 um. Das Relais U hält sich über seinen Kontakt u i. Kontakt u 2 verhindert, daß der Elektromagnet MT beim., Heimlauf des Wählers erregt wird. Kontakt u 3 bereitet einen Kurzschluß für den Geldrückgabeelektromagnet RM vor, und Kontakt u 4 erregt das Relais Au. Der Wähler MW läuft in die Ruhelage in der bereits beschriebenen Weise. In Stellung ii des Wählerarmes mw III wird der Rückgabemagnet RM l--urzgeschlossen und das eingeworfene Geldstück in den Rückgabebehälter 26 geführt.
  • Eine ähnliche Anordnung mit einem Nullspannungsrelais H und eine Fühlereinrichtung zur Meldung des Leerzustandes können auch bei dieser zweiten Ausführungsform vorhanden sein.
  • Nachstehend wird noch der mechanische Aufbau der Markenvorschub- und Markenabschneideeinrichtung beschrieben. Wie bei der ersten Ausführungsform läuft das Markenband i zwischen einer schrittweise angetriebenen Vorschubrolle 4 und einer Gegenrolle 5 und zwischen den Messern 6, 7 einer oberhalb des Ausgabe-Behälters 28 liegenden Schere. Der Anker io des Elektromagnets MT sitzt auf einer Achse 35 fest, die noch einen Hebel 36 zur Steuerung der F ortschaltklinke 9 und einen Hebel 37 zur Betätigung der Schere aufweist. Wie üblich arbeitet die Klinke 9 mit dem die Rolle 4 mitnehmenden Zahnrad 8 zusammen. Der Hebel 37 ist über eine Zugstange 38, einen Arm 39, eine Achse 40 und einen weiteren Hebel 41 mit einem Gleitwagen ¢2 .verbunden. Zwei auf die Zugstange 38 wirkende Rückstellfedern qq. suchen den Hebel 37 gegen einen Anschlag 45 zu verdrängen. Das bewegliche Messer 6 der Schere steht über die beiden Stifte 46, 47 und die Feder 48 in kraftschlüssiger Verbindung mit dem Gleitwagen 42. Auf der Achse 4 0 sitzt ein Zahnsegment 49 fest, das über ein Vorgelege 50, 51, 52, 53 ein kleines-Schwungrad 54 antreibt. Das Rad 52 des Vorgeleges sitzt lose auf der Welle 55 und ist durch die Klinke 56 mit dem Ritzel 51 verbunden.
  • Die Wirkungsweise der Vorschub- und Abschneidevorrichtung ist die folgende: Beim Erregen des Elektromagnets MT wird der Anker io angezogen. Der Arm36 bewirkt dasFortschalten des Rades 8 durch dieKlinke g und damit das Vorschieben des Markenbandes i zwischen den Messern 6, 7. Das Verschwenken des Hebels 37 in Pfeilrichtung 37' hat eine entsprechende Bewegung des Hebels 39 in Pfeilrichtung 39' und ein Verschieben des Gleitwagens 42 in Richtung des Pfeiles-42' zur Folge. Der Wagen 42 nimmt das Messer 6 mittels der Stifte 46, 47 und der Feder 48 mit. Das Segment 49 treibt das Schwungrad 54 in Pfeilrichtung 54'. Infolge seiner großen Trägheit bildet das Schwungrad 54 ein Dämpfungsmittel für den Ankeranzug. Die Beschleunigung der bewegten Teile wird so starkvermindert, daß das Messer die Bewegung des Gleitwagens 42 ausführen kann, ohne daß die Feder 48 gespannt wird. Die stärkeren Rückstellfedern werden dagegen gespannt und speichern eine gewisse potentielle Energie auf. Beim Entregen des Elektromagnets MT wird der Anker io losgelassen, Die Federn 44 bringen die bewegliehen Teile in die Ruhelage zurück, bis der Hebel 37 gegen den Anschlag 45 stößt. Beim Rückstellen des Zahnsegmentes 49 gleitet die Klinke 56 des Rades 52 über die Zähne des Rades 51, so daß.das Schwungrad54 nicht angetrieben wird und die Rückstellbewegung nicht dämpfen-kann. Diese spielt sich stoßweise ab, und der Gleitwagen 42 nimmt das Messer 6 nicht mehr kraftschlüssig, sondern zwangsläufig mit. In dem Augenblick, da der Hebel 37 den Anschlag 45 trifft, liegt das Messer in der Ruhelage.
  • Dieses hat aber eine gewisse kinetische Energie aufgespeichert und führt die Rückstellbewegung weiter, entgegen der Wirkung der Feder 48, d. h. es wird gegen das feste Messer 7 geschleudert und schneidet das Markenband ab, wodurch der in den Kanal 28' ragende Teil abfällt und in den Ausgabebehälter 28 aufgenommen wird. Selbstverständlich kann die Dämpfungseinrichtung anders gebaut werden, z. B. in der Form einer bekannten Ölbremse (Katarakt). Das Schwungrad kann auch durch ein Flügelrad ersetzt werden, wobei der Luftwiderstand statt die Massenträgheit dämpfend- wirkt. Die Dämpfung braucht nicht sehr groß zu sein. Sie ist bloß durch die Masse des beweglichen Messers 6 bestimmt. Die Schließungszeit des Magnetstromkreises, also die Dauer des durch den Kontakt k 2 abgegebenen Impulses, ist natürlich groß genug zu wählen. , Zum Schluß soll noch die Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beschrieben werden, bei welcher eine Münzfernsprechstelle mit dem Briefmarkenautomat zusammengebaut ist. Hierzu dienen die Fig. 3 und B.
  • Es wird vorausgesetzt, daß drei verschiedeneMarkensorten bezogen werden können. Bei den Münzfernsprechanlagen sind bekanntlich Mittel vorhanden, um den Wertbetrag der eingeworfenen Geldstücke zu prüfen. In den Anlagen mit Wählerbetrieb- erfolgt diese Prüfung mittels eines bei der Fernsprechstelle vorgesehenen Münzstromstoßerzeugers. Dieser kann bei der hier beabsichtigten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes auch für die Markenausgabe verwendet werden. Dann genügt es, noch Mittel vorzusehen, um den Münzsiromstoßerzeuger wahlweise mit der Fernsprechausrüstung oder mit der Märkenausgabevorrichtung zu verbinden. Zweckmäßigerweise werden diese Mittel mit denjenigen zusammengebaut, die zur Bestimmung der herauszugebenden Markensorte dienen. So kommt man zu der in Fig: 3 und 8 dargestellten Einrichtung. -Der obere Teil I der Fig. 3 gehört zu der Markenausgabevorrichtung, der untere Teil 1I zu der Fernsprechausrüstung. Die Kontakte mi i, mi 2 und mk gehören zum Münzstromstoßerzeuger. Die Markenausgabevorrichtung ist ähnlich der in Fig. 2 dargestellten Ausführung. Es ist nur noch ein Kontakt s 3 hinzugekommen, der in Reihe mit dem Münzimpulskontakt mi z geschaltet ist. Die Fernsprechausrüstung setzt sich wie üblich aus der Sprechgarnitur mit einem Mikrophon M, einem Telephon T, aus der Induktionsspule Ind, dem Nummernschalter mit Impulskontakt i und Kurzschlußkontakt k, dem Wecker W mit dem Kondensator Ko und dem Gabelumschalter GU zusammen. Der Münzimpulskontakt mi 2 kann hier durch einen Kontakt s i überbrückt werden. In der Erdleitung des Kontaktes Irak ist noch ein Ruhekontakt s 2 eingefügt.
  • Beim Betrieb des Apparates als Briefmarkenautomat müssen die Kontakte s 3 und s i geschlossen, der Kontakt s 2 dagegen geöffnet sein. Das Einwerfen der Geldstücke bleibt somit ohne Einfluß auf die Fernsprechanlage. Beim Betrieb des Apparates als Fernsprechstation liegen die Kontakte s i bis s 3 in der dargestellten Stellung. Die Briefmarkenausgabevorrichtung wird infolge Offenseins des Kontaktes s 3 von dem Münzimpulskontakt mi i nicht beeinflußt. Jede betrügerische Manipulation, z. B. zwecks gleichzeitiger Herstellung einer Fernsprechverbindung und Briefmarkenausgabe, ist also vollkommen ausgeschlossen.
  • Fig. 8 veranschaulicht, wie die Steuerung der Kontakte s i, s 2 und s 3 mit dem Mittel zur Auswahl der Markensorten zusammengebaut ist. Die in Fig. 6 ersichtlichen Teile sind hier-auch vorhanden. Auf der den Auswahlhebel 29, den Wählerarm 30 und das Rastersegment 32 tragenden Welle sind noch zwei Nockenscheiben 55 und 57 aufgebracht. Die Nockenscheibe 55 arbeitet mit der Steuerfeder 56 zur Beeinflussung der Kontakte s i und s 2 zusammen, während die Nockenscheibe 57 eine den Kontakt s 3 beeinflussende Steuerfeder 58 betätigt. Die Scheiben 55 und 57 weisen einen Nocken 55' bzw. eine Aussparung 57' auf und sind auf der Welle 31 gegeneinander derart eingestellt, daß der Kontakt s 3 geöffnet ist, wenn der Kontakt s i geöffnet und der Kontakt s 2 geschlossen sind. In diesem Zustand ist der Wählerarm 30 mit keinem der Markenausgabemagnete MT i bis MT 3 verbunden. Neben den auf der Kastenvorderwand 34 vorgesehenen Fenstern 34', in welchen Angaben über die beziehbaren Briefmarkensorten angebracht sind, ist noch ein Fenster34" mit einem Zeichen zur Kennzeichnung des Fernsprechbetriebszustandes des Automaten vorgesehen.
  • Selbstverständlich beschränken sich die möglichen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes nicht auf die geschilderten Beispiele. Es lassen sich Ausführungsformen denken, bei welchen z. B. die Mittel zur Aufspeicherung der Münzimpulse als mechanische Mittel ausgebildet sind. Weiter könnte noch eine Geldwechselvorrichtung mit der Markenausgabeeinrichtung und der Fernsprechstelle zusammengebaut werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Briefmarkenautomat, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorhanden sind, um die Markenausgabe mittels durch das Einwerfen von Geldstücken erzeugter Stromstöße zu bewirken. z. Briefmarkenautomat nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein Schrittschaltwerk (MT, 8, 9, fo), das durch die beim Münzeinwurf erzeugten Stromstöße beeinflußt wird und den Vorschub eines durch die Marken gebildeten Bandes (i) bewirkt. 3. Briefmarkenautomat nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein elektromagnetisch betätigtes Messer (6), das erst nach dem vollzogenen Markenvorschub in Tätigkeit gesetzt wird, das Abtrennen der gewünschten Marke von dem Markenband (i) und deren Ausgabe bewirkt. 4. Briefmarkenautomat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer (6) durch einen erst nach Abgabe des letzten Münzimpulse: erregten Elektromagnet (SM) betätigt wird, der einen durch einen besonderen Kontakt (k 2) der Münzimpulsgebeeinrichtung erzeugten Impuls aufnimmt. 5. Briefmarkenautomat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer (6) mit dem Anker (io) des Fortschaltmagneten (MT) der Markenvorschubeinrichtung kraftschlüssig derart verbunden ist, daß es erst bei Rückkehr dieses Ankers in die Ruhestellung gegen das Markenband geschleudert wird und dadurch das Abschneiden der gewünschten Marke bewirkt, nachdem es durch die kraftschlüssige Verbindung (48) in die Bereitschaftsstellung zurückgezogen wird. 6. Briefmarkenautomat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dämpfungseinrichtung (49 bis 56) vorgesehen ist, die ein stoßartiges Anziehen des Ankers (io) verhindert und dadurch gestattet, daß das Messer (6) der Ankerbewegung folgen kann, wobei die Dämpfungseinrichtung (49 bis 56) beim Loslassen des Ankers (io) wirkungslos wird. 7. Briefmarkenautomat nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Anordnung, die mehrere Marken von bestimmtem Wert herauszugeben gestattet, wenn ein Geldstück eingeworfen wird, dessen Wert dem Gesamtwert aller Marken entspricht. B. Briefmarkenautomat nach Anspruch 2, der zur Ausgabe verschiedenwertiger Marken eingerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein für sämtliche Markensorten gemeinsamer Münzstromstoßerzeuger (mi, k i, k 2) vorgesehen ist, wobei dieser mittels einer von den Benutzern einstellbaren Wählanordnung (29 bis 33) wahlweise mit den verschiedenen Markenausgabevorrichtungen in Verbindung gebracht werden kann. g. Briefmarkenautomat nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Anordnung, die es ermöglicht, Geldstücke zu verwenden, deren Wert kleiner ist als derjenige der zu beziehenden Marken, wobei aber die Ausgabe einer Marke erst nach Einwerfen einer Anzahl Geldstücke erfolgt, deren Gesamtwert mit dem Wert der Marke übereinstimmt. io. Briefmarkenautomat nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß ein von dem Münzstromstoßerzeuger (mi, k i, k 2) angetriebener, die Münzimpulse aufspeichernder Wähler (MW) mit einem anzugsverzögerten Relais (U) derart zusammenarbeitet, daß die Markenausgabevorrichtung erst dann angetrieben wird, wenn eine Anzahl Geldstücke bereits eingeworfen worden ist, deren Betrag dem Wert der zu beziehenden Marke entspricht. ii. Briefmarkenautomat nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß die eingeworfenen Geldstücke in einem beweglichen Teil (24) des Münzkanals (2i, 24) aufgenommen werden, der unter dem Einfluß des anzugsverzögerten Relais (U) entweder mit einem Einkassier- (25) oder einem Geldrückgabebehälter (26) in Verbindung gebracht wird, je nachdem der einbezahlte Betrag dem Wert der zu beziehenden Marke entspricht oder nicht. 12. Briefmarkenautomat nach Anspruch rz, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil (24) des Münzkanals (2z, 24) durch einen Elektromagnet (RM) gesteuert wird, dessen Spule durch einen Kontakt (u 3) des anzugsverzögerten Relais (U) kurzgeschlossen wird. 13. Briefmarkenautomat nach Anspruch z, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, die die Einkassierung der eingeworfenen Geldstücke verhindert, wenn die Betriebsspannung nicht mehr vorhanden oder der Markenvorrat erschöpft ist. 14. Briefmarkenautomat nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die die Geldeinkassierung beherrschende Einrichtung als Nullspannungsrelais (H) ausgebildet ist, wovon ein Kontakt (h) den den beweglichen Teil (24) des Münzkanals steuernden Elektromagnet (RM) stets unter Spannung hält. 15. Briefmarkenautomat nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch einen das Markenband (r) berührenden Fühlerstift (r2), der einen im Zuge des Nullspannungsrelais (H) liegenden Kontakt (z) derart steuert, daß dieser das Nullspannungsrelais (H) abschaltet, wenn er infolge einer Verstellung des Fühlerstiftes (i2) bei Erschöpfung des Markenbandes (z) umgelegt wird. 16. Briefmarkenautomat nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Nullspannungsrelais (H) ein Organ betätigt, das die Münzeinwurfsöffnung bei fehlender Betriebsspannung oder erschöpftem Markenvorrat absperrt. 17. Briefmarkenautomat nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß beim Abschalten des Nullspannungsrelais (H) eine schriftliche Anweisung der Außerbetriebsetzung in einem Fenster sichtbar wird. 18. Briefmarkenautomat nach Anspruch r, gekennzeichnet durch eine von den beim Einwerfen von Geldstücken erzeugten Stromstößen gesteuerte Anzeigeeinrichtung (GM), die die Benutzer über den einbezahlten Betrag jeweils benachrichtigt. =g. Briefmarkenautomat nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß er mit einer Fernsprechstelle zusammengebaut ist, wobei die Geldaufnahmeeinrichtung und der Münzstromstoßerzeuger sowohl für den Fernsprechbetrieb als auch für die Markenausgabe verwendbar sind. 2o. Briefmarkenautomat nach Anspruch zg, gekennzeichnet durch Mittel (s z, s 2, s 3), die die Markenausgabe verriegeln, wenn eine Fernsprechverbindung hergestellt wird, oder die Herstellung von Fernsprechverbindungen verhindern, wenn Briefmarken bezogen werden. 21. Briefmarkenautomat nach Ansprüchen 8 und 2o, die mit einer Fernsprechstelle zusammengebaut und zur Ausgabe verschiedenwertiger Marken eingerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Auswahl einer bestimmten Markensorte auch zur Einstellung des Automaten auf den Fernsprechbetrieb verwendbar sind.
DEM6184D 1942-11-17 1943-12-02 Briefmarkenautomat Expired DE897339C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1139317B (de) * 1959-03-14 1962-11-08 Electric Vendors Inc Briefmarken-Selbstverkaeufer
DE1228451B (de) * 1959-11-28 1966-11-10 Karl Heinz Junge Selbstverkaeufer

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