DE896925C - Verfahren zum Giessen und Erstarrenlassen eines Blockes aus geschmolzenem Werkstoff - Google Patents
Verfahren zum Giessen und Erstarrenlassen eines Blockes aus geschmolzenem WerkstoffInfo
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-
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Description
- Verfahren zum Gießen und Erstarrenlassen eines Blockes aus geschmolzenem Werkstoff Die Erfindung bezieht sich ;auf das Gießen von schwer schmelzbaren Werkstoffen für Glas- und andere Öfen, Schmelzvorrichtungen u. dgl.
- Ein wichtiges Problem beim Gießen von schwer schmelzbaren, Werkstoffen ist die Bildung von Lunkern in dem Guß:stück, während sich edier Werkstoff von seiner Gießtemperatur (ungefähr i8oo° C) auf seine Erstarrungstemperatur abkühlt. Diese Lunker suchen sich :am :oberen Ende des Gu;ß:-blodkes zu bilden, wo der Einguß in dem Guiß:-stück angeordnet war, zerstören die glatte Obierfläche des Gußstückes ;an, jenem Punkt und erzeugen einen Hohlraum, der den Mittelpunkt eines Angriffs bilden, kann, wann geschmolzenes Glas in ihn. eintritt. Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe ,gesetzt, zu bewirken., @daß diese Lunker vollkommen von der Außenwand des Blockes eingeschlossen sind. Erfindun@gsgem:äß wird der Block während des Ersitarrungszieitraumes langsam um,eine malgene:chte Achse gedreht oder Mn-. und herbewegt, wodurch das gewünschte Ergebniserreicht wird.
- An. Hand der Zeichnung ist die Erfindung in vereinfachter Darstellung beschrieben. Es zeigt Fi;g. i einen Schnitt durch eine Form, mit,der die Erfindung .ausgeführt werden kann, Fig. 2 -eine derartige Form, nachdem sie mit ;dem ,geschm@olzienen Werkstoff ;angefüllt und ,geschlossen worden, ist,
Fi;g. 3 und 4 die Form m einem erfmdtingsgemäß ausgebildeten Wackel-oder Schaukelrahmen, Fig. 5 eine vereinfachte Ansicht des in den Fig. 3 und 4 @geze@gten Wackel- oder Schaukelrahmens mit Mitteln., um den Rahmen hin und her zu bewegen, Fig.6 einen vereinfachten Schnitt durch leinen erfindungsgemäß hergestellten Block mit zwei ein- geschloss ienen Lunkern, Fi;g. 7 eine vereinfachte Ansicht einer anderen Ausführungsform -der Erfindung. Die Form i i von bekannter Ausführung- ist in einen Metallbehälter i z teingeschlossen und besitzt eine Deckelplatte 13 mit einem Einguß 14 darauf: Nachdem die Form mit dem geschmolzenen Werk- stöff ;angefüllt worden ist, werden die Deckelplatte 13 und der Eimguß 14 entfernt und durch einte schwer schmelzbare Schalplatte 15 ersetzt; ein D Pickel 16 wird darauf mit einer Schicht von- Istolier- material 16a befestigt, die zwischen, ihnen angeord- net ist. Der Behälter wird nun in Leinen Wackel- ,oder Schaukelrahmen, gespannt, der aus zwei Rädern 17 besteht, vom, denen jedes Rad lein im Einern seines Umfanges leingebautes Rahmengestell 18 besitzt und mit Schrauben ig versehen ist, um ;die igegenüber- liegenden Enden des Behälters einzuspannen, ider während der Zeit, wo er in seiner Lage befestigt wird, lauf eimein Ständer 2o ruhen kann. Nachdem der Ständer ;aus seiner Lange unterhalb des Behälters ;entfernt worden ist, körnen die Räder längs feiner Bahn ;gerollt werden. Als eine für diesien Zweckempfehlenswerte Vorrichtung kön- nen die Räder ,auf reiner geneeten Bahn 2 i rollen, indem sie die Bahn hinauf durch Seilte 22 .und eine Windre 23 gezogen und, .nachdem sie eine halbe Umdrehung hinaufgezogen worden sind, losge-- lassen werden, um in ihre untere Stellung zurück- zurollen. Offenbar können rauch andere Mittel vor- gesehen werden, um .das. Guß;stück um eine waage- rechte Achse hin. und her ,zu bewegen oder zu drehen. Die Bewegung um diese Achsre herum soll so langsam erfolgen, draß eine Zentrifugalwirkung nicht eintritt (beispielsweisse eine vollständige un:dherbewegung in io Minuten).- So wird @es er- möglicht, @daß der ;geschmolzene Werkstoff über alle Seiten, der Form durch die Bewegung des Behälters verteilt wird und darauf texsttarrt, ohne daß das erstarrte, Material :aus seiner Lage wieder herans;gewaschen wird. Unter dein Einilußeiner derartigen, Behandlung erstarrt der geschmolzene Werkstoff in, Schichten tauf lallen ,sechs Seiten des Behälters einschließlich tderjen@gen Seite, ,die an- fangs loben lag. Auf diesle Weise wind ,der Lunker, der ;sich zwaggsläufigdurch ,die Zusammenziehung des geschmolzenen Werkstoffes bildet, mehr oder weniger in Iden Mittelteil ,des. Gußstückes gelegt. Für gewissie Zwecke ;ist- es wünschenswert, @daß ,der tMittelteml ,des Gußstückets, fest ist. Dies wird er- fiadungsgemäß @dadurcherreicht, daß die waage- rechte Achse des Blockeis während der Erstarrung über ieiaen Wim öel von 45° nach &r seinen Seite zu- reinem 45°-Winkel .auf der andere. Seite leinanal alle 5 oder io Minuten heim Kühlen hin: und her bewegt wird. Brei dieser Arbeitsweise wird @didr Mittelbeil, in, dem sich bis zuletzt flüssige Schmelze befindet, praktisch fesit. In. Fi;g.6 zeigen die ge- strichelten Linien die Dickte ,der Wand biet 2#u@eina anderfolgeaden Stufen ,der Kühlung an.. Für .gewisse Zwecke ist die Anordnung der Lunker in fiden Eiiden des Blockes jeder anderen Lage vorzuziehen. Anstatt,den Block wähnend der ;ganzen. ,oder ieines wesientlichen Teiles der Erstarrun@gs:zeit vor- und zurückzubewegen, kann ter ieinfach um Beine waage- rechte Achse igedreht werden, nachdem er gegossen und die Form, wie in Fig. 7, geschlosisien worden ist, die dieses Verfahren in Anwendmrg auf leinen L-Block zeigt, drei tderart gegossen wurde, @daß oder' längere Schienkel des L waagerecht .lag. Unter üb- lichen. Bedü#-g=gen würde dies Leinen Lunker zur Folge gehabt haben,- .der sich längs des Schenkels erstreckte und in eben vergrößerten. Hohlraum, an der Verbindungsstelle der beiden Schenkel über- ginge, da .der Werkstoff @an dieser Stellte eine grö- ßere Dicke besitzt. Dies stellt einen Mangel dar: Diaidurch jedoch, daß der Block um eine waage- rechte Achse gekippt wird, so daß sich die Verbin- dumgsstelle, wie in Fig. 7 gezeigt, senkt, und daß ihm .ermöglicht wird, waagerecht in, dieser Stellung während der Erstarrung zu verharren, bildet sich der Lunker an dem oberen Endei des Schenkels. Es ist bekannt, Walzen laus Stahl oder halbhartem Gußeisen so herzustellen, daß die völlig gefüllte; und verschlossene Form geschleudert wird. Auch da soll .die Bädwnig ,einfies. Lunkers innerhalb: idex Walze erreicht werden,. Ein solches. Schleuderver- fahren,, welches tauf Zentrifugalkraft beruht, ist aber für feuerfeste Massen mit einem erheblich höheren Schmelzpunkt mit der nach ,dem vorliegen- den Verfahren ;erzielten Wirkung Ficht anwendbar. Mann hat fauch schon vor,geschlagen, Hohlkörper aus feuerfestem, Massten in der Weise herzustellen, daß, das Material in einer Hohlform unter Schleu- dern gteschnvolzen Moder gesintert wird. Auch dieses Verfahren beruht rauf .der Zentrnfu;galwirkung und unterscheidet sich hierdurch grundsätzlich von dem vorliegenden Verfahren zur Herstellung massiver Blöcke.
Claims (1)
-
3. Verfahren nach Anspruch a, dadurch glekennzeichnet, daß der Block über einen Winkel von, `ungefähr 45° nach der Beinen Seite und) von einem Winkel von ungefähr ;45° nach der anderen Seite hin und her bewegt wird. 4. Ein, nach hem Verfahren :gemäß den Ansprüchen I, z oder 3 hergestellter Block aus gegossenem, schwer schmelzbarem Werkstoff, dadurch ;gekeinnze:ichniet, daß durch Zusiamm.enziehu;ng des schwer schmelzbaren Werkstoffes ,ein allseidig geschlo,s.seneir Lunker oder ;allseitig geschloesiene Lunker innerhalb :des Blockes gebildet sind. 5. Block aus gegossenem, schwer .schm.eizbarean Werkstoff mach Anspruch 4, dadurch (gekennzeichnet, diaß de geschlossenen Lunker in ,der Nähe von einander gegenüberliegenden Enden .d(Qs Blockes angeordnet .sind. 6. Nach dem Verfahren gemäß den Ansprüchen I, z oder 3 hergestellter ;gegossener Block, dadurch gekennzeichnet, daß der Lunker im wesentlichen symmetrisch liegt mit Bezug lauf :eine Achse des Blockes, die während ides Gießens waagerecht lag, und im wesentlichen unsymmetrisch mit einer Achse des Blockes liegt, die während des Gießens .senkrecht lag. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 583 876; französische Patentschrift Nr. 549 241; britische Patentschrift Nr. 330943.PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren, zum Gießen und Erstarrenlassen von, Gegenständen ;aus schwer schmelzbarem Werkstoff, woher eine entsprechend gestaltete Form mit dem geschmolzenen Werkstoff völlig (gefüllt und ,allseitig geschlossen ist, dadurch @gekemnzeichnet, daß die gefüllte Form mit ,dem ,darin ,enthaltenen Gußstück während des Er- starrens ;so langsam um eine Horizontalachso ,gedreht wird, tdaß praktisch keine Zentrifugal- kraft in Wirkung tritt. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch ige- kennzaichnet, @daß das Gußstück laus schwer schmelzbarem Werkstoff und die Form Hangsiam -um eine waaag .rechte Achse hin 'und her be- wegt werden,, während der schwer ?schmelzbare Werkstoff allmählich ,erstarrt.
Priority Applications (1)
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Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR549241A (fr) * | 1921-04-01 | 1923-02-05 | Thomson Houston Comp Francaise | Méthodes et appareils pour la fabrication du verre de silice |
| GB330943A (en) * | 1929-03-20 | 1930-06-20 | Heraeus Gmbh W C | Improvements in and relating to the production of hollow bodies from silica and other refractory material |
| DE583876C (de) * | 1931-03-23 | 1933-09-11 | Lazare Quincy | Verfahren zum Herstellen von Walzen in Schleudergussformen |
-
1940
- 1940-02-21 DE DES20785D patent/DE896925C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
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| FR549241A (fr) * | 1921-04-01 | 1923-02-05 | Thomson Houston Comp Francaise | Méthodes et appareils pour la fabrication du verre de silice |
| GB330943A (en) * | 1929-03-20 | 1930-06-20 | Heraeus Gmbh W C | Improvements in and relating to the production of hollow bodies from silica and other refractory material |
| DE583876C (de) * | 1931-03-23 | 1933-09-11 | Lazare Quincy | Verfahren zum Herstellen von Walzen in Schleudergussformen |
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