DE896839C - Verfahren zur Verarbeitung von paraffinhaltigen OElen - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von paraffinhaltigen OElen

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DE896839C
DE896839C DEP11344D DEP0011344D DE896839C DE 896839 C DE896839 C DE 896839C DE P11344 D DEP11344 D DE P11344D DE P0011344 D DEP0011344 D DE P0011344D DE 896839 C DE896839 C DE 896839C
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solvent
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paraffin
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DEP11344D
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Franz Dr Pohl
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BASF SE
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BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/02Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils
    • C10G73/06Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils with the use of solvents

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verarbeitung von paraffinhaltigen Ölen Bei der Verarbeitung von paraffinhaltigen ölen verfährt man besonders vorteilhaft, wenn man die öle mit Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen verdünnt, durch Abkühlung das Paraffin ausscheidet, den Paraffingatsch abtrennt und in der vom Paraffingatsch abgetrennten Lösung des entparaffinierten Öls durch Zugabe ausreichender Mengen eines ölfällend wirkenden Stoffes eine Schichtentrennung herbeiführt. Die hierbei erhaltene lösungsmittelreichere Schicht wird vorteilhaft, gegebenenfalls nach Entfernung des ölfällend wirkenden Stoffes, ganz oder teilweise in das zu behandelnde Rohöl zurückgeführt. Bei dieser Arbeitsweise können als Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemische die verschiedenartigsten für die Entparaffinierung von Ölen geeigneten Stoffe oder Stoffgemische verwendet werden. Beispielsweise kommen Gemische von Benzol und Schwefeldioxyd oder von Benzol und Aceton, ferner Halogenkohlenwasserstoff e, zum Beispiel symmetrisches und asymmetrisches Dichloräthan, Trichloräthan, Tribromäthan, symmetrisches Tetrabromäthan, Trichloräthylen, Acetylentetrachlorid, Monofluoräthan, Monofluortrichloräthan, Difluordichloräthan, Difluormonobromäthan, Tetrafluordichloräthan, Pentafluormonochloräthan, Hexafluoräthan, Monofluoräthylen, Trifluormonochloräthylen, Chlorbenzol, o-Dichlorbenzol, Fluorbenzol, m-Fluortoluol, m-Difluorbenzol, z, 3, 5-Trifluorbenzol, oder auch Tetrahydrofuran oder seine Gemische mit solchen Lösungsmitteln, die eine gute Ausbildung der Paraffinkristalle bewirken, zumBeispiel mit Ketonen,wieAceton oder Methyläthylketon, oder mit aliphatischen Alkoholen, wie Methanol, Äthanol, Propanol, Butylalkohol oderAmylalkohol, odermit Nitrilen,wieAcetonitril,oder mit Estern, zum Beispiel Äthyl-, Propyl- oder Isobutylacetat oder den entsprechenden Propionaten, oder mit Halogenkohlenwasserstoffen, in Frage. Für die Herbeiführung der Schichtentrennung kann man beispielsweise Schwefeldioxyd, Ammoniak oder Methanol verwenden.
  • Es wurde nun gefunden, daß es bei diesem Verfahren besonders vorteilhaft ist, wenn man als Lösungsmittel für die Entparaffinierung wasserlösliche organische Lösungsmittel oder diese enthaltende Gemische verwendet und die Schichtentrennung in Gegenwart von Wasser durch Zugabe von Ammoniak bewirkt. Für die Entparaffinierung nach diesem Verfahren geeignete Lösungsmittelgemische sind beispielsweise Gemische von Benzol und Aceton oder von Tetrahydrofuran mit wasserlöslichen Alkoholen.
  • Für die Herbeiführung der Schichtentrennung genügen schon geringe Mengen Ammoniak, zum Beispiel 3 bis 5 °/o, bezogen auf das vorhandene Lösungsmittel. Auch die notwendige Wassermenge ist gering; sie beträgt zum Beispiel 0,5 bis 2 °/o, bezogen auf das Lösungsmittel. Das Wasser kann der Lösung des entparaffinierten Öls unabhängig vom Ammoniak oder zusammen mit diesem zugeführt werden.
  • Die bei der Schichtentrennung gebildete obere Schicht besteht in der Hauptsache aus Öl, verhältnismäßig wenig Lösungsmittel und geringen Mengen Ammoniak und Wasser. Sie kann von dem Lösungsmittel, dem Ammoniak und dem Wasser ohne große Unkosten durch Destillation befreit werden. Die untere Schicht besteht aus verhältnismäßig wenig Öl, großen Mengen Lösungsmittel und dem übrigen Teil des Ammoniaks sowie der Hauptmenge des Wassers. Sie wird von dem Ammoniak und gegebenenfalls dem Wasser durch Destillation befreit, die wiederum wegen der geringen Menge dieser Stoffe nur geringe Kosten verursacht. Die in den beiden Schichten enthaltenen Öle sind chemisch erheblich voneinander verschieden. Das in der lösungsmittelärmeren Schicht enthaltene Öl hat ein niedrigeres spezifisches Gewicht, einen höheren Viskositätsindex und einen niedrigeren Kokstest (nach Conradson) als das Öl aus der lösungsmittelreicheren Schicht. Es findet also bei der Schichtentrennung eine Zerlegung nach Art einer selektiven Extraktion statt.
  • Aus der lösungsmittelärmeren (oberen) Schicht gewinnt man durch Destillation, die, wie erwähnt, keine großen Kosten verursacht, ein hochwertiges Öl mit tiefem Stockpunkt. Die lösungsmittelreichere (untere) Schicht kann in verschiedener Weise weiterverarbeitet werden. Beispielsweise kann man sie ebenfalls durch Destillation von dem Lösungsmittel befreien; diese Destillation verursacht allerdings wegen der großen Lösungsmittelmenge erhebliche Kosten; man- -hat dabei aber -den Vorteil, daß ein paraffinfreier Extrakt gewonnen wird, der ohne weiteres zum Beispiel zum Stellen von Asphalten verwendbar ist; er unterscheidet sich dadurch von den bei technisch üblichen Extraktionsverfahren gewonnenen Extrakten, die stets Paraffin enthalten und daher für das Vermischen mit Asphalten ungeeignet sind. In vielen Fällen, insbesondere wenn man die zu behandelnden Öle vor der Entparaffinierung sorgfältig von Asphalt-und Harzstoffen befreit, zum Beispiel durch vorsichtige Destillation oder durch Raffination mittels Schwefelsäure oder mittels selektiver Lösungsmittel oder durch Behandlung mit verflüssigten, bei gewöhnlicher Temperatur gasförmigen Kohlenwasserstoffen, wie Propan, ist es vorteilhaft, wenn man die lösungsmittelreichere Schicht, ohne sie von dem Lösungsmittel zu befreien, lediglich nach Entfernung des Ammoniaks ganz oder teilweise in das zu entparaffinierende Rohöl zurückführt, wo sie, gegebenenfalls neben frisch zugeführtem Lösungsmittel, zu dessen Verdünnung vor der Entparaffinierung dient.
  • Hierbei ist es nicht notwendig, aus der zurückzuführenden Lösung das darin noch enthaltene Wasser zu entfernen, vielmehr kann dieses unbedenklich in die Lösung des zu entparaffinierenden Rohöls gelangen, da es auch bei starker Abkühlung durch die wasserlöslichen Bestandteile des Lösungsmittels in Lösung gehalten wird und daher die Entparaffinierung nicht stört. In der Lösung des entparaffinierten Öls ist dann bereits eine gewisse Wassermenge enthalten, so daß es nicht unbedingt erforderlich ist, zusammen mit dem Ammoniak oder neben diesem noch weitere Wassermengen zurückzuführen.
  • Einige Ausführungsformen des Verfahrens seien an Hand der Zeichnungen näher erläutert. In diesen sind der Übersichtlichkeit halber entsprechende Teile mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
  • Bei der in Abb. z dargestellten Arbeitsweise gelangt das zu entparaffinierende Rohöl durch die Leitung r in eine Mischvorrichtung 2, in der es mit einer Lösung von entparaffiniertem Öl in großen Mengen Lösungsmittel, die durch die Leitung 3 zugeführt wird, und mit durch die Leitung q. kommendem frischem Lösungsmittel vermischt wird. Es gelangt dann, gegebenenfalls über eine Heizvorrichtung 5, in einen Kühler 6 und wird dort zum Beispiel auf - 2o° gekühlt. Mit dieser Temperatur gelangt die Masse auf das Filter 7, auf dem der Paraffingatsch abgetrennt wird. Dieser wird über die Leitung 8 in eine Destillationsanlage g geführt und dort vom Lösungsmittel befreit. Die Lösungsmitteldämpfe werden verdichtet und in die Leitung q. zurückgeführt. Der Gatsch wird bei zo abgezogen. Die von dem Filter 7 abfließende Lösung des entparaffinierten Öls gelangt über die Leitung zz in die Mischvorrichtung 12 und wird hier mit geringen Mengen von wasserhaltigem Ammoniak versetzt, das durch die Leitungen 13 und 1q. zugeführt wird. Die Masse gelangt dann, erforderlichenfalls nach weiterer Kühlung im Kühler 15, in den Abscheider 16 und trennt sich hier in zwei Schichten. Die obere Schicht wird über die Leitung 17 in die Destillationsvorrichtung 18 geführt. Aus dieser gelangen die Dämpfe in den Kühler Z9, aus dem das Ammoniak in die Leitung 14 gelangt, während das Lösungsmittel in die Leitung q zurückgeführt wird. Das entparaffinierte Öl fließt unten bei 2o aus der Destillationsvorrichtung 18 ab. Die untere Flüssigkeitsschicht aus dem Abscheider z6, von der erforderlichenfalls ein Teil durch die Leitung 21 abgezogen und für sich verarbeitet werden kann, gelangt über die Leitung 22 in die Destillatiönsvorrichtung 23, in der das Ammoniak verdampft wird. Es wird durch die Leitung 13 in die Mischvorrichtung 12 zurückgeführt. Die unten aus der Destillationsvorrichtung 23 abfließende Lösung, die aus verhältnismäßig wenig Öl, aber großen Lösungsmittelmengen besteht, gelangt in die Leitung 3 und wird so ohne weitere Destillation dem Kreislauf wieder zugeführt.
  • Wenn man den auf dem Filter abgeschiedenen Paraffingatsch mit Lösungsmittel waschen will, geschieht dies zweckmäßig im Gegenstrom. Man kann dann vorteilhaft nach der in Abb.2 dargestellten Arbeitsweise verfahren. Die Filtereinrichtung 7 besteht in diesem Fall aus einer Anzahl hintereinander angeordneter Filter A bis D. Das Rohöl wird wie bei der Arbeitsweise nach Abb. i durch eine Leitung i zugeführt und in einer Mischvorrichtung 2 mit einer lösungsmittelreicheren Lösung von entparaffiniertem Öl aus der Leitung 3 vermischt und, gegebenenfalls nach Erwärmen in der Heizvorrichtung 5, im Kühler 6 gekühlt. Die Masse gelangt dann auf das Filter A und wird hier zerlegt. Das Filtrat gelangt entweder wie bei der Arbeitsweise nach Abb. i unmittelbar über das Ventil 24 und die Leitung ii in einen Kühler 27 und weiter in eine Mischvorrichtung 12, oder, wenn das Filter A als Grobfilter ausgebildet ist und zum Beispiel aus Drahtgewebe besteht, wird es über das Ventil 25 und die Leitung 26 dem Feinfilter A' zugeführt, dort nochmals filtriert und gelangt erst dann über die Leitung ii und den Kühler 27 in die Mischvorrichtung 12. Hier wird es mit wasserhaltigem Ammoniak aus den Leitungen 13 und 14 vermischt und dann in den Abscheider 16 geführt. Die hier gebildete obere Flüssigkeitsschicht gelangt über die Leitung 17 in die Destillationsvorrichtung 18. Die Dämpfe passieren einen Kühler ig, aus dem das Ammoniak durch die Leitung 14 in die Mischvorrichtung 12 zurückgeführt wird, während das Lösungsmittel in die Sammelleitung 4 gelangt.
  • Die untere Schicht aus dem Abscheider 16 kann in verschiedener Weise weiterverarbeitet werden. Beispielsweise gelangt sie über das Ventil 28 und die Leitung 22 in die Destillationsvorrichtung 23, in der das Ammoniak entfernt wird, das durch die Leitung 13 in die Mischvorrichtung i2 zurückgeführt wird. Die lösungsmittelreichere Lösung von entparaffiniertem Öl gelangt über die Leitung 29 in die Mischvorrichtung 30 und wird dort mit dem aus der Stufe A und gegebenenfalls der Stufe A' durch die Leitung 31 abgeführten Paraffingatsch und mit dem durch die Leitung 32 kommenden Filtrat der Stufe C vermischt. Die Masse gelangt nun durch die Leitung 33 auf das Filter B. Das hier gebildete Filtrat wird in die Leitung 3 und durch diese in die Mischvorrichtung2 geführt. Das Paraffin gelangt vom Filter B über die Leitung 34 in die Mischvorrichtung 35, wird hier mit Filtrat aus dem Filter D vermischt und gelangt dann über die Leitung 36 auf das Filter C. Das hier gebildete Filtrat wird über die Leitung 32 in die Mischvorrichtung 30 zurückgeführt. Vom Filter C gelangt das Paraffin über die Leitung 37 in die Mischvorrichtung 38, wird hier mit frischem Lösungsmittel aus der Sammelleitung 4 und Leitung 39 vermischt und gelangt dann über die Leitung 4o auf das Filter D, dessen Filtrat durch die Leitung 41 in die Mischvorrichtung 35 zurückgeführt wird. Auf dem Filter D verbleibt eine Mischung von Paraffin und Lösungsmittel, die über Leitung 42, das Ventil 43 und die Leitung 8 der Destillationsvorrichtung 9 zugeführt werden kann, wo sie vom Lösungsmittel befreit wird, das in die Sammelleitung 4 zurückgeführt wird.
  • Gewünschtenfalls kann das auf dem Filter D gesammelte Paraffin weiterzerlegt werden. Zu diesem Zweck wird die Masse über die Leitung 42 und das Ventil 44 einer Heizvorrichtung 45 zugeführt, dort zum Beispiel auf io° erwärmt und dann in der Mischvorrichtung 46 mit Lösungsmittel aus der Sammelleitung 4 vermischt. Die Mischung gelangt über die Leitung 47 auf das Filter E und kann hier mit ebenfalls auf io° erwärmtem Lösungsmittel aus der mit Heizvorrichtung 48 versehenen Leitung 49 nachgewaschen werden. Auf dem Filter verbleibt ein ölfreies Hartparaffin, das über die Leitung 5o in die Destillationsvorrichtung 51 geführt wird. Hier wird das Lösungsmittel abdestilliert, dessen Dämpfe in die Sammelleitung 52 gelangen und von dort in die Leitung 4 geführt werden. Das vom Lösungsmittel befreite Hartparaffin wird bei 53 abgezogen. Das Filtrat aus dem Filter E wird in der Kühlvorrichtung 54 zum Beispiel auf o° gekühlt und gelangt mit dieser Temperatur auf das Filter F. Das hier abgeschiedene Paraffin kann mit Lösungsmittel nachgewaschen werden, das aus der Leitung 55 kommt und im Kühler 56 ebenfalls auf o° gekühlt wird. Das gewaschene Paraffin wird über die Leitung 57 einer Destilliervorrichtung 58 zugeführt, aus der das Lösungsmittel ebenfalls in die Sammelleitung 52 geführt wird, während das Paraffin bei 59 abgezogen wird. Das Filtrat aus dem Filter F wird in der Kühlvorrichtung 6o zum Beispiel auf - 2o° gekühlt und gelangt nun auf das Filter G. Das hier abgeschiedene Paraffin kann ebenfalls mit Lösungsmittel aus der Leitung 61 nachgewaschen werden, das im Kühler 62 ebenfalls auf - 2o° gekühlt wird. Das Filtrat aus dem Filter G gelangt über die Leitungen 63 und 39 zurück in die Mischvorrichtung 38. Das auf dem Filter G verbleibende Paraffin, das praktisch ölfreies Weichparaffin darstellt, wird über die Leitung 64 in die Destilliervorrichtung 65 geleitet und hier vom Lösungsmittel befreit, das ebenfalls in die Leitung 52 geführt wird. Das Weichparaffin wird bei 66 abgezogen.
  • Die untere Schicht aus dem Abscheider 16 kann auch in der Weise aufgearbeitet werden, daß man sie über das Ventil 67 und die Leitung 21 in eine Destillationsvorrichtung 68 führt und sie hier vom Lösungsmittel befreit. Das Öl kann dann durch die Leitung 69 abgezogen werden. Die Lösungsmitteldämpfe gelangen in einen Kühler 7o, aus dem das Ammoniak durch die Leitung 71 in die Leitung 14 geführt wird, während das Lösungsmittel über die Leitung 72 in die Sammelleitung 4 gelangt. Beispiel io kg eines 12,5 °/o Paraffin enthaltenden Schmieröls werden in einem Gemisch aus 31,44 kg Lösungsmittel, 1,56 kg entparaffiniertem Öl und 2,27 kg eines aus obigem Schmieröl erhaltenen Extraktes bei 6o° gelöst und anschließend innerhalb i Stunde gleichmäßig auf - 2o° gekühlt. Das Lösungsmittel besteht aus 65 Gewichtsprozent Dichloräthan, 25 Gewichtsprozent Tetrahydrofuran, g Gewichtsprozent Methanol und i Gewichtsprozent Wasser. Das auskristallisierte Paraffin wird auf einem 1,2 qm großen Filter filtriert und anschließend mit einer Mischung von lo kg des genannten Lösungsmittels und 1,17 kg Extrakt gewaschen. Die vereinigten Filtrate enthalten 11,88 kg Öl (einschließlich Extrakt) und 35,2. kg Lösungsmittel. Sie werden nun bei - 2o° mit 1,76 kg Ammoniak versetzt. Es bilden sich dabei zwei Schichten. Die obere Schicht enthält 8,q4 kg Öl, 5,9 kg Lösungsmittel und o,12 kg Ammoniak: In einer Druckkolonne wird zunächst das Ammoniak und anschließend in einer bei gewöhnlichem Druck arbeitenden Kolonne das Lösungsmittel abgetrieben. Man erhält 8,44 kg Öl mit einem Stockpunkt von - ig°. Die untere Schicht enthält 29,3 kg Lösungsmittel, 3,44 kg Extrakt und 1,64 kg Ammoniak. Sie wird nach Abtrennen des Ammoniaks zurückgeführt und, wie schon beschrieben, zum Lösen von frischem Schmieröl und zum Waschen des abfiltrierten Paraffins verwendet. Der auf dem Filter abgetrennte Paraffingatsch enthält 1,25 kg Paraffin, .1,87 kg Öl und 6,24 kg Lösungsmittel. Er wird mit 12,1 kg des frischen Lösungsmittels aufgeschlämmt, gewaschen und dann erneut filtriert. Man erhält hierbei einen Gatsch, der 1,25 kg Paraffin, 0,31 kg Öl und 6,2 kg Lösungsmittel enthält. Hieraus wird das Lösungsmittel abgetrieben, wobei ein 8o°/oiges Paraffin mit dem Erstarrungspunkt 62,g° zurückbleibt. Das Waschfiltrat enthält 1,56 kg Öl und 12,14 kg Lösungsmittel; es wird wieder zurückgeführt, also ebenfalls zum Lösen von frischem Schmieröl verwendet. Innerhalb 1 Stunde können so je Quadratmeter Filterfläche 1o5 kg. Schmieröldestillat in 8o°/oiges Paraffin und paraffinfreies Öl zerlegt werden. Insgesamt brauchen nur 5,9 kg -Lösungsmittel und 1,76 kg Ammoniak zur Gewinnung von 8,44 kg Öl und außerdem zur Gewinnung von 1,25 kg Paraffin 6,2 kg Lösungsmittel abgetrieben zu werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entparaffinierung von paraffinhaltigen Kohlenwasserstoffölen durch Verdünnen mit Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen, Abkühlen und Herbeiführung einer Schichtentrennung in der vom Paraffingatsch abgetrennten Lösung des entparaffinierten Öls, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel wasserlösliche organische Lösungsmittel oder diese enthaltende Gemische verwendet werden und daß die Schichtentrennung in Gegenwart von Wasser durch Zugabe von Ammoniak bewirkt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch,i, dadurch gekennzeichnet, daß die lösungsmittelreichere Schicht, gegebenenfalls nach Entfernung des Ammoniaks, ganz oder teilweise-in das zu behandelnde Rohöl zurückgeführt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2809721A (en) * 1953-05-05 1957-10-15 Dowty Equipment Ltd Telescopic struts

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2809721A (en) * 1953-05-05 1957-10-15 Dowty Equipment Ltd Telescopic struts

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