DE895745C - Verfahren zum Fixieren von sauren Farbstoffen oder Pigmenten auf Faserstoffen - Google Patents

Verfahren zum Fixieren von sauren Farbstoffen oder Pigmenten auf Faserstoffen

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DE895745C
DE895745C DEF3897D DEF0003897D DE895745C DE 895745 C DE895745 C DE 895745C DE F3897 D DEF3897 D DE F3897D DE F0003897 D DEF0003897 D DE F0003897D DE 895745 C DE895745 C DE 895745C
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DE
Germany
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pigments
fibrous materials
acid
acidic dyes
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DEF3897D
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English (en)
Inventor
Max Dipl-Ing Kerth
Josef Dr Monheim
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Fixieren von sauren Farbstoffen oder Pigmenten auf Faserstoffen Zusatz zum Patent 879086 Gegenstand des Patentes 879 o86 ist ein Verfahren zum Fixieren von sauren Farbstoffen oder Pigmenten auf Faserstoffen, wobei man die Faserstoffe mit Lösungen oder Pasten, die neben dem Farbstoff oder Pigment noch Harnstoffabkömmhnge der allgemeinen Zusammensetzung worin R1 und R, aliphatische oder isocyclische Reste bedeuten, oder deren Homologe oder Derivate enthalten, klotzt oder bedruckt und anschließend polymerisiert.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Reservemuster erhält, wenn man vor oder nach dem Aufbringen der erwähnten Lösungen oder Pasten Säuren oder säureabspaltende Mittel aufdruckt, anschließend polymerisiert und wie üblich fertigstellt. An den bedruckten Stellen findet keine Fixierung des Farbkörpers statt, und beim Spülen und Seifen werden die an den bedruckten Stellen nicht fixierten Farbkörper von dem Fasergut entfernt. Hierdurch können verschiedenartige Muster erzeugt werden. Beispielsweise kann man ungefärbte Muster auf gefärbtem Grunde erhalten. Enthält die Klotzlösung ein Weißpigment, so entstehen Glanzmuster auf mattem Fasergut. Der Reservedruckpaste können auch Farbstoffe zugesetzt werden, wodurch gefärbte Reservemuster erzielt werden. Hierfür eignen sich beispielsweise Schwefelsäureester der Leukoverbindungen von Küpenfarbstoffen. Man kann auch Pigmentfarbstoffe mit sauer härtbaren Bindemitteln, z. B. Harnstoff-Aldehyd-Kondensationsverbindungen, in der Reservedruckpaste mitverwenden.
  • ' Als Faserstoffe und Harnstoffabkömmlinge kommen die im Patent 879 o86 genannten in Frage. Als Säuren oder säureabspaltende Verbindungen kommen beispielsweise Glykolsäure, Oxalsäure, Ammoniumsalze oder andere Salze von organischen oder anorganischen Säuren, wie Ammoniumrhodanid oder bromessigsaures Natrium, ferner Ester und Amide von organischen Säuren oder Ester von anorganischen Säuren, z. B. Phosphorsäure oder Borsäure, in Betracht.
  • Den Klotzlösungen können zweckmäßig Verdickungsmittel zugesetzt werden, z. B. wasserlösliche Celluloseäther, ferner Weichmachungsmittel, z. B. die durch Einwirkung von Äthylenoxyd auf den Stearinsäureester von Triäthanolamin erhältlichen Verbindungen oder Phthalsäureester, und außerdem Verteilungsmittel, wie FettsäurekondensatiQnsverbindungen oder Umsetzungserzeugnisse von Äthylenoxyd oder anderen a, ß-Alkylenoxyden finit höhermolekularen hydroxyl-, carboxyl- öder aminogruppenhaltigen Verbindungen, beispielsweise höhermolekularen Alkoholen oder Alkylphenolen.
  • Beispiel i Ein glänzendes Baurnwoll- oder Cellulosekunstseidengewebe wird mit folgender Lösung geklotzt:
    Nach leichtem Trocknen druckt man folgende Druckpaste auf
    60o g Tragantverdickung
    350 g Wasser
    50 g Glykolsäure (7o°/oig)
    = kg
    Man trocknet und erhitzt 5 Minuten auf 12o bis 14o°. Dann wird gespült und geseift. Man erhält glänzende Muster auf einem matten Grunde.
  • Beispiel 2 Ein Cellulosekunstseidengewebe wird mit folgender Lösung geklotzt:
    Nach vorsichtigem Trocknen wird nachstehende Druckpaste aufgedruckt:
    3o g Natriumsalz des Schwefelsäureesters der Leuko-
    verbindung des Küpenfarbstoffes Nr. 1345
    (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage)
    40 g Thiodiglykol
    26o g Wasser
    5009 Weizenstärke-Tragant-Verdickung
    Zoo g Rhodanammonium (i : i)
    509 chlorsaures Natrium (i : 2)
    io g vanadinsaures Ammonium (i : ioo)
    io g Ammoniaklösung (25°/oig)
    i kg
    Nach dem Drucken wird kurz auf i2o bis 14o° erhitzt, dann gedämpft, gespült und geseift. Man erhält lebhaft rosa gefärbte Reservemuster auf mattem Gewebegrunde. Beispiel 3 Ein Viskosekunstseidengewebe wird mit nachstehender Flotte geklotzt:
    40 g Farbstoff Nr. 2 (Schultz, a. a. 0.)
    io g Einwirkungsprodukt von 30 Mol Äthylenoxyd
    auf Oleylalkohol .
    ioo g Wasser
    ioo g wässerige Polyvinylalkohollösung
    300 g der Verbindung aus Beispiel i in Form einer
    25°/oigen wässerigen Suspension
    io g Ammoniaklösung (25o/oig)
    mit Wasser einstellen auf
    11
    Auf die getrocknete Ware wird ein zweifarbiges Muster mit einer Weiß- und einer Blaureservedruckpaste nach folgenden Vorschriften aufgedruckt:
    Weißreserve
    ioo g Weinsäurediäthylester
    250 g Wasser
    65o g Tragantverdickung
    i kg -
    Blaureserve
    io g des nach Beispiel 2 der Patentschrift 658 oI9
    erhältlichen blauen Farbstoffes
    135 g Wasser
    2o g sulfoniertes Ricinusöl
    5009 wässerige Oxäthylmethylcelluloselösung
    50 g Harnstoff
    30 g Ammoniaklösung (25%ig)
    ioo g Rhodanammonium (i : i)
    150 g wasserlösliches Kondensationserzeugnis aus
    Harnstoff, Äthylenglykol und Formaldehyd
    5 g Triisobutylphosphat
    i kg
    Nach dem Trocknen wird nacherhitzt, gespült und geseift. Man erhält weiße und hellblaue Reservemuster auf dunkelgrünem Grunde.
  • Beispiel 4 Ein Cellulosekunstseidengewebe wird mit nachstehender Lösung geklotzt:
    Nach vorsichtigem Trocknen wird folgende Druckpaste aufgedruckt:
    6oo g Tragantverdickung
    350 g Wasser
    5o g Rhodanammonium
    i kg
    Die Nachbehandlung erfolgt, wie in Beispiel i angegeben. Man erhält glänzende Muster auf einem matten Grunde.
  • Beispiel 5 Ein Cellulosekunstseidengewebe wird mit der unter Beispiel 4 aufgeführten Lösung geklotzt,- nur wird an Stelle von Zoo g Zinkoxyd (I : i) 5 g des durch Kondensation von p-Chlorbenzaldehyd mit Äthylbenzylolmetatoluidin, anschließender Trisulfonierung, Oxydation und Verschmelzen mit p-Phenetidin erhältlichen Farbstoffes genommen. Auf die mit dieser Lösung geklotzte und getrocknete Ware wird dieselbe Druckpaste, wie in Beispiel 4 angegeben, aufgedruckt, und es wird, wie in Beispiel i angegeben, nachbehandelt. Man erhält weiße Reservemuster auf blauem Grunde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ausführungsform des Verfahrens zum Fixieren von sauren Farbstoffen oder Pigmenten auf Faserstoffen gemäß Patent 879 o86, dadurch gekennzeichnet, daß man. zur Erzeugung von Reservemustern vor oder nach dem Aufbringen von Lösungen oder Pasten, die neben dem Farbstoff oder Pigment noch Harnstoffabkömmlinge der allgemeinen Zusammensetzung - worin R1 und R2 aliphatische oder isocyclische Reste bedeuten, oder deren Homologe oder Derivate enthalten, Säuren oder säureabspaltende Verbindungen aufdruckt, anschließend polymerisiert und fertigstellt.
DEF3897D 1942-01-16 1942-01-16 Verfahren zum Fixieren von sauren Farbstoffen oder Pigmenten auf Faserstoffen Expired DE895745C (de)

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