DE8931C - Neuerungen an Lampen - Google Patents
Neuerungen an LampenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21V—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F21V37/00—Details of lighting devices employing combustion as light source, not otherwise provided for
- F21V37/0004—Details of lighting devices employing combustion as light source, not otherwise provided for using liquid fuel
- F21V37/0041—Fuel supply
- F21V37/0045—Fuel supply using hydrostatic pressure or weights
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Combustion & Propulsion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)
Description
1879.
Klasse 4.
BENNETT BERNARD SCHNEIDER in NEW-YORK. Neuerungen an Lampen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. August 1879 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Verbesserung derjenigen Lampen - Constructionen,
bei denen das OeI aus seinem Behälter durch Druck hinaufbefördert wird; um die Flamme
zu speisen.
Die Neuerungen beziehen sich einestheils auf die Verbindung eines Haupt-Oelbehälters mit
einem oberen oder Speisebehälter; durch diese Einrichtung kann eine reichliche Menge OeIs
in der Lampe enthalten sein, während doch . immer nur ein geringes Quantum mit dem
Docht in Berührung steht. Hierdurch wird die grofse Gefahr, welche bei einigen Brennölen
durch das Ueberfliefsen des OeIs am brennenden Dochtende entsteht, wesentlich verringert.
Anderentheils beziehen sich die Neuerungen auch auf die Combination eines Haupt- und
eines damit in Verbindung stehenden oberen Speise-Reservoirs mit gewissen Vorrichtungen,
z. B. mit einer Pumpe, durch welche das OeI von dem Hauptbehälter durch mechanische
Mittel nach dem Speisebehälter emporgedrückt wird.
Eine weitere Neuerung besteht in der Verbindung eines Haupt-Oelbehälters und eines
oberen Speisebehälters mit einer Ueberlaufröhre, welche aus dem Speise- nach dem Haupt-Reservoir
führt und durch welche verhütet wird, dafs das OeI im Speisebehälter über eine gewisse
Höhe steigt, wodurch Gefahr verhütet wird.
Aufserdem sind noch einige andere Neuerungen, Verbindungen von Constructionstheilen,
in nachstehendem beschrieben.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein Verticalschnitt der Lampe. Fig. 2 ist ein Verticalschnitt derselben,
im rechten Winkel zu Fig. 1. Fig. 3 ist eine Seitenansicht, theilweise im Schnitt einer
Lampe mit anderen Einrichtungen. Fig. 4 ist ein Verticalschnitt durch die Mitte derselben.
Fig. 5 ist ein Verticalschnitt durch die Mitte einer anderen Lampenconstruction, und Fig. 6
ein Horizontalschnitt der Fig. 5 in der punktirten Linie x-x.
In Fig. ι und 2 stellt A den Lampenfufs dar;
auf diesem erhebt sich der Haupt- oder Vorraths-Oelbehälter
B, in welchem ein Kolben C angebracht ist, der mittelst einer Feder D niedergedrückt
wird.
Das obere Ende der Feder D stemmt sich gegen einen Vorsprung oder sonstige Vorrichtung
des Reservoirs B und das untere Ende drückt auf die Oberfläche des Kolbens C.
Ueber dem Hauptbehälter B und von diesem getrennt befindet sich ein kleiner Speisebehälter
E, in dessen oberes Ende der Brenner eingesetzt wird, so dafs der Docht in den Behälter
E hineinhängt. Die beiden Behälter B und E stehen mit einander durch das Rohr
oder den Kanal G in Verbindung, wodurch alles in dem Speisebehälter über einen gewissen
Punkt steigende OeI nach dem Hauptbehälter zurückfliefst.
Diese Regulirung geschieht unabhängig von der Gröfse des Speisebehälters. Der Kanal G
kann an irgend einer beliebigen Stelle des Speisebassins angebracht sein.
Durch den Behälter E kann ein Rohr hindurchgeführt werden, welches den Zutritt der
Luft zur inneren Flamme gestattet.
An den Kolben C wird ein senkrechtes Rohr H befestigt, dessen unteres Ende durch
den Kolben hindurchgeht und dessen oberes Ende in einer anderen senkrechten Röhre /
gleitet, welche am Boden des Behälters E befestigt ist. Die beiden Rohre H und / verbinden
also die beiden Behälter B und E. In dem Rohr / ist ein Hahn J, durch welchen
der Zuflufs des OeIs nach dem oberen Behälter je nach Bedarf regulirt werden kann. Dieser
Hahn ragt aufsen aus der Lampe heraus und kann leicht gehandhabt werden.
Der Kolben C wird gehoben mittelst eines Rades K, welches mit den Gliedern einer flachen
Kette L in Eingriff steht. Die Enden der Kette sind am Kolben C befestigt. Die Axe a des
Spornrades ragt aus der Lampe hervor und kann durch einen beliebigen Griff leicht gedreht
werden.
In dieser Lampenconstruction kann jedes beliebige, bis jetzt zu Beleuchtungszwecken verwendete
OeI mit vollständiger Gefahrlosigkeit gebrannt werden, weil der Haupt-Oelbehälter
mit dem Speisebehälter nur durch das Rohr H in Verbindung steht und letzterer nur eine sehr
geringe Menge OeI in der Nähe des Dochtes
enthält. Diese geringe Menge OeI wird constant erhalten durch die beständige Zufuhr aus
dem Hauptbehälter.
Der Hauptbehälter kann entweder durch den Speisebehälter und das Ueberflufsrohr G, oder
auch durch einen directen Eingufs, welcher an passender Stelle angebracht wird, gefüllt
werden.
In den Fig. 3 und 4 stellt A den Lampenfufs und B einen sich darauf erhebenden Cylinder
dar, dessen oberes Ende einen Aufsatz C trägt. D ist ein äufserer Mantel, welcher den
Cylinder B umgiebt und den Aufsatz C mit dem Fufse A verbindet. In der Mitte des Cylinders
B ist eine horizontale Scheidewand b angebracht, welche den Cylinder B in einen
Hauptbehälter B1 und einen mit diesem constant in Verbindung stehenden Speisebehälter B2
theilt.
E ist das Einfüllrohr mit Kapsel F; dasselbe ist in dem Aufsatz C befestigt und führt durch
die Scheidewand b hindurch nach dem Behälter^1; es ist mit einer Oeffnung α versehen,
welche in das obere Reservoir B- mündet, so dafs beide Behälter gleichzeitig durch das
Rohr E gefüllt werden können. Das mit der Oeffnung α versehene Rohr E bildet zugleich
ein Ueberlaufrohr vom oberen nach dem unteren Behälter.
Die Kapsel F kann ein Luftloch χ haben,
um den nöthigen Luftdruck für das OeI im Behälter herzustellen. G ist ein Schwimmer
im Speisebehälter B2; an diesem Schwimmer ist eine Stange d befestigt, welche aus dem
Aufsatz C hervorragt und dazu dient, die in dem Speisebehälter enthaltene Menge anzuzeigen,
je nachdem der Schwimmer mit dem Steigen oder Fallen des OeIs auf- und niedergeht.
H ist ein Pumpencylinder, welcher durch den Aufsatz C hindurchgeht und durch die
Scheidewand b in den unteren Theil des Hauptreservoirs B1 hinabragt. Im unteren Theil des
Cylinders H ist eine Spiralfeder 1 angebracht, welche einen hohlen metallischen Kolben J
trägt, in welchem sich ein Kugelventil e befindet. Von dem Kolben J ragt eine Stange /
hinauf durch die Kapsel K, welche auf dem oberen Ende des Cylinders H angebracht ist.
Durch diese Pumpe kann das OeI von dem Haupt- nach dem Speisebehälter mit der Hand
gepumpt werden, ohne einen anderen Theil der Lampe oder des Brenners zu berühren.
Aus dem Halse L in der Mitte des Aufsatzes C führt ein Rohr M herab nach dem
Boden des oberen Behälters, um dem Docht als Führung zu dienen und zu verhüten, dafs
er die Bewegungen des Schwimmers G beeinträchtigt.
In den Fig. 5 und 6 stellt A den Hauptoder Vorraths - Oelbehälter dar, welcher mit
einem Halse B versehen ist, der einen Speisebehälter C trägt.
Der Brenner wird in den oberen Theil dieses Speisebassins befestigt, und in letzterem liegt
der Docht.
D ist ein Kolben, welcher in dem Hauptbehälter gleitet und mit diesem also eine Pumpe
bildet. Dieser Kolben ist an den Kanten mit einer geeigneten Packung p versehen und mufs
schwer genug sein, um durch sein Gewicht das unter ihm befindliche OeI aus dem Bassin A
durch das Rohr G. welches an oder iahe dem Boden dieses Reservoirs mündet, hinaufzudrücken.
In der Mitte des Kolbens D ist eine runde Oeffnung, in welche ein hohler Zapfen 1 eingesetzt
wird/ letzterer trägt an seinem oberen Ende das Ventil J, nahe darunter die seitlichen
Oeffhungen a, am unteren Ende den Ring b und eine Spiralfeder d, welche um den unteren
Theil des Zapfens / gewunden ist. Die Feder d hat den Zweck, das Ventil J geschlossen zu
halten, so dafs das über dem Kolben befindliche OeI nicht herab, das darunter befindliche
nicht herauf kann.
Wenn also das Ventil gehoben wird, so wird das über dem Kolben D befindliche OeI durch
die Oeffhungen α in den hohlen Zapfen / und durch denselben unter den Kolben fliefsen können.
Das Ventil J ist durch eine Schnur oder Kette e mit einer Axe Z verbunden, welche
in dem Hals B und unter dem Speisebehälter C liegt; ein Ende dieser Axe ragt aus dem Halse
hervor und kann mittelst eines Schlüssels oder einer Kurbel gedreht werden, um den Kolben D
heraufzuwinden.
Bei Drehung der Axe L hebt die Schnur
oder Kette e zuerst das Ventil J, um alles über dem Kolben befindliche OeI herabfliefsen
zu lassen, sowie auch um den Eintritt der Luft unter den Kolben zu gestatten und dadurch
dessen Hebung zu erleichtern. Der Druck des Kolbens auf das OeI treibt dasselbe durch das
Rohr F in das Speisereservoir C. An der Mündung dieses Rohrs in den Behälter C ist ein
Ventil i angebracht, welches an einer Feder h befestigt ist und durch die combinirte Wirkung
der Feder und des von unten drückenden OeIs offen gehalten wird. Die Feder h kann jedoch
auch weggelassen werden, da sie lediglich den Zweck versieht, zu verhüten, dafs das Ventil
sich festsetzt.
Innerhalb des Speisebehälters C ist ein Hebel, auf Zapfen drehbar, angebracht; an einem Ende
des an diesem Hebelarm befestigten Kranzes P ist ein Schwimmer R befestigt; das andere
Ende des Kranzes P ist so eingerichtet, dafs es, sobald der Schwimmer R eine gewisse Höhe
erreicht, gegen das Ventil i drücken und dasselbe schliefsen mufs, so dafs der Zuflufs von
OeI gehemmt wird. Wenn dann durch den Oelverbrauch das Niveau und damit der
Schwimmer wieder herabsinkt, so wird das Ventil i wiederum entlastet, es öffnet sich also
von selbst und gestattet von neuem, den Zuflufs. des
Claims (7)
- Es ist hieraus ersichtlich, dafs, so lange als in dem Hauptbehälter noch OeI vorhanden ist, immer ein gewisses Quantum in dem Speisebehälter unterhalten werden wird.Wenn durch irgend einen Zufall das Ventil i nicht schliefsen sollte, so ist hierfür ein Ueberlaufkanal χ angebracht, welcher alles in dem Speisebehälter über das nothwendige Mafs vorhandene OeI nach dem Hauptbassin zurückführt.Paten τ-An s ρ rüche:ι . In einer Lampe die Verbindung eines Haupt-Oelbehälters mit einem darüber befindlichen mit ihm in Verbindung stehenden Speisebehälter.
- 2. In einer Lampe die Verbindung eines Haupt-Oelreservoirs mit einem damit in Verbindung stehenden oberen Speisebehälter und mit Vorrichtungen, um den Zuflufs des OeIs vom Haupt- nach dem Speisebehälter zu bewirken.
- 3. In einer Lampe die Verbindung eines Haupt-Oelreservoirs mit einem oberen Speisebehälter und mit einem Ueberfiufsrohr oder -Kanal zwischen dem oberen und unteren Behälter.
- 4. In einer Lampe die Verbindung eines Haupt-Oelreservoirs mit einem damit in Verbindung stehenden oberen Reservoir und mit einem Pumpenwerk zum Heben des OeIs aus dem unteren nach dem oberen Behälter.
- 5. Eine Pumpen - Lampe, deren unteres und oberes Oelreservoir ein Stück bilden und constant in Verbindung stehen.
- 6. Eine Pumpen-Lampe, welche ein unteres und ein oberes Oelbassin und ein einziges Einfüllrohr zum Füllen beider Behälter hat.
- 7. In Verbindung mit einer Pumpen-Lampe ein Pumpencylinder, welcher von den OeI-behältern unabhängig ist, ein Pumpenkolben mit Kugelventil e und eine Feder zum Heben dieses Kolbens.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8931C true DE8931C (de) |
Family
ID=286347
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8931C (de) |
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