DE89316C - - Google Patents

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DE89316C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00—Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/22—Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre
    • D02G3/36—Cored or coated yarns or threads
    • D02G3/362—Cored or coated yarns or threads using hollow spindles
    • D02G3/365—Cored or coated yarns or threads using hollow spindles around which a reel supporting feeding spool rotates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Maschine ermöglicht, bei compendiöser Anordnung und geräuchlosem Gange das Ueberspinnen von Draht fehlerfrei auszuführen und ist zu diesem Zwecke derart eingerichtet, dafs die Abstellung eines Spinnganges bei Fadenbruch oder leerer Spule selbsttätig erfolgt.
Die Maschine ist im wesentlichen gekennzeichnet durch eine Anzahl um eine Frictionsscheibe im Kreise angeordneter und von dieser angetriebener Spinnteller, die von Armen getragen werden, welche je mit einem arretirbaren Ausrückhebel gekuppelt sind und lose an verticalen drehbaren Wellen sitzen, an welchen die Ausrückhebel befestigt und an welchen die Drahtspule, die Abzugsrolle und die den besppnnenen Draht aufnehmende Spule eines Spinnganges über einander angeordnet sind.
Die Abzugsrollen werden durch radiale und mit Frictionskuppelungen versehene ausrückbare Antriebsspindeln in Umdrehung versetzt, welche ihre Bewegung von einem gemeinsamen centralen Antrieb erhalten.
Die selbstthätig wirkende Abstellvorrichtung besteht aus einem am Spinnteller verschiebbaren Auslösestift, welcher durch den herumgeschlungenen Faden gehalten wird und bei Fadenbruch abfällt, wodurch ein Sperrhebel bethätigt und so der Ausrückhebel freigegeben wird.
Letzterer dreht die den ganzen Spinngang tragende verticale Welle und bewirkt dadurch die gleichzeitige Ausrückung des Spinntellers und die Entkuppelung für den Antrieb der Abzugsrolle.
In beiliegenden Zeichnungen ist eine der Erfindung gemäfs eingerichtete Maschine dargestellt :
Fig. ι zeigt die Maschine im Verticalschnitt bei eingerückten Spinntellern und Abzugsrollen-Kuppelungen.
Fig. 2 veranschaulicht die Seitenansicht eines Spinnganges.
Die Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt durch die Maschine nach den Linien χ - χ und y -y in Fig. i.
Die Fig. 4, 5 und 6 veranschaulichen in Vorder-, Ober- und Seitenansicht (theilweise im Schnitt) die Lagerung des Spinntellers mit der selbstthätig wirkenden und auch von Hand zu bethätigen den Abstellvorrichtung.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, sind in dem centralen Ständer A die im Kreise angeordneten verticalen Wellen α drehbar eingesetzt, welche durch einen am Ständer A befestigten Ring a' hindurchgehen und mit ihren Oberenden in einem Schlufsring α 2 stecken, der von einer im Ständer befestigten Säule a3 getragen wird.
Auf die Säule α 3 ist eine Hülse b aufgeschoben, welche vom Vorgelege b1 mittelst der Kegelräder b 2 b 3 in Umdrehung versetzt wird
und auf der die Frictionsscheibe B festgekeilt ist, durch welche die Antriebsrollen c der Spinnteller in Umdrehung versetzt werden.
Jede dieser Rollen c (Fig. 6 und 9) trägt eine Scheibe c1 mit auf derselben drehbarer Fadenspule c2.
Diese Theile bilden den Spinnteller, durch dessen hohle Achse cs der Draht d hindurchgeht. Die Achse cs ist in einem Arm c4 drehbar, der um die Welle α geschwenkt werden kann.
Zwischen dem Arm c4 und dem Ring a1 ist der an der Welle α festsitzende Ausrückhebel C angeordnet, auf welchen eine Feder cB wirkt, die den Hebel G beständig auswärts bis an den Anschlag ce zu ziehen sucht. In einem Ansatz c7 des Hebels C ist eine Achse drehbar, welche unten einen Haken c8 und oben einen Winkelhebel c9 trägt, auf welchen eine am Arm c 4 befestigte Feder c 10 wirkt.
Die Federe10 zieht den Arme4 gegen den Ansatz c1 des. Hebels C, wodurch der Arme4 an letzterem Anlehnung findet, und verdreht gleichzeitig den Winkelhebel c9 derart, dafs der Haken c8 an den am Ring al befindlichen Zapfen c11 sich einhakt (Fig. 5), sobald der Spinnteller bezw. der Hebel C eingerückt ist.
In der beschriebenen, nach Einwärtsdrücken des Ausrückhebels C bewirkten Feststellung desselben ist die Feder c 5 gespannt; die hierbei an die Frictionsscheibe angestellte Antriebsrolle c des Spinntellers wird, da der verdrehte Winkelhebel c9 durch Federe10 den Arme4 einwärts gezogen erhält, mit elastischem Drucke an die Frictionsscheibe B angedrückt und hierdurch bei der Bewegung der letzteren in Umdrehung versetzt.
Der zu überspinnende Draht d wird in jedem Spinngang. von einer .Drahtspule D durch die hohle Achse c3 des Spinntellers hindurch einer Abzugsrolle E zugeführt, welche mit stufenförmig angeordneten Rillen versehen ist, um den Draht mit verschiedener Geschwindigkeit abziehen zu können, je nachdem er in einer gröfseren oder kleineren Rille um die Abzugsrolle herumgewickelt wird.
Von der Abzugsrolle E läuft der übersponnene Draht d durch eine Drahtführung d i1 (Fig. 2) zu einer Aufnehmspule F, welche zum Zwecke der Aufwickelung desselben mittelst des Schnurlaufes f von der angetriebenen Abzugsrolle E in Umdrehung versetzt wird.
Die Drahtspule D, die Abzugsrolle E und die Aufnehmspule F stecken auf Spindeln, die an auf die Wellen α aufgeschobenen Hülsen befestigt sind.
Die Spindeln der Rollen E sind feststellbar, während die Spulen D durch fixe Zapfen d1 und die Spulen F durch verstellbare Zapfen/1, welche in die Achsenhülsen eingreifen, in der richtigen Stellung erhalten werden. Es können.
daher die Achsen dieser Spulen zwecks Auswechselung der letzteren aus ihren Zapfen ausgehoben und seitwärts gedreht werden.
Die Abzugsrollen E erhalten ihren Antrieb durch Schneckenräder e und Schnecken e1 (Fig. ι und 2), deren zweitheilige Antriebsspindeln e2 einerseits in einem von einem Arm e3 getragenen drehbaren Lager e4 und andererseits in einem centralen, feststehenden Lagerstück e8 eingesetzt sind.
Jede dieser zweitheiligen Spindeln e2 trägt eine Frictionskuppelung e5, deren einer Theil unter Federdruck steht, während der andere Küppelungstheil mit dem Getriebe e6 verbunden ist, welches in das auf der Antriebsspindel b festsitzende Zahnrad e7 eingreift. Durch letzteres werden sämmtliche radial stehende Antriebsspindeln e2 der Abzugsrollen gemeinsam in Umdrehung versetzt. Bei eingerückten Hebeln bezw. bei in Betrieb befindlichen Spinntellern ist die Frictionskuppelung e5 der Abzugsrollenantriebe eingerückt.
Um die Ausrückung der Spinnteller von Hand zu bewirken, wird der Haken c8 durch einen Druck auf den Arm / des Winkelhebels c9 ausgelöst, worauf der Hebel C unter der Wirkung seiner Feder c 5 nach aufsen schnellt und dadurch die Welle α dreht. Dies hat zur Folge, dafs nicht nur der Spinnteller bezw. dessen Rolle c von der Frictionsscheibe entfernt, sondern auch gleichzeitig die Kuppelung e5 des Abzugsrollenantriebes ausgerückt wird.
Das Einrücken des Spinntellers und der Abzugsrollenkuppelung erfolgt dadurch, dafs der Hebel C so weit nach innen gedrückt wird, bis der Haken c8 am Zapfen c11 wieder einfällt.
Damit bei Fadenbruch oder bei leerer Spule die Ausrückung des Spinnganges selbstthätig stattfinde, ist auf der Scheibe c1 ein gegabelter Träger g (Fig. 4) angeordnet, zwischen dessen Gabelenden der zu umspinnende Draht hindurchgeht. In dem Träger g und der Antriebsrolle c des Spinntellers ist ein Fadenwächter G vertical verschiebbar urid reibungslos gelagert, welcher einen Bund g1 besitzt, der auf dem von der Fadenspule c2 zu dem Draht d geführten und um den Fadenwächter G herumgelegten Faden h aufruht.
Der Fadenwächter G wird hierdurch in solcher Lage gehalten, dafs derselbe, während sich der Spinnteller im Betrieb befindet, mit dem Arm 2 des Hebels c9 nicht in Berührung kommen kann.
Bei Fadenbruch oder leerer Spule verliert der Fadenwächter G seine Auflage, fällt daher ab und stellt sich in die Bahn des Hebels c9 ein.
Das untere Ende des. mit der Rolle c sich drehenden Fadenwächters G drückt den Arm 2 des Hebels c9 seitwärts, wodurch der Haken c8
ausgelöst, der Hebel C geschwenkt und die Ausrückung des betreffenden Spinnganges in derselben Weise vollzogen wird, wie bei der von Hand bewirkten, im Vorhergehenden beschriebenen Abstellung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ausrückvorrichtung für Drahtumspinnmaschinen mit concentrisch um eine gemeinsame lothrechte Achse angeordneten Spinngängen, dadurch gekennzeichnet, dafs im Falle eines Fadenbruchs oder des Ablaufens des Spulenfadens sowohl die Stillsetzung des Spinntellers, als auch der Abzugsrollen in der Weise herbeigeführt wird, dafs die den Spinngang tragende lothrechte Welle (a) nach Lösung einer Sperrung (c9 cs und cu) durch einen im Spinnteller vorgesehenen Fadenwächter (G) eine Drehung ausführt, durch die der Spinnteller und die Abzugsrollen aufser Eingriff mit dem Antriebsorgan gebracht werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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