DE892901C - Kolbendampfmaschine fuer wechselnden Gegendruck- und Kondensationsbetrieb - Google Patents

Kolbendampfmaschine fuer wechselnden Gegendruck- und Kondensationsbetrieb

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DE892901C
DE892901C DEB14729A DEB0014729A DE892901C DE 892901 C DE892901 C DE 892901C DE B14729 A DEB14729 A DE B14729A DE B0014729 A DEB0014729 A DE B0014729A DE 892901 C DE892901 C DE 892901C
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DE
Germany
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auxiliary
steam engine
outlet
cylinder
auxiliary outlet
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Expired
Application number
DEB14729A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Beierl
Karl Dipl-Ing Walther
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Individual
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B29/00Machines or engines with pertinent characteristics other than those provided for in preceding main groups
    • F01B29/08Reciprocating-piston machines or engines not otherwise provided for
    • F01B29/10Engines
    • F01B29/12Steam engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Turbines (AREA)

Description

  • Kolbendampfmaschine für wechselnden Gegendruck- und Kondensationsbetrieb Es sind bereits Kolbendampfmaschinen für Gegendruck- und Kondensationsbetrieb bekannt, bei denen die Maschine sowohl für Gegenstrom als auch für Gleichstrom eingerichtet ist. Hierbei sind in die Auslaßleitungen der Gleichstromschlitze und der gesteuerten Auslaßventile Absperrvorrichtungen eingebaut, die wechselweise entweder für Kondensationsbetrieb die Auslaßleitung der Gleichstromschlitze oder für Gegendruckbetrieb die Auslaßleitungen der gesteuerten Auslaßventile freigeben.
  • Demgegenüber unterschendet sich,die vorliegende Erfindung dadurch, daß bei einer Gleichstromdampfmaschine mit gesteuertem Hilfsauslaß zum Anschluß an eine Abdampfturbine oder einen sonstigen Dampfverbraucher die Steuerung der Maschnne so eingerichtet ist, daß einmal sie den Hilfsauslaß betätigt und die Maschine als Gegendruckmaschine arbeitet, während das andere Mal der Hilfsauslaß geschlossen bleibt und die Maschine als Gleichstromdampfmaschine im Kondensationsbetrieb arbeitet.
  • Die Steuerung für den Dampfeinlaß und den Hilfsauslaß kann an sich beliebig ausgebildet sein, nur muß sie beim Kondensationsbetrieb den Hilfsauslaß geschlossen halten. Es kann daher eine Kolbenschiebersteuerung oder eine umlaufende Nockensteuerung Anwendung finden. Besonders einfach gestaltet sich die Einrichtung, wenn Dampfein- und -auslaß durch Ventile gesteuert und diese durch verschiebbare umlaufende Nocken betätigt werden. Bei derartig ausgebildeten Maschinen können daher mit :derselben Steuerung in einfacher Weise beide Betriebsarten durchgeführt werden.
  • Dies gilt auch für Maschinen größerer Leistung, bei denen einem Hochdruckzylinder ein Gleichstromniederdruckzylinder mit gesteuerten Hilfsauslässen nachgeschaltet ist. Dies erweist sich besonders vorteilha£t für Einfach- urndDoppelverbunddampfmaschinen, wie sie unter anderem zum Antrieb von Schiffen bestimmt sind und deren Albdampf noch weiterhin in einer angeschlossenen Abdampfturbine oder einem sonstigen Dampfverbraucher ausgenutzt werden soll.
  • Zweckmäßig ist die Steuerung der Maschine so eingerichtet, daß bell Gegendruckbetrieb der Hilfsauslaß in: dem Punkte abgeschlossen wind, in welchem die Gegendrucklinie in die beim Kondensations-, d. h. Gleichstrombetrieb sich einstellende Kompressionslinie übergeht.
  • In. der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung an Stelle einer Fsnzylindergleichstromdampfmaschine der Niederdruckzylinder einer ventilgesteuerten Verbunddampfmaschine gewählt. Es zeigt Fig. i einen waagerechten Schnitt durch die Zylinder in Zylindermitte von oben gesehen, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach Linie II-IIa der Fig. i, wobei der Teil links vom Zylinder den um einen rechten Winkel verdreht gezeichneten Steuerungsantrieb für die Hilfsauslaßventile im Schnitt nach Linie IIa-IIb der Fig. i veranschaulicht; Fig. 3 zeigt einen Teil der Fig.2 in größerem Maßstab; Fig. 4 zeigt eine Verbundmaschine mit Kolbenschiebersteuerung im Schnitt, wobei nur die obere Hälfte der Maschine gezeigt ist, Fig. 5 veranschaulicht in einem Diagramm die Arbeitsweise der Maschine. ' Der Zylinderblock der Verbundmaschine wird durch einen Hochdruckzylinder i und einen Niederdruckzylinder 2 gebildet. Letzterer ist in der Mitte mit Austrittsschlitzen 3 versehen, die in einen durch eine Ringwulst 4 begrenzten Sammelraum 5 für den Abdampf einmünden. Der Hochdruckzylinder i hat an jedem Ende je zwei Ventilgehäuse 6 und 7 angegossen, von denen das eine für den Dampfeintritt ' und das andere für den Dampfübertritt nach dem Niederdruckzylinder dient. Dem Ventilgehäuse 6 wird der Frischdampf durch einen Flansch 8 zugeführt, der dann durch einen Kanal g durch das Einlaßventil und den folgenden Kanal io zum Hochdruckzylinder gelangt. Der Abdampf dieses Zylinders gelangt dann durch einen Kanal i i zu dem überströmventil und hinter diesem durch einen Kanal 12 zum Niederdruckzyli.nder.
  • Dieser hat an beiden Enden zwei Anschlußflansche 13 und 13', die in bezug auf :die Mittelebene spiegelgleich zueinander angeordnet sind, und von denen die Flansche 13 zum Anschluß des Nie derdruckzylinders an die Übertrittskanäle 12 und die Flansche 13' zum Anschluß von Ventilgehäusen 14 dienen, in welchen die Hilfsauslaßventile 15 des Niederdruckzylinders eingebaut sind. Von den Ventilgehäusen 14 abgezweigte Rohre 16 führen den Abdampf des Niederdruckzylinders einer Abdampfturbine oder einem sonstigen Dampfverbraucher zu.
  • Die Steuerung der Ventile erfolgt durch umlaufende Nocken. Zu diesem Zweck ist in einem auf der Vorderseite des Zylinderblockes befestigten Gehäuse 17 eine Nockenwelle 18 versschiebbar gelagert, auf der zur Betätigung der Hochdruckeinlaßventile und der Überströmventile zwei Nockenpaare rg, i9' und 2o, 2ä sitzen, von denen die Nocken ig, 2o für die eine Drehrichtung und die Nocken i9', 20' für die andere Drehrichtung der Maschine bestimmt sind. Werden die Flansche 13' durch Blindflansche abgeschlossen, dann kann die bisher beschriebene Maschine in. beiden Drehrichtungen im Kondensationsbetrieb arbeiten.
  • Soll jedoch die Verbundmaschine durch Anschluß an eine Abdampfturbine oder einen sonstigen Dampfverbraucher im Gegendruckbetrieb arbeiten, dann werden von den Anschlußflanschen 13' :die Blindflansche abgenommen und dafür die Ventilgehäuse 14 mit den eingebauten Hilfsauslaßv entilen i 5 angeschlossen. Um diese Ventile von der Nockenwelle i8 aus zu steuern, wird diese durch eine Hilfswelle 21 verlängert, deren Ende in einem auf einem Konsol des Niederdruckzylinders befestigten Gehäuse 22 gelagert und zusammen mit der Hauptnockenwelle 18 verschiebbar ist. Ihr Ende trägt ein Nockenpaar 2,3,:23', von dem der Nocken 23 in der einen Drehrichtung die Hilfsauslaßventile betätigt, während der Nebennocken 23' bis auf den Grundkreis abgesetzt ist und daher die Hilfsauslaßventilegeschlossen hält.
  • Der Anhub des Steuernockens 23 wird durch auf ihm sich abwälzende Rollen 24 durch Stangen 25 auf Winkelhebel 26 übertragen, die die Ventilspindeln mit den daran sitzenden Hilfsauslaßventilen 15 von ihren Sitzen abheben. Der Ventilschluß erfolgt durch Federn.
  • Die Rollen 24 sind an dem einen Ende der Stangen 25 in Gleitstücken 27 gelagert, die sich in einer Bohrung des Lagergehäuses 22 führen. Hierbei ist die Drehachse der Rolle a4 gegenüber der Drehachse des Nockens 23 um einen Betrag x nach dem Zylinder hin versetzt, um die durch: die endliche Länge der Schubstange bedingten, zwischen der Kurbel- und der Deckelseite auftretenden Ungleichheiten in der Füllung auszugleichen.
  • Die beiden Betriebsarten lassen sich ohne weiteres auch dann ausführen, wenn die Maschine mit Kolbenschiebersteuerung ausgerüstet ist. Die Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel hierfür. Es ist i der Hochdruckzylinder und 2 der Niederdruckzylinder. Zwischen beiden ist dasGehäuse28 für denKolbenschieher angeordnet, dem bei 29 der Frischdampf zugeführt wird. An jedem Ende des Gehäuses 28 ist eine Einsatzbüchse 30 mit Steuerkanälen eingesetzt, in der sich zwei Steuerkolben 31 und 32 bewegen und die im Zusammenwirken mit den Steuerkanälen in bekannter Weise die Dampfverteilung besorgen. Der äußere Kolben 3? steuert hierbei die Kanäle 33 für den Hilfsauslaß.
  • Z'm auch. bei dieser Steuerungsart beide Betriebsarten durchführen zu können, ist es nur nötig, um die Einsatzbüchsen 3o Hilfsschieber 34 zu legen, die geeignet sind, die Steuerkanäle 33 für den Hilfsauslaß abzuschließen (Kondensationsbetrieb) oder freizugeben (Gegendruckbetrieb). Diese Hilfsschieber können hierbei mit einer Verzahnung versehen sein, in die Zahnsegmente 35 eingreifen, die durch ein Gestänge 36 von dem Maschinistenstand aus in geeigneter Weise verstellt werden können.
  • Um die Arbeitsweise der nach. der Erfindung ausgebildeten Maschinen zu veranschaulichen, ist in Fig. 5 das Druckdiagramm für den '; iederdruckzylinder einer Verbundmaschine dargestellt. Die Fig. 5 zeigt in vollen Linien den Druckverlauf im N iederdruckzylinder. Hierbei findet bei a das Voreinströmen aus dem Hochdruckzylinder statt. In b erfolgt die Kolbenumkehr. In c schließt das ÜTberströmventil des Hochdruckzylinders. Von c bis d erfolgt ,die Expansion. Brei d beginnt das durch,die Länge der Auslaßschlitze 3 bestimmte Vorausströmen, in deren Verlauf bis zum Beginn der Kompression nach der Kolbenumkehr bei e der Druck auf die Kondensatorspannung absinkt. Daran schließt sich von e über f bis a die Kompressionslinie an.
  • Arbeitet jedoch die Maschine im Gegendruckbetrieb, bei dem die Steuerung den Hilfsauslaß betätig t, dann stellt in dem Diagramm die horizontale Linie h-f den zu überwindenden Gegendruck dar. In diesem Fall erfolgt vom Vorausströmen d ab nur ein Druckabfall bis h. Im oberen Teil des Diagramme- ist die Ventilerhebungskurve für den Hilfsauslaß eingetragen. Man erkennt daraus, .daß das Ventil beim Rückgang des Kolbens von h an bereits zu öffnen beginnt und der Ausschub des Dampfes bei konstantem bzw. nahezu konstantem Gegendruck erfolgt.
  • Der Erfindung gemäß ist hierbei die Steuerung so ausgebildet, daß der Kolbenschieber bzw. das Hilfsauslaßventil in dem Punkt f den Hilfsauslaß abseh'l ieß t, in welchem die! Gegenldirucklii-ni,e die beim Kondensationsbetrieb sich einstellende Kompressionslinie schneidet. Es arbeitet daher eine derartig gesteuerte Maschine auch beim Gegendruckbetrieb mit einer sanft ansteigenden Kompression.
  • Den Vorteil dieser Steuerungsart erkennt man sofort, wenn man damit einen Schiffsantrieb mit nachgeschalteter Abdampfturbine betrachtet, deren gesteuerter Hilfsauslaß auch bei Rückwärtsgang der Hauptmaschine und daher abgeschalteter Turbine, wie es bisher üblich ist, weiter in Tätigkeit bleibt. Durch Fortfall des Gegendruckes sinkt bei Rückwärtsfahrt die Spannung auf den Kondensatordruck, die Kompression setzt infolge- des geöffneten Hilfsauslasses erst bei f' ein, und der Verlauf der kurzen strichpunktiert eingezeichneten Kompressionslinie f'-ä zeigt, daß beim Hubwechsel unweigerlich Stöße in der Maschine auftreten, die durch die Erfindung vermieden werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE-i. Kolbendampfmaschine für wechselnden Gegendruck- und Kondensationsbetrieb, bei der der Zylinder oder bei Verbundmaschinen der NTiederdruckzylinder mit Auslaßsch.litzen und gesteuertem Hilfsauslaß versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Maschine so ausgebildet ist, daß sie bei der einen Einstellung den Hilfsauslaß betätigt und die Maschine als Gegendruckmaschine arbeitet, während sie bei einer anderen Einstellung den Hilfsauslaß geschlossen hält und die Maschine im Kondensationsbetrieb arbeitet. z. Kolbendampfmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Gegendruckbetrieb die Steuerorgane den Hilfsauslaß in dem Punkt absperren, in welchem die Gegendrucklinie die beim Kondensationsbetrieb sich einGtellende schmei!det. 3. Kolbendampfmaschine nach Anspruch i und a mit Kolbenschiebersteuerung, dadurch gekennzeichnet, daß die im Schieberspiegel angeordneten Hilfsauslaßkanäle für Kondensationsbetrieb. durch Hilfsschieber abdeckbar sind. .I. Kolbendampfmaschine nach Anspruch i und ? mit durch umlaufende Nocken gesteuerten Ventilen, dadurch gekennzeichnet, daß der Anhubnocken für die Hilfsauslaßventile verschiebbar ist und in der einen Stellung den Hilfsauslaß betätigt und ihn in einer zweiten Stellung geschlossen hält. 5. Kolbendampfmaschine nach Anspruch d., :dadurch gekenm:zeichnet, Üaß die an demsitzenden und an dem Hilfsauslaßnocken sieh a@bwälzendien Rollen aus .der durch die Drehachse des Nockens gehenden und in die Bewegungsrichtung der Rollen fallenden Ebene so weit nach der Zylinderseite hin versetzt sind, daß die Füllungen auf der Kurbel-und der Deckelseite des Zylinders gleich werden.
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