DE892726C - Verfahren zur Herstellung von Wendeschuhen und in diese einzuarbeitende Hinterkappen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wendeschuhen und in diese einzuarbeitende Hinterkappen

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DE892726C
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Ernst Ehrler
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B9/00Footwear characterised by the assembling of the individual parts
    • A43B9/08Turned footwear

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Wendeschuhen und in diese einzuarbeitende Hinterkappen . Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur serienmäßigen und wirtschaftlichen Herstellung von Wendeschuhen und in diese einzuarbeitende Hinterkappen.
  • Die Schuhfabrikation bewegt sich in letzter Zeit immer stärker von dem schweren und steifen, durchgenähten und Rahmenschuhwerk fort und ist bestrebt, möglichst leichte und biegsame Schuhe auf den Markt zu bringen.
  • Durchgenähte Schuhe erfordern die Verwendung harten Materials für die Brandsohlen und sind daher meist sehr steif, so daß sie die Abwicklung des Fußes beim Gehen behindern.
  • Weiterhin ist bei diesen Schuhen von Nachteil, daß in den Brandsohlen vom Zwicken herrührende Täkse stecken, die meist Anlaß ztt verschiedensten Beschwerden und Schäden geben.
  • In der Verfolgung des Zieles der Herstellung eines idealen leichten und biegsamen Schuhes wurden die mannigfaltigsten Modelle und,Verfahren zu ihrer Herstellung entwickelt. Das jüngste Ergebnis dieser Bemühungen ist der sogenannte California-Schuh. Aber auch er stellt noch nicht das erstrebte Ideal dar, er bedeutet nur einen weiteren Schritt auf dem Wege der Entwicklung zu ihm.
  • Beim California-Schuh erfolgt die Verbindung des Schaftes mit der Sohle durch den sogenannten California-Überschlag. Am Rande des Schaftes ist ein Lederstreifen rechts auf rechts und eine Segeltuch- od. dgl. Sohle links angenäht. Danach wird das so erhaltene Zwischenprodukt auf eine Zwischensohle aufgesetzt und der California-Überschlag um die Kante der Zwischensohle herumgezogen. Den Überschlag klebt oder näht man längs der Sohlenkante fest und klebt die Laufsohle-darunter.
  • Bei Schuhen dieser Machart ist es von Nachteil, daß sie eine Spannaht besitzen, die beim Gehen ständiger, wechselnder Beanspruchung unterworfen ist, wodurch sie leicht zum Reißen neigt. Fernerhin läßt sich keine dem Fuß Halt und Stützung bietende Hinterkappe einarbeiten. Durch die außerhalb des Fußes liegende Randnaht wirken die Schuhe stets etwas plump und unelegant, zumal die Formhaltung infolge fehlender Zehen- und Fersen= versteifung nicht gewährleistet ist.
  • Um die dargestellten Mängel zu beseitigen und auch in dem Bestreben, einen möglichst dem Idealschuh nahekommenden leichten und biegsamen Schuh zu schaffen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, Schuhe in der nachfolgend näher beschriebenen Weise herzustellen.
  • Der Schaft wird in bekannter Weise zugeschnitten und zusammengenäht. Das gleiche geschieht mit dem Schaftfutter, das am Rande der Innenseite des Schaftes angeklebt wird. Der Schaft muß genau paßgerecht zugeschnitten sein, wobei für die Naht ein allseitig gleichmäßiger Zuschlag, vorzugsweise von nur :2 bis 5 mm, bemessen wird.
  • Die Zwischensohle wird ausgestanzt und gegebenenfalls mit einer Randeinfassung versehen. Der Schaft wird mit dem Schaftfutter nach außen auf einen Leisten gespannt. Die Zwischensohle wird aufgelegt und der Schaftrand nach dem Überholen an diese angeheftet. Der Leisten wird entfernt. Das Oberleder wird mittels einer oder mehrerer Steppnähte auf der Zwischensohle befestigt. Der Schuh wird gewendet. Die Hinter- und gegebenenfalls Vorderkappe wird eingearbeitet. Der Schuh wird auf einen Leisten gespannt. Die Laufsohle wird unter die Zwischensohle geklebt, der Absatz befestigt. Der Schuh wird in bekannter Weise ausgeputzt und fertiggestellt.
  • Um dem erfindungsgemäßen Wendeschuh die breite Basis zu schaffen und ihn zu befähigen, als vollkommener leichter Straßenschuh hergestellt zu werden, muß die Ferse des Fußes einen absolut festen und sicheren Halt in ihm erhalten. Dies ist aber nur möglich, wenn in den Schuh eine Hinterkappe eingearbeitet wird, die den an diese zu stellenden Anforderungen völlig gerecht wird.
  • Es hat sich jedoch gezeigt, daß die bekannten Hinterkappen ungeeignet sind und Mängel aufweisen, die ihre Verwendung in Wendeschuhen ausschließen.
  • Daher ist eine Hinterkappe entwickelt worden, die weit nach vorn reicht, dabei die Gelenkstütze für das Längsgewölbe des Fußes und gleichzeitig durch die gewölbte Verlängerung des Mittelteils die Quergewölbestütze bildet. Um die Hinterkappe zu versteifen, für den Fuß bzw. für seine Ferse eine glatte Auflage und für die Befestigung des Absatzes eine Basis zu schaffen, wird in die hintere Rundung der Kappe ein Fersenklappenstück eingeklebt, ein weiteres kann gegebenenfalls auch untergeklebt werden. Damit zwischen der Kappe und dem Schaft keine Hohlräume entstehen, wird der hintere untere Rand der Kappe verstärkt.
  • In den Fig. i bis 3 der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einerbevorzugtenAusführungsform dargestellt.
  • Fig. i zeigt eine Ansicht der Wendeschuhhinterkappe, Fig. 2 einen Querschnitt in Höhe der Mitte des Längsgewölbes, Fig. 3 einen Schnitt in Höhe des Quergewölbes. Die Hinterkappe reicht mit ihrem flachen Mittelteil i, wie auch den Seitenteilen :2 weit nach vorn. um dem Fuß festen Halt und gute Unterstützung zu geben. Deshalb ist sie an der Innenseite des Fußes, wo sich das Längsgewölbe 3 befindet, hochgezogen. Das stärkere Mittelteil i ist an seinem vorderen Ende q. nach oben gewölbt (vgl. Fig. 3), um das Quergewölbe zur Verhinderung von Spreizfüßen zu unterstützen. In die hintere Rundung 5 ist ein Fersenklappenstück 6 eingeklebt. Der hintere äußere Rand 7 der Kappe ist verstärkt, um Hohlräume zwischen dieser und dem Oberleder zu vermeiden.
  • Erfindungsgemäß ist es möglich, leichte, in der Sohle äußerst biegsame und doch sehr solide Schuhe herzustellen, die dem Fuße einen absolut sicheren Halt geben. Sie sind ihrer guten Eigenschaften wegen äußerst bequem zu tragen. Ihre erfindungsgemäße Herstellung ist gegenüber anderen bekannten Verfahren besonders wirtschaftlich.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Wendeschuhen, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaftfutter am inneren Rande des Schaftes festgeklebt, der Schaft mit dem Futter nach außen auf einenLeisten gespannt, eineZwischensohle, deren Rand gegebenenfalls eingefaßt ist, aufgelegt, der Schaftrand nach Überholen an die Zwischensohle angeheftet, nach Entleisten das Oberleder mittels einer oder mehrerer Nähte, insbesondere Steppnähte, auf der Zwischensohle befestigt, der Schuh dann gewendet, die Hinter-und Vorderkappe eingearbeitet, der Schuh auf einen Leisten gespannt, die Laufsohle auf die Zwischensohle aufgeklebt, der Absatz befestigt und der Schuh in bekannter Weise ausgeputzt wird.
  2. 2. Hinterkappe für nach dem Verfahren nach Anspruch i hergestellte Wendeschuhe, dadurch gekennzeichnet, daß sie von der Ferse bis etwa unter das vordere Quergewölbe des Fußes reicht, wobei sie zur Unterstützung des Längsgewölbes in diesem Bereich an der Innenseite des Fußes und auch zur Unterstützung des Quergewölbes entsprechend geformt ist.
DEE4726A 1951-12-01 1951-12-01 Verfahren zur Herstellung von Wendeschuhen und in diese einzuarbeitende Hinterkappen Expired DE892726C (de)

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