DE892593C - Verfahren zur Abtrennung von Naphthensaeuren aus naphthensaeure-haltigen Mineraloelen und Mineraloelprodukten - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung von Naphthensaeuren aus naphthensaeure-haltigen Mineraloelen und Mineraloelprodukten

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DE892593C
DE892593C DEE4268A DEE0004268A DE892593C DE 892593 C DE892593 C DE 892593C DE E4268 A DEE4268 A DE E4268A DE E0004268 A DEE0004268 A DE E0004268A DE 892593 C DE892593 C DE 892593C
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DE
Germany
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naphthenic
separation
naphthenic acid
mineral
oils
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Expired
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DEE4268A
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English (en)
Inventor
Hermann Dr Franz
Heinrich Dr Westerhoff
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Edeleanu GmbH
Original Assignee
Edeleanu GmbH
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G19/00Refining hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, by alkaline treatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abtrennung von Naphthensäuren aus naphthensäurehaltigen Mineralölen und Mineralölprodukten Die Erfindung befaßt sich mit der Gewinnung von Naphthensäuren aus Mineralölen und Mineralölprodukten mit Hilfe einer wäßrigen Ammoniaklösung. Die Abtrennung der Naphthensäuren mit Hilfe von Ammoniak beruht auf der Bildung von wasserlöslichen Ammoniumnaphthenaten, die sich in Form ihrer wäßrigen Lösung von dem säurefreien bzw. dem naphthensäurefreien Öl abscheiden. Aus der wäßrigen Lösung wird die Naphthensäure entweder durch Säurebehandlung oder durch Erhitzen auf höhere Temperaturen freigemacht. Es erfolgt eine Nachraffination beispielsweise durch Destillation der erhaltenen Rohnaphthensäure.
  • Bei der Durchführung des bekannten Verfahrens stößt man durch die Bildung hartnäckiger Emulsionen, die mehr oder weniger lange Absetzzeiten bedingen, auf erhebliche Schwierigkeiten. Beide Schichten klären sich langsam, in manchen Fällen erst in Tagen, und die Trennung der Schichten voneinander ist dementsprechend unscharf.
  • Es wurde nun gefunden, daß die geschilderten Schwierigkeiten sich durch besondere Zusätze beheben lassen. Die Erfindung besteht darin, daß die Abtrennung der Ammoniumnaphthenate in Gegenwart von Elektrolyten wie Natriumchlorid, Natriumsulfat, Natriumcarbonat oder in Gegenwart von Mischungen solcher Elektrolyte vorgenommen wird. Durch den Elektrolytzusatz wird die Emulsionsbildung verhindert, wodurch die Klär- und Absetzzeiten sehr abgekürzt werden und etwa. nur noch eine Zeit von io bis 6o Minuten in Anspruch nehmen. Die Durchführung des Verfahrens erfolgt zweckmäßig in der Weise, daß die Ammoniaklösung vor ihrer Anwendung einen Zusatz von Elektrolyten erhält. In manchen Fällen ist zur Beschleunigung der Schichtentrennung eine Erwärmung, beispielsweise auf 6o°, zweckmäßig.
  • Bei dem neuen Verfahren scheidet sich das gebildete wasserlösliche Ammoniumnaphthenat unter Bildung einer selbständigen Phase von sirupartiger Beschaffenheit ab. Bei höherer Temperatur bleibt in manchen Fällen das Ammoniumnaphthenat in der wäßrigen Lösung gelöst, scheidet sich aber bei der Abkühlung auf niedrigere Temperaturen unmittelbar ab.
  • Die technische Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung kann derart erfolgen, daß man zunächst bei höherer Temperatur arbeitet und durch Erniedrigung der Temperatur auf die Bildung der Zwischenphase hinwirkt, oder man arbeitet gleich bei mittleren Temperaturen, wobei sich dann unmittelbar die mittlere Schicht abscheidet. Diese Zwischenschicht kann bei einem kontinuierlichen Kreislaufverfahren laufend abgetrennt und durch Zentrifugieren von den eingeschlossenen Ölresten befreit werden. Die Aufarbeitung der rohen Ammoniumnaphthenate erfolgt nach den bekannten Methoden.
  • Die verbleibende wäßrige Schicht ist frei von Öl und Ammoniumnaphthenat und kann in einem kontinuierlichen Verfahren unmittelbar wieder Verwendung finden. Eine gesonderte Aufarbeitung ist nicht erforderlich. Beispiel i Ein Gasöl mit einem Säuregehalt von q. mg K O H je g und einer Dichte von d,o = 0,856 wurde mit einer ioo/oigen N H..-Lösung behandelt, in der etwa ioa/o NaCI gelöst waren. Nach einer Mischungsdauer von 2o Minuten erfolgte bei der Temperatur von -f- 6o° innerhalb von io Minuten die Klärung und die Ausbildung von drei Schichten.
  • Die untere Schicht ist die wäßrige elektrolythaltige Ammoniaklösung, die mittlere die Ammoniumnaphthenatphase von sirupartiger Konsistenz, und die obere dritte Phase das entsäuerte Gasöl mit einer Restsäurezahl von 0,3 % mg K O H j e g.
  • Die abgetrennte Ammoniumnaphthenatmenge hatte nach dem Zentrifugieren und der Säurebehandlung eine S äurezahl von etwa 15 o mg K O H j e g. . Beispiel e Ein Gasöl wurde mit einer io°/oigen N H.-Lösung behandelt, die 5 % Na Cl gelöst enthielt. Bei -I- 6o° wurde nach Verlauf i Stunde eine Entmischung in zwei Phasen erreicht. Die untere wäßrige Phase enthielt das gebildete Ammoniumnaphthenat in gelöster Form. Nach Abkühlung auf etwa 2o° trat unmittelbar die Bildung einer dritten Phase auf, die das Ammoniumnaphthenat enthielt und abgetrennt werden konnte.- Die Säurezahl betrug etwa 157 mg KOH je g.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Abtrennung von Naphthensäuren aus naphthensäurehaltigen Mineralölen und Mineralölprodukten mittels einer wäßrigen Ammoniaklösung, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung der Öle in Gegenwart von Elektrolyten vornimmt und dadurch die Bildung einer zwischen der Ölphase und der wäßrigen Phase liegenden dritten Ammoniumnaphthenat enthaltenden Phase bewirkt, diese abtrennt und aufarbeitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ammoniaklösung vor ihrer Anwendung einen Zusatz von Elektrolyten erhält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung der naphthensäurehaltigen Öle mit einer wäßrigen, elektrolythaltigen Ammoniaklösung bei Temperaturen bis zu etwa 6o° erfolgt, und daß man anschließend zwecks Bildung der naphthen!athaltigen Zwischenschicht abkühlt. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die abgetrennte naphthenathaltige Zwischenschicht durch Zentrifugieren von Ölresten befreit wird.
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