DE595604C - Verfahren zur Gewinnung von Produkten von besonders hohem Emulgierungsvermoegen aus den moeglichst vom Wasser befreiten alkalischen Raffinationsabfaellen der Mineraloele - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Produkten von besonders hohem Emulgierungsvermoegen aus den moeglichst vom Wasser befreiten alkalischen Raffinationsabfaellen der MineraloeleInfo
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Description
- Verfahren zur Gewinnung von Produkten von besonders hohem Emulgierungsvermögen aus den möglichst vom Wasser befreiten alkalischen Raffinationsabfällen der Mineralöle Bei der Räffination von Mineralölen oder deren Fraktionen durch Behandeln derselben mit konzentrierter oder rauchender Schwefelsäure bilden sich bekanntlich zwei Schichten, von denen die obere ein Gemisch von nichtsulfonierten Mineralölen mit deren Sulfonsäuren darstellt.
- Zum Zwecke einer Trennung .der nichtsulfonierten Mineralöle von deren Sulfonsäuren hat man schon vorgeschlagen, die Sulfonsäuren aus diesem Gemisch mit Wasser, Alkohol, Aceton u. dgl. wasserlöslichen Lösungsmitteln auszuwaschen, erreicht auf diesem Wege aber nur eine unvollkommene Trennung der Bestandteile, und die so erhältlichen Sulfonsäuren besitzen nur ein verhältnismäßig geringes oder mittelmäßiges Emulgierungsvermögen. Das gleiche ist der Fall, wenn man nach einem weiteren bekannten Verfahren das Mineralöl-Sulfonsäure-Gemisch zuerst mit Wasser und die sich dabei bildende wässerige Schicht mit Alkohol oder Aceton versetzt, wobei sich der größere Teil des Mineralöls abtrennt.
- Es ist ferner auch schon versucht worden, die Mineralöle von ihren Sulfonsäuren dadurch zu trennen, daß man letztere zuerst in ihre Alkalisalze überführte und diese in der gleichen Weise behandelt wie die Gemische von Mineralölen mit freien Sulfonsäuren, doch erhält man auch auf diesem Wege keine Sulfonate bzw. Sulfonsäuren von höherem Emulgierungsvermögen. Schließlich ist :es auch bekannt; eine Trennung von Mineralölen und deren Sulfonaten dadurch herbeizuführen, daß man die möglichst vom Wasser befreite Mischung einer Destillation im Vakuum mit überhitztem Wasserdampf unterwirft und auf diese Weise die Mineralöle abtreibt; indessen weisen auch die so erhältlichen Sulfonate kein besonders hohes Emulgierungsvermögen auf.
- Die Erfindung gründet sich nun auf die Beobachtung, daß die sich bei der Behandlung von Mineralölen mit konzentrierter oder rauchender Schwefelsäure bildenden Sulfonsäüren oder Sulfonate, die ja bekanntlich aus verschiedenen Verbindungen von verschieden hohem Emulgierungsvermögen bestehen, bei den bekannten Verfahren zur Trennung der Mineralöle von den Sulfonsäuren oder Sulfonaten stets vergemeinschaftet gewonnenwer-. den und in diesem Zustand nur ein schlechtes Emulgierungsvermögen besitzen.
- Erfindungsgemäß werden nun Produkte von bdsonders hohem Emulgierungsvermögen dadurch erhalten, daß man die durch Abtreiben des größten Teils der Mineralöle aus entwässerten alkalischen Raffinationsabfällen der Mineralöle erhältlichen, im wesentlichen aus Mineralölsulfonaten bestehenden Produkte mit einer mehrfachen Menge hochgradigen (mindestens 94%igen) Alkohols (Methyl- oder Äthylalkohols) in der Wärme bis zur Erschöpfung auslaugt, die erhaltene Lösung durch Stehenlassen bei gewöhnlicher Temperatur oder zweckmäßiger durch Kühlen auf Temperaturen unter o° klärt und aus der klaren Lösung das Lösungsmittel abdestilliert. Man erzielt auf diese Weise Produkte von so hohem Emulgierungsvermögen, daß 2o bis 2 5 Gewichtsteile derselben mit 8o bis 75 Gewichtsteilen Spindelölraffinat vermischt, beim Ver= dünnen des Gemisches mit Wasser eine schneeweiße, unbegrenzt haltbare Emulsion ergeben. Die sich beim Klären der alkoholischen Lösungen abscheidenden, größtenteils ebenfalls aus Sulfonaten bestehenden Produkte besitzen hingegen entweder gar kein oder nur ein sehr geringes Emulgierungsvermögen. Beispi,e1 iooo kg entwässerte, durch Abdestillieren im Vakuum mittels überhitzten Wasserdampfes von Mineralölen größtenteils befreite alkalische Abfallprodukte aus der Weißölfabrikation werden in einem mit Rückflußkühler versehenen Behälter geschmolzen, hierauf mit i oooo 194- bis 98 °/oigem Alkohol versetzt und unter Rückfiuß bis zur Bildung einer homogenen Masse gekocht, die man bis zur vollständigen, zweckmäßig durch Kühlen beförderten Klärung stehenläßt, worauf man die klare Lösung abtrennt und daraus das Lösungsmittel durch Destillation entfernt. Der Rückstand bildet das neue Emulgierungsmittel.
- Es stellt eine zäh klebrige, harzartige, hygroskopische Masse dar, die in organischen Lösungsmitteln leicht, dagegen in Wasser schwerer löslich ist. Infolge seines besonders hohen Emulgierungsvermögens für Mineralöle, Kohlenwasserstoffe und fette Öle kann es in ausgedehntem Maße in der Metall-, Leder-, Textil- und Färbereiindustrie Verwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Produkten von besonders hohem Emulgierungsvermögen aus den möglichst vom Wasser befreiten alkalischen, durch Destillieren im Vakuum mittels überhitzten Dampfes o. dgl. von Mineralölen größtenteils befreiten, im wesentlichen aus Mineralölsulfonaten bestehenden Raffnationsabfäl len der Mineralöle, dadurch gekennzeichnet, daß man dieselben mit der mehrfachen Menge hochgradigen (mehr als 9o%igen) Methyl- oder Äthylalkohols in der Wärme behandelt oder auslaugt, die so erhaltenen Lösungen durch Stehenlassen bei gewöhnlicher oder unter o° abgekühlter Temperatur völlig klärt und aus der geklärten Lösung das Lösungsmittel abdestillert.
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