DE569797C - Verfahren zur Raffination von OElen und Fetten - Google Patents

Verfahren zur Raffination von OElen und Fetten

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DE569797C
DE569797C DEI40329D DEI0040329D DE569797C DE 569797 C DE569797 C DE 569797C DE I40329 D DEI40329 D DE I40329D DE I0040329 D DEI0040329 D DE I0040329D DE 569797 C DE569797 C DE 569797C
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DE
Germany
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oils
fats
oil
refining
boric acid
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Expired
Application number
DEI40329D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Franzen
Dr Max Schellmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/001Refining fats or fatty oils by a combination of two or more of the means hereafter

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Raffination von Ölen und Fetten Es wurde gefunden, daß rohe Öle oder Fette. in technisch einfach durchführbarer Weise von Schleimstoffen befreit werden können, wenn man sie mit wasserfreier Borsäure bei Temperaturen oberhalb ioo behandelt. Die Behandlung kann z. B. unter normalem Druck oder unter Anwendung von Vakuum erfolgen und geschieht zweckmäßig in der Weise, daß die feste Borsäure dem Öl vor oder. während des Anheizens zugesetzt wird, während das Öl gleichzeitig gut durchgerührt wird. Im allgemeinen eignen sich je nach der -Natur der zu behandelnden Öle Temperaturen von ioo und darüber. Durch die beschriebene Behandlung wird eine völlige .Iusfällung der Schleimstofte, Harze usw., aus dein Öl erzielt. Die Schleimstoffe scheiden sich dabei iu fester, körniger Form aus und können entweder durch Absitzenlassen oder .1,btiltrier en oder auf andere Weise vor der Weiterbehandlung entfernt werden. Man kann sie auch im Öl belassen und erst bei der \achraffination mit Laugen oder in einem beliebigen anderen Stadium der Weiterbehandlun- entfernen. Auf die beschriebene Weise werden klare, helle öle bzw. Fette erhalten.
  • In vielen Fällen ist -es zweclcmäl.;ig, die Entfernung der Schleimstoffe mit der Entsäuerung der Öle' oder Fette zu verbinden, wobei die Abtrennung der Fettsäuren durch Destillation, z. B. gemäß den Verfahren der Patentschriften 39; 332 oder 51474o erfol-gen kann. In diesen Fällen wird das 0l oder Fett einer Behandlung im Vakuum unter Einleiten von Gasen oder Dämpfen, die fein verteilte Flüssigkeiten enthalten, unterworfen bz%v. eine Flüssigkeit vermittels einer Düse in das erhitzte Öl oder Fett eingeführt. llan arbeitet hierbei so, daß man dem Öl von vornherein die geeignete Menge Borsäure %bis zu etwa 5 0'o-! zusetzt, oder indem man dem Öl bzw. Fett erst im Verlaufe der Destillation eine wäßrige Borsäurelösung zufügt. Beim \acliraffinieren mit Lauge werden die dunkel gefärbten öle aufgehellt.
  • Es ist bereits bekannt, rohe Öle und Fette zwecks Entfernung der in ihnen enthaltenen Schleimstoffe finit wäßrigen Lösungen von Salzen, wie Glaubersalz. Chlorcalcium, Boraten usw., bei gewöhnlicher oder wenig erhöhter Temperatur zu behandeln. Eine restlose Entfernung der. Schleimstoffe, Farbstoffe und Harze ist nach diesen Verfahren nur in den wenigsten Fällen zu erreichen. Insbe-,ondere wird bei so behandelten Cottoiiölen, welche nachträglich einer Entsäuerung durch Destillatiön unterworfen werden, bei der Naachraffination durch Lauge eine Farbaufliellung nicht erzielt.
  • Es ist ferner schon vorgeschlagen worden, pflanzliche oder tierische öle oder Fette vor der Destillationsentsäuerung zwecks Entschleimung mit verdünnten Mineralsäuren oder mit wasserfreien Sulfosäuren aromatischer Kohlenwasserstoffe zu behandeln. Weiterhin ist noch bekannt, die Abscheidung färbender Bestandteile aus Baumwollsaatöl durch Behandlung mit wäßrigen Lösungen, die Borsäure und Borate enthalten, vorzunehmen. Gegenüber der bekannten Behandlung der öle mit Säuren bietet das vorliegende Verfahren insofern wertvolle technische Vorteile, als bei ihm völlig entschleimte, klare und helle Öle erhalten werden, während bei der Verwendung von Mineral- bzw. Sulfosäuren aromatischer Kohlenwasserstoffe eine intensive Verfärbung der Öle, insbesondere bei der Behandlung unter erhöhten Temperaturen, erfolgt, die auch durch eine nachfolgende Raffination mit Laugen nicht beseitigt werden kann. Es ist beispielsweise # nicht möglich, derartig behandelte Öle einem Entsäuerüngsverfahren durch Destillation zu unterwerfen, ohne daß dabei die Öle hinsichtlich ihrer Farbe empfindlich geschädigt und in der Qualität erheblich herabgesetzt werden.
  • Gegenüber der Behandlung der Öle mit wäßrig-en Lösungen, die Borsäure und Borate enthalten, zeigt das vorliegende Verfahren den Vorteil, daß es hierbei möglich ist, die Entschleimung und Entsäuerung der Öle in einem einzigen Arbeitsgang vorzunehmen, womit gleichzeitig noch eine starke Farbaufhellung des Öles verbunden ist, während bei jenem bekannten Verfahren die Entschleimung und die Entsäuerung in zwei getrennten Stufen erfolgen muß.
  • Vergleichsversuche lassen erkennen, daß nach den bekannten Verfahren wesentlich dunkler gefärbte öle erhalten werden, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß eine gleichzeitige Entschleimung und Destillationsentsäuerung, wie sie im vorliegenden Fall in vorteilhafter Weise ausgeführt werden kann, überhaupt nicht möglich ist.
  • Beispiel i Rohes Cottonöl mit der Säurezahl 6,1 wird mit i % wasserfreier Borsäure bei 13o° unter "Anwendung von Vakuum eine halbe Stunde lang gerührt. Die ausgeschiedenen Schleimstoffe setzen sich in kurzer Zeit ab. Bei der anschließenden Laugenraffination erhält man ein klares, schwachgelb gefärbtes Öl mit der Säurezahl o,i. Die Raffinationsverluste an Neutralöl betragen auf den Soapstock berechnet nur 170 0,!o im Gegensatz zu einem normalen Verlust von etwa 300 %.
  • Beispiel Rohes Cottonöl mit der Säurezahl io,3 wird mit 1,5 % wasserfreier Borsäure versetzt und zur Entfernung der freien Fettsäuren der Destillation gemäß dem Verfahren des Patents 397332 Unterworfen. Das so erhaltene Öl mit der Säurezahl 1,2 wird in der üblichen Weise mit Natronlauge nachraffiniert. Man erhält ein sehr helles, klares öl mit der Säurezahl o, i.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Raffination von Ölen und Fetten, dadurch gekennzeichnet, daß die öle oder Fette mit wasserfreier Borsäure bei Temperaturen oberhalb ioö" behandelt werden, wobei gegebenenfalls außerdem eine Entsäuerung der Öle oder Fette durch Destillation der freien Fettsäuren erfolgen kann.
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